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Zehe

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Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Konkretum im Vorderglied
Zeh(en)glied   „Glied des Zehs“
Zehennagel   „Hornplatte auf dem obersten Zehglied“
Zehenspitze   „Ende des obersten Gliedes eines Zehs“
Zehenring   „Schmuckring für Zehen“

Quelle: ZEHENRINGE lösten in den späten neunziger Jahren Fuß- und Bauchkettchen am Strand als Erkennungszeichen für Bewohner sozialer Brennpunkte ab. (Die Zeit, 06.09.1999, Nr. 36; nach DWDS).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum im Vorderglied
Zehenbruch   „„Knochenbruch an einem Zeh“

Quelle: Nach einem Zehenbruch und zwei verpassten Spielen könnte der Mann dieser Spielzeit wieder auf dem Platz stehen. (Die Zeit, 12.12.2011, Nr. 50; nach DWDS).

Zehenstand   „Stand auf den Zehen oder dem Fußballen“

Quelle: Arme vorne aufwärts, über den Kopf zur Senkrechten unter Heben der Fersen bis zum Zehenstand unter gleichzeitigem tiefem Einatmen (Abb. 28). (Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 83; nach DWDS).

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Konkretum im Hinterglied
Zehenbein   „(Anatomie) Knochen der Zehe“

Quelle: Kinderlingrein.189; Okenallg. naturg.6, 471, DWb s.v.

Zehenbeuger   „(Anatomie) Muskel zum Zehenbeugen“

Quelle: Sömmerringmenschl. körper2, 199; J. A. Naumannnaturg. d. vög.6, 273, DWb s.v.

Zehe(n)dreck   „Schmutz zwischen den Zehen“

Quelle: Kramerteutsch-it.2, 1428c,Ludwigteutsch-engl.2563, DWb s.v.

Zeheneisen   „Eisensorte für das Hufeisen“

Quelle: Fischer6, 1077, DWb s.v.

Zehenende   „Ende der Zehe“

Quelle: Sömmerringmenschl. körper2, 19, DWb s.v.

Zehengänger   „Mensch, der auf Zehen geht; Tier, das auf Zehen geht“

Quelle: 1) arrectarius Stieler2606; 2) die raubthiere, da sie nur mit den zehen auftreten: Krünitz241, 85; Brehmthierl.1, 583 P.-L, DWb s.v.

Zeh(en)gelenk   „Gelenk im Zeh“

Quelle: Sömmerring3, 1, 342; Fr. L. Jahnw.2, 28 (zeh-), DWb s.v.

Zehenglied   „Teil des Zehes“

Quelle: Sömmerringmenschl. körper2, 202, J. A. Naumann9, 34, Oken1, 18 u. a. , DWb s.v.

Zehenhaut   „Haut zwischen den Zehen“

Quelle: Illigermammalia181; Fr. Th. Vischerauch einer(1879)2, 384, DWb s.v.

Zehenkäse   „Dreck zwischen den Zehen“

Quelle: wil dir ein anders mal zehenkasse fürsetzen statt der schweytzer kass J. J. Schwabetintenfäszl61, DWb s.v.

Zehenmesser   „Spezialmesser der Holzschuhmacher“

Quelle: J. BlauBöhmerwälder hausindustrie1, 240, DWb s.v.

Zehenmuskel   „Muskel an den Zehen“

Quelle: Krünitz241, 85, Okenallg. naturg.4, 27, DWb s.v.

Zehe(n)nagel   „Nagel am Zeh“

Quelle: Sömmerringmenschl. körper2, CXVII, DWb s.v.

Zeh(en)rücken   „Oberseite eines Zehs“

Quelle: Illigermammalia179; J. A. Naumannnaturg. d. vögl.1, 169; ebda 2, 1, 297 die ältere form zehrücken, DWb s.v.

Zehensaum   „den Zeh umsäumende Haut“

Quelle: Brehmthierl.7, 693 P.-L.; J. A. Naumannnaturg. d. vög.7, 88, DWb s.v.

Zehenscheibe   „scheibenförmige Basis für die Anordnung der Zehen“

Quelle: Brehm7, 38; Oken6, 639, DWb s.v.

Zehe(n)schmalz   „Dreck zwischen den Zehen“

Quelle: Kramerteutsch-it.2, 595b, DWb s.v.

Zehenschühlein   „Festschuh der Bauernmädchen“

Quelle: Fischer6,1077, DWb s.v.

Zeh(en)sohle   „Huf“

Quelle: Krünitz241, 85; Illiger179; zehsohle J. A. Naumann1, 132, DWb s.v.

Zeh(en)spitze   „Spitze der Zehe“

Quelle: auf den z-n schreitend Fouquébilders.4, 680; Immermann13, 223H.; die ältere formzehspitzenoch bei Herder: nie stehen wir auf der z. eines peinlichen strebens 22, 294 S.; ebenso G. Forsters. schr.5, 225; Fontaneges. w. I 4, 329, DWb s.v.

Zehenstrecker   „(Anatomie) Muskel, der die Zehen streckt; Redner auf Zehenspitzen“

Quelle: die sehnen der finger- und zehenstrecker Sömmerring2, 24; v. Altenhdb. f. heer u. flotte4, 19; Oken4, 44, DWb s.v.

zeechestückli   „(schweizerisch) Vorderteil am Strumpf“

Quelle: SeilerBasler mda.324, DWb s.v.

Zehentier   „(Zoologie) vierfüßiges Tier“

Quelle: Hartiglex. f. jäg.568; Oken7, 694, DWb s.v.

Zehenwurzel   „(Anatomie) Bereich im Vorderfuß“

Quelle: J. A. Naumann1, 132; Brehm3, 720, DWb s.v.

Zehe(n)wust   „Dreck zwischen den Zehen“

Quelle: Kramerteutsch-it.2, 1428c, Ludwigteutsch-engl.2563, DWb s.v.

Zehenzweig   „(Anatomie) Arterien- und Nervenstücke an den Zehen“

Quelle: Campewb.5, 827a, DWb s.v.

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum im Hinterglied
Zehengang   „(Sport) Gang auf den Zehen“

Quelle: Fr. L. Jahnw.2, 28, DWb s.v.

Zehenstand   „(Sport) Stand auf den Zehen“

Quelle: Fr. L. Jahnw.2, 28, DWb s.v.

Frühneuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Konkretum im Hinterglied
zehengleych   „Zehenglied“

Quelle: Paracelsuschir. büch.552aHus, DWb s.v.

zehenagel   „Hornplatte auf dem ersten Zehenglied“

Quelle: meint ihr, dasz ich ein solcher filtz oder z[eh] sey? Aretino hurenspiegel 82, DWb s.v.

ZusammenrückungenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
O weh, mei Zeh!   „(schwäbisch) weit gefehlt“

Komplementärbegr. & OppositionenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Finger

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Finger

Quelle: Die Zehe ist „[e]in gespaltener biegsamer Theil des äußersten Vorderfußes an Menschen und Thieren, das, was die Finger an den Händen sind.“ (Adelung s.v. Zehe).

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
finger

Quelle: die usserlichen sinn als die augen ..., finger und zehen Keisersbergbilgersch.8b, DWb s.v.

Mittelhochdeutsch

Allgemein
vinger

Quelle: beidiu vinger unde zehen (: jehen) sol ein ieslich man vor disen winden wol bewarn, Nith. 76,21 H, BMZ s.v.

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Neuhochdeutsch

Adjektive
-zehig   „mit einem Zeh versehen“
einzehig, zweizehig   „mit einem, zwei usw. Zeh(en) versehen“

Quelle: Die vierzehigen Hinterbeine waren doppelt so lang als die dreizehigen Vorderbeine. (Reinhardt, Ludwig: Vom Nebelfleck zum Menschen, München: Reinhardt 1909, S. 444; nach DWDS).

Älteres Neuhochdeutsch

Deminutiva
Zehlein
Adjektive
-zehig   „Zehen habend“
einzehig   „eine Zehe habend“
zweizehig   „zwei Zehen habend“
dreizehig   „drei Zehen habend“

Frühneuhochdeutsch

Deminutiva
zehlein

Quelle: in ihrem kleinsten fingerlein oder zeenlein Luther47, 295W, DWb s.v.

Mittelhochdeutsch

Deminutiva
zêhelîn   „Zehlein“

Quelle: pedica Dfg. 420a, Lexer s.v. zêhelîn.

zêhelinc   „Zehlein“

Quelle: pedica Dfg. 420a, n. gl. 284b, Lexer s.v. zêhelinc.

VerbalInfo-Icon

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
zeheln   „(schweizerisch, dialektal) sich auf die Zehen stellen, auf den Zehen stehen, um sich gröszer zu machen“

Quelle: SeilerBas.324, ToblerAppenz.454a, DWb s.v.

HyponymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Onkel   „großer Zeh“
substantivisches Determinativkompositum mit vergleichender Bestimmung im Vorderglied
Hammerzehe   „(Medizin) im mittleren Gelenk nach unten abgeknickte deformierte Zehe“

Quelle: Die alte Dame leidet an einer Hammerzehe und einem schlimmen Ballen am rechten Fuß. (Bild, 11.04.2001; nach DWDS).

substantivisches Determinativkompositum mit Ortsbestimmung im Vorderglied
Fußzehe   „Zehe“

Quelle: daß ich an einem heißen Tag einmal meine Fußzehen ins Wasser stecke (Brecht Kaukas. Kreidekreis 2; nach DWDS).

Afterzehe   „(Zoologie) rudimentäre, den Boden nicht erreichende Zehe; Afterkralle (beim Hund), Afterklaue“
Hinterzehe   „(Zoologie) Zehe an einer Hintergliedmaße“
Vorderzehe   „(Zoologie) Zehe an einer Vordergliedmaße“

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Ortsbestimmung im Vorderglied
Fußzehe   „Zehe am Fuß“

Frühneuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung im Vorderglied
bauernzehe   „(schmutzige, stinkende) Zehe eines Bauern“

Quelle: Garg. 72a, DWb s.v.

Eigentl. Bedeutung & ÜbertragungenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Metapher auf Grund formaler Ähnlichkeit
Knoblauchzehe   „einzelne Brutzwiebel der Knochblauchknolle“

Quelle: .Mir roch es mehr so nach Knoblauchzehen, sagt die Mutter und steckt dem Vater die Zunge heraus: (Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 66; nach DWDS).

Älteres Neuhochdeutsch

Metapher auf Grund formaler Ähnlichkeit
Meerrettichzehe

Quelle: meerrettichzehe Stieler2606, DWb s.v.

Metonymie (TEIL-GANZES-RELATION)
Krähenzehe   „Wasserwegerich“

Quelle: Die Krähenzehe, plur. inus. an einigen Orten, ein Nahme des Wasserwegerichs, welcher auch Rabenfuß genannt wird; Plantago maritima L. S. Krähenfuß. (Adelung s.v. Krähenzehe).

Frühneuhochdeutsch

Metapher auf Grund formaler Ähnlichkeit
knoblauchzehe

Quelle: ein knoblauchzehen Frisius889a, DWb s.v.

ingwerzehe

Quelle: ingberzehen W. Ryff confectb.88b, DWb s.v.

Mittelhochdeutsch

Metapher auf Grund formaler Ähnlichkeit
louchzêhe   „Zwiebel“

Quelle: bulbus voc. o.43,17, BMZ s.v. louchzêhe.

MeronymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Zeh(en)glied   „Glied des Zehs“

Quelle: Die Bezeichnung der Zehenglieder entspricht derjenigen der Fingerglieder (S. 24). (Hauke, Hugo: Unterrichtsbuch für die freiwilligen Hilfskräfte der Deutschen Frauenvereine vom Roten Kreuz. Berlin: Mittler 1932, S. 18; nach DWDS).

Zehennagel   „Hornplatte auf dem obersten Zehglied“

Quelle: Ein feuchter Rand um die Zehennägel ist ein gutes Zeichen. (Die Zeit, 14.03.2011, Nr. 11; nach DWDS).

Zehenspitze   „Ende des obersten Gliedes eines Zehs“

Quelle: Der Abstand zu den Zehenspitzen ist länger als meine Hand. (Bild, 09.10.2001; nach DWDS).

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Zehenbein   „(Anatomie) Knochen der Zehe“

Quelle: Kinderlingrein.189; Okenallg. naturg.6, 471, DWb s.v.

Zehenbeuger   „(Anatomie) Muskel zum Zehenbeugen“

Quelle: Sömmerringmenschl. körper2, 199; J. A. Naumannnaturg. d. vög.6, 273, DWb s.v.

Zehenende   „Ende der Zehe“

Quelle: Sömmerringmenschl. körper2, 19, DWb s.v.

Zeh(en)gelenk   „Gelenk im Zeh“

Quelle: Sömmerring3, 1, 342; Fr. L. Jahnw.2, 28 (zeh-), DWb s.v.

Zehenglied   „Teil des Zehes“

Quelle: Sömmerringmenschl. körper2, 202, J. A. Naumann9, 34, Oken1, 18 u. a. , DWb s.v.

Zehenhaut   „Haut zwischen den Zehen“

Quelle: Illigermammalia181; Fr. Th. Vischerauch einer(1879)2, 384, DWb s.v.

Zehenmuskel   „Muskel an den Zehen“

Quelle: Krünitz241, 85, Okenallg. naturg.4, 27, DWb s.v.

Zehe(n)nagel   „Nagel am Zeh“

Quelle: Sömmerringmenschl. körper2, CXVII, DWb s.v.

Zeh(en)rücken   „Oberseite eines Zehs“

Quelle: Illigermammalia179; J. A. Naumannnaturg. d. vögl.1, 169; ebda 2, 1, 297 die ältere form zehrücken, DWb s.v.

Zehensaum   „den Zeh umsäumende Haut“

Quelle: Brehmthierl.7, 693 P.-L.; J. A. Naumannnaturg. d. vög.7, 88, DWb s.v.

Zehenscheibe   „scheibenförmige Basis für die Anordnung der Zehen“

Quelle: Brehm7, 38; Oken6, 639, DWb s.v.

Zehenstrecker   „Spitze der Zehe; (Anatomie) Muskel, der die Zehen streckt; Redner auf Zehenspitzen“

Quelle: die sehnen der finger- und zehenstrecker Sömmerring2, 24; v. Altenhdb. f. heer u. flotte4, 19; Oken4, 44, DWb s.v.

Zehenwurzel   „(Anatomie) Bereich im Vorderfuß“

Quelle: J. A. Naumann1, 132; Brehm3, 720, DWb s.v.

Zeh(en)spitze   „Spitze der Zehe“

Quelle: auf den z-n schreitend Fouquébilders.4, 680; Immermann13, 223H.; die ältere formzehspitzenoch bei Herder: nie stehen wir auf der z. eines peinlichen strebens 22, 294 S.; ebenso G. Forsters. schr.5, 225; Fontaneges. w. I 4, 329, DWb s.v.

Zehenzweig   „(Anatomie) Arterien- und Nervenstücke an den Zehen“

Quelle: Campewb.5, 827a, DWb s.v.

Mittelhochdeutsch

Allgemein
nagele

Quelle: funf zêhen, von horne habent si nagele Gen. D. 7,9, Lexer s.v.

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