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Getränk

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Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied
Getränkedose   „Metalldose für Getränke“

Quelle: Getränkedosen sind neben Flaschen und Getränkekartons die wichtigste Handelsverpackung für Getränke und dienen in der Regel zugleich als Trinkgefäß (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkedose, gesehen am 08.03.2013). - Nachdem 1972 dort bereits eine unserer Errungenschaften zu Grabe getragen wurde, die Einwegflasche und die Getränkedose, folgte auf diesen Spuren nun die nächste (Die Zeit, 01.04.1977).

Getränkeflasche   „Flasche für Getränke“

Quelle: Als Getränkekiste wird in Österreich oder auch Süddeutschland ein Getränkekasten bezeichnet (auch Rahmen; in der Schweiz und in der DDR-Handelssprache Harass, bairisch Tragl); er dient dem Transport von Getränkeflaschen (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkekiste, gesehen am 08.03.2013). - Das Produktionsprogramm umfaßt in der Hauptsache Getränkeflaschen, Konservengläser, Verpackungsflaschen, Ballons, Korbflaschen, Glaswolle, Glasseide, Draht-, Roh- und Ornamentglas (Die Zeit, 11.02.1954).

Getränkekarton   „Karton für Getränke“

Quelle: Getränkedosen sind neben Flaschen und Getränkekartons die wichtigste Handelsverpackung für Getränke und dienen in der Regel zugleich als Trinkgefäß (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkedose, gesehen am 08.03.2013).

Getränkekasten   „Kasten für die Aufbewahrung und den Transport von Getränkebehältern“

Quelle: Als Getränkekiste wird in Österreich oder auch Süddeutschland ein Getränkekasten bezeichnet (auch Rahmen; in der Schweiz und in der DDR-Handelssprache Harass, bairisch Tragl); er dient dem Transport von Getränkeflaschen (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkekiste, gesehen am 08.03.2013). - Dank der besonderen Konstruktion federn die Schlingen dieser Getränkekasten, die Bügel sind mit diesen fest verschweißt (Deutsche Milchhandels- und Feinkost-Zeitung 80, 1958).

Getränkekiste   „Kiste für die Aufbewahrung und den Transport von Getränkebehältern“

Quelle: Als Getränkekiste wird in Österreich oder auch Süddeutschland ein Getränkekasten bezeichnet (auch Rahmen; in der Schweiz und in der DDR-Handelssprache Harass, bairisch Tragl); er dient dem Transport von Getränkeflaschen (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkekiste, gesehen am 08.03.2013). - Schließlich kamen wir auch an die Getränkekisten (Brasch, Blauwasser und Janmaaten: ein Weltbummler zur See erzählt, 1943).

Getränkekrug   „Krug für Getränke“

Quelle: Länger bekannt sind bereits auf Ionentauschern basierende, sog. offene Filtersysteme, die ähnlich einem Getränkekrug mit Leitungswasser gefüllt werden und gefiltertes Wasser beim Ausgießen abgeben (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserfilter, gesehen am 08.03.2013). - Dieser jüngste, der seinen reichen Brüdern dienen muss, erhält nun von drei Frauen, die sich in ihn verliebten, ein Kleidermesser, ein "Tischleindeckdich" und einen Getränkekrug (Rittershaus, Die neuisländischen Volksmärchen, 1902).

substantivisches Determinativkompoitum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Getränkeautomat   „Verkaufsautomat für Getränke“

Quelle: Getränkeautomaten sind meistens für den Verkauf von Kaltgetränken-, aber auch für Warmgetränke und sogar Suppen ausgelegt (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkeautomat, gesehen am 08.03.2013). - Auf 20000 beziffert man die Zahl der westdeutschen Getränkeautomaten (Die Zeit, 13.10.1961).

substantivisches Determinativkompositum mit Möbelbezeichnung als Hinterglied
Getränkebar   „Hausbar für alkoholische Getränke“

Quelle: Oft sind Annehmlichkeiten wie eine Getränkebar oder ein ausziehbarer Schminktisch in die Trennwand eingebaut (https://de.wikipedia.org/wiki/Phaeton_(Karosseriebauform), gesehen am 08.03.2013). - An die Getränkebar schließt sich die Schallplattenbar an (Die Zeit, 03.11.1967).

Getränkeschrank   „Schrank für die Aufbewahrung von Getränken“

Quelle: Japanerin acht hingegen scheint so etwas wie die mobile Reserve zu sein, eine schnelle Eingreifjapanerin möglicherweise, da sie nicht nur die Getränkeschränke füllt, sondern gelegentlich auch Gläser geeisten Leitungswassers hinaus auf die Sonnenterrasse trägt (Berliner Zeitung, 01.06.2002). - Wenn aber der Hausherr zum Getränkeschrank marschiert und uns ein Gläschen Madeira oder einen trockenen Wermut kredenzt, dann nicken wir verbindlich über den Glasrand (Graudenz, Das Buch der Etikette, 1956).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Getränkekellner   „für die Getränke zuständiger Kellner“

Quelle: Valery, der Getränkekellner, ist mit seinen italienischen Gästen unzufrieden (Die Zeit, 17.09.1993). - Wenig später kam der Getränkekellner mit der Bocksbeutelflasche (Graudenz, Das Buch der Etikette, 1956).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actoris als Hinterglied
Getränkelieferant   „jemand, der Getränke ausliefert“

Quelle: Ein Ordnungsamts-Kontrolleur schiebt einen Strafzettel unter den Scheibenwischer eines Getränkelieferanten (Der Tagesspiegel, 17.05.2005). - Als es nach einigen Jahren zur Verpachtung kam, behielt sich der Beklagte im Pachtvertrag das Recht vor, den Getränkelieferanten der Pächterin zu bestimmen (Neue Juristische Wochenschrift 26, 1973).

Getränkelieferant   „etwas, aus dem man Getränke herstellen kann“

Quelle: Der Obstbau ist ferner Getränkelieferant (Bericht über die zürcherische kantonale landwirtschaftliche Ausstellung in Meilen 1912, 1914).

Getränkeverkäufer   „jemand, der Getränke verkauft“

Quelle: Er jobbte unter anderem als Fabrikarbeiter, Getränkeverkäufer und Totengräber, bis er eine Beschäftigung als Reporter für eine Lokalzeitung im Londoner East End fand (https://de.wikipedia.org/wiki/Barrie_Keeffe, gesehen am 08.03.2013). - Polizisten mit großen weißen Helmen und schreiende Getränkeverkäufer sind die einzigen, die sich im grellen Licht der Scheinwerfer vor den Tribünen bewegen (Die Zeit, 19.02.1965).

Getränkeverkäuferin   „Frau, die Getränke verkauft“

Quelle: Wenn es kein hektisches Rascheln der Zeitungen mehr gibt, kein vertrautes Klappern der Fahrradspeichen und keinen Streit mit einer alten Getränkeverkäuferin, was dann? (Der Tagesspiegel, 11.09.2002). - Viel angenehmer hat es dagegen die kleine Getränkeverkäuferin (links). Sie arbeitet im Schatten (Die Bunte, 1962).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied
Getränkeabfüllung   „das (maschinelle) Abfüllen von Getränken in Gefäße“

Quelle: Die Getränkeabfüllung ist ein Teil-Produktionsvorgang in Betrieben, die Getränke herstellen, sei es Mineralwasser, Fruchtsäfte, Bier, Wein, Weinbrand oder anderes (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkeabfüllung, gesehen am 08.03.2013). - Sie sind heute in mehr als 60 Ländern der Welt zur Getränkeabfüllung eingesetzt (Mitteilungen der Versuchsstation für das Gärungsgewerbe in Wien, 1974).

Getränkeabgabe   „das Abgeben von Getränken an jemanden“

Quelle: Eine Getränkeabgabe an die im Elm tätigen Arbeiter zu Gelagen wurde untersagt (https://de.wikipedia.org/wiki/Tetzelstein, gesehen am 08.03.2013).

Getränkeaufnahme   „das Trinken, Aufnehmen von Getränken“

Quelle: Ullrichs schärfster Verfolger, der Franzose Richard Virenque, liegt 2: 38 Minuten zurück. Eine 20-SekundenStrafe wegen unerlaubter Getränkeaufnahme wurde wieder zurückgenommen (Berliner Zeitung, 21.01.1995). - Genesungen erfolgen unter allmählichem Nachlassen der Muskelspannung erst nach 2–3 Wochen, wenn der Krampf nicht jede Futter- und Getränkaufnahme unmöglich gemacht und die Atmung nicht allzusehr erschwert hatte (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Starrkrampf).

Getränkeaufwand   „Aufwendung an Getränken“

Quelle: Dazu gehörten die Verordnungen gegen einen übergroßen Getränkeaufwand bei Hochzeiten, Tauffesten und Begräbnissen (Tappe, Auf dem Weg zur modernen Alkoholkultur, 1994). - Der nach diesen Angaben notwendige Getränkeaufwand scheint doch in einem gewissen Mißverhältnis zu den Gesamtkosten des Lebensunterhalts zu stehen (Koloniale Monatsblätter 15, 1913).

Getränkeausschank   „das Ausschenken von Getränken“

Quelle: In Berlin sollen Bäckereien mit Café oder Getränkeausschank künftig fast rund um die Uhr öffnen dürfen (Der Tagesspiegel, 07.08.2003). - Es handelt sich darum, den Getränkeausschank in den Händen der Stadt zu monopolisieren und den sich ergebenden Überschuß zur Bekämpfung des Alkoholismus zu verwenden (Der Alkoholismus: Zeitschrift zur wissenschaftlichen Erörterung der Alkoholfrage, 1907).

Getränkebereitung   „das Zubereiten von Getränken“

Quelle: Für größere Feste kommt als tagelange Vorarbeit, die auch der Getränkebereitung vorausgehen muß, das Reisstampfen dazu (Löffler, Mru: Bergbewohner im Grenzgebiet von Bangladesh, 2013). - Dann interessieren die Rohstoffe zur Getränkebereitung, wobei die Ziffer 34 für die Obstsäfte reserviert und 36 für die Brauerei- und Brennereirohstoffe verwendet werden kann (Kutter, Koordinierte Klassifikation für die private und industrielle Dokumentation, 1951).

Getränkeentziehung   „Entzug von Getränken, Trinkverbot“

Quelle: In drastischer Form kam die Flüssigkeitsentziehung bei der einseitigen und laienhaften Schrothschen Durstkur in Anwendung; forcierte Getränkeentziehung wird auch von mancher Seite bei der Bekämpfung der Gefäßerweiterungen (Aortenaneurysmen) empfohlen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Diätetik).

Getränkeentzug   „Entzug von Getränken, Trinkverbot“

Quelle: Hierzu gehören beispielsweise das Beibringen von Verletzungen, Fußtritte, Schläge, Stiche, das Anstrahlen mit grellem Licht bei Vernehmungen, Nahrungs- und Getränkeentzug, systematische Störungen des Schlafs und vergleichbare Handlungen (Julius, Strafprozessordnung, 2009). - Schroth fügte seiner Heildiät noch ein ausgeklügeltes System periodischen Getränkeentzugs hinzu (Die Zeit, 29.05.1959).

Getränkelieferung   „das Anliefern von Getränken“

Quelle: Durch das geschlossene Auftreten erhofft er sich außerdem Rabatte beispielsweise bei Zeitungsanzeigen und Getränkelieferungen (Der Tagesspiegel, 10.05.2002). - Zu den laufenden Ausgaben sind ferner alle Zuschüsse zu Kantinen, Getränkelieferung usw. zu rechnen (Alexander-Katz, Wirtschaft und Recht der Gegenwart, 1912).

Getränkemaß   „Maßeinheit für Getränke“

Quelle: Das Getränkemaß entsprach dem Schenkmaß Schoppen (https://de.wikipedia.org/wiki/Vierteli, gesehen am 08.03.2013). - Es sei ihm mithin das Bewußtsein abhanden gekommen, daß er als Wirt seinen Kunden stets das zur Bezahlung entsprechende Getränkemaß abgeben müsse (Gesetz und Recht 11, 1909).

Getränkmaß   „Maßeinheit für Getränke“

Quelle: Das Getränkmaß in Bozen war eine zu den kleinen Volumenmaßen zählende Einheit (https://de.wikipedia.org/wiki/Ziment, gesehen am 08.03.2013). - Besteht tatsächlich eine solche Unfähigkeit der Nieren, so muß erwartet werden, daß bei einer entsprechenden Verminderung der F lüssigkeitszufuhr, die etwa auf das normale tägliche Getränkmaß herabgesetzt wird, das spezifische Gewicht des Urins sinkt (Deutsches Archiv für klinische Medizin 95, 1909).

Getränkeverkauf   „das Verkaufen von Getränken“

Quelle: Der Name soll sich davon ableiten, dass ursprünglich zu bestimmter Stunde ein Kreidestrich über den Zapfen der Fässer gemacht wurde, um das Verbot des weiteren Getränkeverkaufs kontrollieren zu können (https://de.wikipedia.org/wiki/Zapfenstreich, gesehen am 08.03.2013). - Für die Jahre 1902 und 1903 erscheinen im Voranschlag als Einnahmen aus dem staatlichen Getränkeverkauf 462.8, beziehungsweise 499.8 Millionen Rubel (Lippert, Das Alkoholmonopol, 1904).

Getränkevorrat   „Vorrat an Getränken“

Quelle: Im Zuge der offiziellen Untersuchung werden die leeren Wodkaflaschen in einem Mülleimer des havarierten Flugzeuges gefunden, zu dessen Getränkevorrat lediglich die Crew Zugang hatte (https://de.wikipedia.org/wiki/Flight_(2012), gesehen am 08.03.2013). - Zur Feststellung der Abgabe werden die Weineinlagen kontrolliert, der Getränkevorrat bei Wirten und Kleinhändlern von Zeit zu Zeit ermittelt und aus der hiernach berechneten Getränkemenge und den Ausschankpreisen der Erlös berechnet (Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Deutschen Reichstages 249, 1909).

Getränkezubereitung   „das Zubereiten von Getränken“

Quelle: Neben der pflanzlichen Ausgangssubstanz werden in Indien auch verschiedene Getränkezubereitungen aus Milch/Joghurt, Gewürzen, Honig und Hanfblättern als Bhang bezeichnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Bhang, gesehen am 08.03.2013). - Was von der Speisen- und Getränkezubereitung gilt, kann in ähnlicher Weise fast vom ganzen Leben gesagt werden (Frankfurter Hefte 2, 1947).

substantivisches Determinativkompositum mit Abgabebezeichnung als Hinterglied
Getränkeabgabe   „auf Getränke erhobene Abgabe“

Quelle: Ihr fließen nicht nur die Erträgnisse der Monopole und der Stempel- und Getränkeabgaben, sondern auch die Reineinnahmen der Eisenbahnen, die Zölle und die Orbt- (Verkehrs-) Steuer zu (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Finanzkontrolle).

Getränkesteuer   „auf Getränke erhobene Steuerabgabe“

Quelle: Die Getränkesteuer ist eine in der Bundesrepublik Deutschland erhobene Steuer auf alkoholische und nichtalkoholische Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkesteuer, gesehen am 08.03.2013). - Getränkesteuern sind die schon seit alter Zeit und in fast allen Ländern vorkommenden Aufwandsteuern auf geistige Getränke, vornehmlich Bier, Branntwein, Wein und Obstwein (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).

Getränksteuer   „auf Getränke erhobene Steuerabgabe“

Quelle: Doch genauso wie die Wirte sich für eine Getränksteuer in den 1860er Jahren einsetzten, wehrten sich die Winzer dagegen (Kersting, Steuerwiderstand und Steuerkultur: der Kampf gegen das Umgeld im Königreich Württemberg (1819-1871), 2006). - Im Jahre 1359 verzichtete Herzog Rudolf IV. auf sein Recht, die Münze jährlich zu erneuern, und ließ sich dafür eine Getränksteuer bewilligen (Luschin von Ebengreuth, Grundriss der Münzkunde, 1925).

Getränketarif   „offizieller Preis für Getränke“

Quelle: Bar Ourcq. Winzige Bar der Schönen und Reichen mit trotzdem durchaus bezahlbaren Getränketarifen, die Halbe zum Beispiel geht für nur 3 Euro über die Theke (Marco Polo: Paris Low Budget, 2013). - In den B. müssen zur Vermeidung von Übervorteilungen der Reisenden die Speise- und Getränketarife, die der Genehmigung der Bahnverwaltung unterliegen, öffentlich ausgehängt sein (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1912, s.v. Bahnhofwirtschaften).

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied
Getränkemarke   „Handelsmarke für Getränke“

Quelle: Der Vertrieb von Getränkemarken der Coca-Cola Company unterscheidet sich von Land zu Land (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränkemarken_der_Coca-Cola_Company, gesehen am 08.03.2013). - Ein besonders geeignetes, fesselndes Werbemotiv wäre die Schilderung einer Reise mit einer bestimmten Getränkemarke (Die Branntweinwirtschaft 75, 1953).

Getränkesorte   „Sorte von Getränken“

Quelle: Die Novelle sieht vor, das Pflichtpfand für Dosen und Einwegflaschen festzuschreiben und auf weitere Getränkesorten wie Saft oder alkoholische Mixgetränke auszudehnen (Der Tagesspiegel, 15.10.2003). - Zuvor hatten die Briten versucht, ihre Getränkesorten von der Dortmunder Union-Brauerei in Lizenz abfüllen und vertreiben zu lassen (Die Zeit, 30.04.1971).

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied
Getränkeflasche   „Flasche für Getränke“

Quelle: Das bekannte, an Bord viel verwendete Mittel, die Getränkeflaschen in angefeuchteten Strohhüllen oder Säcken in den Zug zu hängen, führt im allgemeinen an den tropischen Küsten zu keiner beträchtlichen Abkühlung (Plehn, Die Kamerun-Küste, 1898). - Es giebt dieses Rohr einen grossen Nutzen, weil die Indianer davon nicht nur ihr Brod und Nahrung haben können; sondern auch Töpffe, um Reiß darinne zu kochen, davon machen, wie auch Eymer und Gefässe zum Wasser-Schöpfen, Wein und andere Getränck-Flaschen, Toback-Pfeifen, Schreib-Federn ja auch Musicalische Instrumenten (Weinmann, Phytanthoza-Iconographia, 1737).

Getränkekiste   „Kiste für die Aufbewahrung und den Transport von Getränkebehältern“

Quelle: Die Getränke-Kiste liess der König, wie Bedéra erzählte, ohne weiteres in sein Wohnhaus bringen (Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, 1880).

Getränkekrug   „Krug für Getränke“

Quelle: urceus s., Gefäss, Getränke-Krug (Gengler, Germanische Rechtsdenkmäler, 1875).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Getränkeautomat   „Verkaufsautomat für Getränke“

Quelle: Getränke-Automat, in Form eines Fasses, bei welchem nach Einwurf eines Geldstückes und Drücken auf einen Knopf sich die vorher in einem Eintheilungsbassin angesammelte Flüssigkeit durch einen Hahn in ein darunter stehendes Glas entleert (Patentblatt, 1898).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Getränkekellner   „für die Getränke zuständiger Kellner“

Quelle: In jedem Speisezimmer warten verschiedene Speisekellner und Getränkekellner auf (Stehlik, Meyers Reisebücher: Wien, Führer durch die Kaiserstadt, 1873).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied
Getränkelieferant   „jemand, der Getränke ausliefert“

Quelle: es war nach letzterer Verordnung jeder Weinhändler und Wirth, dann jeder Fuhrmann oder Getränkelieferant verpflichtet, sich allein nach Wiener Eimer abgeaichter Geschirre zu bedienen (Rottleuthner, Die alten Localmasse und Gewichte nebst den Aichungsvorschriften bis zu Einführung des metrischen Mass- und Gewichtssystems, 1883).

Getränkeverkäufer   „jemand, der Getränke verkauft“

Quelle: Wirklich kaum am Lande ausgestiegen, wurden wir schon halb zerrissen und von solchen überfallen, die ihre Dienste als Führer, Eseltreiber, Kutscher, Getränkeverkäufer und alles mögliche Andere anboten (Wedewer, Eine Reise nach dem Orient, 1877). - Jeder Getränkverkäufer, welcher nach verflossener Zeit, für welche das Patent ausgestellt wurde, nicht sogleich ein anders nehmen wird, soll mit einer Busse von 50 Franken für das erste mal, und im Wiederbetretungsfalle mit der doppelten Strafe belegt werden (Neues helvetisches Tagblatt, 1799).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied
Getränkeaufnahme   „das Trinken, Aufnehmen von Getränken“

Quelle: Ganz aufgehobene Futter- und Getränkeaufnahme ist vorübergehend ein Zeichen von Magenschmerzen und Ueberladung desselben (Prinz, Allgemeine Krankheits- und Heilungslehre der Hausthiere, 1830).

Getränkeaufwand   „Aufwendung an Getränken“

Quelle: Vom königlichen Hofe verbreitete sich der Speise- und Getränkeaufwand, mit dem selbstverständlich die Kochkunst Hand in Hand ging, an die kleinen Höfe der Fürsten und Edelinge (Götzinger, Reallexicon der Deutschen Altertümer, 1885, s.v. Mahlzeiten).

Getränkeausschank   „das Ausschenken von Getränken“

Quelle: Ferner muß er sich ganz der Hauses-Polizei-Ordnung und besonders darin unterziehen, daß er während des Gottesdienstes in Hause keinen Getränke-Ausschank unternehmen, noch weniger aber zum Singen oder Lärmen Anlaß gäbe (Hübler, Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee, 1822). - Leutgeben, das ist, unberechtigter Getränkeausschank, sc. ist verbothen (De Luca, Politischer Codex, 1790).

Getränkebereitung   „das Zubereiten von Getränken“

Quelle: 2) Vorschrift zu Bereitung zusammengesetzter Mittel zum häuslichen Gebrauch, wie z.B. zur Speise- u. Getränkebereitung, od. sonst zu technischen Zwecken, zur Färberei etc. (Pierer's Universal-Lexikon, 1861, s.v. Recept).

Getränkeentziehung   „Entzug von Getränken, Trinkverbot“

Quelle: Nahrungs- und Getränke-Entziehung bringt beim Lebenden ein Gefühl von Hunger und Durst, von Leere in der Magengegend, Spannen, Ziehen, Kollern und Schmerz im Unterleibe hervor (Böcker, Memoranda der gerichtlichen Medicin, 1854).

Getränkelieferung   „das Anliefern von Getränken“

Quelle: Die Licitation der Victualien und Getränke-Lieferung, dann die Reinigung der Kranken-Leibes-Wäsche, für das hiesige k. k. Militär-Spital im Mil.-Jahr 1843/44 wird am 25. August 1843 im benannten Spitals-Gebäude u. z. Vormittags 9 Uhr abgehalten werden (Bregenzisches Wochenblatt, 1843).

Getränkemaß   „Maßeinheit für Getränke“

Quelle: als Getränkemaß hält das Weinfaß 4 Eimer, 128 Pinten, 512 Seidel, 1 Pinte = fast 14/5 Berliner Quart (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Böhmen [1]). - Getränkemaß. Das Faß Wein wird nach der Anzahl von Eimern berechnet, die es enthält (Hübner, Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg, 1793).

Getränkmaß   „Maßeinheit für Getränke“

Quelle: Stübchen heißt ein im Nordwesten Deutschlands und in Dänemark übliches Getränkmaß, welches jedoch an den verschiedenen Orten verschiedene Größe hat (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1841, s.v. Stübchen). - Firkin, oder Barillet, ist ein englisches Getränk-Maß (Krünitz, Oekonomische Encyklopädie, 1786, s.v. Firkin).

Getränkeverkauf   „das Verkaufen von Getränken“

Quelle: Kluger, Franz Carl, Specereywaaren- und Getränke-Verkauf (Allgemeiner Handels-, Gewerbs- und Fabriks-Almanach für den österreichischen Kaiserstaat, 1848). - Lebensmittel und Getränke Verkauf (Roth, Geseze für das Königreich Böheim, 1786).

Getränkevorrat   „Vorrat an Getränken“

Quelle: Man macht bei einem Gelag den Wirth lens, wenn man seine Getränkevorräthe erschöpft. (Stürenburg, 134b.) (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1873, s.v. lens).

Getränkezubereitung   „das Zubereiten von Getränken“

Quelle: Für Hausfrauen. Das Kaffeekochen gilt zwar gemeinhin als der sogenannte grobe Buchstabe in der Kochkunst; allein es ist dieses eine ganz irrige Auffassung; denn es gibt kaum eine Getränkezubereitung, die so viel Feinheiten in der Behandlung erheischt, als dies bezüglich der Bereitung des Kaffees der Fall ist (Freisinger Tagblatt, 1868).

substantivisches Determinativkompositum mit Abgabebezeichnung als Hinterglied
Getränkeabgabe   „auf Getränke erhobene Abgabe“

Quelle: Das Gesetz über die Getränkeabgabe vom 8. Februar 1819 regelte auch die Besteuerung des im Inlande gewonnenen Weines (Cohn, System der Finanzwissenschaft, 1889).

Getränksabgabe   „auf Getränke erhobene Abgabe“

Quelle: Die Getränks-Abgabe beträgt 10 % von allem ausgewirtheten Getränke ohne Unterschied (Schweizerische Monaths-Chronik 5, 1820).

Getränkesteuer   „auf Getränke erhobene Steuerabgabe“

Quelle: Man glaubte aber, alle diese Getränkesteuern, anstatt wie angezeigt, in allgemeinen Aversalsätzen besser erheben zu können (Baumstark, Kameralistische Encyclopädie, 1835).

Getränksteuer   „auf Getränke erhobene Steuerabgabe“

Quelle: Eine Getränksteuer lässt sich leicht hereinbringen, indem man die Masse etwas kleiner macht (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1867, s.v. Flasche). - Außer dem oberwähnten Certifikat seiner Munizipalität muß der Bittsteller auch noch von dem Einnehmer der Getränkesteuer ein Attestat beyfügen (Der schweizerische Republikaner 3, 1799).

Getränketarif   „offizieller Preis für Getränke“

Quelle: die Gastwirthe, welche zur Aufnahme von Auswanderern sich erbieten, haben sich einem polizeilich bestimmten Speise- und Getränketarif etc. zu unterziehen (Jodlbauer, Wirthschaftliche Wandernotizen, 1858).

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied
Getränkesorte   „Sorte von Getränken“

Quelle: da überdies die Trinkstube nebenan Rauchwolken des schlechtesten Tabaks vermischt mit den Pestdünsten abscheulicher Getränkesorten durch alle Fugen und Ritzen ausschwitzte, so fand sich Moorfeld wenig eingeladen, das wirthliche Dach dieses Hauses zu beschreiten (Kürnberger, Der Amerika-Müde, 1855). - Accise-patents, vom 9. July Nachtrag, wegen des von den Getränksorten zu entrichten kommenden Accis-Gefölls (Handbuch der kaiserl. königlichen Gesetze, 1786).

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substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung des Ausgangsprodukt als Vorderglied
Gerstengetränk   „Trank aus Gerste“

Quelle: Myrto schien sehr beschäftigt zu sein, brachte aber gleich ein Stück alten Kuchen und Gerstengetränk (Kaiser, Xanthippe, 2016). - Die Armenier hatten ein starkes, berauschendes Gerstengetränk, und bei Illyriern und Pannoniern findet sich B. als sabaja oder sabajum (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bier).

Jogurtgetränk   „Trinkjogurt“

Quelle: Vergleichbare Joghurtgetränke sind in anderen südasiatischen und orientalischen Ländern bekannt, z. B. Lassi in Indien und Pakistan sowie Dugh in Afghanistan und dem Iran, den es in salzigen und süßen Varianten mit verschiedenen Gewürzen gibt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ayran, gesehen am 07.03.2013).

Kaffeegetränk   „Kaffee“

Quelle: Die Bezeichnung Melange (frz. mélange "Mischung") wird für verschiedene Kaffeegetränke mit Milch verwendet (https://de.wikipedia.org/wiki/Melange, gesehen am 07.03.2013). - Von dem im gerösteten Kaffee enthaltenen Kaffein können bei guter Zubereitung des Kaffeegetränks bis 90 Proz. in dieses übergeführt werden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kaffeebaum).

Rebengetränk   „Wein“

Quelle: Am Nachmittag dieses wunderschönen Sonnentages entdeckten wir am Strand eine Chil-Out-Bar, mit schönem prozentigen Rebengetränk im Angebot (Küppers, Fette Henne in Acryl, 2012). - Der vordere Satyr wankt zu Boden, dabei edles Rebengetränk aus der festumklammerten Weinurne verschüttend (Denk, Friedrich Müller, der Malerdichter und Dichtermaler, 1930).

Wassergetränk   „Trank aus Wasser“

Quelle: Sämtliche Werbeschriften werden in Plastiktüten verteilt, ein Buch über verschiedene Wassergetränke ist sogar in Folie eingeschweißt, Essen wird in Aluschalen ausgegeben, Kaffee in Plastbechern (Berliner Zeitung, 03.11.1995). - Ein etwas besseres Mittagessen kostet mit einem Wassergetränk 2 Dollar (Teubert, Die Welt im Querschnitt des Verkehrs, 1928).

substantivisches Determinativkompositum mit Zutatbezeichnung als Vorderglied
Eiergetränk   „Getränk mit Eiern“

Quelle: In der Sache "Advocaat" hatte ein niederländischer Hersteller des unter eben diesem Namen bekannten, auf der Basis von Eiern und Alkoholdestillaten ohne Beimischung von Wein produzierten Getränks dagegen geklagt, dass die Beklagte ein aus Trockenei und zypriotischem Sherry bestehendes und daher kor rekterweise als "Egg Flip" zu bezeichnendes Eiergetränk als "Keelings All World English Advocaat" verkaufte (Schmidt-Kessel/Schubmehl, Lauterkeitsrecht in Europa, 2011). - Mehr oder weniger bestimmt erklären die Ärzte Wein, Bier, Kognak, Genever, Eiergetränk usw. als in ihrer Wirkung gleichbedeutend (Gesundheit und Erziehung 18, 1905).

Eisgetränk   „geeistes Getränk“

Quelle: Sorbet (auch Frucht-Sorbet) ist ein Eisgetränk bzw. dünnflüssiges Eis aus stark gesüßtem Fruchtsaft, Süßwein oder Spirituosen und je nach Rezept Eischnee, Schlagsahne oder Meringuemasse (https://de.wikipedia.org/wiki/Speiseeis, gesehen am 07.03.2013). - Er gab den Blick so hart zurück, daß das junge Mädchen wegsah und mit Beflissenheit durch den Strohhalm ihr Eisgetränk weiterschlürfte (Schnitzler, Flucht in die Finsternis, 1931).

Giftgetränk   „vergiftetes Getränk“

Quelle: sie verwischte alle Spuren, kippte das Giftgetränk auf den Teppich und legte das Glas auf den Klecks (https://de.wikipedia.org/wiki/Pension_Boulanka, gesehen am 07.03.2013). - Durch dieses Giftgetränk ist die eingeborene Bevölkerung seit Jahrhunderten geschwächt, ja teilweise zum Aussterben gebracht worden (Die Alkoholfrage, 1922).

Honiggetränk   „Getränk mit Honig“

Quelle: Als Getränk bevorzugen sie Madhu oder Soma, ein Honiggetränk, und geben dieses den Bienen (https://de.wikipedia.org/wiki/Ashvins, gesehen am 07.03.2013). - Der König empfing sie mit Musik und Paukenschall, höflich und freundlich, und setzte sie an die Eichentische, bedeckt mit gemusterten Tüchern, beladen mit süßen Speisen und mit Honiggetränken (Löwis of Menar, Russische Volksmärchen, 1927).

Kokaingetränk   „mit Kokain versetztes Getränk“

Quelle: Vor der Prohibition galten alkoholfreie Kokaingetränke - wie Coca-Cola - darum als "gesund" (Fock/Muth/Pollmer, Opium fürs Volk: Natürliche Drogen in unserem Essen, 2011). - Ich hatte mich zu jener Zeit an starke Kokaingetränke gewöhnt (Friedländer, Interessante Kriminalprozesse, 1911-21).

Milchgetränk   „Getränk mit Milch“

Quelle: Im Zuge der Islamisierung der Turkvölker ersetze Ayran vor allem aber auch das leicht alkoholhaltige Milchgetränk Kumys (https://de.wikipedia.org/wiki/Ayran, gesehen am 07.03.2013). - Denn sieh: die Babys brauchen Medizinen / und manchmal auch ein weiß Getöpf aus Ton, / Gebäck, das Milchgetränk - man kauft es ihnen, / und dann vor allem, Kind, die Konfektion! (Tucholsky, An die Meinige, 1914).

Weingetränk   „Getränk mit Wein“

Quelle: Duftwein oder Chinesischer Duftwein ist ein chinesisches Weingetränk, das aus Weißwein, evtl. Zucker, sowie Osmanthus-Blüten als aromatisierender Zutat hergestellt wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Duftwein, gesehen am 07.03.2013). - Bowle (engl. bowl, spr. bohl, "Napf", "Schale"), terrinenartiges Gefäß für kalte oder warme Weingetränke (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Bowle).

Würzgetränk   „gewürztes Getränk“

Quelle: Heiß und scharf rinnt mir das Würzgetränk die Kehle runter (Leier, Hand in Hand durchs Zeitarbeitsland, 2013). - Nur über die Beschaffung von Getränken verlautet nichts, aber davon lagen die gräflichen Keller ja voll, und wir dürfen dabei nicht nur an die besten Rheinweine denken, sondern auch an Würzgetränke, wie einen Kirschwein (Nassauische Annalen, 1950).

Zuckergetränk   „gezuckertes Getränk“

Quelle: Würde Coca-Cola das Geheimrezept seines braunen Zuckergetränks veröffentlichen, verbunden mit der fröhlichen Aufforderung an das Publikum, doch gemeinsam an einer Verbesserung des Produktes zu köcheln? (Die Zeit, 02.04.1998). - Durch die Verabreichung dieser Zuckergetränke oder Zuckerklystiere konnte die bald eintretende Schwäche gut bekämpft werden (Deutsche tierärztliche Wochenschrift 21, 1913).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Vorderglied
Dichtergetränk   „Getränk für Dichter“

Quelle: Die erste Erschaffung des Dichtergetränks ist die Folge einer scheinbar grundlosen, jedenfalls im Text unmotivierten Gewaltausübung (Glauser, Skandinavische Literaturgeschichte, 2006).

Frauengetränk   „Getränk für Frauen“

Quelle: eve (Getränk), leicht alkoholisches Frauengetränk der Firma Eve Getränke GmbH, Hamburg (https://de.wikipedia.org/wiki/Eve, gesehen an 07.03.2013). - Unseren Cognac mochten sie nicht trinken, sie nannten ihn höhnisch ein "Frauengetränk"! (Kozlow, Zur toten Stadt, 1920).

Göttergetränk   „Getränk für Götter“

Quelle: Möglich, dass Paul Gludovatz befürchtete, der Kanzler denke an einen feinen Roten aus dem Piemont und nicht an das Göttergetränk der Südburgenländer (Die Zeit, 26.07.2007). - Wenn ich erst dann saures Obers, dieses moderne Göttergetränk, anfinge zu trinken, bis ich es nötig hätte, wäre es bereits zu spät (Altenberg, Märchen des Lebens, 1908).

Krankengetränk   „Getränk für Kranke“

Quelle: Oxymel spielte bereits bei den Griechen und Römern eine große Rolle, deren Ärzte über seine Vor- und Nachteile als Krankengetränk verschiedener Meinungen waren (Beheshti, Die Fieberlehre im "Zaxîre-Ye Xârazmschâhi", 2000). - Brotwasser, Krankengetränk aus geröstetem Brot und heißem Wasser, das nach dem Abkühlen wohl auch mit Zucker, Zitronensaft etc. versetzt wird; auch ein brotfarbener starker Wein von Stetten in Württemberg (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Brotwasser).

Volksgetränk   „im Volk häufig getrunkenes Getränk“

Quelle: Der in Südamerika als Volksgetränk beliebte Mate-Tee wird mit einer Bombilla aus einer Kalebasse konsumiert (https://de.wikipedia.org/wiki/Kalebasse, gesehen am 07.03.2013). - Im mittlern Frankreich war das B. im 1. Jahrh. n. Chr. unter dem Namen korma noch Volksgetränk (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bier).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied
Froschgetränk   „Wasser“

Quelle: Dem Wasser, dem "Froschgetränke", sind wenig hold gewesen (Velhagen & Klasings Monatshefte 38, 1924).

substantivisches Determinativkompositum mit Zeitbezeichnung als Vorderglied
Abendgetränk   „Getränk, das man am Abend trinkt“

Quelle: Muttis Abendgetränk in der kalten Jahreszeit war außer Kräutertee jeweils eine Tasse leicht mit Wasser oder Fruchtsaft verdünnter Glühwein (Fischer/Siegmund, Altenpflege mit Kopf, Herz und Humor, 2014). - denn die unterirdische Glut lauerte überall nach einem Aufbruch und ließ auch ein weniges von sich in die Rebstöcke und Trauben emporsteigen, aus denen der Vesuvio gekeltert wurde, der nicht zu den gewohnten Abendgetränken Norbert Hanolds zählte (Jensen, Gradiva, 1903).

Alltagsgetränk   „alltägliches, gewöhnliches Getränk“

Quelle: Dabei galten Braunbiere im Vergleich zu Weißbieren als einfaches Alltagsgetränk (https://de.wikipedia.org/wiki/Braunbier, gesehen am 07.03.2013). - Es gelang ihnen sogar, Coca-Cola zum Alltagsgetränk in den südamerikanischen Ländern zu machen (Die Zeit, 05.05.1955).

Frühstücksgetränk   „Getränk, das man zum Frühstück trinkt“

Quelle: Es heißt, dass in dieser Form der Kaffee bereits wieder in mehr britischen Haushalten das Frühstücksgetränk bildet als der Tee (https://de.wikipedia.org/wiki/Englisches_Frühstück, gesehen am 07.03.2013). - Wer sich im Vollbesitz der Kraft befindet, mag Haemacolade nur des morgens als Frühstücksgetränk genießen (Vossische Zeitung, 02.03.1908).

Morgengetränk   „Getränk, das man am Morgen trinkt“

Quelle: Das Frühstück bestand bei allen Bewohnern, vom einfachen Landarbeiter bis hin zum Edelmann, zumeist aus einem warmen Brei, der heißen Wasser- oder Biersuppe sowie dem kalten Morgengetränk, dass aus Buttermilch, Wasser, Bier oder Wein bestand (https://de.wikipedia.org/wiki/Ostfriesische_Küche, gesehen am 07.03.2013). - In Griechenland und der Türkei dient Salepschleim mit Honig als tägliches Morgengetränk (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Salep).

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied
Hausgetränk   „Getränk, das man zuhause trinkt“

Quelle: Obwohl in Wasserliesch seit langem Wein angebaut wird, kam im 19. und 20. Jahrhundert eher dem Viez die größere Bedeutung zu, jedenfalls als Hausgetränk (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserliesch, gesehen am 07.03.2013). - Kofent (Kovent, Schöps), ein Dünnbier oder Nachbier, das in früherer Zeit nach Abzug der zweiten Würze durch einen kalten Aufguß auf die Treber gewonnen wurde, jetzt aber nur noch als Hausgetränk hergestellt wird (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kofent).

Höllengetränk   „übelschmeckendes Getränk“

Quelle: Uargh! Ich nehme einen kräftigen Schluck von diesem Höllengetränk, denn sonst müsste ich ihn auf der Stelle töten (Morton, Liebe, Weihnachten und andere Bescherungen, 2015). - Da aber selbstverständlich die Nacht durchgearbeitet werden mußte, so braute ich mir aus einer Menge von Teeblättern ein schwarzbraunes Höllengetränk, das für die nächsten zehn Stunden ein jedes Schlafbedürfnis zur Lächerlichkeit stempeln mußte (Sudermann, Das Bilderbuch meiner Jugend, 1922).

Kaffeehausgetränk   „Getränk, das man im Kaffeehaus trinkt“

Quelle: Auch das Espresso als Männerort und der Espresso als typisches Kaffeehausgetränk signalisierten ein männliches Ambiente (Sandgruber, Frauensachen - Männerdinge: eine "sächliche" Geschichte der zwei Geschlechter, 2006). - Wir bringen nun zum Vergleich zwei Preistabellen für Kaffeehausgetränke (Gugitz, Das Wiener Kaffeehaus, 1940).

Tafelgetränk   „Getränk, das man bei Tisch trinkt“

Quelle: Der sächsische König Friedrich August III. erklärt Radeberger Pilsener per Dekret zum Tafelgetränk seiner Majestät (https://de.wikipedia.org/wiki/11._Dezember, gesehen am 07.03.2013). -Apollinarisbrunnen, alkalisch-salinische Quelle in der Gem. Heppingen, Kr. Ahrweiler (Rheinprovinz.); kohlensäurereiches, erfrischendes Tafelgetränk (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Apollinarisbrunnen).

Tischgetränk   „Getränk, das man bei Tisch trinkt“

Quelle: Der Wein, im Mittelalter meist von sehr schlechter Qualität, war auch das Tischgetränk der Mönche (https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsabtei_Salem, gesehen am 07.03.2013). - Krondorf, Dorf in Böhmen, Bezirksh. Kaaden, an der Eger, hat eine kohlensäurereiche Quelle, deren Wasser namentlich als Tischgetränk stark versendet wird, und (1900) 157 deutsche Einwohner (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Krondorf).

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Vorderglied
Hauptgetränk   „wichtigstes, hauptsächliches Getränk“

Quelle: Vor der Einführung des Teetrinkens war im Lande gebrautes Bier das Hauptgetränk, doch der Tee konnte dieses über einen günstigeren Preis stark zurückdrängen (https://de.wikipedia.org/wiki/Ostfriesische_Teekultur, gesehen am 07.03.2013). - Das Hauptgetränk der Griechen bildet immer noch der Rezinatwein, der durch Zusatz von 1-8 Proz. Strandkieferharz vor beendeter Gärung dargestellt wird (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Griechische Weine).

substantivisches Determinativkompositum mit Evaluierungsbezeichnung als Vorderglied
Leibgetränk   „bevorzugtes Getränk“

Quelle: Auch war das Boza das Leibgetränk der Janitscharen (https://de.wikipedia.org/wiki/Boza_(Getränk), gesehen am 07.03.2013). - Jeder Teilnehmer hat Trink- und Eßbares beizusteuern, und da jeder beisteuert, was er gern ißt und trinkt, so wird jedem Geschmack genügt, wenn man nicht gezwungen wird, von dem Leibgericht und Leibgetränk Anderer zu kosten (Stettenheim, Der moderne Knigge, 1902).

Leib-   „bevorzugtes Getränk“

Quelle: Aber sein Leib- und Magengetränk war und blieb bis zuletzt Scotch (Bethke, Ich bin die Freude meines Alters, 2015). - Nun ist der "Claquesin" nicht gerade das Leib- und Magengetränk der Pariser (Tucholsky, Die Weiße mit'm Schuß, 1929).

Lieblingsgetränk   „bevorzugtes Getränk“

Quelle: Ein 50 Jahre alter Macallan ist das Lieblingsgetränk von James Bond im Film Skyfall (https://de.wikipedia.org/wiki/The_Macallan, gesehen am 07.03.2013). - Pulque (span., spr. -ke), aztekisch Octli, Lieblingsgetränk der Mexikaner, zuckerhaltiger, gegorener Agavensaft, auch zur Herstellung von Pulquebranntwein und Essig verwendet (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Pulque).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Vorderglied
Aufgussgetränk   „Getränk, das durch einen Aufguss zubereitet wird“

Quelle: Das Aufgussgetränk Mate-Tee aus den geschnittenen trockenen Blättern wird traditionell in Südamerika getrunken (https://de.wikipedia.org/wiki/Mate-Strauch, gesehen am 07.03.2013). - Die Röstung bedingt hierbei keine Änderung, lediglich ein gewisser aromatischer Röstgeschmack geht von der gerösteten Platterbse auf das Aufgußgetränk über (Zeitschrift für Untersuchung der Nahrungs- und Genussmittel, 1911).

Erfrischungsgetränk   „Getränk, das man zur Erfrischung trinkt“

Quelle: Als Erfrischungsgetränke (englisch soft drink, eingedeutscht Softdrink, in Abgrenzung zu alkoholhaltigen hard drinks) produziert die Lebensmittelindustrie verschiedene Kaltgetränke, die meist kohlensäurehaltig und süß-sauer aromatisiert sind (https://de.wikipedia.org/wiki/Erfrischungsgetränk, gesehen am 07.03.2013). - Die in der unreifen Kokosnuß enthaltene Flüssigkeit (Kokosmilch) dient als Erfrischungsgetränk (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Palmen [1]).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied
Festgetränk   „bei Festen gereichtes Getränk“

Quelle: In der Nachfolge von Malvasier und Sherry wurde der Champagner zum bevorzugten Festgetränk der europäischen Aristokratie (Abend/Schliebitz, Baedeker Reiseführer Frankreich, 2011). - In Frankreich ist der Champagner in friedlichen Zeiten so gut wie ausschließlich Festgetränk (Die Woche 13, 1911).

Freudengetränk   „Getränk, das man aus Freude trinkt“

Quelle: Berauschender Maiswein war das Fest- und Freudengetränk, er überhitzte leicht allzu hemmungslos Trinkende (Klose-Greger, Inka, Sohn der Sonne, 1963).

Gesundheitsgetränk   „der Gesundheit dienendes Getränk“

Quelle: Durch die kaukasische Küche verbreitete sich Ayran unter dem armenischen Namen Tan in Russland als Gesundheitsgetränk (https://de.wikipedia.org/wiki/Ayran, gesehen am 07.03.2013). - Neben der spezifischen Heilwirkung, welche einen streng kurgemäßen Gebrauch des Wassers erfordert, kommt der Helenenquelle noch eine sehr große Bedeutung als tägliches Gesundheitsgetränk zu (Deutscher Bäder-Kalender, 1927).

Kraftgetränk   „Stärkungstrunk“

Quelle: Sie mussten nach etwa eineinhalb Stunden Marsch eine Pause einlegen. Dabei gab Monsieur Latruchè ihnen noch einmal etwas von seinem Kraftgetränk (Schmid, Jolie St. Claire, 2013). - Schnaps hat nie wieder die Ehrenstellung als Genussmittel, Kraftgetränk und Arznei erlangt (Forschungen zur Alkoholfrage 35, 1927).

Kulturgetränk   „einer bestimmten Kultur zugehöriges Getränk“

Quelle: Besonders die russischen Adeligen und Intellektuellen, die auf ihren Reisen an die Cote d´Azur auch in den hessischen Kurbädern und in Baden-Baden sowie im Schwarzwald Station machten, trugen zur Popularität des Kulturgetränks bei (https://de.wikipedia.org/wiki/Teehaus_Ronnefeldt, gesehen am 07.03.2013). - Der Whisky hat eine gewisse Bedeutung als internationales Kulturgetränk. Überall wo europäische Kultur nur etwas hinschielte und sich in Form einer Bar kristallisierte, finden sich alle Nationen, alle Rassen beim Whisky Soda (Koebner, Der Gentleman. Ein Herrenbrevier, 1919).

Liebesgetränk   „magisches Getränk, das bei einer Person Gegenliebe erwecken soll“

Quelle: Ein mexikanisches Liebesgetränk? (Kahi, 111 Orte im Aargau, die man gesehen haben muss, 2015). - Die Alten haben von der "hippomanes" viel gefabelt, da sie aus dieser Liebesgetränke bereiteten (Hörnschemeyer, Die Pferdezucht im klassischen Altertum, 1929).

Luxusgetränk   „teures, luxuriöses Getränk“

Quelle: Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Champagner zu einem weltweit verbreiteten Luxusgetränk (https://de.wikipedia.org/wiki/Weißwein, gesehen am 07.03.2013). - Malagawein, wohl der bekannteste und feinste Likörwein der Welt, als Luxusgetränk, hauptsächlich als Gesundheitswein von alters her berühmt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Malagawein).

Rauschgetränk   „berauschendes Getränk“

Quelle: Die Agave wird vielfältig genutzt: Der süße Saft wird zum Süßen verwendet, fermentiert hingegen war er ein Rauschgetränk mit teilweise rituellem Charakter (https://de.wikipedia.org/wiki/Mexikanische_Küche, gesehen am 07.03.2013). - Egon Friedell hat in seiner "Kulturgeschichte" darauf hingewiesen, daß der Kaffee das Rauschgetränk des Rokoko war (Die Zeit, 13.10.1955).

substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied
Kühlgetränk   „kühlendes Getränk“

Quelle: Dennoch, meine ich, war dieses Pausenfrühstück sicherlich besser für den Kinderhunger als hygienisch optimierte Kuchenteilchen oder Schokoladenstückchen und Milchschnitten, verbunden mit den chemisch geschmacksgerecht aufbereiteten Frucht- und Kühlgetränken unserer Tage (Möllmann, Der Blick zurück!, 2011). - In England sind die bei uns als Bowlen bezeichneten Kühlgetränke als "Cups" beliebt (Huth, Punsch, Glühwein, Grog und andere alkoholische Luxusgetränke, 1914).

Mischgetränk   „aus mehreren Substanzen gemischtes Getränk“

Quelle: Milch wird je nach Definition zu den Getränken gezählt oder auch nicht. Milch gilt als Nährflüssigkeit. Dagegen werden Mischgetränke mit Milch immer zu den Getränken gezählt (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränk, gesehen am 07.03.2013). - Sillabub (Sillibub, engl.), Mischgetränk aus Wein, Zucker, Rahm und Zitronensaft, wird auf Eis gekühlt, zu Schnee geschlagen und in Gläsern serviert (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Sillabub).

Mixgetränk   „Cocktail, aus mehreren Substanzen gemischtes alkoholisches Getränk“

Quelle: Mit Mixgetränk sind ebenfalls oft Cocktails gemeint (https://de.wikipedia.org/wiki/Getränk, gesehen am 07.03.2013). - Denn zu einer guten Bar gehören Mixgetränke (Graudenz, Das Buch der Etikette, 1956).

Weihegetränk   „rituelles, kultisches Getränk“

Quelle: Das Weihegetränk giesst man in sein Sakralgefäss, ein kleiner, zweihalsiger Krug (Schumacher, Expedition zu den zentralafrikanischen Kivu-Pygmäen, 1949).

substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied
Frühgetränk   „am Morgen getrunkenes Getränk“

Quelle: Es war ein tägliches Frühgetränk, sowie das Getränk der Besuchsmahlzeit am Nachmittag, hauptsächlich für Damen (Wiegelmann, Wandel der Alltagskultur seit dem Mittelalter, 1987). - die Erfolge verbreiteten in den kaufmännisch-industriellen Kreisen ein so erhöhtes Lebensgefühl, daß in den Casinos der Champagner beinahe so regelmäßiges Abend- oder auch Frühgetränk ward, wie zu andern Zeiten der leichte Moselwein (Münch, Leute von ehedem und was ihnen passiert ist, 1908).

Heißgetränk   „heiß getrunkenes Getränk“

Quelle: Ein Heißgetränk ist ein Getränk, das in der Regel mit heißer Flüssigkeit zubereitet und in warmem Zustand getrunken wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Heißgetränk, gesehen am 07.03.2013). - Und in der Werkstatt-Wohnstube bin ich Morgens u. Abends herrlich verpflegt worden - echten Tee, Suppe, Brause, Heißgetränk, amerikanisches Weißbrod, Fettigkeiten auf meine Brodration (Klemperer, Tagebuch, 1946).

Kaltgetränk   „kalt getrunkenes Getränk“

Quelle: Eistee ist ein Kaltgetränk, für das Tee heiß zubereitet und rasch abgekühlt wird, um einen bitteren Geschmack zu vermeiden (https://de.wikipedia.org/wiki/Eistee, gesehen am 07.03.2013). - Nein, ich nenne den Namen nicht. Ich sage nur, es ist ein Getränk, genauer: ein Kaltgetränk (Die Zeit, 19.10.1950).

Nationalgetränk   „in einer bestimmten Nation weitverbreitetes Hauptgetränk“

Quelle: Im mährischen Teil Tschechiens gilt das dort als Slivovice bezeichnete Getränk ebenso wie in der Slowakei (Slivovica) als Nationalgetränk (https://de.wikipedia.org/wiki/Sliwowitz, gesehen am 07.03.2013). - Sake (Saki), aus Reis bereitetes japan. Nationalgetränk, ein Mittelding zwischen Bier und Branntwein, enthält etwa 12-14 Proz. Alkohol (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Sake).

substantivisches Determinativkompositum mit adverbialem Vorderglied
Extragetränk   „zusätzliches Getränk“

Quelle: Wer morgen im DDR-Erinnerungslokal "Die Tagung" in Berlin-Friedrichshain zur Feier des 50-jährigen Staatsjubiläums ein Souvenir dieser Güte in den Fundus einbringt, erhält ein Extragetränk (Berliner Zeitung, 06.10.1999). - Es wird erst dadurch komisch, daß jemand, der eigentlich mehr Anspruch darauf haben sollte, als irgend ein Kommerzienrat, hie und da sich ein Extragetränk zu leisten, wirklich in die Lage kommt, es zu tun (Der Zwiebelfisch 11, 1920).

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung des Ausgangsprodukts als Vorderglied
Gerstengetränk   „Trank aus Gerste“

Quelle: ich glaube gar, Ihr wollt Spott mit mir treiben! Ale, Bier, Gerstengetränk mir anzubieten! (Rösler, Gemeinnützige Blätter zur Belehrung und Unterhaltung, 1828). - Uebrigens kommt cervisa und cervesa mehrmals in alten Schriften vor, sowohl vom Gersten-Getränk, als auch von dem aus Brombeeren, und scheint überhaupt mehr starkes Bier zu bezeichnen (Bruns, Beyträge zu den deutschen Rechten des deutschen Mittelalters, 1799).

Kaffeegetränk   „Kaffee“

Quelle: Die Bereitung des Kaffeegetränkes geschieht auf sehr verschiedene Weisen, im Allgemeinen aber so, daß die Kaffeebohnen erst gebrannt, dann in Pulver verwandelt und endlich mit Wasser ausgezogen werden (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1838, s.v. Kaffee). - So waren die Flekken braun, welche man dem übergelaufenen Kaffeegetränke zuschreiben wollte (Haller, Anfangsgründe der Phisiologie des menschlichen Körpers, 1776).

Rebengetränk   „Wein“

Quelle: "Ei wohl!" - ruft jener, vom Rebengetränk / Schon halb umnebelt und heiter, - "Ei wohl gedenk' ich des argen Wichts; / Ein Wildfang war er, ein Taugenichts, / Wie in ganz Schwaben kein zweiter (Schack, Walther von Immenstadt, 1866). - Nun sieht den Irrthum langer Jahrhunderte / Der weise Gaumen eckeler Großen ein, / Erklärt dich angemaßter Herrschaft / Ueber die Rebengetränke schuldig (Denis, Wein und Barden, 1772).

Wassergetränk   „Trank aus Wasser“

Quelle: Man unterscheidet gewöhnlich: 1) die einfache oder Fieber-D., auch strenge D., bestimmt zumal für fieberhafte und Entzündungskrankheiten; dieselbe besteht nur in magern (Rahm-) Suppen u. Wassergetränke, ohne oder mit gekochtem Obst (Herders Conversations-Lexikon, 1854, s.v. Diät). - Noch besser diente dem Kranken ein Wassergetränk aus einem Theil Milch mit drei Theilen Wasser gekocht (Sydenham, Medizinische Werke, 1786).

substantivisches Determinativkompositum mit Zutatbezeichnung als Vorderglied
Eiergetränk   „Getränk mit Eiern“

Quelle: Alle diese Nahrungsstoffe aus beiden Naturreichen, auf zweckmäßige Weise, zum Theil mit, durch weinige Gährung ebenfalls daraus erhaltenen Producten (Wein, Bier, Branntwein), od. auch mit Kochsalz in Verbindung zu bringen, ist besonderer Gegenstand der Kochkunst u. der übrigen technischen Gewerbe, welche theils vorbereitend für die Küche, theils auch für sich, N. in den mannigfaltigsten Formen zur Verspeisung liefern, wohin auch die Zubereitung von Getränken in so fern gehört, als diese, wie Bier, Chocolade, Eiergetränke u.a., wirklich nährende Stoffe enthalten (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Nahrungsmittel).

Eisgetränk   „geeistes Getränk“

Quelle: Ein hinzugerufener Arzt verordnete Senffussbäder, Eisgetränk und Besprengung mit Wasser (Archiv für reine und angewandte Arzneiwirkungslehre, 1856). - Die guten Wirkungen der Eisgetränke rührten nicht blos von der Kälte und den ihnen mit derselben einverleibten Salztheilen her, sondern auch von dem vielen beygemischten Zucker (Göttingische gelehrte Anzeigen 2, 1786).

Giftgetränk   „vergiftetes Getränk“

Quelle: Auch bereiten die Eingebornen daraus Giftgetränke, gegen die man keine Gegengifte kennt (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Assacou). - Und dieweil sie so schrifftl. als mündlich viele wahrheiten in der lehre und leben / in dem theuren worte Gottes gegründet / und gantz einstimmig mit der ersten Christen lauterkeit / freymüthig und beständig bekannten / Schäfer auch seinen Magister-namen / brief und Privilegien mit einem scripto für der Babylonischen huren lohn und gifftgetränck aus ihrem güldenen kelch declarirte [...] ward ein urtheil inner 14. tagen über sie gesprochen (Arnold, Unpartheyische Kirchen- und Ketzer-Historie, 1700). - Dann es hat sich auß Gottes gerechtem Gericht zugetragen / daß sich die Mundschencken verirret / vnd das Gifftgetränck nicht denjenigen / welchen es vermeynt gewesen / sondern ihm dem Hertzogen selbst vnd seinem Vatter eingeschenckt vnd dargereicht (Thesaurus politicus oder Schatz-Cammer politischer Aphorismorum, 1624).

Honiggetränk   „Getränk mit Honig“

Quelle: Med, Miod oder Vladowina hieß bei den Slaven das jetzt noch unter Polen und Russen geliebte und in "Methschenken" häufig feile Honiggetränk (Magerstedt, Der praktische Bienenvater, 1856). - die Innwohner haben ihr ehedessen gewöhnliches Honiggetränk in Rebensaft verändert (Huber, Neue Kronik von Böhmen, 1780). - so ist nicht unbillig zu schliessen / es werden schon lange die Lebküchner daselbst ihre Profession mit Meth-Sieden / Honig-Getränck / und Bachung allerhand Honig-Kuchen getrieben haben (Weigel, Abbildung der Gemein-Nützlichen Haupt-Stände von denen Regenten, 1698).

Milchgetränk   „Getränk mit Milch“

Quelle: Wenn die zu prüfende Speise ein Milchgetränk, wie z. B. Milch, Milchkaffee, Milchchocolade oder Milchsuppe, ist, so hat man nur nöthig, um sie klar und farblos zu machen, sie mit etwas Essigsäure zu versetzen und zu erwärmen (Duflos/Hirsch, Oekonomische Chemie, 1842). - An diesen Tagen genießt kein eifriger Kalmük, ausser Milchspeisen und Milchgetränk, das allergeringste (Wyttenbach, Sammlung rußischer Reisen, 1795).

Weingetränk   „Getränk mit Wein“

Quelle: Auch aus dem Safte von Birnen, Stachelbeeren, Riebisen läßt sich auf gleiche Art ein gutes, gesundes Weingetränk bereiten (Belehrungs- und Unterhaltungsblatt für den Landmann und kleinen Gewerbsmann Böhmens 5, 1842). - Aber durch die Gährung oder innerliche Bewegung aller dieser Theile untereinander werden sie aufgeschlossen, und aufgelöset, sie vertheilen sich untereinander in gehörige Lage und Ordnung zu einem Weingetränk (Christ, Beyträge zur Landwirthschaft und Oekonomie, 1782).

Würzgetränk   „gewürztes Getränk“

Quelle: Neben dem Geflügel und Wildpret, Obst, Bier, Wein, Meth und andern Würzgetränken erhielten sich in den Klöstern wirklich noch verschiedene uralte Küchenzettel (Wolf, Urkundliche Chronik und geschichtlich-statistisches Sachen- und Personen-Adreß-Buch von München und aller umliegenden Orte, 1856).

Zuckergetränk   „gezuckertes Getränk“

Quelle: Wir wollen schließlich noch ein kunstliches Zuckergetränk hier aufführen, das in England früher in großen Massen bereitet worden ist, und den Namen Sprossen- oder Fichtenbier (sprout beer) führt (Gumbinner, Handbuch der praktischen Bierbrauerei, 1846). - Ein Zuckergetränck mit Essig ist ein bekanntes diätetisches Mittel bei Faulfiebern (Monatsschrift für Damen, 1787).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Vorderglied
Dichtergetränk   „Getränk für Dichter“

Quelle: "Die gewöhnliche Folge des nervösen Kopfschmerzes", erwiderte ich daher mit unbefangenem Ton, "wofür nichts besser hilft, als der muntre kecke Geist, der in dem Schaum dieses Dichtergetränks sprudelt." (E.T.A. Hoffmann, Das öde Haus, 1817).

Frauengetränk   „Getränk für Frauen“

Quelle: "Du wirst dich wohl schon mit ihm ausgesprochen haben, Mutter," sagte sie, die Leuchte niederstellend, "und ich kann den Kaffee bringen, der eigentlich längst fertig ist - und zu welchem Sie" - sie wandte sich mit einer Verbeugung an mich - "eingeladen sind, wofern Sie dieses Frauengetränk nicht verschmähen." (Saar, Novellen aus Österreich, 1893).

Göttergetränk   „Getränk für Götter“

Quelle: Der Heurige ist ja ein Göttergetränk, / Er wirft oft die schönsten Leut unter die Bänk (Raimund, Die gefesselte Phantasie, 1837). - Hat etwa sein Wien nicht Reize genug, / Nicht gold'ne Gerichte, nicht Göttergetränk, / Nicht Hallen, geschmückt mit jeglicher Kunst, / Nicht Tänze, nicht Saitengetön? (Denis, Josephs Reisen, 1772).

Krankengetränk   „Getränk für Kranke“

Quelle: Wir unterscheiden im Allgemeinen dreierlei Krankengetränke: 1. erfrischende, kühlende Getränke, die im Fieber, bei gesundem Magen und Darm verabreicht werden; 2. schleimige stopfende und 3. stärkende Getränke (Gedike, Handbuch der Krankenwartung, 1874). - abgekäsete Milch, ein Krankengetränke (Heins, Der patriotische Medicus, 1765).

Volksgetränk   „im Volk häufig getrunkenes Getränk“

Quelle: Nachdem der Branntwein aus einer Arznei zu einem Volksgetränk geworden war, bemühten sich zuerst die Italiener, ihn zu veredeln (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Liqueur). - Zu verzeihen war es ihm damalen, ein Volksgetränk, welches wie unser Quas, als ein kühlendes nährendes Getränk in den Schenken feil ist, zu verwerfen (Minderer, Abermal ein Beytrag zur Kenntniss und Heilung der Pest, 1790).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied
Froschgetränk   „Wasser“

Quelle: Köstlich schmeckt ein Labetrunk / Frisch her aus der Schenke, / Besser als des kargen Vogts / Wässrig Froschgetränke! (Schleifer, Gedichte, 1847). - Lach der Ärtzt' und ihrer Räncke! / Tod und Kranckheit laurt, / Wenn man bey dem Froschgeträncke / Seine Zeit vertraurt (Kleist, Dithyrambe, 1757).

substantivisches Determinativkompositum mit Zeitbezeichnung als Vorderglied
Abendgetränk   „Getränk, das man am Abend trinkt“

Quelle: er wolle ihr einen übrigens ganz unschädlichen Trank bringen, den solle sie ihrem Manne unter sein Abendgetränk mischen und sie werde sehen, daß er im Traume ihr alle seine Geheimnisse verrathen werde (Grässe, Sagenbuch des Preußischen Staats, 1868-71).

Alltagsgetränk   „alltägliches, gewöhnliches Getränk“

Quelle: Sie verbreiten auch das Brannteweingift im Volk, als Alltagsgetränk (Zschokke, Die Brannteweinpest, 1837). - Gesunde müssen aber kein Alltags-Getränk aus starken und hitzigen Infusionen machen (Krünitz, Oekonomische encyklopädie, 1789, s.v. Kräuter-Bier).

Frühstücksgetränk   „Getränk, das man zum Frühstück trinkt“

Quelle: Das gewöhnlichste Frühstücksgetränk ist dickgekochte Chocolade (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v. Spanien [2]). - Nicht nur als Frühstücks-Getränk, sondern auch in allen Krankheiten brauchen sie ihn (Raff, Geographie für Kinder, 1791).

Morgengetränk   „Getränk, das man am Morgen trinkt“

Quelle: Von einem Gallenfieber in der Reconvalescenz begriffen, wurde ihr die Cichorie vom Arzt als Morgengetränk empfohlen, leistete gute Dienste und wurde seitdem allgemein (Damen Conversations Lexikon, 1834, s.v. Cichorie). - Ich kostete, und bemerkte den nehmlichen widerlichen Reiz auf der Zunge, der mir mein Morgengetränk zuwider gemacht hatte (Naubert, Alf von Dülmen, 1791). - Morgengetränck in Gran Cairo (Buchenbach, Orientalische Reyß deß Edlen vnnd Besten, Hanß Jacob Breüning, 1612).

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied
Hausgetränk   „Getränk, das man zuhause trinkt“

Quelle: Caffee, mit gelben Rüben oder Cichorien untermischt, ist das tägliche Hausgetränk Morgens und Abends (Glur, Roggwyler Chronik, 1835). - Es ist aber dennoch die nuzbarste unter allen Pflanzen; indem aus dessen gebratenen groben Blättern das tägliche Hausgetränk abgekocht wird (Kaempfer, Geschichte und Beschreibung von Japan, 1777).

Höllengetränk   „übelschmeckendes Getränk“

Quelle: "Dann also Sekt und Porter, ein ehrliches Halb und Halb", schlug Fink vor. "Superbos!" rief der kleine Lanzau, welcher witzig war. "Das ist ebenso ein Höllengetränk", klagte Zernitz (Freytag, Soll und Haben, 1855).

Kaffeehausgetränk   „Getränk, das man im Kaffeehaus trinkt“

Quelle: Sie hätten sich entzweit pour une bavaroise (das bekannte Kaffeehausgetränk) (Börne, Briefe aus Paris, 1832-33).

Tafelgetränk   „Getränk, das man bei Tisch trinkt“

Quelle: Als gewöhnliches Tafelgetränk dient ein höchstens mittelmäßiges Bier, welches nur in seltenen Fällen dem sauren oberösterreichischen Wein Platz macht (Morgenblatt für gebildete Leser 44, 1850). - Auf jeden Kadeten ist täglich, nach Verhaltniß seiner Grösse, Wein zum Tafelgetränke festgesetzt (Schlözer, Briefwechsel, 1782).

Tischgetränk   „Getränk, das man bei Tisch trinkt“

Quelle: Es war eins der ersten in Deutschland bekannten Mineralwasser, und hat sich stets eines steigenden Rufes zu erfreuen gehabt, wozu auch, außer den Heilkräften, der angenehme, erfrischende Geschmack beitrug, der es zum Tischgetränk erhob (Damen Conversations Lexikon, 1837, s.v. Seltersbrunnen). - Einige bedienen sich desselben zum ordinairen Tischgetränk mit Wein vermischt, mit welchem er artig brauset, und lieblich schmeckt (Zückert, Systematische Beschreibung aller Gesundbrunnen und Bäder Deutschlands, 1768).

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Vorderglied
Hauptgetränk   „wichtigstes, hauptsächliches Getränk“

Quelle: Hauptgetränk blieb der Wein, dessen beste Sorten von Chios, Lesbos, Thasos, Naxos, Korkyra kamen (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Athen [2]). - Das Hauptgetränk ist Meth, welcher aus dem Euter einer Ziege, die sich von den Blättern des Baumes Lerada nähret, täglich in Ueberflusse quillt (Ossians und Sineds Lieder, 1784).

substantivisches Determinativkompositum mit Evaluierungsbezeichnung als Vorderglied
Leibgetränk   „bevorzugtes Getränk“

Quelle: wie in physischer Hinsicht Einer sich durch den Wein, das Leibgetränk des S., von Kummer u. Sorge befreite (vgl. Lyäos), so sollte S. die Befreiung der Seele darstellen (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v. Silenos). - Denn es blieb nicht allein beim Wein, sondern der Punsch mußte auch herhalten, weil er der Engeländer Leibgetränk ist (Magazin für die neue Historie und Geographie 20, 1786).

Lieblingsgetränk   „bevorzugtes Getränk“

Quelle: Vor hundert Jahren lebte in Pforzheim ein Mann, der eine sehr durstige Leber hatte und dessen Lieblingsgetränk Bier war (Baader, Volkssagen aus dem Lande Baden und den angrenzenden Gegenden, 1851). - Er pflegte nämlich eine Portion Brechweinstein den Leuten unter ihrem Lieblingsgetränke beyzubringen, wovon die natürliche Folge war, daß sie sich heftig erbrachen, und auf lange Zeit einen großen Abscheu vor ihrem Lieblingsgetränke bekamen (Nebel, Medicinisches Vademecum für lustige Aerzte und lustige Kranken, 1795-98).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Vorderglied
Aufgussgetränk   „Getränk, das durch einen Aufguss zubereitet wird“

Quelle: Die Aufgußgetränke und besonders der unter diesen die erste Stelle einnehmende Kaffee bieten die Vorteile der Wirkung der alkoholischen Getränke, ohne - bis zu einer gewissen Grenze - die Nachteile derselben zu haben (Samter, Das Reich der Erfindungen, 1896).

Erfrischungsgetränk   „Getränk, das man zur Erfrischung trinkt“

Quelle: Als Erfrischungsgetränk wird diess Wasser theils an Ort und Stelle getrunken, besonders im Sommer von Teplitzer Kurgästen, grösstentheils aber (man rechnet jährlich 90000 Krüge) wird es versendet (Schmelkes, Teplitz und seine Mineral-Quellen, 1841). - In wenigen Tagen ist dieser Birnmost trinkbar, und wenn man keinen allen Most mehr hat, schon ein gutes Erfrischungsgetränk für die Tagelöhner (Halle, Fortgesetzte Magie, 1798).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied
Festgetränk   „bei Festen gereichtes Getränk“

Quelle: Durch Beimischung von Gewürz wissen sie ihn zu conservieren, und für Ostern und Pfingsten haben die Armen, denen Meth und Bier zu theuer ist, kein anderes Freuden- und Festgetränk, als diesen Palmenwein des Nordens (Archiv der Pharmazie, 1848). - Wein wurde in der Folge, da die Deutschen mit den Römern Handlung trieben, Lieblings- und Festgetränk (Herzog, Versuch einer allgemeinen Geschichte der Kultur der deutschen Nation, 1795).

Freudengetränk   „Getränk, das man aus Freude trinkt“

Quelle: auch ihnen ist der Branntwein das nothwendige Gegengift gegen die Peitsche, die Milch der Alten wie der Jungen, das Fest- und Freudengetränk der Weiber wie der Männer (Das grosse Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände, 1847, s.v. Esthen). - Die vernünftige Sättigung am täglichen Brodte stillet bey allen Nationen den Hunger, aber das Freudengetränk ist nicht für den Durst und den Armen gemacht (Halle, Fortgesetzte Magie, 1798). - Helffet das Freuden-Fest alle begehen / Trincket das edele Freuden-Getränck (Zesen, Frühlingslust, 1642).

Gesundheitsgetränk   „der Gesundheit dienendes Getränk“

Quelle: Dass die Herren Aerzte dies von competenter Seite als ausgezeichnetes Heilnahrungsmittel anerkannte Gesundheitsgetränk in geeigneten Fällen in Anwendung bringen, ist bekannt (Allgemeine Wiener medizinische Zeitung 9, 1864). - Es ist ohne weitere Zubereitung ein vortreflich blutreinigendes Gesundheitsgetränk (Physikalisch-Oekonomische Auszüge aus den neuesten und besten Schriften, 1765).

Kraftgetränk   „Stärkungstrunk“

Quelle: B. dient auch [...] zur Bereitung von Essenzen, Parfümerien, Liqueurs u.a. Kraftgetränken, so wie zu manchen Speisebereitungen (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Branntwein [1]). - Auch wird aus ihrem Urin mit Milch und andern Dingen vermischt ein Kraftgetränk bereitet, welches den Neueingeweihten gegeben wird (Kleuker, Das Brahmanische Religionssystem im Zusammenhange dargestellt, 1797).

Kulturgetränk   „einer bestimmten Kultur zugehöriges Getränk“

Quelle: Unser "Wein" ist ein Kulturgetränk, ein Produkt und ein Mittel der Bildung (Birnbaum/Zöllner, Das Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien, 1886).

Liebesgetränk   „magisches Getränk, das bei einer Person Gegenliebe erwecken soll“

Quelle: Es muß ein Dieb herausgefunden, - ein Liebes-Getränk einer arglosen Person eingeschenkt, - ein verborgener Schatz soll ausgegraben werden (Passavant, Naeman, oder Altes und Neues, 1841). - Als der Teutsche solches gesehen, hat er sich ein ander Pferd gemiethet, und Gott gedancket, daß er ihn für diesem Schandbalg behütet, weil er nicht allein seine Reise hinterlassen, und Doriclea nachlauffen, sondern auch gewißlich rasend worden und von Sinnen kommen wäre; allermassen dergleichen Liebs-Geträncke und Buhler-Speisen solche Würckung zu haben pflegen (Bräuner, Physicalisch- und Historisch-Erörterte Curiositaeten, 1737). - Doch tödet auch etliches / das doch kein Gifft ist / als das Vinedische Glas / etliche Kräuter der Zauberinnen und die Liebs-Geträncke (Harsdörffer, Der Grosse Schauplatz Lust- und Lehrreicher Geschichte, 1664).

Luxusgetränk   „teures, luxuriöses Getränk“

Quelle: Hinsichtlich der Anwendung dieser verschiedenen M. sind die Kurorte von Nro. 1 bekannt als wesentliche Heilmittel gegen Gicht u. Rheumatismen, Contracturen, Lähmungen, Nro. 2 sind vielgebrauchte Luxusgetränke, Nro. 3 bei inveterirten Hautübeln, bei Syphilis, zur Nachkur auch bei Gicht u. Rheumatismen angewendet (Herders Conversations-Lexikon, 1856, s.v. Mineralwasser).

Rauschgetränk   „berauschendes Getränk“

Quelle: Nicht duften darf dein Mund von Rauschgetränkes Duft, / Damit nicht schon dein Hauch verunreint seine Luft (Rückert, Die Weisheit des Brahmanen, 1838). - Priester und Prophet schwanken von Rauschgetränk (Hezel, Die Bibel Alten und Neuen Testaments, 1784).

substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied
Kühlgetränk   „kühlendes Getränk“

Quelle: Daher Limonadier, Schenkwirth, od. Limonadière, Schenkwirthin, welche L. u. andere Kühlgetränke, Eis, Orangen etc. feil bieten (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Limonade). - Den folgenden Tag am verflossenen Dienstage des französischen Herrn Gesandten Exzellenz im hiesigen adelichen Gesellschaftshause einen Bal Masque von 800. Personen gegeben, welche vom Anfange bis zu Ende mit allen Gattungen der schmackhaftesten kalten Speisen, Wein und kostbaren Kühlgetränken im Ueberfuße bedienet worden (Münchner Zeitung, 1770).

Weihgetränk   „rituelles, kultisches Getränk“

Quelle: Ich badete einst mit ihm im Albaner See, bei welcher Gelegenheit er mit mir Brüderschaft machte, das Weihgetränk war freilich nur das Seewasser aus hohler Hand getrunken (Richter, Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, 1885).

substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied
Frühgetränk   „am Morgen getrunkenes Getränk“

Quelle: Ja, er lässt den Fliederblumen- oder Chamillen-Aufguss oft Gesunde als einen gesund erhaltenden und gleichsam noch gesünder als gesund machenden Thee, statt Frühgetränks, täglich trinken (Hahnemann, Reine Arzneimittellehre, 1811-21). - Ein Liebhaber, beschließt er, der sich dieses Thee-Kraut selbst anziehen, und sich desselben zu seinem täglichen Frühgetränke bedienen will, kann von vier bis sechs Stauden so viele Blätter abpflücken lassen, daß er auf ein ganzes Jahr Provision hat (Der ökonomische Küchengarten, 1793).

Nationalgetränk   „in einer bestimmten Nation weitverbreitetes Hauptgetränk“

Quelle: So ging das Opferfest in ein allgemeines Opfermahl über, bei dem auch das Nationalgetränk, das Bier, nicht fehlen durfte (Götzinger, Reallexicon der Deutschen Altertümer, 1885, s.v. Opfer). - Der Hopfen war von den ältesten Zeiten her für Deutschland wichtig, weil das Bier ein Nationalgetränke war (Rössig, Versuch einer pragmatischen Geschichte der Ökonomie- Polizey- und Cameralwissenschaften, 1782).

Neugetränk   „neu aufgekommenes Getränk“

Quelle: Beide Neugetränke hatten einen ausgesprochenen Heroldscharakter, sie waren Vorläufer, sie kündigten an. Man kann sagen: Berlin war für die Bayersche noch nicht reif, aber das Seidel wurde bereits geahnt (Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Havelland, 1873).

substantivisches Determinativkompositum mit adverbialem Vorderglied
Extragetränk   „zusätzliches Getränk“

Quelle: Auf den lithographierten Blankets zu den Diätzetteln müssen die Bezeichnungen der Extraspeisen und Extragetränke nicht schon lithographirt angegeben sein (Wasserfuhr, Beiträge für die Militär-Heilpflege im Kriege und im Frieden, 1857). - Mittel: 1) Sich das Tisch-Geld quartaliter voraus zahlen zu lassen. 2) Das Extra-Getränck in ein besonderes Manuale einzutragen (Hönn, Betrugs-Lexikon, 1724).

Frühneuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied
epfelgetrank   „Trank aus Äpfeln, Apfelsaft, -most“

Quelle: Spiegelmais der saumpts nit lanch / Und goss îr ein daz öpfelgtrank, / Vollen chruog nach seinem sin (Heinrich Wittenwiler, Der Ring, 1408-10).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied
twalmgetrank   „betäubendes Getränk“

Quelle: ach so get man von twalmgetrank, / da von die leut on iren tank / mussen slafen mit eine (Michael Beham, 15.Jh., zitiert nach DW).

substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied
verkêrgetrank   „Abwasser, Spülicht“

Quelle: beide süde und verchergetrank / das muß uf dich triefen (Das Nonnenturnier, 15.Jh., 216f.).

SynonymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
drink

Quelle: Gaspare Campari hatte in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts wahrscheinlich wichtigere Dinge im Kopf, als er in seiner Bar in Mailand hochprozentige Drinks komponierte (Hars, Wolfgang, Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, 1999). - Niemand wird abgewiesen, der sich selbst zu einer Mahlzeit oder zu einem "drink" einfindet (Peters, Im Goldland des Altertums,1902).

Trank
Trunk

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Trank
Trunk

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
trank
trunk

Mittelhochdeutsch

Allgemein
trinken

Quelle: man enmohte niht gezellen / diu riuhte noch daz trinken„Man hätte Essen und Getränke nicht zählen können“ (Heinrich von Veldeke, Eneasroman, vor 1190, 894 f.).

trank
trunk
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Symbolgrafik Baumstruktur noch keine Wortfeldgrafik verfügbar