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Aal

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Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied
Aalart   „Art des Aals“

Quelle: Der Neuseeländische Langflossenaal gehört mit zu den längsten und mit einem maximal erreichbaren Alter von 100 Jahren zu den langlebigsten Aalarten der Welt (https://de.wikipedia.org/wiki/Neuseeländischer_Langflossenaal, gesehen am 4.8.2015). - Von Reptilien finden sich 1,5 m lange Eidechsen und ein eigentümlicher Gecko, Schlangen nicht; von Amphibien zwei Frösche, von Süßwasserfischen nur eine Aalart (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Tenerife).

Aalgattung   „Gattung von Aalen“

Quelle: Wir müssen annehmen, daß die Tiefsee die ursprüngliche Heimat dieser Arten der Aalgattung Anguilla ist, da dort noch heute die Wiege jedes einzelnen Aales steht (Günther/Deckert, Wunderwelt der Tiefsee, 1950).

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied
Aalteich   „Teich, in dem Aale leben“

Quelle: Eredics war eine Freundin von mir, und man hatte uns zusammen eine Schicht zugewiesen, während derer wir Aalteiche anlegen sollten (Roberts, Sternennebel, 2014). - Die Klöster begünstigten die Anlage von Aalteichen, und zahlreiche Namen zeugen von der frühern Ergiebigkeit des Aalfanges (Ellesmore, Elfinger Hof etc.) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Aale).

Aaltzelt   „Jahrmarktszelt, in dem Aal verkauft wird“

Quelle: Dann steigt die Sonne blank und schön aus dem Hamburger Daak, und der große Freudentag ist da mit seinen Luftbällen und Reitbuden, seinen Aalzelten und Schießständen, seinen Eiskarren und Lungenprüfern, mit Lukas und Kaspar, mit Herkulessen und Feuerfressern, mit Seiltänzern und Negern, mit Hün und Perdün, mit Jubel und Trubel! (Fock, Seefahrt ist not!, 1913).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Aalbrutleiter   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Eine Aal(brut)leiter, auch Aalgang oder Aaltreppe genannt, ist ein Fischpass, der speziell auf die Bedürfnisse von Aalen ausgerichtet ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalbrutleiter, gesehen am 4.8.2015). - Aalbrutleiter, Vorrichtung, die der im Frühjahr flußaufwärts gehenden Aalbrut die Überwindung von Wehren und Wasserfällen ermöglicht (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Aaleisen   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Die mehrzackigen Fischspeere glichen den Aaleisen, die Henri aus Travemünde bekannt waren (Gerwald, Die Suche nach Vineta, 2015). - In den letzten Jahrzehnten sind, abgesehen von diesen relativ geringfügigen Verbesserungen, keinerlei Veränderungen am Aaleisen vorgenommen worden (Deutsche Fischerei-Zeitung 7-8, 1960).

Aalfang   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: Je nach Gewässer und Aalart erweist sich die eine oder andere Methode als erfolgreicher: [...] mit Aalfang genannten, meist hölzernen, festen Installationen am Abfluss/Wehr von aufgestauten (Mühlen-)Teichen, um die durchschwimmenden Aale darin aufzufangen, insbesondere, um beim gelegentlichen oder regelmäßigen Ablassen des Teichwassers die Aale darin abzufangen (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalfang, gesehen am 4.8.2015). - Hierfür geeignete Fanggeräte sind die sogenannten Hurten, das sind fest eingebaute Aalfänge, die von zahlreichen Müllern an den Moselzuflüssen Nims, Prüm, Kyll und Salm unterhalten werden oder bis vor kurzem unterhalten wurden (Archiv für Fischereiwissenschaft 17, 1966).

Aalgabel   „gabelförmiges Gerät für den Aalfang“

Quelle: Die Aalgabel ist ein historischer Dreizack, der in Europa zum Fischfang eingesetzt wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Dreizack, gesehen am 4.8.2015). - Sie werden dann entweder von Kähnen aus oder, wenn das Wasser zugefroren ist, durch Löcher, die in das Eis gehauen werden, mit Aalgabeln gefangen (Publications de circonstance 13, 1904).

Aalgang   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Eine Aal(brut)leiter, auch Aalgang oder Aaltreppe genannt, ist ein Fischpass, der speziell auf die Bedürfnisse von Aalen ausgerichtet ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalbrutleiter, gesehen am 4.8.2015). - Gebhardt hat einen Aalgang entworfen, welcher von der Oberwassersohle über die Wehrkrone zum Unterwasser führt (Allgemeine Fischerei-Zeitung 47, 1922).

Aalglippe   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: Die Aalglippe oder Täng ist ein aus Latten verfertigtes, dachförmiges, an den beiden Seitenflächen sowie an zwei Längsseiten mit Netzen überzogenes und an einer Seite offenes Fanggerät, das an einer langen Stange befestigt ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalglippe, gesehen am 4.8.2015). - Die Aalglippe (Taf. II Fig. 9, siehe Drechsel PI. XVII) wird in seichtem Wasser benutzt (Publications de circonstance 13, 1904).

Aalglocke   „Bissanzeiger beim Aalfang“

Quelle: Die Aalglocke signalisiert beim Angeln das Anbeißen eines Fisches. Sie ist also eine Variante der diversen Bissanzeiger (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalglocke, gesehen am 4.8.2015).

Aalhamen   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Alle, die mit dabei waren, wenn man Aalhamen für den Aalfang auslegt oder einholt, können bezeugen, dass diese Arbeit kompliziert und körperlich anstrengend ist (Selling, Auf den Spuren der letzten Schärenfischer, 2009). - Planierraupen und Dampfhämmer sorgten für durchdringenden Lärm, so daß vor allem der mit Aalhamen durchgeführte nächtliche Fischfang, also die Großfischerei, empfindlich behindert und nicht selten lahmgelegt wurde (Die Zeit, 10.04.1964).

Aalleiter   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Eine Aalleiter besteht in der Regel aus einer Rinne oder Röhre, in der durch eingebaute Querleisten, Steine, Reisig oder Kunststoffborsten die Strömung so weit abgebremst wird, dass die kleinen Aale dagegen anschwimmen können (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalbrutleiter, gesehen am 4.8.2015). - Um ausschließlich die Aufwärtswanderung junger Aale (Aalbrut) über hohe Wehre zu ermöglichen, genügt es oft schon, sehr wenig Wasser über eine Rinne (Aalrinne), deren Sohle durch aufgestreuten Kies oder angenagelte Querlatten (Aalleiter) uneben gemacht ist, herabrieseln zu lassen (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v. Fischwege).

Aalnetz   „Netz für den Aalfang“

Quelle: Das Aalnetz wurde seitlich vom Schokker an der Stelle mit der stärksten Strömung des Flusses ausgelegt (https://de.wikipedia.org/wiki/Schokker, gesehen am 4.8.2015). - Mit voller Sicherheit ist die Einschleppung in Borkum durch Wandervögel für die Flussmuschel (Anadonta anatina) anzunehmen, die in Mehrzahl mit dem Aalnetz vom Grunde eines tiefen, erst 1825 entstandenen Kolkes heraufgebracht wurde (Abhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Bremen 16, 1900).

Aalpricke   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Das mit der Aalpricke identische ostfries.-nd. âltûke ist eine dreizackige mit Widerhaken versehene Gabel, welche an einer langen Stange befestigt ist und ins Wasser gestossen wird, um den unten im Schlamm ruhenden Aal damit zu prikken (Remmers, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, 2004).

Aalpuppe   „ursprünglich puppenartiger Schwimmkörper für den Aalfang“

Quelle: Die Aalpuppe ist ein Angelgerät, dass hauptsächlich zum Aalfang eingesetzt wird. Es handelt sich um unbewachte, einzeln fischende Treibangeln. Diese bestehen aus einem Puppe genannten Schwimmkörper, der früher aus Binsen oder Kork, heute meist aus anderen Materialien mit guten Auftriebseigenschaften hergestellt wird sowie einer darauf aufgewickelten Angelschnur mit einem Haken, deren Länge üblicherweise etwa der doppelten Gewässertiefe entspricht (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalpuppe, gesehen am 5.8.2015). - Die Treibangel oder Aalpuppe ist lange nicht so ergiebig, wie die Aalschnur (Österreichs Fischerei 11-14, 1958).

Aalquaste   „quastenförmiger Köder für den Aalfang“

Quelle: In einem weiteren Abschnitt wird die Kleinfischerei beschrieben, zu der die Fischerei mit Angeln, Speeren, Kescher und die merkwürdigen Aalquasten gehören (Archiv für Fischereiwissenschaft, 1956).

Aalreuse   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Eine Aalreuse ist eine Reuse zum Fang von Flussaalen (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalreuse, gesehen am 4.8.2015). - Er sei auf dem Haff gewesen, nach den Aalreusen zu sehen, sagte er zu seiner Entschuldigung (Sudermann, Litauische Geschichten, 1917).

Aalrinne   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Die Erfassung des Aufstiegs von Glas- und Jungaalen wurde an vier Fließgewässern in Mecklenburg-Vorpommern (3 x Ostsee-, 1 x Nordseeeinzugsgebiet) mittels Einsatz von „Aalrinnen" jeweils von April bis Oktober erfasst (Jahresbericht über die deutsche Fischwirtschaft, 2003). - Um ausschließlich die Aufwärtswanderung junger Aale (Aalbrut) über hohe Wehre zu ermöglichen, genügt es oft schon, sehr wenig Wasser über eine Rinne (Aalrinne), deren Sohle durch aufgestreuten Kies oder angenagelte Querlatten (Aalleiter) uneben gemacht ist, herabrieseln zu lassen (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v. Fischwege).

Aalschnur   „Schnur für den Aalfang“

Quelle: Eine Aalschnur ist eine passives Angelgerät, das hauptsächlich zum Aalfang eingesetzt wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalschnur, gesehen am 4.8.2015). - Im tiefen Wasser unter der Weide hängen fünf oder sechs Aalschnüre, schaukeln hin und her (Die Zeit, 09.06.1955).

Aalspieß   „Spieß für den Aalfang“

Quelle: Aalspieße, Torfspaten, Dreschflegel finden sich im Hintergebäude, der ganze Werkzeugkasten kleinlitauischen Lebenserwerbs (Der Tagesspiegel, 25.08.2002). - Die eigentlichen Spieße (Speere) hatten sehr mannigfaltige Formen, einfach lanzenförmig, mit oder ohne Rippe, mit Widerhaken, oder endlich als Aalspieß, die lange Spießklinge mit untersetzter Scheibe (Zeitschrift des Österreichischen Ingenieur- und Architektenvereins 54, 1902).

Aalsprung   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: eel dam | Aalwehr n.; Aalsprung m. | anguillière f. (Hoyer/Kreuter/Schlomann, Technological Dictionary: Volume II English - German - French, 1903)

Aalstecher   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Der Aalstecher ist ein Fischfangwerkzeug zum Aalfang (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalstecher, gesehen am 4.8.2015). - Wir fingen Fische mit allen möglichen Mitteln, mit dem Netz, mit dem Aalstecher, mit der Schlinge, mit der Angel und nicht zuletzt mit der Hand (Paulsen, Aus meinem Leben, 1909).

Aaltreppe   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Eine Aal(brut)leiter, auch Aalgang oder Aaltreppe genannt, ist ein Fischpass, der speziell auf die Bedürfnisse von Aalen ausgerichtet ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalbrutleiter, gesehen am 4.8.2015). - Als guter Kaufmann beschaffte er sich die Jungaale aus dem Fjord kostenlos durch eine Aaltreppe und eine Pumpanlage und setzte sie in seinen Seen aus (Allgemeine Fischerei-Zeitung 76-77, 1951).

Aalwate, Aalwade   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Nach der zu fangenden Fischart gibt es Heringsgarn, Karpfenzugnetz, Gangfischwade und Aalwade (Mattern, Fischereifachkunde für Seen, Flüsse und küstennahe Gewässer, 1999). - Wo es vorher nicht versucht ist, wäre es auch von grösserem Interesse, während verschiedener Jahreszeiten Probefischerei mit der Aalwate auszuführen (Rapports et procès-verbaux des réunions 1-3, 1903).

Aalwehr   „Fangvorrichtung für den Aalfang an Flusswehren“

Quelle: Das Grödersbyer Noor war einst für den Fischfang bekannt und mit entsprechend vielen Heringszäunen und Aalwehren ausgestattet (https://de.wikipedia.org/wiki/Grödersby, gesehen am 4.8.2015). - Außerdem fehlte im Gesetz eine Bestimmung des Begriffs „Aalwehr“ u. dgl. und eine Bestimmung darüber, wie weit die Grundeigentümer ihre Aalwehren in die See hinausführen durften, sowie eine Begrenzung der jährlichen Benutzungszeit (Kruse, Das Eigentumsrecht, 1931).

Aalzaun   „Fangvorrichtung für den Aalfang an Flusswehren“

Quelle: Die Aalwehre oder Aalzäune sind eine Art von Selbstfängen, die einen Teil oder die ganze Breite des Flusses absperren, um die abwandernden Aale in große dauernd stehende Flügelreusen zu leiten (Demoll/Maier, Handbuch der Binnenfischerei Mitteleuropas, 1924).

Aalspieß   „Spießchen mit Aal“

Quelle: Darreichungsformen sind neben Räucheraal, der Aalspieß und die Aalsuppe (https://de.wikipedia.org/wiki/Europäischer_Aal, gesehen am 4.8.2015).

substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied
Aalhälter   „Bassin für die Aufbewahrung von Aalen“

Quelle: Ein besonderer Vorzug der vorliegenden Arbeit sind die Beispiele aus dem Bereich der Fischer und Schiffer, vor allem die Behandlung der verschiedenen Reusenformen und der Aalkörbe bzw. Aalhälter (Deutsches Jahrbuch für Volkskunde 13, 1967).

Aalkasten   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: Außerdem wurde festgestellt, dass die alte Flutarche in Pasewalk nicht mehr vorhanden war und sich an ihrer Stelle nunmehr ein Aalkasten befand (Förster/Bauch, Wasserinfrastrukturen und Macht von der Antike bis zur Gegenwart, 2015). - In den Jahren 1613 bis 16152) mußte er sich nebst seinen Brüdern gegen die herzoglichen Amtleute zu Brusenfelde wegen seines Aalkastens im Liebitzsee verteidigen (Baltische Studien 27, 1925).

Aalkorb   „Korb zur Aufbewahrung von Aalen“

Quelle: Ein einfaches reusenartiges Fanggerät ist der Aalkorb, dessen wahrscheinlich älteste Form aus Weidenruten gefertigt wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalreuse, gesehen am 4.8.2015). - Vom äußern Neß kam ein Aalfischer, der alte Jakob Derner, mit seinen Aalkörben beladen (Fock, Seefahrt ist not!, 1913).

substantivisches Determinativkompositum mit Fahrzeugbezeichnung als Hinterglied
Aalschokker   „Boot für den Aalfang“

Quelle: Zum Fang wurde der Aalschokker abends in den Fluss geschleppt und verankert (https://de.wikipedia.org/wiki/Schokker, gesehen am 4.8.2015). - Aalschokker mit ausgesetzter Ankerkuile (Allgemeine Fischerei-Zeitung 57-58, 1932).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied
Aalbrut   „Brut des Aals“

Quelle: Eine solche Aufstiegshilfe ermöglicht den im Frühjahr nachts flussaufwärts ziehenden Jungaalen (Glasaale, Aalbrut) ein Vorwärtskommen gegen starke Strömung und somit die Umgehung von Wasserfällen und Wehren (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalbrutleiter, gesehen am 4.8.2015). - In den Lagunen von Comacchio an der Pomündung wird ein System von Schleusen und Kanälen im Frühjahr der einziehenden Aalbrut geöffnet und begünstigt im Herbst den Fang der 4–5 Jahre alten A., die sich zur Auswanderung anschicken (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Aale).

Aalfang   „das Fangen von Aalen“

Quelle: Aalfang bezeichnet das Fischen von Aalen mit unterschiedlichen Methoden beziehungsweise Fangtechniken (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalfang, gesehen am 4.8.2015). - Elger (Elker), eisernes, kammartiges, langgestieltes Werkzeug zum Aalfang (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Elger).

Aalfischerei   „das Fangen von Aalen“

Quelle: Sicken wurden hauptsächlich zur Aalfischerei verwendet (https://de.wikipedia.org/wiki/Sicken, gesehen am 4.8.2015). - In Mittelfriesland bekämpften sich im 14. Jahrh. die reichen Vetkoopers (Fetthändler) im Ostergo und die ärmern Schieringer im Westergo, die ihren Namen von der Aalfischerei hatten (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Friesen [1]).

Aalhandel   „das Handeln mit Aalen“

Quelle: Seit dem 1.1.2009 gilt eine neue EU-Aalverordnung (EG 1100/2007), die gewisse Vorschriften für den Aalhandel enthält (Zuppke, Die Fischfauna der Region Lutherstadt Wittenberg, 2013). - Der Vorsitzende erklärte, daß die ausländische Konkurrenz im Aalhandel wohl bald nachlassen werde (Allgemeine Fischerei-Zeitung 51-52, 1926).

Aalräucherei   „Betrieb zum Räuchern von Aalen“

Quelle: Hier befinden sich u. a. die 1627 nach einem Sturm wiedererrichtete Alte Kirche (Oude Kerk), der malerische Hafen de Westkolk, eine alte Schleusenanlage und eine traditionelle Aalräucherei (https://de.wikipedia.org/wiki/Spaarndam, gesehen am 4.8.2015). - Podejuch, Dorf im preuß. Regbez. Stettin, Kreis Randow, an der Großen Reglitz (Zollstrom) und der Staatsbahnlinie Reppen-Stettin, besuchter Vergnügungsort der Stettiner, hat eine evang. Kirche, Denkmal des Kaisers Friedrich III., Stärkemehl- und Schamottefabrikation, eine Holzbearbeitungsanstalt, Böttcherei, Fischerei, Aalräucherei und (1905) 4242 Einwohner (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Podejuch).

Aalwanderung   „das Wandern der Aale“

Quelle: Die Aalwanderung wurde schon besprochen (Fioroni, Allgemeine und vergleichende Embryologie der Tiere, 1987). - Bei abnorm ungünstigen Witterungsverhältnissen in der Zeit der Aalwanderung, also bei ständigen stärkeren Westwinden, bleibt der Aal weit vom Lande weg (Zeitschrift für Fischerei und deren Hilfswissenschaften 28, 1930).

Aalzucht   „das Züchten von Aalen“

Quelle: Die Fischer im Valle di Comacchio waren wiederum auf die Anlage fester Begrenzungen der Valli spezialisiert und auf die Aalzucht (https://de.wikipedia.org/wiki/Valle_da_pesca, gesehen am 4.8.2015). - Die „Times" sucht die englische Aalzucht zu propagieren (Mittheilungen des deutschen Seefischereivereins 35-36, 1919).

substantivisches Determinativkompositum mit substantiviertem Infinitiv als Hinterglied
Aalfischen   „das Fangen von Aalen“

Quelle: Samuel de Champlain erwähnte den Ort auf seiner Forschungsreise im Jahr 1604, als er dort Indianer beim Aalfischen beobachtete (https://de.wikipedia.org/wiki/Kenduskeag, gesehen am 4.8.2015). - Das Aalfischen ist sehr beliebt (Jahrbuch für Heimatkunde im Kreis Oldenburg-Holstein, 1961).

Aalschlachten   „das Schlachten von Aalen“

Quelle: Und weil ich beim Aalschlachten jedesmal danebenstand... (Grass, Die Box, 2008). – Dr. Steindorf-Berlin berichtet in der „Berliner klin. Wochenschrift“ über eine Reihe von Fällen, bei denen Frauen in der Küche beim Ausnehmen eines Aals oder Verkäuferinnen beim Aalschlachten einige Tropfen Blut ins Gesicht gespritzt waren (Neue Weltanschauung 4, 1911).

Aalstechen   „das Stechen von Aalen“

Quelle: Aalstechen war sehr beliebt (Berliner Zeitung, 22.07.1996). - Da nun die geschädigten Fischereien gegen die verbrieften Rechte nicht anlaufen konnten, so gehörte es noch 1865 nicht zu den Seltenheiten, daß das Korps der Aalstecher mit Musik, den Fischern zum Trotz, zum Aalstechen zog (Brandenburgia 15, 1907).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied
Aalfischer   „jemand, der Aale fängt“

Quelle: Die Kanäle dienen auch vielen Berufsfischern, hauptsächlich Aalfischer, als Fischgrund, und sie sind auch beliebte Angelplätze der Sportangler (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserhaushalt_an_Nordsee-_und_Amsterdam-Rhein-Kanal, gesehen am 4.8.2015). - Die Aalfischer waren schon längst zurückgerudert (Fock, Seefahrt ist not!, 1913).

Aalfresser   „jemand, der Aale frisst“

Quelle: Die Kormorane waren Aalfresser (Ross, Die fernen Welten des Hermann Kiekbusch, 1977). - „Gitt i Gitt,“ hatte sie gesaacht und ihre Augen bekamen einen harten Schein, – „büß 'n Swien, – Aalfreter du.“ (Meyrink, Des Deutschen Spiessers Wunderhorn, 1913).

Aalhändler   „jemand, der berufsmäßig mit Aalen handelt“

Quelle: Die Bewohner Grünewaldes betrieben regen Fischfang und die Fischer waren in einer Kompanie der Fisch- und Aalhändler zusammengeschlossen (https://de.wikipedia.org/wiki/Grünewalde_(Lauchhammer), gesehen am 4.8.2015). - Gegenstück dazu unser dicker Aalhändler hier. Der Mann hat einen eigenen Stand u. eine eigene Räucherei (Klemperer, Tagebücher, 1927).

Aalhändlerin   „Frau, die berufsmäßig mit Aalen handelt“

Quelle: Gyltha saß neben dem Bett und strickte – eine Fertigkeit, die sie während ihrer Zeit als Aalhändlerin bei ihren skandinavischen Kundinnen abgeguckt hatte (Franklin, Die Teufelshaube, 2012). - Was man für eine Kleopatra hält, die zur Schlange greift, ist vielleicht eine Aalhändlerin in der Markthalle (Stettenheim, Der moderne Knigge, 1902).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Aalfrau   „weiblicher Aal“

Quelle: Aale können bis 1.5 m lang und ca. 6 kg schwer werden. Das gilt aber nur für erwachsene „Aalfrauen”, die Männer sind etwas kleiner (60 cm) (Hoppmann/Ottersberg, Onkel Thedos Fischküche, 2010). - Damit waren wohl die Unterschiede zwischen Aalmann und Aalfrau entdeckt – aber noch lange nicht deren Kinder (Allgemeine Fischerei-Zeitung 87-88, 1962).

Aalfrau   „Frau, die Aale verkauft“

Quelle: Ein Bericht vom Jahre 1852 gibt einen Überblick über die damaligen Beschicker des Marktes: Landleute, die Grünwaren feilbieten - hiesige Obsthändler - Gemüsegärtner, deren Zahl sich beinahe täglich vermehrt - Aalfrauen - aus Veddel (Zeitschrift des Vereins für hamburgische Geschichte, 1960).

Aalmann   „männlicher Aal“

Quelle: Damit waren wohl die Unterschiede zwischen Aalmann und Aalfrau entdeckt – aber noch lange nicht deren Kinder (Allgemeine Fischerei-Zeitung 87-88, 1962).

Aalbastard   „Schlangenfisch, Ophidiida, ein Barschverwandter“

Quelle: don'cella, Aalbastard, Schlangenfisch, Bartmännchen (Tolhausen) (Hoffmann, *Domnicella im Galloromanischen, 1939).

Aalmutter   „Aalgroppe, ein lebendgebärender Schleimfisch“

Quelle: Die Aalmutter (Zoarces viviparus) ist ein kleiner Fisch der nordostatlantischen Küsten (in den nördlichen Ausläufern des Golfstroms, zwischen 49° und 72°N; bei Temperaturen von 3 bis 15 °C). Auffallend ist er unter anderem dadurch, dass er keine Eier legt, sondern nach innerer Befruchtung entwickelte Junge zur Welt bringt (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalmutter, gesehen am 4.8.2015). - Aalmutter (Zoarces C., Blennius L.), Gattung der Stachelflosser aus der Familie der Schleimfische (Blennidae), Fische mit verlängertem Leib, sehr kleinen, in der Haut zerstreuten Schuppen, weitem Maul, verkümmerten Bauchflossen, langen, schmalen Brustflossen, sehr langer Rückenflosse und über die Hälfte des Unterleibes sich erstreckender Afterflosse. Sie gebären lebendige Junge, die sich in einem aufgetriebenen Teile der Eileiter entwickeln (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Krankheitsbezeichnung als Hinterglied
Aalrotseuche   „eine bakterielle Erkrankung von Flussaalen“

Quelle: Die Aalrotseuche ist eine bakterielle Erkrankung von Flussaalen, die im Süß- und Meerwasser leben (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalrotseuche, gesehen am 4.8.2015). - Die Aalerträge erscheinen am einheitlichsten, besonders wenn man die Auswirkungen der Aalrotseuche entsprechend berücksichtigt (Deutsche Fischerei-Zeitung 1-2, 1954).

substantivisches Determinativkompositum mit Materialbezeichnung als Hinterglied
Aalleder   „gegerbte Aalhaut“

Quelle: Aalleder ist an dem charakteristischen Längsstreifen in der Rückenmitte zu erkennen (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalleder, gesehen am 4.8.2015). - Späterhin aber brach der Franke in das Land ein, und mit dem wurden die Bauern an der Aa nicht so gut fertig wie mit den Römern, denn er war zähe, wie Aalleder (Uhlmann-Bixterheide, Die rote Erde, 1929).

Aalporzellan   „feines gelbes Porzellan mit Glasurflecken“

Quelle: Mit Aalporzellan, auch Aalhautporzellan, wird feines gelbes, bräunlichgelbes oder bläuliches Porzellan bezeichnet, welches in China von ca. 1650–1725 fabriziert wurde. Es weist gelbliche Glasurflecken auf (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalporzellan, gesehen am 4.8.2015). - Aalporzellan, feines gelbes Porzellan, das in China von ca. 1650–1725 fabriziert wurde (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied
Aalform   „Form eines Aals“

Quelle: Bei den Darts unterscheidet man drei Formen: 1. Zylinder- oder Aalform mit gleichmäßig verteiltem Gewicht und einem in der Mitte des Barrels befindlichen Schwerpunkt (Romatowski-Sohlbach, Darts, 2012). - Auch die Reduktion der Beschuppung, die eine schlängelnde Bewegungsart begünstigt, ist eine Begleiterscheinung der Ausbildung der Aalform des ganzen Körpers (Bijdragen tot de dierkunde 22, 1922).

Aalstreif   „Linie von dunklem Fell am Rücken von Säugetieren“

Quelle: Als Aalstrich oder Aalstreif wird eine im Vergleich zur übrigen Färbung meist dunkle Zeichnung im Fell vieler Säugetiere bezeichnet. Sie verläuft als schmale Linie längs zur Wirbelsäule (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalstrich, gesehen am 4.8.2015). - Der Aalstreif - besonders bei Falben - gilt in Ungarn als Signum der Güte, Härte und Ausdauer (Deutsches Warmblut 23-24, 1928).

Aalstrich   „Linie von dunklem Fell am Rücken von Säugetieren“

Quelle: Als Aalstrich oder Aalstreif wird eine im Vergleich zur übrigen Färbung meist dunkle Zeichnung im Fell vieler Säugetiere bezeichnet. Sie verläuft als schmale Linie längs zur Wirbelsäule (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalstrich, gesehen am 4.8.2015). - Aalstrich, dunkler, meist ganz schwarzer oder auch heller Rückenstreifen bei Pferden und Rindern (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Explikativum als Hinterglied
Aalfisch   „Aal, Anguilla“

Quelle: … für Holzspangeflechte von Ala nach Dresden, für Fischsendungen von München (Gestemünde und Hamburg) nach Tirol und Italien, für Aalfische von Ferrara nach Flensburg (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1912, s.v. Direkte Güterbeförderungskurse).

adjektivisches Determinativkompositum
aalähnlich   „wie ein Aal, einem Aal ähnelnd“

Quelle: Die Ordnung der Salmlerartigen ist vielgestaltig, die meisten Arten sind aber von barbenartiger Gestalt, aalähnlich langgestreckte Formen oder abgeflachte Bodenbewohner fehlen jedoch (https://de.wikipedia.org/wiki/Salmlerartige, gesehen am 4.8.2015). - Inger (Schleim-, Blind-, Wurmfisch, Bauchkiemer, Myxine L), Gattung der Rundmäuler, aalähnliche, aber flossenlose Tiere (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Inger [1]).

aalartig   „in der Art eines Aals“

Quelle: ihre Körperform ist aalartig mit vier kleinen stummelförmigen Beinen und winzigen, reduzierten Zehen (https://de.wikipedia.org/wiki/Salamanderverwandte, gesehen am 4.8.2015). - Armmolch (Siren lacertina L., s. Tafel „Schwanzlurche I“), Schwanzlurch aus der Unterordnung der Perennibranchiaten und der Familie der Armmolche (Sirenidae), 70 cm lang, aalartig, mit stummelförmigen Vorderfüßen, von der Haut bedeckten kleinen Augen und drei Paar büschelförmigen Kiemen, ist schwarz, bisweilen weiß gefleckt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Armmolch).

aalförmig   „die Form eines Aals habend“

Quelle: Wurmgrundeln haben einen aalförmig langgestreckten, seitlich stark abgeflachten Körper (https://de.wikipedia.org/wiki/Wurmgrundeln, gesehen am 4.8.2015). - Olm, Grottenolm (Proteus anguinĕus Laur. [Abb. 1288]), zu den Fischmolchen, Familie der Phanerobranchiaten, gehöriger Schwanzlurch, durchscheinend fleischfarben, schlank, aalförmig (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Olm).

aalglatt   „glatt wie ein Aal, nicht zu packen“

Quelle: Sein Chef, Larry Tate, ist ein aalglatter, ältlicher und opportunistischer Geschäftsmann, der Darrin sofort im Stich lässt, wenn es um Geld und Aufträge geht (https://de.wikipedia.org/wiki/Verliebt_in_eine_Hexe, gesehen am 4.8.2015). - es ist sogar möglich, daß der aalglatte und undurchsichtige Seeckt dabei fällt (Tucholsky, Was nun -?, 1925).

aalgleich   „einem Aal gleichend“

Quelle: Doch britische Lachsfischer berichteten zum Beispiel, daß der Anteil unterernährter aalgleicher Salme in ihren Netzen während der letzten Jahre enorm zugenommen hat (Die Zeit, 30.09.1983). - Seine schlanke Gestalt entgleitet aalgleich den Fäusten der Angreifer (Ertl, Freiheit, die ich meine, 1912).

aalreich   „viele Aale enthaltend, reich an Aalen“

Quelle: Der See ist auch sehr aalreich; es wurden Aale gefangen von über 1 m Länge und einem Durchmesser bis zu 8 cm (Jahresbericht über die Erfahrungen und Fortschritte auf dem Gesamtgebiete der Landwirtschaft, Band 27, 1913).

substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied
Aalpastete   „Pastete aus Aal“

Quelle: es entstanden berühmte Gerichte wie die Lerchenpastete aus Chartres, die Schnepfenpastete aus Abbéville, die Entenpastete aus Amiens und die Aalpastete aus Melun (https://de.wikipedia.org/wiki/Pastete, gesehen am 4.8.2015). - es war indessen nicht eine ursächliche Attaque des Herzens, das als durchaus stark und normalpulsend von mir befunden wurde, sondern die Excellenz haben sich an einer Aalpastete übernommen (Niebelschütz, Der blaue Kammerherr, 1949).

Aalroulade   „Roulade aus Aal“

Quelle: Ebenfalls originell und edel ist seine hauchdünn geschnittene Aalroulade mit Rote-Beete-Salat (Die Zeit, 22.12.2013). - Die Aalrouladen läßt man in der Brühe ziemlich erkalten, nimmt sie heraus, legt sie zwischen 2 Platten (Wachtelborn Meier, Aechte deutsche Kochkunst, 1922).

Aalsuppe   „Suppe mit Aal“

Quelle: Aalsuppe ist eine Suppe oder ein Eintopf der norddeutschen Küche aus Aal, Gemüse und weiteren Zutaten wie Kräutern und Mehlklößchen (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalsuppe, gesehen am 4.8.2015). - Hans Fink holt geruhig sein Knief aus der Tasche, das mit der knöchernen Schale, das er noch heute hat, schneidet dem Aal Kopf und Schwanz ab und läßt sich vom Smutje Hamburger Aalsuppe davon kochen (Fock, Seefahrt ist not!, 1913).

substantivisches Determinativkompositum mit synchron undurchsichtigem Hinterglied
Aalbricke   „gebratener und marinierter kleiner Aal“

Quelle: Aalbricken sind kleine Aale, welche zu Bratmarinaden verarbeitet werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Europäischer_Aal, gesehen am 4.8.2015). - Aalbricke, kleine gebratene Seeaale in Essigmarinade (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Aalpricke   „gebratener und marinierter kleiner Aal“

Quelle: Gebraten und in Essig eingelegt kommt sie als Aalpricke auf den Markt (Geiler, Fische in Bach und Teich, 1951).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied
Aalbarsch   „Congrogadida, ein Barschverwandter“

Quelle: Die Aalbarsche (Congrogadidae) sind eine Familie kleiner, langgestreckter Barschverwandter, die an den Küsten des tropischen Indopazifiks vorkommen (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalbarsche, gesehen am 4.8.2015).

Aalbock   „eine Art Lachsfisch“

Quelle: Da kommt es eben darauf an, ob Sie einen Raubfisch fangen wollen oder etwa eine Äsche oder einen Aalbock, die Vegetarier sind (Dürrenmatt, Das Versprechen, 1958).

Aalbutt   „Hundszunge, Glyptocephalus cynoglossus, eine Art Scholle“

Quelle: Die Hundszunge oder Rotzunge (Glyptocephalus cynoglossus), auch Aalbutt genannt, ist ein rechtsäugiger Plattfisch des Nordatlantiks aus der Familie der Schollen (Pleuronectidae), nicht der Hundszungen (Cynoglossidae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Hundszunge, gesehen am 4.8.2015). - Hundszunge (Aalbutt, Pole, P. cynoglossus L.), 30–50 cm lang, graubraun, auf den Flossen mit schwarzen Flecken, lebt an den nördlichsten Küsten Europas und an der Ostküste von Nordamerika, selten in der Nord- und Ostsee (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Schollen).

Aaldorsch   „dorschartige Fischgattung“

Quelle: Die Aaldorsche (Muraenolepis) sind die einzige Gattung innerhalb der gleichnamigen Familie und gehören zur Ordnung der Dorschartigen Fische (Gadiformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Aaldorsche, gesehen am 4.8.2015).

Aalmolch   „Amphiuma, ein Schwanzlurch“

Quelle: Die Aalmolche (Amphiuma), auch Fischmolche genannt, bilden die einzige Gattung der Familie Amphiumidae (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalmolche, gesehen am 4.8.2015). - Aalmolch (Amphiūma means L.), aalartiger Schwanzlurch, bewohnt Nordamerika (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Aalquappe   „Quappe, lota lota“

Quelle: Am Bodensee wird sie Trüsche genannt, in der Schweiz auch Trische oder Treische, in Österreich Rutte, süddeutsch auch Ruppe, Aalrutte, Aalquappe oder Aalraupe und norddeutsch Quappaal (https://de.wikipedia.org/wiki/Quappe, gesehen am 4.8.2015). - Quappe (Lota Nils.), Fischgattung der Weichflosser aus der Familie der Schellfische (Gadidae), mit der einzigen Art Aalrante (Aalquappe, Rutte, Trüsche, L. vulgaris Cur. s. Tafel „Fische IV“, Fig. 6), 30–60 cm lang und gewöhnlich 1–2, in nördlichen Gegenden bis 15 kg schwer, mit gestreckt zylindrischem Körper (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Quappe).

Aalraupe   „Quappe, lota lota“

Quelle: Am Bodensee wird sie Trüsche genannt, in der Schweiz auch Trische oder Treische, in Österreich Rutte, süddeutsch auch Ruppe, Aalrutte, Aalquappe oder Aalraupe und norddeutsch Quappaal (https://de.wikipedia.org/wiki/Quappe, gesehen am 4.8.2015). - Aalraupe, Quappe, Aalquappe, Trüsche, Rutte (Lota vulgāris Cuv. [Tafel: Fische I, 13]), der einzige in Süßwassern Europas vorkommende Schellfisch; das Leberfett (Aalruttenöl) früher Arzneimittel (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Aalruppe   „Quappe, lota lota“

Quelle: Ferner enthält dieses alte Fischbuch noch Einzelheiten über Fischarten wie Drieschen, Trüschen, auch Aalruppen, Quappen oder Rutten genannt (Allgemeine Fischerei-Zeitung 59-60, 1934).

Aalrutte   „Quappe, lota lota“

Quelle: Am Bodensee wird sie Trüsche genannt, in der Schweiz auch Trische oder Treische, in Österreich Rutte, süddeutsch auch Ruppe, Aalrutte, Aalquappe oder Aalraupe und norddeutsch Quappaal (https://de.wikipedia.org/wiki/Quappe, gesehen am 4.8.2015). - Die Aalrutte hat sich aus ihrer früheren Lage befreit und ragt mit dem Kopfe aus dem Rachen des Hechtes heraus (Kosmos 13, 1916).

Aalschleiche   „Eidechse mit langem, aalförmigem Körper“

Quelle: Auch die sog. Aalschleiche (eine Eidechse), die bei einigen auch Zignis heißt, tötet oder verursacht doch heftige Schmerzen (Kalthoff, Das Gesundheitswesen bei Aristoteles, 1934).

Aaltierchen   „Älchen, sehr kleiner Fadenwurm“

Quelle: Als Älchen (früher auch Aaltierchen) werden verschiedene kleine, nicht näher miteinander verwandte Fadenwürmer (Nematoden) bezeichnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Älchen, gesehen am 4.8.2015). - Aaltierchen (Anguillulidae), sehr kleine Fadenwürmer (Nematoden), leben meist frei, seltener parasitisch (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v.).

Aalwels   „Scharmut, ein Nilfisch“

Quelle: Aalwels, Scharmut (Clarĭas anguillāris Günth.), ein bis 1 m langer Wels im Nil (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Aalwels   „Korallenwels, Plotosida“

Quelle: Die Familie der Korallenwelse (Plotosidae) (Gr.: plotos = fließend) oder Aalwelse bestehen aus 40 Arten in neun Gattungen, die im Indischen Ozean und im Westpazifik bis zu den Fidschiinseln, in Riffen und in angrenzenden Brack- und Süßgewässern leben (https://de.wikipedia.org/wiki/Korallenwelse, gesehen am 4.8.2015).

Aalwurm   „Älchen, ein Infusionstierchen“

Quelle: Darnach pflanzte ich Melonen auf demselben und die Ernte war gleich schön; nicht eine kranke Pflanze dort, wo früher der Aalwurm und das Absterben der Pflanzen in reichlichstem Maße auftrat (Stringfellow, Der neue Gartenbau, 1901).

Aalwurm   „Regenwurm, Lumbricus terrestris“

Quelle: Der Tauwurm (Lumbricus terrestris), auch Aalwurm oder Gemeiner Regenwurm genannt, ist noch vor dem Kompostwurm (Eisenia fetida, veraltet auch foetida) die bekannteste und verbreitetste Art der heimischen Regenwürmer (Lumbricidae) und der Gattung Lumbricus (https://de.wikipedia.org/wiki/Tauwurm, gesehen am 4.8.2015).

substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Hinterglied
Aalgurke   „längliche, aalförmige Gurke“

Quelle: Im Spreewald wurde aber traditionell eine sehr große Sorte, die 60-80 cm lange sogenannte Königgrätzer oder „Berliner Aalgurke", angebaut (Lětopis 26, 1983). - Geeignete Sorten sind Blue Gown, Marquis of Lorne, Ruhm von Erfurt, von Quedlinburg, Arnstädter Riesenschlangen, Berliner Aalgurke etc. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Gurke).

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied
Aalart   „Art des Aals“

Quelle: Von mehreren Aalarten kommen Versteinerungen in Kreide, Schiefer u. dgl. vor, z.B. am Bolcaberge in der Lombardei (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Die meisten davon sind Abdrücke von einer Aalart, und, wie es scheint, der sogenannten Meernadel (Beroldingen, Beobachtungen, Zweifel und Fragen, die Mineralogie überhaupt, und insbesondere ein natürliches Mineralsystem betreffend, 1794).

Aalgattung   „Gattung von Aalen“

Quelle: Donzelle (Ophidium barbatum, Bärtiger Schlangenaal), eine Aalgattung mit vier Bartfäden; sie wird 8–12 Zoll lang u. ist silberfarbig, Mittelmeer (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Donzelle). - Der Umagi ist der gemeine Aal: allein, der Oounagi ist eine andere Aalgattung von ungemeiner Größe (Schwabe, Allgemeine Historie der Reisen zu Wasser und Lande, 1753).

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied
Aalteich   „Teich, in dem Aale leben“

Quelle: Man hält A-e in eignen kleinen Aalteichen, die Wurzeln u. Steine enthalten, jedoch wenigstens 1 Stunde von Flüssen entfernt sein müssen, indem sie sonst entschlüpfen u. nach jenen kriechen (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Weil man aber das Wasser aus einem Teiche in den andern lassen kan, so geschah es, daß doch einmahl durch den Ablaß junge Karpfen in den Aalteich kamen, und von den Aalen gefressen wurden (Sander, Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande, Holland, Deutschland und Italien, 1784). - Aalteich, anguillarium (Steinbach, Lexicon Germanico-Latinum, 1734).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Aalbricke   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Aalbricke (Aalpricke), 1) so v.w. Aalgabel (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.).

Aalbrutleiter   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Hierauf gründet sich die Anlage der mit äußerst geringen Kosten herzustellenden Aalbrutleitern (Borgmann, Die Fischerei im Walde, 1892).

Aaleisen   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Eben so fängt man A-e mittelst Reußen, die in schwülen Nächten bei Mühlengerinnen an moosigen Stellen od. an den einwärtsgehenden Winkeln von eignen Verzäunungen (Aalwehren, Aalfängen), die quer durch den Fluß in gebrochnen Winkeln gehen u. in welche ein Köder von einem Häring, Schmer u. Ackermünze mit einander geröstet, gelegt ist, angebracht sind; auch mit der Aalgabel (Aaleisen), einer dreizackigen Gabel, womit man vom Ufer od. einem Kahne aus nach Stellen des Grundes, wo man A-lager vermuthet, sticht (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Die Aalgabel, plur. die -n, eine eiserne Gabel mit drey Zacken, welche mit Widerhaken versehen sind, die Aale damit auf dem Grunde anzuspießen. Sie heißt auch das Aaleisen, der Aalstecher, der Aalstachel, ingleichen der Dreystachel (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aalgabel). - da verletzte sich diser mit einem scharpffen Aal-Eisen tieff in die Hand / daß er für Schmertzen aufgeschryen (Perckmayr, Geschichte und Predig-Buch, 1738).

Aalfang   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: Eben so fängt man A-e mittelst Reußen, die in schwülen Nächten bei Mühlengerinnen an moosigen Stellen od. an den einwärtsgehenden Winkeln von eignen Verzäunungen (Aalwehren, Aalfängen), die quer durch den Fluß in gebrochnen Winkeln gehen u. in welche ein Köder von einem Häring, Schmer u. Ackermünze mit einander geröstet, gelegt ist, angebracht sind (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - die Fischerey wird daselbst als gut beschrieben, und haben darunter 14 Aalfänge gehört, die zehn Eißpfund Aale geliefert haben (Der Köningl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften abhandlungen, aus der Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik 29, 1770).

Aalgabel   „gabelförmiges Gerät für den Aalfang“

Quelle: Aalgabel, Instrument zum Aalfang (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Die Aalgabel, plur. die -n, eine eiserne Gabel mit drey Zacken, welche mit Widerhaken versehen sind, die Aale damit auf dem Grunde anzuspießen. Sie heißt auch das Aaleisen, der Aalstecher, der Aalstachel, ingleichen der Dreystachel (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). - Aalgabel, oder wie es einige nennen Tristachel, ist ein Instrument von platten Eisen, und wie eine dreyzanckigte Mistgabel mit dreyen Haacken gemacht (Zinke, Teutsches Real-Manufactur- und Handwerks-Lexicon, 1745, s.v.).

Aalgang   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Für die Lachs- und Aalfischerei sind in den Wehren neben den Schiffsschleusen Lachsleitern und Aalgänge angelegt (Annalen der Landwirtschaft in den Königlich Preussischen Staaten 45-46, 1865).

Aalglippe   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: Die Glippe - Aalglippe - (in Ostpreussen ist Glippe ein ganz anderes Geräth) ist ein aus Latten gebildetes, liegendes, dreiseitiges mit Netzwand bezogenes Prisma; nur die vordere Seite ist bis auf das unterste Viertheil offen (Amtliche Berichte über die Internationale Fischerei-Ausstellung zu Berlin, 1881).

Aalhamen   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Die Aalreusen, sogenannte Aalhamen, werden vielfach an der Küste gebraucht; man stellt sie ganz nahe dem Strande in dunkeln, stürmischen Nächten (Amtliche Berichte über die Internationale Fischerei-Ausstellung zu Berlin, 1881). - Diese Kumpsiehle sind es, die, mit dem Aalhamen, eigentlich gemißbraucht werden (Hannoverisches Magazin 28, 1791).

Aallegge   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: Aallegge I, 2: Ein Aalwehr, cfr. auch das Wort Lage in der Bedeutung Nachstellung (Berghaus, Der Sprachschatz der Sassen, 1883). - Das Aalwehr, des -es, plur. die -e, ein durch Zäune oder Pfähle verengter Ort in einem Flusse, vor welchen man Hamen oder Fischkörbe stellet, Fische und besonders Aale darein zu fangen. Nieders. Aallegge, von Lage, Nachstellung (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aalwehr).

Aalleiter   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Verklagter hat bestritten, daß der Zubringer das jetzige künstliche Bett oder ein Arm der Radue sei, sowie daß Kläger durch die Anlage der Aalleiter Nachtheil habe (Entscheidungen des Königlichen Obertribunals 72, 1874).

Aalnetz   „Netz für den Aalfang“

Quelle: Aalwate, so v.w. Aalnetz (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aalwate). - Von Heringsnetzen, Aalnetzen, Makrelennetzen etc. sind keine besondern Namen bekannt (du Monceau, Allgemeine Abhandlung von den Fischereyen und Geschichte der Fische, 1773).

Aalpricke   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Aalbricke (Aalpricke), 1) so v.w. Aalgabel (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aalbricke). - Ein ähnliches Instrument ist die Aalpricke (Jacobsson, Technologisches Wörterbuch, 1793).

Aalpuppe   „ursprünglich puppenartiger Schwimmkörper für den Aalfang“

Quelle: Auch fängt man sie mit Hamen od. mit Angeln, an die man einen Köder befestigt, u. die man in Abständen von etwa 20 Zoll an eine hänfne, quer über den Fluß ausgespannte Aalschnur hängt, od. mittelst der Aalpuppen od. Aalquästen, d. h. auf dem Wasser schwimmenden Binsenbündeln, die unten abgeschnitten u. in die Angeln nebst Köder verborgen sind (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Die Aalpuppe, plur. die -n, ein Bündel Steinbinsen an einer Schnur, mit einem daran gemachten Köder, womit man die Aale herbey lockt und fängt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). - Wer aber ausser diesen sehr leichten Arten die Aale zu beliebiger Zeit fangen will, der muß sich entweder der Wehren, der Aalpuppen und Aalquasten, s. an behörigem Ort, bedienen (Otto, Onomatologia Oeconomica Practica, 1760, s.v. Aal fangen).

Aalquaste   „quastenförmiger Köder für den Aalfang“

Quelle: Auch fängt man sie mit Hamen od. mit Angeln, an die man einen Köder befestigt, u. die man in Abständen von etwa 20 Zoll an eine hänfne, quer über den Fluß ausgespannte Aalschnur hängt, od. mittelst der Aalpuppen od. Aalquästen, d. h. auf dem Wasser schwimmenden Binsenbündeln, die unten abgeschnitten u. in die Angeln nebst Köder verborgen sind (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Die Aalquast, des -es, plur. die -e, oder, die Aalquaste, plur. die -n, (S. Quast,) ein Bündel grüner Reiser, welches man an eine lange Stange steckt, und unter das Wasser stellt, da sich denn die Aale und Weißfische häufig darauf setzen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). - Wer aber ausser diesen sehr leichten Arten die Aale zu beliebiger Zeit fangen will, der muß sich entweder der Wehren, der Aalpuppen und Aalquasten, s. an behörigem Ort, bedienen (Otto, Onomatologia Oeconomica Practica, 1760, s.v. Aal fangen).

Aalreuse   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Die Aalreuse sind aus gespaltenem Weidenstrauch trichterförmig verfertigte Körbe, mit getheilten Fichtenwurzeln, die im Wasser gekocht sind, wodurch sie so weich wie Bast werden (Fuchs, Beschreibung der Stadt Elbing, 1832). - Die Aalreuse, plur. die -n, Reusen, so fern sie zum Aalfange gebraucht werden (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). - An dem kleinen Ende war eine Oeffnung, dadurch der Aal konnte ausgenommen, und die Lockspeise eingeleget werden; wenn aber die Aalreuse ins Wasser geleget wird, so wird diese Oeffnung mit einem Stöpsel vermachet (Kalm, Reise nach dem nördlichen Amerika, 1754).

Aalrinne   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Die Aalrinnen, Aaltreppen, in welchen die jungen Aale die Wehre übersteigen, sind schmale, oben ¾ Fuss bis 1 Fuss im Quadrat haltende offene, vom Oberwasser zum Unterwasser geneigte Rinnen (Zeitschrift für Bauwesen 16, 1866).

Aalschnur   „Schnur für den Aalfang“

Quelle: Auch fängt man sie mit Hamen od. mit Angeln, an die man einen Köder befestigt, u. die man in Abständen von etwa 20 Zoll an eine hänfne, quer über den Fluß ausgespannte Aalschnur hängt, od. mittelst der Aalpuppen od. Aalquästen, d. h. auf dem Wasser schwimmenden Binsenbündeln, die unten abgeschnitten u. in die Angeln nebst Köder verborgen sind (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Gleicher Weise erlauben Wir die Aal-Schnur, in der Meinung, daß man keinerley Kerdel daran thun solle (Sammlung der bürgerlichen und Policey-Gesetze und Ordnungen, löblicher Stadt und Landschaft Zürich 3, 1757).

Aalspieß   „Spieß für den Aalfang“

Quelle: Auch das ital. mazzachera, ein Aalhaken, ein Aalspieß, eine Stange um Aale zu fangen, widerstrebt durch seine Bedeutung nicht (Mahn, Etymologische Untersuchungen auf dem Gebiete der romanischen Sprachen, 1855).

Aalsprung   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: Aalsprung, so v.w. Aalfang (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.).

Aalstachel   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Aalstachel (Aalstecher), so v.w. Aalgabel (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Siebenkäs feuerte, und der Aalstachel schoß hernieder (Jean Paul, Blumen-, Frucht- und Dornenstücke, 1796-97). – Aal-Stachel. Stimolo, Pongolo (Hulsius, Dictionarium Teütsch-Italiänisch, und Italiänisch-Teütsch, 1605).

Aalstecher   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Aalstachel (Aalstecher), so v.w. Aalgabel (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aalstachel). - Die Aalgabel, plur. die -n, eine eiserne Gabel mit drey Zacken, welche mit Widerhaken versehen sind, die Aale damit auf dem Grunde anzuspießen. Sie heißt auch das Aaleisen, der Aalstecher, der Aalstachel, ingleichen der Dreystachel (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aalgabel). - Waldowen, Steinisch und in der Marck, führen eine Figur wie ein Pfeileisen oder Aalstecher, im rothen, und auff dem Helm über einer schwarzzen Mützen einen blauen Pfauenschwantz (Mieraelius, Sechstes und letztes Buch, von des Pommerlandes Gelegenheit und Einwohnern, 1723).

Aaltreppe   „Fischpass, der den Aalen das Aufwärtsklettern ermöglicht“

Quelle: Dieselben bestehen aus der Anlage von Lachs- und Aaltreppen in bereits beschriebener Weise (Zeitschrift für Bauwesen 16, 1866).

Aalwate, Aalwade   „Gerät für den Aalfang“

Quelle: Aalwate, so v.w. Aalnetz (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Aalwate, die, eine Art Netz zum Aalfangen (Campe, Beiträge zur weitern Ausbildung der deutschen Sprache, 1797).

Aalwehr   „Fangvorrichtung für den Aalfang an Flusswehren“

Quelle: Eben so fängt man A-e mittelst Reußen, die in schwülen Nächten bei Mühlengerinnen an moosigen Stellen od. an den einwärtsgehenden Winkeln von eignen Verzäunungen (Aalwehren, Aalfängen), die quer durch den Fluß in gebrochnen Winkeln gehen u. in welche ein Köder von einem Häring, Schmer u. Ackermünze mit einander geröstet, gelegt ist, angebracht sind (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Das Aalwehr, des -es, plur. die -e, ein durch Zäune oder Pfähle verengter Ort in einem Flusse, vor welchen man Hamen oder Fischkörbe stellet, Fische und besonders Aale darein zu fangen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.).

Aalzaun   „Fangvorrichtung für den Aalfang an Flusswehren“

Quelle: Aalwehr (Aalzaun), so v.w. Aalfang (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aalwehr). - Sollen Aale mit Hülfe der Aalzäune gefangen werden: so versperrt man ein Gewässer an einer scharf abfließenden Stelle durch eingeschlagene Pfähle und dazwischen angebrachte Verzäunungen, Horden, Dornwellen u. s. w. (Ersch, Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, 1818).

substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied
Aalhälter   „Bassin für die Aufbewahrung von Aalen“

Quelle: Bei Gewittern u. großer Kälte sterben die A-e zuweilen in den aus gewöhnlichen Fischhältern eingerichteten Aalhältern ab, sind aber sonst fester als andere Fische (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Der Aalhälter, des -s, plur. ut nom. sing. ein Ort, wo die gefangenen Aale im Wasser aufbehalten werden (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.).

Aalkasten   „Fangvorrichtung für den Aalfang“

Quelle: Sehr wesentlich ist es, dass man das Wasser schon vor dem Eintritt in den eigentlichen Aalkasten durch das Lattengerinne ablaufen lässt, weil es sonst, mit voller Gewalt in den Aalkasten stürzend, die Fische übel zurichten würde (Benecke, Fische, Fischerei und Fischzucht in Ost- und Westpreussen, 1881). - Der Aalkasten, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art des Aalfanges, welche in einem Gebäude an solchen Wassern bestehet, die einen Fall haben, in welchen der Aal zu gewissen Zeiten häufig gefangen wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). - In eben demselben Sudiner Lande ist auch der Angerburgische See / der zuvor in unterschiedene Seen getheilet gewesen / ist sehr Aalreich / massen man zu Zeiten zu Angerburg in den Aalkasten viel Fässer voll / ja wol etliche Läste fänget (Hartknoch, Alt- und Neues Preussen, 1684).

Aalkorb   „Korb zur Aufbewahrung von Aalen“

Quelle: Man versendet sie oft in Gras u. Kraut gepackt in eignen Körben (Aalkörben, Aalkrügen), wo sie mehrere Tage lebend bleiben (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Den müllern ist nicht verstattet aalkörbe anzuhängen (Estor, Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen, 1757).

Aalkrug   „Krug zur Aufbewahrung von Aalen“

Quelle: Man versendet sie oft in Gras u. Kraut gepackt in eignen Körben (Aalkörben, Aalkrügen), wo sie mehrere Tage lebend bleiben (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). - Der Aalkrug, des ‑es, Mz. die ‑krüge, ein irdenes durchlöchertes Gefäß mit langem Halse, zum Aufbewahren der Aale (Campe, Wörterbuch der deutschen Sprache, 1807, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied
Aalbrut   „Brut des Aals“

Quelle: Bereits Redi erzählt, daß vom Ende des Januar bis zu Ende des April alljährlich Aalbrut den Arno hinaufwandert, und daß um das Jahr 1667 bei Pisa an einer Stelle des genannten Flusses innerhalb fünf Stunden drei Millionen Pfund solcher Aale von drei bis zwölf Centimeter Länge gefangen wurden (Brehm, Thierleben, 1883-87). – dann wann man eine Aal-Haut klein zerhacket / und solche in einen schlammichten Weyer wirfft / so wird man in Monats-Frist eine Aal-Brut daselbst finden (della Porta, Magia Naturalis, 1715).

Aalfang   „das Fangen von Aalen“

Quelle: Göel, Insel des Lijmfjorden in Jütland, westlich von Aalborg; Aalfang; 750 Ew. (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Göel). - Der Aalfang, des -es, plur. die änge. 1) Der Fang oder das Fangen der Aale und dessen Art und Weise. 2) Die Zeit, wenn dieser Fisch am bequemsten zu fangen ist; und 3) der Ort, wo solches geschiehet. Der Plur. ist nur in dieser letzten Bedeutung üblich (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). - Aalfang ist am besten, wenn bey duncklen Nächten Donner-Wetter, Blitz und Wetterleuchten ist und West-Wind wehet (Büchner, Universal-Register aller Materien, 1736). - Angerburg / Stadt und Schloß an einem grossen Seee in Barthenland / und an dem Waffer Anger / so daraus entspringt / hat einen reichen Aalfang (Stromer von Reichenbach, Speculum Germaniae, 1676).

Aalfischerei   „das Fangen von Aalen“

Quelle: Poel, fast ½ M. große Insel vor Wismar, mit 1750 E., ist sehr fruchtbar; Aalfischerei (Herders Conversations-Lexikon, 1856, s.v. Poel). - Wenn nur aus tausend einer zu völliger Grösse gelangte, so sind dies im Jahre 60,000 Fische, deren Preis auf dem nahen Markte wenigstens zehnmahl so viel eintragen würde, als nun die gesamte Brut- und Aalfischerei einträgt (Verhandlungen und Schriften der Hamburgischen Gesellschaft zur Beförderung der Künste und Nützlichen Gewerbe, 1797). - Man findet aber nicht nur die Lachsfischerey vermindert, sondern auch die Aalfischerey (Abhandlungen aus der Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik 13, 1755).

Aalhandel   „das Handeln mit Aalen“

Quelle: Ruhland, fürstlich reuß-ebersdorfsche Stadt im Kreise Hoyerswerda des Regierungsbezirks Liegnitz (preußische Provinz Schlesien), an der Schwarzen Elster; Schloß, Flachsmärkte, Fisch-, bes. Aalhandel; 1400 Ew. (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Ruhland [1]). - Den Aal-Handel an sich selbst betreffend / so ist solcher von geringer Wichtigkeit (Marperger, Das in Natur-und Kunst-Sachen neu-eröffnete Kauffmanns-Magazin, 1708).

Aalräucherei   „Betrieb zum Räuchern von Aalen“

Quelle: Heyer, Friedr. Georg, Maurergesell, Aalräucherey, weiten Lohberg 401 (Lübeckisches Adressbuch, 1830).

Aalwanderung   „das Wandern der Aale“

Quelle: Da Herr Ehlers selbst Augenzeuge einer solchen Aalwanderung war, möge er mir gestatten, die von ihm beobachtete Erscheinung mit seinen eigenen Worten, wie hier folgt, mitzutheilen (Siebold, Die Süsswasserfische von Mitteleuropa, 1863).

Aalzucht   „das Züchten von Aalen“

Quelle: In neuerer Zeit ist diese künstliche Ernährung namentlich bei der Aalzucht in Frankreich angewendet worden (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Fischerei).

substantivisches Determinativkompositum mit substantiviertem Infinitiv als Hinterglied
Aalabziehen   „das Häuten eines Aals“

Quelle: Adelheid war in ihrer Art eine gute Wirtin und stammte noch aus den alten Zeiten, wo die Damen bis zum „Schlachten“ und „Aalabziehen“ herunter alles lernten und alles konnten (Fontane, Der Stechlin, 1897-98).

Aalfischen   „das Fangen von Aalen“

Quelle: Auch seine ganze Verfahrungsweise, um den Aal der Seelenfrage habhaft zu werden, gleicht genau dem Verfahren des Aalfängers mit den zum Aalfischen gehörigen Vorrichtungen und Geräthen (Psyche 4, 1861).

Aalpricken   „das Fangen von Aalen“

Quelle: Bei folgendem Geschichtchen muß man wissen, daß die Sillensteder Putenfanger oder Putaale (Schlammpeizger) heißen, weil sie einst beim Aalpricken nichts als Putaale fingen, die sie aber als Quabben arglos verzehrten (Strackerjan, Aberglaube und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg, 1867).

Aalschlachten   „das Schlachten von Aalen“

Quelle: Riekchen hätte frühzeitig ihren guten Ruf verloren wegen verprudelter Handarbeiten und Ungeschicklichkeit beim Aalschlachten (Dohm, Die wissenschaftliche Emancipation der Frau, 1874). - Magnet beim Aalschlachten zu gebrauchen (Hochheimer, Allgemeines ökonomisch-chymisch-technologisches Haus- und Kunstbuch, 1804).

Aalstechen   „das Stechen von Aalen“

Quelle: Das Aalstechen wird nicht blos im Winter auf dem Eise durch Eisöffnungen (Wâken), sondern auch im Sommer getrieben (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1867, s.v. Aal). - Ebenso ging es einem Fischerknaben, den sein Vater aufs Eis zum Aalstechen mitgenommen hatte (Engelhardt/Merkel, Neuer Kinderfreund, 1799).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied
Aalfischer   „jemand, der Aale fängt“

Quelle: Wenn das Wasser still ist, fangen die Aalfischer nichts, erst wenn es tüchtig gerührt wird (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1880, s.v. Aalfang).

Aalfresser   „jemand, der Aale frisst“

Quelle: Sie nennen die Araber Unsinnige; die Armenier Dreckfresser (Boktschi); die Bosnier Landstreicher; die Bulgaren Straßenräuber; die Georgianer Läusefresser; die Indier Bettler; die Mainotten Tollköpfe; die Moldauer dumme Bauern (Bogdaninaden) und hornlose Böcke (Bojenssis Gtojne); die Polen ungläubige Prahler (Tussul Giaur); die Tartaren Aalfresser (Laxh Jejidschi); die Wallachen Fiedler (Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828-32).

Aalhändler   „jemand, der berufsmäßig mit Aalen handelt“

Quelle: Sonntags verkehren die Aalhändler in Hamptoncourt oder Greenwich (Magazin für die Literatur des Auslandes 37-38, 1850). - Allhier fiel am 2. Jul. Nachmittags um 2 Uhr, unvermuthet aus dem Schiffe in die Oder, Gottfried Häußler, ehemal. Bürger, Schiffer und Aalhändler zu Breslau (Lausitzisches Magazin 6, 1773).

Aalhändlerin   „Frau, die berufsmäßig mit Aalen handelt“

Quelle: Gleich neben der letzten Aalhändlerin öffnet sich nämlich der Hopfenmarkt zur Holzbrücke, die den breiten Canal überwölbt (Daheim 4, 1868). - Nemlich sie hätte da ein ungetauffes Kind, welches einer Aal-Händlerin aus dem Bürger-Werder ihrer Tochter zugehörete (Kanold, Sammlung von Natur- und Medicin-, wie auch hierzu gehörigen Kunst- und Literatur-Geschichten, 1724).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Aalfrau   „Frau, die Aale verkauft“

Quelle: Aalfrau, f. a woman, who sells eels, eel-woman (Lucas, Englisch-deutsches und deutsch-englisches Wörterbuch, 1863).

Aalbastard   „Schlangenfisch, Ophidiida, ein Barschverwandter“

Quelle: Aalbastard, so v.w. Schlangenfisch (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.).

Aalfrau   „Aalmutter, Aalgroppe, ein lebendgebärender Schleimfisch“

Quelle: Aalmutter (Aalfrau, Aalgroppe, B. viviparus). Nasenlöcher gelb, schwarzgefleckt, in zwei Röhren ausgehend, lebt auf dem Grunde der Ostsee, des Nord- u. Eismeers von Gewürm u. Krebsen; gebiert lebendige Junge, von denen sie oft 200 bei sich hat (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Schleimfisch). - Die Aalmutter, plur. die -mütter, eine Art Meergroppen, welche keinen Kamm auf dem Kopfe trägt, und lebendige Jungen gebieret, Blennius Mustela vivipara, L. Bey einigen auch Aalfrau, in Schweden Tannlacke. Von einigen wird auch die Aalraupe mit diesem Nahmen belegt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aalmutter).

Aalmutter   „Aalgroppe, ein lebendgebärender Schleimfisch“

Quelle: Aalmutter, Blennius viviparus, ein Fisch aus der Abtheilung der Stachelfloßer und der Familie der Schleimfische; braungelb mit schwärzlichen Flecken, im Mittelmeere, der Nord- und Ostsee. Bringt lebendige Junge zur Welt (Herders Conversations-Lexikon, 1854, s.v.). - Die Aalmutter, plur. die -mütter, eine Art Meergroppen, welche keinen Kamm auf dem Kopfe trägt, und lebendige Jungen gebieret, Blennius Mustela vivipara, L. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). - Herr Klein, Missu IV. p. 57. T. XV. hat die Quappen unter die Enchelyopos gebracht und beyde Arten, die Aalmutter und Aalraupe oder Quappe in einem ungemeinen saubern Kupfer dargestellet (Richter, Ichthyotheologie, 1754).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied
Aalfisch   „Muraenida“

Quelle: Die Aalfische (Muraenidae) bilden eine zahlreiche, über dritthalbhundert Arten umfassende, neuerdings in viele Sippen zerfällte Familie und kennzeichnen sich durch schlangenartig gestreckten, mehr oder weniger zugerundeten, am Schwanze meist seitlich zusammengedrückten, nackten oder mit zarten, nicht sich deckenden, zickzackförmig abgelagerten Schuppen bekleideten Leib (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Aalbock   „eine Art Lachsfisch“

Quelle: Aalbock, eine Art Salm (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Dahin gehören z. B. die Felchen, und der Aalbock im Thuner-See (Blumenbach, Handbuch der Naturgeschichte, 1791).

Aalbutt   „Hundszunge, Glyptocephalus cynoglossus, eine Art Scholle“

Quelle: Hier soll er sich vorzugsweise von dem Aalbutt (Pleuronectes cynoglossus) ernähren (Heincke, Illustrirte Naturgeschichte der Thiere, 1882).

Aaleidechse   „eine Eidechsenart mit langem, aalförmigem Körper“

Quelle: Aaleidechse, so v.w. Aalschleiche (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Die Aaleidechse, plur. die -n, eine Art ausländischer Eidechsen mit einem langen aalförmigen Körper, Lacerta anguina L. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.).

Aalgroppe   „Aalmutter, ein lebendgebärender Schleimfisch“

Quelle: Aalmutter (Aalfrau, Aalgroppe, B. viviparus). Nasenlöcher gelb, schwarzgefleckt, in zwei Röhren ausgehend, lebt auf dem Grunde der Ostsee, des Nord- u. Eismeers von Gewürm u. Krebsen; gebiert lebendige Junge, von denen sie oft 200 bei sich hat (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Schleimfisch). - Die Aalmutter, welche auch die Namen Aalquap, Aalput, Aalgroppe und Meergroppe führet, hat einen aalförmigen Körper, welcher röhlich braun oder bräunlich gelb und mit schwarzen, halbrunden Flecken marmoriert ist (Ebert, Naturlehre für die Jugend, 1777).

Aalmolch   „Amphiuma, ein Schwanzlurch“

Quelle: Aalmolch (Amphiuma Garden.), Amphibiengattung aus der Familie der Fischmolche; nur Kiemenspalten, die Kiemen außen nicht sichtbar, Leib aalförmig, die 4 kurzen Beine weit von einander entfernt, 2 Zahnreihen im Gaumen (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.).

Aalputte   „Quappe, lota lota“

Quelle: Der einzige Schellfisch, welcher im Süßwasser vorkommt, ist die weit verbreitete Quappe oder Trüsche, auch Rutte, Ruppe, Aalquappe, Aalraupe, Aalruppe, Aalputte, Quakaal, Trusche, Treusche, Treische, Traische, Dreische, Drische, Rufurken, Rufolgen, Rufolk genannt (Lota vulgaris, communis, fluviatilis, maculosa, inornata, compressa und brosmiana, Gadus lota, Molva lota und maculosa, Clarias fluviatilis) (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Mit Recht, denn sie verdienen es, gelten manche Fischlebern, besonders die des Hechts, der Aalputte (Gadus Lota) u. a., als feine Delicatessen (Anthus, Vorlesungen über Esskunst, 1838). - er stehet dem Fische, den man im Harlingerlande eine Aalputte nennet nicht ungleich (Archiv zur neuern Geschichte, Geographie, Natur- und Menschenkenntnis 4, 1786).

Aalquappe   „Quappe, lota lota“

Quelle: Aalraupe (Aalputte, Aalquappe, Aalruppe, Gadus lota L.), Art der Gattung Schellfische (Untergatt. Lota) (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aalraupe). - Die Ruppe, plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme der Aalraupe, Gadus Lota L. welche im Nieders. Quappe, Aalquappe heißt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v. Ruppe).

Aalraupe   „Quappe, lota lota“

Quelle: Aalraupe (Aalputte, Aalquappe, Aalruppe, Ga.. dus lota L.), Art der Gattung Schellfische (Untergatt. Lota); Kiefern gleich groß, Kopf breit, niedergedrückt, 2 gleich hohe Rückenflossen, gelbbraun, marmorirt, 1 Bartfaser, lebt unter Steinen u. in Uferlöchern, wird bis 2 Fuß lang (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Die Aalraupe, plur. die -n, ein Fisch in süßen Wassern, welcher an der glatten Haut dem Aale gleicht, aber einen großen Kopf und dicken Bauch hat. Gadus Lota, L. Der Nahme Aalraupe, oder Aalruppe, wie er auch gefunden wird, ist ohne Zweifel von rauben, weil er ein Raubfisch ist, und dabey dem Aale gleicht (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). – Weibliches Geschlechtes sind: [...] Fische, die Aalraupe, Barbe, Bricke, Forelle, Karausche, Neunauge, Quappe, Schmerle, Scholle, etc. (Gottsched, Grundlegung der deutschen Sprachkunst, 1725). - Flußfische sind: der Stöhr / Haussen / der Wels / der schlipfferige Aal (welcher entwischet / so du jhn wilt haschen) der Großkopff / die Barbe / die Forelle (die Goldfore) die Asche / die Harder der Weißfisch / der Gründling/ Aalraupe / die Schmerl / der Steinbeißer / der Rothauge / die Elritz / der Meergründel (Comenius, Janva Lingvarum Reserata Aurea, 1655).

Aalruppe   „Quappe, lota lota“

Quelle: Aalraupe (Aalputte, Aalquappe, Aalruppe, Gadus lota L.), Art der Gattung Schellfische (Untergatt. Lota) (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aalraupe). - Aalruppe, Gadus lota L. [Bloch, Fische III. Taf. 70.] mit zwei Rückenflossen, mit Bartfäden und gleichen Kinnladen. Dieser in stehenden und fließenden Gewässern befindliche schuppenlose Fisch, welcher unter die Ordnung derer gehört, deren Bauchflossen vor der Brustflosse sitzen, ist braun und schwarz gefleckt, mit breitem Kopfe, und aalförmigem Körper (Hahnemann, Apothekerlexikon, 1793, s.v.). - Einer Aalruppe den Kopff abgebissen / gedorret und gepülvert / einem Kinde solchen vor der Tauffe eingegeben / dienet wider die Schwerenoth (Schmidt, Die gestriegelte Rocken-Philosophie, 1718-22). – Nimb [...] Aalruppen-Fett oder Fisch-Schmaltz 2 ½ Loth (Scultetus, Wund-Artznei, 1677).

Aalrutte   „Quappe, lota lota“

Quelle: Die Aalraupe, auch Aalquappe, Quappe, Aalrutte, Trusche genannt, hat in der körperlichen Bildung und in ihren Bewegungen viel Ähnlichkeit mit dem Aale; der Kopf aber ist einem Froschkopfe ähnlich (Bose, Das Ganze der Fischerey, 1812). - Die Aalraupe oder Aalrutte ist ein guter in unsern Flüssen hier bekannter Fisch (Kenntnisse von natürlichen Dingen, 1783).

Aalschleiche   „Eidechse mit langem, aalförmigem Körper“

Quelle: Aalschleiche (Seps Daudin.), Gattung der Schlangeneidechsen (der Skinke bei Cuvier); Leib lang, dünn, ziegelartig geschuppt; Füße sehr kurz, dünn, nach vorn u. hinten weit auseinander stehend, dreizehig; kriechen schnell (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.).

Aaltierchen   „Älchen, sehr kleiner Fadenwurm“

Quelle: Aalthierchen (Aalwurm), so v.w. Zitterthierchen (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Aalthierchen. So nennen einige Naturforscher diejengen kleinen aalförmigen Thierchen, welche man bisweilen in dem Buchbinderkleister, im Sauerteige, im Essige und in andern sauern Materien durch Hülfe eines Vergrößerungsglases erblicket (Langguth, Neuer Schauplatz der Natur, 1775).

Aalwels   „Scharmut, ein Nilfisch“

Quelle: Unter den Welsen des Niles gehört der Aalwels zu den gemeineren, wird auch sehr oft gefangen, weil er ebenso träge wie raubgierig ist (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Der Aalwels. Silurus Anguillaris. Die lange und schlanke Gestalt dieses Fisches hat obige Benennungen veranlasset; er wird von den Arabern Charmuth genennt (Müller, Des Ritters Carl von Linné Vollständiges Natursystem, 1774).

Aalwurm   „Älchen, ein Infusionstierchen“

Quelle: Man kennt Punktthierchen, Räderthiere, Deutetwürmer, Aalwürmer (Kleisterälchen), Schildpolypen u.s.w. (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1838, s.v. Infusionsthierchen). - Der Aalwurm (Vibrio). Ein dem bloßen Auge unsichtbarer, ganz einfacher, runder, länglicher Wurm (Donndorff, Handbuch der Thiergeschichte, 1793).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied
Aalform   „Form eines Aals“

Quelle: Bei den auf dem Lande lebenden gliedmaßenlosen Blindwühlen gleicht der ganze Körper, welcher nur Leib und durchaus schwanzlos ist, vollkommen einem Regenwurme, während bei den im Wasser lebenden Aalmolchen bei langstreckiger Aalform doch ein seitlich zusammengedrückter Schwanz, oft mit einer senkrechten Hautfalte als Schwimmflosse versehen, die Schwimmbewegung vermittelt (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Aalstreif   „Linie von dunklem Fell am Rücken von Säugetieren“

Quelle: Aalstreif (Aalstrich), 1) der dunkle Streif auf dem Rücken des Aals; daher 2) eine so gezeichnete Art Pferde (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Der Aalstreif, des -es, plur. die -e, ein schwarzer Streif, welchen besonders fahle Pferde auf dem Rücken haben; weil die Aale mit einem ähnlichen dunkeln Streife gezeichnet sind. Auch der Aalstrich (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). – Goldbraunes Haar ist eigentlich gelblich, und wird geschätzt, wenn es lebhaft aussieht, und überdies ein Aalstreif über den Rücken und Kreuz geht (Sind, Vollständiger Unterricht in den Wissenschaften eines Stallmeisters, 1770).

Aalstrich   „Linie von dunklem Fell am Rücken von Säugetieren“

Quelle: Aalstreif (Aalstrich), 1) der dunkle Streif auf dem Rücken des Aals; daher 2) eine so gezeichnete Art Pferde (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aalstreif). - Der Aalstreif, des ‑s, plur. die -e, ein schwarzer Streif, welchen besonders fahle Pferde auf dem Rücken haben; weil die Aale mit einem ähnlichen dunkeln Streife gezeichnet sind. Auch der Aalstrich (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aalstreif).

substantivisches Determinativkompositum mit Explikativum als Hinterglied
Aalfisch   „Aal, Anguilla“

Quelle: Frikassee von Aal. Hiezu können kleinere Aalfische, welche nur 1 Pf. schwer oder noch leichter wägen, gebraucht werden (Weiler, Augsburgisches Kochbuch, 1835). - Es ist mir (schreibt er selbsten) ein sonderbarer Handgriff bekandt / die Aalfische zu ziegeln (Hohberg, Georgica curiosa aucta, 1716). - Ein ungerechtes Manna, ein ungerechter Mammon geht zu Grund oft über Nacht, es bekommt Flügel, und fliegt aus, niemand weiß wohin? es entwischt und schlürft aus wie ein Aalfisch aus den Händen (Abraham a Sancta Clara, Judas der Erzschelm, 1680).

adjektivisches Determinativkompositum
aalähnlich   „wie ein Aal, einem Aal ähnelnd“

Quelle: Enchelyoiden, griech.-deutsch, aalähnliche Thiere (Herders Conversations-Lexikon, 1854, s.v. Enchelyoiden). - Es ist aalähnlich, an beyden Seiten zugespizt, die Bewegung ist schlangenartig (Herbst, Kurze Einleitung zur Kenntniß der Gewürme, 1789).

aalartig   „in der Art eines Aals“

Quelle: Grundel (Cobitis), Gattung der karpfenartigen Weichflosser, mit aalartigem Körper u. 6–10 Bartfäden am Munde (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Grundel). - Zwei muntre Gassenbüblein von der angenehmen Rasse, die im Tiergarten Glimmstengel avec du feu auszubieten pflegt, mühten sich, dem Alten auf den Zopf zu treten, das war aber unmöglich, denn in aalartigen Krümmungen und Windungen entschlüpfte er ihren Fußtritten (E.T.A. Hoffmann, Die Irrungen, 1820).

aalförmig   „die Form eines Aals habend“

Quelle: Schmerl (Schmerle, Grundel), 1) (Cobitis Lin.), Gattung der karpfenartigen Bauchflosser, der Leib ist aalförmig, die kleinen Schuppen liegen unter einem Schleimüberzug (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Schmerl). - Die Aaleidechse, plur. die -n, eine Art ausländischer Eidechsen mit einem langen aalförmigen Körper, Lacerta anguina L. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aaleidechse). - Sie werden etwas über einen Schuh lang, und gegen einen Zoll breit; der Körper ist Aalförmig, doch der Kopf einem Krötenkopfe nicht ungleich (Müller, Des Ritters Carl von Linné Vollständiges Natursystem, 1774).

aalglatt   „glatt wie ein Aal, nicht zu packen“

Quelle: Die aalglatt entschlüpfte Maske hatte inzwischen den Tunnel verlassen (Gutzkow, Die Ritter vom Geiste, 1850-51).

aalgleich   „einem Aal gleichend“

Quelle: Und in dem Viereck der hundert Wagen, zwischen den Knechten, Pferdeköpfen und Heubündeln windet sich aalgleich der jüdische Faktor hindurch, Getreideproben in jeder Tasche (Freytag, Soll und Haben, 1855). - Wir immer müßig, / Pantoffelfüßig, / Durch Markt und Haufen / Einherzulaufen, / Gaffend zu stehen, / Uns anzukrähen; / Auf solche Klänge / Durch Drang und Menge / Aalgleich zu schlüpfen, / Gesamt zu hüpfen (Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832).

aalreich   „viele Aale enthaltend, reich an Aalen“

Quelle: fisch- bes. aalreicher Nebenfluß des Rhein im Schweizercanton Zürich (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Glatt [2]). – Aal oder Ale, ein Forellen- und Aalreiches Flüßgen im Fürstenthum Lüneburg (Dielhelm, Allgemeines hydrographisches Lexicon aller Ströme und Flüsse in Ober- und Nieder-Deutschland, 1743). - In eben demselben Sudiner Lande ist auch der Angerburgische See / der zuvor in unterschiedene Seen getheilet gewesen / ist sehr Aalreich / massen man zu Zeiten zu Angerburg in den Aalkasten viel Fässer voll / ja wol etliche Läste fänget (Hartknoch, Alt- und Neues Preussen, 1684).

substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied
Aalpastete   „Pastete aus Aal“

Quelle: Am Reden ward er leider durch seine Magenschmerzen verhindert – er hatte doch in der Nacht allzu viel Aalpastete gegessen (Scheerbart, Tarub, Bagdads berühmte Köchin, 1897). - Mich erwartete eine Aalpastete, ein rothes Feldhuhn und die schönste Wintermelone (Thümmel, Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich im Jahre 1785-1786, 1791-1805). - Er heißt dem Koch, zu Hannsens Mittagsmahl / Die besten Aalpasteten tragen (Karsch, Das beständige Einerlei, 1759).

Aalroulade   „Roulade aus Aal“

Quelle: Auch dämpft man den A. (nachdem man die Haut abgezogen), in Stücke zerschnitten, mit Butter, Gewürz u. Sardellen; fricassirt kleine A-e, bratet ihn, macht Aalrouladen von ihm, indem man das Fleisch von den Gräten trennt u. es zusammenrollt (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]). -... macht eine gute Kalbfarce, bestreicht es auch, wie die Aalroulade, nachdem wird es mit gahr gekochtem Schinken, oder Ochsenzungen und mit Striemen, so man von Speck schneidet, belegt (Stettinisches Kochbuch für junge Frauen, Haushälterinnen und Köchinnen, 1797).

Aalsuppe   „Suppe mit Aal“

Quelle: Die Aalsuppe sollte sie in zwei Stunden alle vereinigen, und wo ist das hamburgische Gemüt, das die belebende fröhliche Spannung nicht nachzufühlen imstande wäre, welche diese Aussicht über die Beckerschen Zwillinge verbreitete! (Frapan, Zwischen Elbe und Alster, 1890). – Aal-Suppe, ist ein gemeines Gericht, aus gekochten Aalen bestehend (Krünitz, Oekonomische Encyklopädie, 1773, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit synchron undurchsichtigem Hinterglied
Aalbricke   „gebratener und marinierter kleiner Aal“

Quelle: Aalbricke (Aalpricke) […] so v.w. Marinirter Aal, namentlich Seeaal (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.).

Aalpricke   „gebratener und marinierter kleiner Aal“

Quelle: Man versendet sie entweder lebend, in Gras verpackt, oder geräuchert (Spickaal) oder marinirt (Aalpricken) (Leitfaden für den Unterricht in der Allgemeinen Waarenkunde, 1873).

substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Hinterglied
Aalgurke   „längliche, aalförmige Gurke“

Quelle: 4 Sorten Gemüse, als: recht guten Blumenkohl, Wirsingkohl, 1 grüne Aal-Gurke und 1 Engl. Treib- Gurke, beide von vorzüglicher Größe (Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preussischen Staaten 19, 1849).

substantivisches Determinativkompositum mit Materialbezeichnung als Hinterglied
Aalporzellan   „feines gelbes Porzellan mit Glasurflecken“

Quelle: Während der Regierungszeit des Kaisers Kanghsi wurden viele Verbesserungen eingeführt und mehrere neue Farben entdeckt, darunter das Schlangenkopfporzellan, Aalporzellan und das sehr hochgeschätzte feine blaue Porzellan mit gelben Flecken (Ohlmer, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, 1898).

Althochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Gefäßbezeichnung als Hinterglied
ālskapf   „Aalschaff, Aalfanggerät“
substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied
ālakrāa   „Aalkrähe, Kormoran“

Komplementärbegr. & OppositionenInfo-Icon

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Fisch

Quelle: Derselbe /wenn man ihn in kleine Stücklein zerschneidet / bildet für allerhand Art von Fischen / Aalen / Fröschen / Hünern / etc. (Praetorius, Anthropodemus plutonicus, 1666-67).

NominalInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Adjektivableitung mit Suffix -haft
aalhaft   „in der Art eines Aals, aalartig“

Quelle: mit aalhafter Geschicklichkeit wand er sich aus seiner Lederjacke und schleuderte diese hinab in die Themse (Leutenegger, Panischer Frühling, 2014). - Sie hat die aalhaft gewundene, sich schlängelnde Argumentationsart der Frau Laura Marholm (Dohm, Die Antifeministen, 1902).

Adjektivableitung mit Suffix -ig
aalig   „aalartig, an einen Art erinnernd“

Quelle: Auch ein Vertreter aus Österreich (im besten Fall ein Ex-FPÖler) hätte geholfen, dem Herrn Haider ein wenig seine aalige Glätte zu nehmen (Berliner Zeitung, 12.02.2000). - Wie kann man alles Journalige, Aalige, alles Nette und Adrette, Bornierte, Vermoralisierte, Europäisierte, Enervierte, abtun? Indem man Dada sagt (Ball, Das erste dadaistische Manifest, 1916).

Älteres Neuhochdeutsch

Adjektivableitung mit Suffix -haft
aalhaft   „in der Art eines Aals, aalartig“

Quelle: Wie konnte der Referent der K. d. Abg. ohne alle tiefere Untersuchung so aalhaft über den wichtigen Punct zur unmittelbaren Nachgiebigkeit hinüberschlüpfen? (Bentzel-Sternau, Baiernbriefe oder Geist der vier ersten Ständeversammlungen des Königreiches Baiern, 1831).

VerbalInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Denominales Verb
sich   „sich rekeln, sich gemütlich ausstrecken“

Quelle: Auch die Seelöwen, die sich bestens getarnt auf den Felsen am Ufer in der Sonne aalen, lassen ihn kalt (Die Zeit, 26.01.2011). - „Das gibt's hier nicht, am Tage sich hinlegen,“ fuhr er mich einmal barsch an. „Da legen wir Sie hinter ins Massenquartier, wo Alle auf einer Pritsche liegen. Da können Sie sich aalen!“ (Hoff, Neun Monate in Untersuchungshaft, 1909).

sich   „sich in etwas gefallen“

Quelle: Irans Regime aalt sich erneut in seiner Lieblingsrolle: „allein gegen alle“ – während sich der Westen offen für eine vierte Runde internationaler Sanktionen rüstet (Die Zeit, 30.11.2009). - Krampfhaft produziert die Provinz ein Deutschtum, dessen Basis längst dahin ist; krampfhaft faseln sie von der Wiedergeburt eines deutschen Geistes, den die deutschen Gründerjahre nach Siebzig schon zertrampelt hatten; sie aalen sich noch in den alten Formen, in den alten Liedern, in den alten Wegen (Tucholsky, Leerlauf, 1920).

Älteres Neuhochdeutsch

Denominales Verb
aalen   „Aale fangen“

Quelle: Aalen, Aale fangen, ist nur in gemeinen Sprecharten üblich (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.).

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Neuhochdeutsch

Allgemein
Fisch

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Fisch

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
Fisch

Mittelhochdeutsch

Allgemein
fisch

Althochdeutsch

Allgemein
fisk

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Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied
Flussaal   „im Fluss lebender Aal“

Quelle: Nur die Flussaale (Anguillidae) leben in Süßgewässern und ziehen nur zur Fortpflanzung ins Meer (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalartige, gesehen am 3.8.2014). - Der Flußaal (Anguilla vulgaris Flem.), bis 6 kg schwer und 1,25 m lang, mit kurzen Brustflossen und äußerst zarten Schuppen, die sich nicht decken und in der schleimigen Haut Zickzacklinien bilden, ist dunkelgrün, blauschwarz oder graugelb, am Bauche stets heller (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Aale).

Meeraal   „Conger, im Meer lebender Aal“

Quelle: Der Meeraal (Conger conger) oder Seeaal ist eine Art der Gattung Conger aus der Familie der Meeraale (https://de.wikipedia.org/wiki/Meeraal, gesehen am 3.8.2014). - Meeraal (Conger Cuv.), Gattung der Edelfische aus der Familie der Aale (Muraenidae), den Flußaalen sehr ähnliche, schuppenlose Fische, mit fast die ganze Oberseite einnehmender, bis nahe an den Hinterkopf reichender Rückenflosse, sehr lang gestrecktem, zugespitztem Schwanz und verlängertem Oberkiefer (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v.).

Mooraal   „im Moor lebender Flussaal“

Quelle: So druckste er ein wenig herum und kam sich dabei vor wie ein sich windender Mooraal, der sich einem festen Zugriff entziehen will (Talmar, Der verlorene Brief, 2013). - Beim „Aal" unterschied man noch besonders den dunkel gefärbten „Mooraal" und den schweren „Driwaal", der den Fluß hinaufzog und einen platten Kopf hatte (Meyer, Ein niedersächsisches Dorf am Ende des 19. Jahrhunderts, 1927).

Seeaal   „Conger, Meeraal“

Quelle: Der Meeraal (Conger conger) oder Seeaal ist eine Art der Gattung Conger aus der Familie der Meeraale (https://de.wikipedia.org/wiki/Meeraal, gesehen am 3.8.2014). - Aalbricke, kleine gebratene Seeaale in Essigmarinade (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Aalbricke).

Süßwasseraal   „in Süßwasser lebender Aal“

Quelle: Die Aale (Anguilla, Anguillidae, von lat. anguilla „Aal“, Diminutiv von anguis „Schlange“), auch Süßwasseraale genannt, sind eine Knochenfischgattung und Familie aus der Ordnung der Aalartigen (Anguilliformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Aale, gesehen am 3.8.2014). - Wir wollen nun zunächst die Wanderung der Süßwasseraale, die mit mehr oder weniger weit entwickelten Geschlechtsorganen dem Meere zustreben, betrachten (Ergebnisse der Biologie 6, 1930).

substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Vorderglied
Breitkopfaal   „Jungaal mit breitem Kopf“

Quelle: Ernährungsbedingt kann der Kopf auch innerhalb einer Art eine sehr verschiedene Gestalt haben (Spitzkopfaal/Breitkopfaal) (https://de.wikipedia.org/wiki/Aale, gesehen am 3.8.2014). - Die Unterscheidung in Breitkopfaale und Spitzkopfaale ist durch verschiedene Ernährung bedingt, die Unterschiede gehen bei Erreichen der Geschlechtsreife zurück (Brockhaus Enzyklopädie in zwanzig Bänden, 1966, s.v. Aal).

Spitzkopfaal   „Jungaal mit spitzem Kopf“

Quelle: Ernährungsbedingt kann der Kopf auch innerhalb einer Art eine sehr verschiedene Gestalt haben (Spitzkopfaal/Breitkopfaal) (https://de.wikipedia.org/wiki/Aale, gesehen am 3.8.2014). - Die Unterscheidung in Breitkopfaale und Spitzkopfaale ist durch verschiedene Ernährung bedingt, die Unterschiede gehen bei Erreichen der Geschlechtsreife zurück (Brockhaus Enzyklopädie in zwanzig Bänden, 1966, s.v. Aal).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied
Schlangenaal   „Ophichthida, Meeresfisch aus der Ordnung der Aalartigen“

Quelle: Die Schlangenaale (Ophichthidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Aalartigen (https://de.wikipedia.org/wiki/Schlangenaale, gesehen am 3.8.2014). - das eine Tier kann das andre, den Wirt, lediglich als Wohnung benutzen, wie z. B. der Schlangenaal (Fierasfer), der sich im Leib einer Seegurke aufhält, aber von Krebsen lebt und auch meist den Kopf aus der hintern Öffnung seiner lebenden Behausung herausstreckt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Schmarotzer).

substantivisches Determinativkompositum mit metaphorischer Materialbezeichnung als Vorderglied
Glasaal   „junger Aal mit fast durchsichtigem Körper“

Quelle: Als Glasaal bezeichnet man das Jugendstadium der Aale (Anguillidae), das auf das Weidenblattlarven-Stadium folgt (https://de.wikipedia.org/wiki/Glasaal, gesehen am 3.8.2014). - Die Jungen, als Glasaale (Leptocephalus Morrisii Gron.) beschrieben, sind bandartig, vorn und hinten fast gleichmäßig zugespitzt, mit kleinen Brustflossen und weit hinten beginnender Rücken- und Afterflosse, höchst durchsichtig und entwickeln sich durch Metamorphose zu dem M., bisweilen scheinen sie auch im Larvenzustand zu verharren (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Meeraal).

Grasaal   „grüner Flussaal“

Quelle: Der Glasaal wird dann zum Grünaal, der seiner grasähnlichen Farbe wegen auch „Grasaal" genannt wird (Allgemeine Fischerei-Zeitung 76-77, 1951).

Silberaal   „silbriger Aal“

Quelle: Als „Silberaal“ treten sie den ca. 4000 km langen Rückweg in die Heimat an, wo sie laichen und sterben (Schulze/Gawin, DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer Polnische Ostseeküste, 2015). - In der Straße von Messina schwimmen die Silberaale von Süd nach Nord, somit gegen den atlantischen Ozean (Zentralblatt für Zoologie, Allgemeine und Experimentelle Biologie 4, 1914).

substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung der Lebensweise als Vorderglied
Friedaal   „Aal, der keine anderen Fische jagt, im Gegensatz zum Raubaal“

Quelle: Daran schließen sich Angaben über die Nahrung und Ernährungsweise, bei letzterer haben wir wohl wieder nach dem Schmal- und Breitkopf zwischen Friedaal und Raubaal zu unterscheiden (Mitteilungen des Deutschen Seefischerei-Vereins Berlin 25-26, 1909).

Raubaal   „Aaal, der andere Fische jagt, im Gegensatz zum Friedaal“

Quelle: Unser Anglerstolz hatte uns dazu verführt, mit Karl Bollmann um eine Flasche „Rum vom Besten“ zu wetten, dass wir innerhalb von vierundzwanzig Stunden mit der Angel wenigstens fünfzehn Pfund Raubaal fangen konnten (Beese, Der perfekte Angler, 2014). - Daran schließen sich Angaben über die Nahrung und Ernährungsweise, bei letzterer haben wir wohl wieder nach dem Schmal- und Breitkopf zwischen Friedaal und Raubaal zu unterscheiden (Mitteilungen des Deutschen Seefischerei-Vereins Berlin 25-26, 1909).

substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied
Driefaal, Driewaal   „im Fluss wandernder Aal“

Quelle: DRIEFAAL (Treibaal) niederdeutscher Name für → Spitzkopfaal (Keune/Struck, Der Aal, 1965). - Beim „Aal" unterschied man noch besonders den dunkel gefärbten „Mooraal" und den schweren „Driwaal", der den Fluß hinaufzog und einen platten Kopf hatte (Meyer, Ein niedersächsisches Dorf am Ende des 19. Jahrhunderts, 1927).

Setzaal   „junger Aal, der zur Aufzucht in ein Gewässer gesetzt wird“

Quelle: Jahr um Jahr setzen Anglervereine, auch dank staatlicher Zuschüsse, Millionen von Setzfischen in die pfälzischen Gewässer ein, davon einen großen Teil in die Altwasser des Rheins im Speyerer Raum; Mitte der 1960er Jahre z.B. in zwei Jahren 60 Zentner Setzaal, 15 Zentner zweisömmerige Karpfen, 60 Zentner zweisömmerige Schleyen, 200000 Sommerhechte, 34000 Zandersetzlinge und 45 Zentner Weißfische (Geschichte der Stadt Speyer, 1983). - Der Versand leben der Aale geschieht in Fischfässern mit Wasser oder trocken (besonders für Setzaale) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischtransport).

Prickaal   „gebratener und eingemachter Aal“

Quelle: Geröstete Neunaugen und Prickaale (Der Fisch 5, 1960).

Räucheraal   „geräucherter Aaal“

Quelle: Räucheraal (insbesondere in Norddeutschland auch Spickaal) ist eine Zubereitungsart des Aals. Zur Herstellung wird der mit einem Fettanteil von 28 % vorzüglich zum Räuchern geeignete Fisch im Ganzen heißgeräuchert, wobei der Kopf am Körper verbleibt (https://de.wikipedia.org/wiki/Räucheraal, gesehen am 3.8.2014). - Am Arm trug er stets den von einer Serviette bedeckten Korb mit leckeren Räucheraalen (Hagenbeck, Von Tieren und Menschen, 1908).

Schmoraal   „geschmorter Aal“

Quelle: Eine Besonderheit ist der Hiddenseer Schmoraal, für den jede alteingesessene Hiddenseer Familie und jedes Restaurant ein eigenes Rezept hat (https://de.wikipedia.org/wiki/Hiddensee, gesehen am 3.8.2014). - Hunderterlei Berechnungen hatte man schon angestellt über die etwaige Zahl der Marktgroschen, die leckeren Honigkuchen, die saftigen Schmoraale und die vielen grandiosen Sehenswürdigkeiten, die sich in den Buden den staunenden Augen bieten würden (Rehbein, Das Leben eines Landarbeiters, 1911).

Spickaal   „geräucherter Aal“

Quelle: Räucheraal (insbesondere in Norddeutschland auch Spickaal) ist eine Zubereitungsart des Aals. Zur Herstellung wird der mit einem Fettanteil von 28 % vorzüglich zum Räuchern geeignete Fisch im Ganzen heißgeräuchert, wobei der Kopf am Körper verbleibt (https://de.wikipedia.org/wiki/Räucheraal, gesehen am 3.8.2014). - Spickaal, s.v.w. geräucherter Aal (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Zitteraal   „Electrophorus electricus, ein Messerfisch, der Stromstöße erzeugen kann“

Quelle: Der Zitteraal (Electrophorus electricus) ist eine ungewöhnliche Art der Neuwelt-Messerfische, der in der Lage ist, Stromstöße zu erzeugen (https://de.wikipedia.org/wiki/Zitteraal, gesehen am 3.8.2014). - Zitteraal (Gymnotus Cuv.), Gattung der Edelfische aus der Familie der Nackt- oder Zitteraale (Gymnotidae), aalähnliche Fische mit schuppenloser Haut, ohne Rückenflosse, sehr langer Afterflosse und Brustflosse, zahlreichen seinen Zähnen und an der Kehle liegendem After (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied
Blankaal   „geschlechtsreifer Aal“

Quelle: Nach der Rückkehr ins Meer wird er als silbriger großäugiger Blankaal (Silberaal) unter Reduktion des Darmtraktes geschlechtsreif (Fioroni, Allgemeine und vergleichende Embryologie der Tiere, 1987). - Gegen Ende dieser Zeit legt er das schon erwähnte Hochzeitskleid an und tritt als Blankaal die Rückwanderung see- und ozeanwärts an (Ehrenbaum, Naturgeschichte und Wirtschaftliche Bedeutung der Seefische Nordeuropas, 1936).

Braunaal   „brauner Flussaal“

Quelle: Der in Europa und N-Afrika vorkommende Flußaal ist während der Wachstumsphase ober- seits dunkelgrau, -braun bis olivgrün (Gelb-, Grün- oder Braunaal) (Duden: Das Neue Lexikon, 1996, s.v. Aal). - BRUNAAL niederdeutscher Name für → Braunaal (Keune/Struck, Der Aal, 1965).

Fettaal   „auswandernder, besonders fetter Aal“

Quelle: Man fängt den Aal besonders bei der Auswanderung ins Meer (Fettaal), weil er dann nicht frißt, mit Netzen und Reusen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Aale).

Gelbaal   „gelber Flussaal“

Quelle: Der in Europa und N-Afrika vorkommende Flußaal ist während der Wachstumsphase ober- seits dunkelgrau, -braun bis olivgrün (Gelb-, Grün- oder Braunaal) (Duden: Das Neue Lexikon, 1996, s.v. Aal). - In der Entwicklung des Aals lassen sich also 4 verschiedene Stadien unterscheiden: Aallarve, Glasaal, Gelbaal und Blankaal (Lucanus, Im Zauber des Tierlebens, 1926).

Grünaal   „grüner Flussaal“

Quelle: Der in Europa und N-Afrika vorkommende Flußaal ist während der Wachstumsphase ober- seits dunkelgrau, -braun bis olivgrün (Gelb-, Grün- oder Braunaal) (Duden: Das Neue Lexikon, 1996, s.v. Aal). - Der Glasaal wird dann zum Grünaal, der seiner grasähnlichen Farbe wegen auch „Grasaal" genannt wird (Allgemeine Fischerei-Zeitung 76-77, 1951).

Jungaal   „junger Aal“

Quelle: Eine solche Aufstiegshilfe ermöglicht den im Frühjahr nachts flussaufwärts ziehenden Jungaalen (Glasaale, Aalbrut) ein Vorwärtskommen gegen starke Strömung und somit die Umgehung von Wasserfällen und Wehren (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalbrutleiter, gesehen am 3.8.2014). - Selbst der Rheinfall bei Schaffhausen und der Rhonefall vermögen nicht die wandernden Jungaale aufzuhalten (Lucanus, Im Zauber des Tierlebens, 1926).

Blindaal   „aalartiger Knochenfisch, Muraena coeca“

Quelle: Die Umgebung war eine wichtige mahinga kai, eine Nahrungsquelle besonders für Tuere (Blindaal) und Neunaugen (kanakana) (https://de.wikipedia.org/wiki/Heathcote_River, gesehen am 3.8.2014).

Nacktaal   „Gymnotides, ein mittel- und südamerikanischer, aalähnlicher Knochenfisch“

Quelle: Die Neuwelt-Messerfische (Gymnotiformes), auch Messeraalartige oder Nacktaale genannt, sind eine Ordnung der Echten Knochenfische (Teleostei). Sie kommen in Süßgewässern Süd- und Mittelamerikas vor (https://de.wikipedia.org/wiki/Neuwelt-Messerfische, gesehen am 3.8.2014). - Nacktaale, Gymnotidae, zu den Karpfenartigen gehörende Fischfam. mit dem Zitteraal (Der Grosse Brockhaus, 1955, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung des Zubereitungsmittel als Vorderglied
Rauchaal   „geräucherter Aal“

Quelle: Bekannt ist der „Steinhuder Rauchaal“ vom Steinhuder Meer (https://de.wikipedia.org/wiki/Räucheraal, gesehen am 3.8.2014). - Ich kaufte im Königreich Sachsen in einer kleinen Stadt Rauchaal im Stück, und mußte dafür nach Gewicht umgerechnet 2,70 M. pro Pfund zahlen (Fischzeitung 1-2, 1912).

substantivisches Determinativkompositum mit Lebensraumsbezeichnung als Vorderglied
Kleisteraal   „Anguillula, ein Fadenwurm“

Quelle: Man nannte es schon im 18. Jh. auch Aalwurm, Essigaale, Essichaal, Aaltierchen, Kleisteraale, Kleisterälchen und Kleister-Essigälchen (weil es offenbar auch in sauer gewordenem Mehlkleister des öfteren gefunden wurde) (Kemper, Die tierischen Schädlinge im Sprachgebrauch, 1959).

Leinaal   „Meerneunauge, Petromyzon, ein kieferloses Wirbeltier“

Quelle: ulwurm, Uhle, d. i. Neunauge (Petromyzon branchialis), oft auch Kieferwurm, Leinaal (Sudhoffs Archiv 40, 1956). - Leinaal, s. Neunauge (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v.).

Nilaal   „Mormyrus, ein afrikanischer Süßwasserfisch“

Quelle: Der Nilaal (M. oxyrhynchus Geoffr.), 1 m lang, mit kegelförmiger, verlängerter und leicht abwärts gebogener Schnauze, besitzt zu beiden Seiten des Schwanzes ein aus Platten aufgebautes elektrisches Organ, mit dem er schwache Schläge auszuteilen vermag (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Schnabelfisch [2]).

Sandaal   „Ammodytida, ein Meeresfisch aus der Gruppe der Barschverwandten“

Quelle: Die Familie der Sandaale (Ammodytidae – was „Sandtaucher“ bedeutet, weil sie sich bei Gefahr ins Substrat bohren) sind Meeresfische aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Sandaale, gesehen am 3.8.2014). - Sandaal (Sandfisch, Ammodytes Art.), Gattung der Weichflosser und der Familie der Schlangenfische (Ophidae), langgestreckte Fische mit spitzer Schnauze, ohne Bauchflossen, mit sehr langer Rücken-, mittellanger After-, kleiner Brustflosse und wohlentwickelter Schwanzflosse und mit kleinen Schuppen und Längsfalten in der Haut der Bauchseite (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Körpersaftbezeichnung als Vorderglied
Schleimaal   „Inger, ein Wirbeltier aus der Überklasse der Rundmäuler“

Quelle: Die Schleimaale oder Inger (Myxinoida) sind ein Taxon der früher als Kieferlose (Agnatha) zusammengefassten Tiere, die neben diesen auch die Neunaugen (Petromyzontida) sowie eine Reihe ausgestorbener ursprünglicher Schädeltiere (Craniota) enthält (https://de.wikipedia.org/wiki/Schleimaale, gesehen am 3.8.2014). - Hierher der Schleimaal (Wurmfisch, Myxīne glutinōsa L. [Abb. 858]), wurmförmig, flossenlos, blaßbläulich, in den nordeurop. Meeren in großen Tiefen (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Inger).

substantivisches Determinativkompositum mit metaphorischer Instrumentbezeichnung als Vorderglied
Geißelaal   „Saccopharynx, Sackmaul, aalartiger Knochenfisch mit langem Schwanz“

Quelle: Wir erwähnen dann noch den im Sande der Nord- und Ostseeküsten lebenden und von den Fischern zu Köder benutzten Sandaal und den wunderlichen, bei New York sich findenden Geißelaal, der selbst nur 15 cm lang ist, aber einen 1 ½ m langen schnurförmigen Schwanz hat (Gellert, Die Wunder des Meeres, 1926).

Messeraal   „Gymnotida, ein mittel- und südamerikanischer, aalähnlicher Knochenfisch“

Quelle: Die Messeraale (Gymnotidae) sind eine Familie der Neuwelt-Messerfische (Gymnotiformes). Die Fische leben in Mittelamerika, von Südmexiko bis Panama und im nördlichen und zentralen Südamerika (https://de.wikipedia.org/wiki/Messeraale, gesehen am 3.8.2014). - Viele Messeraale weisen tatsächlich die eine oder andere Verstümmelung auf, meist an der Schwanzspitze (Grzimek/Heinemann, Tierleben, 1971).

Schnuraal   „Stylephorus chordatus, eine Tiefseefischgattung“

Quelle: Meine Liste ist lang (Rentier, Emu (zum Erbrechen widerlich), Antilope, Froschschenkel, Kamel, 100 jaehrige Eier (oh Gott, igitt), als Kind sogar noch Schuldkroetensuppe (ist ja heute unmoeglich), Schnuraale (http://www.planet-liebe.de/threads/exotisches-essen.547319/, Beitrag vom 18.04.2015).

substantivisches Determinativkompositum mit Witterungsbezeichnung als Vorderglied
Wetteraal   „Schlammpeitzker, Misgurnus, eine Schmerlenart“

Quelle: Quirre, Schachtfeger, Schäck, Schlammbeißer, Schlammbeißger, Schlammpei(t)zker, Schlammpitzger, Schlammschmerle, Wetteraal, Wetterfisch, Wettergrundel (Pintér, Die Fische Ungarns, 1998). - Was verstehen Sie unter „Wetteraal"? Wir nehmen an, daß der Schlammbeißer gemeint ist, der auch als Wetterfisch bezeichnet und als solcher auch öfters in Aquarien gehalten wird, weil er Gewitter durch sein unruhiges Benehmen schon 24 Stunden vorher anzeigen soll (Fischerei-Zeitung 40, 1937).

substantivisches Determinativkompositum mit synchron undurchsichtigem Vorderglied
Putaal   „Aalquappe, Lota, ein Knochenfisch aus der Ordnung der Dorschartigen“

Quelle: QUAPPE (LOTA VULGARIS) viele Namen für diesen Fisch: Rutte, Trüsche, Aalraupe, Aalquappe, Aalruppe, Aalrutte, Aalpuppe, Aalmutter, Aalkoie, Treische, Putaal, Quabbe, Quappaal, Ruppe (Keune/Struck, Der Aal, 1965).

Quakaal   „Aalquappe, Lota, ein Knochenfisch aus der Ordnung der Dorschartigen“

Quelle: Lota lota L. Weitere Namen: Aalputte, Aalquappe, Aalraupe, Aalruppe, Aalrutte, Dreische, Drische, Drüsche, gemeine Quappe, Quabbe, Quakaal, Quappaal, Rufolgen, Rufolk, Rufolken, Rufurken, Ruppe, Rutte, Traische, Treische, Treusche... (Pintér, Die Fische Ungarns, 1998). - Die Aalrutte (Lota lota L.), Abb. 87 auch Quappe, Aalquappe, Rutte, Ruppe, Trüsche, Aalruppe, Aalputte, Quakaal, Trusche, Treusche, Rufolgen und Rufolk gegenannt, ist der einzige Schellfisch, der im Süßwasser vorkommt (Hartlieb, Am Fischwasser in Österreich, 1966)

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied
Flussaal   „im Fluss lebender Aal“

Quelle: Der Aal (Anguilla vulgaris, fluviatilis, acutirostris, mediorostris, canariensis, callensis, hibernica und Cuvieri, Muraena anguilla und oxyrhina), Vertreter der Sippe der Flußaale (Anguilla), kennzeichnet sich durch die sehr engen Kiemenspalten vor den Brustflossen, die unmittelbar in die spitzige Schwanzflosse übergehenden Rücken- und Afterflossen und die Sammetzähne, welche Zwischen- und Unterkiefer nebst dem Pflugscharbeine besetzen (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Die langen und schlüpfrigen Fische haben gemeiniglich nur zwo, als der Meeraal und der Flußaal (Hauffe, Handbuch der Naturgeschichte, 1774).

Meeraal   „Conger, im Meer lebender Aal“

Quelle: Im allgemeinen den Flußaalen sehr ähnlich, unterscheiden sich die Meeraale (Conger) durch die lange, fast die ganze Oberseite einnehmende, über oder dicht hinter den Brustflossen beginnende Rückenflosse, den über den unteren verlängerten oberen Kiefer und das Fehlen der Schuppen in der platten, schleimigen Haut (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Der Meeraal, des -es, plur. die -e, eine große Art Aale, welche sich im Meere aufhalten; Seeal, Conger L. Im Dän. Havaal, von Hav, das Meer (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.). - Conger seu Congrus. frantzösisch, Congre. teutsch, ein Meeraal, ein Seeaal. Ist ein Seefisch und ein Flußfisch, der nicht gar sehr viel von dem Aale unterschieden, und gut zu essen ist (Lemery, Vollständiges Materialien-Lexicon, 1721, s.v. Conger). – Seefische: der salmen oder lachß / die lampret / die neunauge / die blicke / der meeraal / die roche / die macrel / die meerschneck (Comenius, Janua aurea reserata quatuor linguarum, 1640).

Mooraal   „im Moor lebender Flussaal“

Quelle: Der breitmäulige soll dagegen Brunaal oder Mooraal heissen, magerer sein und meist zum Braten gebraucht werden (Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg 34, 1881). - Der Mooraal, des -es, plur. die -e, ein Aal aus moorigem oder sumpfigen Wasser, welcher gemeiniglich brauner von Farbe ist, als der Flußaal (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).

Seeaal   „Conger, Meeraal“

Quelle: An den europäischen Küsten lebt der bekannteste Vertreter dieser Sippe, der Seeaal (Conger vulgaris, communis, verus, niger, leucophaeus und occidentalis, Muraena conger und myrus), ein sehr großer Fisch, welcher eine Länge von mehr als drei Meter und, laut Yarrell, zuweilen ein Gewicht von über funfzig Kilogramm erreichen kann (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Der Seeaal, des -es, plur. die -e, S. Meeraal (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.). - Conger seu Congrus. frantzösisch, Congre. teutsch, ein Meeraal, ein Seeaal. Ist ein Seefisch und ein Flußfisch, der nicht gar sehr viel von dem Aale unterschieden, und gut zu essen ist (Lemery, Vollständiges Materialien-Lexicon, 1721, s.v. Conger).

Süßwasseraal   „in Süßwasser lebender Aal“

Quelle: Später hat er noch einen eigenen Süsswasseraal von Halmahera beschrieben (Martens, Die preussische Expedition nach Ost-Asien, 1876).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied
Schlangenaal   „Ophichthida, Meeresfisch aus der Ordnung der Aalartigen“

Quelle: Ophisurus, so v.w. Schlangenaal (Pierer's Universal-Lexikon, 1861, s.v. Ophisurus). - Der eine dieser noch nirgends beschriebenen Fische ist die sehr kleine klappäugige Seebrasse (Sparus palpebratus), der andere der Schlangenaal (Muraena colubrina) (Bacmeister, Russische Bibliothek, 1783).

substantivisches Determinativkompositum mit metaphorischer Materialbezeichnung als Vorderglied
Glasaal   „junger Aal mit fast durchsichtigem Körper“

Quelle: Man glaubt nämlich gegenwärtig, in den sogenannten Glasaalen, für welche man eine besondere Familie (Leptocephalidae) gebildet hatte, junge Seeaale im Larvenzustande zu erkennen (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Grasaal   „grüner Flussaal“

Quelle: Grasaal, nennt man die vorwiegend grünlich gefärbten Aale; von ihnen wird behauptet, dass sie die Flüsse nicht verlassen (Encyklopädie der Naturwissenschaften, 1885, s.v.).

Silberaal   „silbriger Aal“

Quelle: Diese beiden Formen des Aals, den gelbbauchigen mit stumpfem Kopf und den weißbauchigen mit spitzem Kopf, haben die Fischer schon lange als Gelbaal und Silberaal unterschieden (Berichte des Westpreussischen Botanisch-Zoologischen Vereins Danzig, 1898).

substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied
Driefaal, Driewaal   „im Fluss wandernder Aal“

Quelle: Es ist danach anzunehmen, dass der „Brunaal" der ersten Angabe nicht der breitmäulige sei, und dass „Driefaal" und „Brunaal" nur nach Aufenthaltsort und Nahrung oder auch Lebensalter variiren (Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg 33-34, 1880).

Setzaal   „junger Aal, der zur Aufzucht in ein Gewässer gesetzt wird“

Quelle: Auf einen einen Morgen großen Weiher oder Teich werden 1500 bis 2000 Stück Setzaale gerechnet (Allgemeine Zeitung München, 1862).

Prickaal   „gebratener und eingemachter Aal“

Quelle: Die Bricke, Mz. die ‑n, eine Benennung der gebratnen und in Essig eingemachten Neunaugen oder Lampreten; Pricken, Prickaale (Campe, Wörterbuch der deutschen Sprache, 1807, s.v. Bricke). - Im Niedersächsischen, wo diese Benennung einheimisch zu seyn scheinet, werden die Neunaugen auch Pricken, Prickaale genannt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Bricke (1)).

Räucheraal   „geräucherter Aaal“

Quelle: Stockfisch, Lachs, Aal, Bricken, Bratfische, Spiegelkarpfen, besonders polnisch bereitete Schleien, einmarinirte Forellen mit Aspic, einmarinirte Häringe, Räucherhäringe, Bücklinge, Sprotten, Räucheraal, Austern, Anchovis (Niebergall, Arnstadt, Soolbad am Thüringer Waldgebirge, 1852).

Schmoraal   „geschmorter Aal“

Quelle: Schmoraal (geräucherter Aal) un Stuten giwt schmerige Schnuten (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1876, s.v.).

Spickaal   „geräucherter Aal“

Quelle: Auch dämpft man den A. (nachdem man die Haut abgezogen), in Stücke zerschnitten, mit Butter, Gewürz u. Sardellen; fricassirt kleine A-e, bratet ihn, macht Aalrouladen von ihm, indem man das Fleisch von den Gräten trennt u. es zusammenrollt, marinirt ihn, wo er nach Art der Pricke bereitet Aalpricke heißt, u. verspeist ihn auch geräuchert (Spickaal) (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aal [1]).

Zitteraal   „Electrophorus electricus, ein Messerfisch, der Stromstöße erzeugen kann“

Quelle: Zitteraal, nur wegen seiner äußern Aehnlichkeit mit dem Aal so genannt, gehört eigentlich einem andern Fischgeschlechte an, wird 5–7 F. lang und hat eine so starke elektrische Kraft, die sich hinten am Schwanze befindet, daß er mit seinen Schlägen Menschen und Pferde betäubt (Damen Conversations Lexikon, 1838, s.v.). - Der Zitteraal, des -es, plur. die -e, eine Art elektrischer Aale, Gymnotus electricus Linn. der mit dem Zitterfische oder Krampffische, Raja Torpedo Linn. nicht zu verwechseln ist (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.). - Meine Pinsel sind rein – und an meinem Farbenkasten, der wie der Seidelmannische von der Gallenblase des Zitteraals, bis zu der brennenden Purpurmuschel fortsteigt, liegt es nicht, wenn meine pittoreske Darstellung nicht so meisterhaft ausfallen sollte, als die seinige (Thümmel, Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich im Jahre 1785-1786, 1791-1805). - Der Zitteraal, welcher die Eigenschaften des amerikanischen Torpedo oder Krampffisches besitzt, hält sich auch in der Donau auf (Taube, Historische und geographische Beschreibung des Königreiches Slavonien und des Herzogthumes Syrmien, 1777).

substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied
Blankaal   „geschlechtsreifer Aal“

Quelle: es ist der in der Ostsee vorkommende sogenannte Blankaal (Annalen der Landwirtschaft in den Königlich Preussischen Staaten 51, 1868).

Braunaal, Brunaal   „brauner Flussaal“

Quelle: Es ist danach anzunehmen, dass der „Brunaal" der ersten Angabe nicht der breitmäulige sei, und dass „Driefaal" und „Brunaal" nur nach Aufenthaltsort und Nahrung oder auch Lebensalter variiren (Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg 33-34, 1880).

Gelbaal   „gelber Flussaal“

Quelle: Diese beiden Formen des Aals, den gelbbauchigen mit stumpfem Kopf und den weißbauchigen mit spitzem Kopf, haben die Fischer schon lange als Gelbaal und Silberaal unterschieden (Berichte des Westpreussischen Botanisch-Zoologischen Vereins Danzig, 1898).

Jungaal   „junger Aal“

Quelle: Young entnahm am 28. April 1842 eine Anzahl solcher Jungaale dem Flusse und setzte sie in einen wohl verwahrten Teich (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Blindaal   „aalartiger Knochenfisch, Muraena coeca“

Quelle: Blindaal, so v.w. Blinder Nacktaal (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Der Blind-Aal. Muraena coeca. Die jetzige Art scheint ganz neu, und nicht hinlänglich bekannt zu seyn, sie führet obigen Namen, weil schlechterdings keine Augen bey ihr angetroffen werden, auch ist der Umstand merkwürdig, daß sie gar keine Flossen hat, ob sie gleich dem Körper nach die vollkommene Gestalt eines Aals hat (Müller, Des Ritters Carl von Linné Vollständiges Natursystem, 1774).

Buntaal   „aalartiger Knochenfisch, Ophisurus“

Quelle: Buntaal, 1) (Gemeiner Schlangenaal, Ophisurus ophis), mit nicht zusammenstoßender Rücken- u. Afterflosse, weiß, grau u. schwarz gefleckt (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v.). - Die lange und schlanke Gestalt dieses Fisches hat obige Benennungen veranlasset; er wird von den Arabern Charmuth genennt, und es gehört auch der Engelländer Blackfish, oder der Siloor der Araber, sodann auch der Buntaal, oder die indianische Lamprete des Willoughby hieher (Müller, Des Ritters Carl von Linné Vollständiges Natursystem, 1774)

Nacktaal   „Gymnotides, ein mittel- und südamerikanischer, aalähnlicher Knochenfisch“

Quelle: Der Zitteraal (Gymnotus electricus und regius) gehört der Familie der Nacktaale (Gymnotidae) an und vertritt die Sippe der Drillfische (Gymnotus) (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Der Nacktaal (Apterichtys) ist der einzige Fisch, dem die Flossen gänzlich fehlen; der Leib ist übrigens aalartig (Wagner/Fuchs, Handbuch der Naturgeschichte, 1837).

substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung der Zubereitungsmittels als Vorderglied
Rauchaal   „geräucherter Aal“

Quelle: Der Küster wollte die Bibel nicht mehr auf das Filial nachtragen und der Müller keinen Rauch-Aal liefern (Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz, 1826). - Ein Müller, der Gelüst und Fluchen / Mit Rauchaal büßt und Feierkuchen... (Voß, Der Dorfpfaffe, 1790).

substantivisches Determinativkompositum mit Lebensraumbezeichnung als Vorderglied
Essigaal   „Anguillula, ein Fadenwurm“

Quelle: Essigaal (Essigälchen, Anguillula s. Vibrio aceti Göze), Ringelwurm aus der Familie der Fadenwürmer (Nematoidea), aalförmig, kaum 1 Linie lang, leben auf der Oberfläche trüben Essigs (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v.). - Unserem Verfasser dürfen wir ein Lob anderer Gattung erteilen. In seiner dunkeln Kammer (camera obscura) bewegen sich an den Wänden heftig und farbenecht die koketten Kleister- und Essigaale der Kunst gegeneinander und beschreiben schnalzend ihre Kreise (E.T.A. Hoffmann, Fantasiestücke in Callots Manier, 1814-15). - Älchen nennet man auch die kleinen länglichen Würmer in dem Sauerteige, Essige und andern sauern Körpern, welche lebendige Jungen zur Welt bringen; auch Essigaale, Kleisteraale (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aal).

Kleisteraal   „Anguillula, ein Fadenwurm“

Quelle: Das Geschlecht der Pucerons, der Käfer, der Spinnen, der Schlammtiere, bis zum Übermaß vergrößert, streckte seine Rüssel aus, schritt daher auf hohen, haarichten Beinen, und die greulichen Ameisenräuber faßten, zerquetschten mit ihren zackichten Zangen die Schnacken, die sich wehrten und um sich schlugen mit den langen Flügeln, und dazwischen wanden sich Essigschlangen, Kleisteraale, hundertarmigte Polypen durcheinander (E.T.A. Hoffmann, Meister Floh, 1822). - Ja er stellte sich, um den Amtsbruder klein zu machen, auf einen fernen Irrstern und sah herunter auf die Bombe und auf den Hecht au four und mußte droben auf seinem Planeten sehr herablachen, als er den gelbseidnen Ladenhüter der Natur mit dem Wrack von Gehirn nicht größer befand als einen Kleisteraal (Jean Paul, Titan, 1800-03). - Älchen nennet man auch die kleinen länglichen Würmer in dem Sauerteige, Essige und andern sauern Körpern, welche lebendige Jungen zur Welt bringen; auch Essigaale, Kleisteraale (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aal). – 9.) Daß ein ganz junger Kleister-Aal nicht viel über 3. biß. 4. Stunde zu seiner vollkommenen Größe braucht (Delius, Fränkische Sammlungen von Anmerkungen aus der Naturlehre 3, 1758).

Leinaal   „Meerneunauge, Petromyzon, ein kieferloses Wirbeltier“

Quelle: Besonders gern verkriecht es sich auch in die zum Rösten eingelegten Flachsbündel und heißt deshalb hier und da Leinaal, weil man es findet, wenn man den aus dem Wasser genommenen Flachs zum Bleichen ausbreitet (Brehm, Thierleben, 1883-87). – Wegen seiner regenwurmähnlichen Gestalt wird er öfters Wasserwurm genannt. In Schweden nennt man ihn Leinaal, weil er sich in alles, was ins Wasser gelegt wird, verbergen, und z. E. in Flachsbüscheln, die im Wasser weich werden sollen, oft gefunden seyn soll (Goeze/Donndorf, Europäische Fauna, 1797).

Nilaal   „Mormyrus, ein afrikanischer Süßwasserfisch“

Quelle: Der Nilaal war bei den alten Egyptiern heilig, und durfte nicht gegessen werden (Der Wanderer, 1840). – Die kleinen Löcher an dem obern Kiefer sind bei dem Nilaale sehr deutlich zu sehen, da man sie an unserer gemeinen Art nicht gewahr wird (de Manocour, Reisen in Ober- und Nieder-Aegypten, 1800).

Sandaal   „Ammodytida, ein Meeresfisch aus der Gruppe der Barschverwandten“

Quelle: Sandaal (Ammodytes), Gattung der Aale, mit spitziger Schnauze, Rücken- u. Afterflosse von der ausgeschnittenen Schwanzflosse gesondert (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.). - Der Sandaal, des -es, plur. die -e. 1) Siehe Sander. 2) Noch häufiger, eine Art kleiner Aale, mit fast unsichtbaren Schuppen, welcher sich im Sande am Ufer des Meeres aufhält, wo er sich in einen Kreis zusammen wickelt, und alsdann die Mitte desselben mit dem Kopfe durchbohret; Ammodites L. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Körpersaftbezeichnung als Vorderglied
Schleimaal   „Inger, ein Wirbeltier aus der Überklasse der Rundmäuler“

Quelle: Schleimaal, so v.w. Bauchkieme (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.). - Der Schleimaal, welcher in den nordischen Meeren den Fischen in den Leib kriecht, und sie inwendig ganz auffrißt, so, daß nur Knochen und Haut übrig bleiben, hat manchen mit einem Fisch gemein, ist aber doch mehr Wurm (Etwas über die Korallen, 1788)

substantivisches Determinativkompositum mit metaphorischer Instrumentbezeichnung als Vorderglied
Geißelaal   „Saccopharynx, Sackmaul, aalartiger Knochenfisch mit langem Schwanz“

Quelle: Geißelaal (Saccopharynx), Gattung der Aale, mit langem geißelförmigem Schwanze; die einzige Art: S. flagellum, 6 Fuß lang, mit 5 Fuß langem Schwanze, wurde erst 1824 im Atlantischen Meere entdeckt (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v.). - Der Geißelaal. Im Jahr 1824 hat Mitchill einen sonderbaren aalartigen Fisch im Meer in der Nähe von New-York entdeckt (Oken/Walchner, Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände, 1836).

Schnuraal   „Stylephorus chordatus, eine Tiefseefischgattung“

Quelle: Schnuraal (Stylephorus), Schwanz in eine dünne Schnur von doppelter Körperlänge auslaufend; Art: Gemeiner Schnuraal (S. chordatus), in Mexico (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Schlangenfische).

substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung der Lebensweise als Vorderglied
Raubaal   „Aalraupe, Lota, ein Knochenfisch aus der Ordnung der Dorschartigen“

Quelle: Raubaal, Fisch, so v.w. Aalraupe (Pierer's Universal-Lexikon, 1861, s.v.). - Der Nahme Aalraupe, oder Aalruppe, wie er auch gefunden wird, ist ohne Zweifel von rauben, weil er ein Raubfisch ist, und dabey dem Aale gleicht. In der Schweiz heißt er Raubaal, am Rheine verderbt Ruffelk, Ruffolk, in andern Gegenden Ruppe, in Oesterreich die Rutte, in Baiern der Rutten (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Aalraupe).

substantivisches Determinativkompositum mit Witterungsbezeichnung als Vorderglied
Wetteraal   „Schlammpeitzker, Misgurnus, eine Schmerlenart“

Quelle: Beim Schlammbeißer, welcher auch Schlammpeitzger, Schlammpitzger, Peißker, Beitzger, Pritzger, Kurpietsch, Pfuhl- und Wetterfisch, Wetteraal, Wetter- und Moorgrundel, Mehertrusche, Pute, Biß-, Piß-, Fiß- und Mistgurn, Mistgorn, Mistheinkel, Schachtfeger usw. heißt (Cobitis fossilis, Acanthopsis und Misgurnus fossilis), wird der Mund von zehn Bärteln umgeben, von denen vier an der Oberlippe, sechs an der unteren stehen (Brehm, Thierleben, 1883-87).

substantivisches Determinativkompositum mit synchron undurchsichtigem Vorderglied
Krielaal   „Schlammpeitzker, Misgurnus, eine Schmerlenart“

Quelle: Krielaal, so v.w. Schlammbeitzker (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v.).

Putaal   „Aalquappe, Lota, ein Knochenfisch aus der Ordnung der Dorschartigen“

Quelle: He hett 'n Pûtaal fangen. – Kern, 558. Von jemand, dessen Bemühungen ohne Gewinn geblieben sind, da der Pûtaal (= Aalquappe) ungeniessbar ist. Kinder necken sich häufig mit dieser Redensart (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1873, s.v.). - BELGIS: Putaal. ANGLIS: Eelpout. GALLIS: Barbour (Meidinger, Icones piscium Austriae indigenorum, 1785).

Quakaal   „Aalquappe, Lota, ein Knochenfisch aus der Ordnung der Dorschartigen“

Quelle: Der einzige Schellfisch, welcher im Süßwasser vorkommt, ist die weit verbreitete Quappe oder Trüsche, auch Rutte, Ruppe, Aalquappe, Aalraupe, Aalruppe, Aalputte, Quakaal, Trusche, Treusche, Treische, Traische, Dreische, Drische, Rufurken, Rufolgen, Rufolk genannt (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Frühneuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied
meeraal   „im Meer lebender Aal“

Quelle: Trat zu mir an ein alter baur, / Und der listige giftige laur, / Der haselwurm, und schlich daher, / Als wenns ein großer meraal wer, / Mit einem harten spitzen schnabel (Rollenhagen, Froschmeuseler, 1595).

Eigentl. Bedeutung & ÜbertragungenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Aal   „undurchschaubarer Mensch, der sich aus allen Verwicklungen herauswinden kann“

Quelle: Es ist ein schweres Stück Arbeit sie zu widerlegen. Sie sagt ja immer etwas ganz anderes, als was sie schon gesagt hat. Sie ist ein Aal, und sollten in der Zoologie schlaue Aale vorkommen, würde ich sagen: ein schlauer Aal (Dohm, Die Antifeministen, 1902).

Aalglätte   „unangreifbare Gewandtheit, Undurchsichtigkeit“

Quelle: Das Ergebnis klang im schlimmsten Fall wie der Ethno-Pop von Sting, entging dessen Aalglätte jedoch regelmäßig durch gekonnte Verspieltheit und Sinn für Dynamik (Berliner Zeitung, 17.07.2001). - Sie wählten Aalglätte vor der Härte solcher Filme wie Celui qui doit mourir (der sterben mußte) von Jules Dassin (Frankreich) (Die Zeit, 23.05.1957).

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Aal   „undurchschaubarer Mensch, der sich aus allen Verwicklungen herauswinden kann“

Quelle: Ebensogut hätte mein König eine Wolke umarmt, als seinen ehemaligen Kanzler, diesen schlanken, schmeidigen Aal festgehalten (C.F. Meyer, Der Heilige, 1879).

Aalglätte   „unangreifbare Gewandtheit, Undurchsichtigkeit“

Quelle: Bei Annesley, welcher trotz aller Maul-Schwärmerei nicht einer gewissen versteckten Aalglätte entbehrte und nur bei seiner krankhaften Sinnengier gepackt werden konnte, hatte sogar ein angebliches Heirathsversprechen herhalten müssen (Bleibtreu, Größenwahn, 1888).

MeronymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Aalblut   „Blut des Aals“

Quelle: Aalblut sollte daher nicht mit den Augen oder Schleimhäuten in Berührung kommen. Es kann zu Lähmungserscheinungen oder Erbrechen führen (https://de.wikipedia.org/wiki/Europäischer_Aal, gesehen am 4.8.2015). - Aalblut enthält ein Toxalbumin, das im Blute des Menschen wie Schlangengift wirkt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischgift).

Aalfett   „Fett des Aals“

Quelle: Hrolf schluckte und wischte sich das Aalfett aus den Mundwinkeln (Köster-Lösche, Das Drachenboot, 2015). - Diese in Japan als Hikan bekannte Erkrankung ließ sich ausgezeichnet beeinflussen durch Hühnerleber, Aalfett und Lebertran (Stepp/Kühnau/Schroeder, Die Vitamine und ihre klinische Anwendung, 1937).

Aalgalle   „Galle des Aals“

Quelle: Zur Nachbehandlung oder als Alternative zur Chemotherapie wird eine homöopathisch potenzierte Mischung aus Aalgalle, Weinessig, Honig, Weißwein und verschiedenen Gewürzen empfohlen (Dingermann/Hänsel/Zündorf, Pharmazeutische Biologie, 2013). - Aalgalle wurde als Schlafmittel gebraucht (Schweizer Rundschau 61, 1962).

Aalhaut   „Haut des Aals“

Quelle: Bis weit ins 19. Jahrhundert erhalten geblieben ist die Frisur in der preußischen Marine, wo die Matrosen ihre Zöpfe sehr fest flochten und mit Aalhaut überzogen oder mit geteerter Schnur umwickelten (https://de.wikipedia.org/wiki/Zopf, gesehen am 4.8.2015). - Die Balken der Decke sind dunkelbraun , wie geräucherte Aalhaut (Wiechert, Das einfache Leben, 1946).

Aalkopf   „Kopf des Aals“

Quelle: Der Aalkopf war um einen halben Meter verschleppt (Die Zeit, 26.01.1990). - Sehen Sie sich doch bloß die Spitzen an. Aalköpfe und Karpfenschnauzen mögen es sein, aber keine Zigarrenspitzen (Bergg, Ein Proletarierleben, 1913).

Aalleber   „Leber des Aals“

Quelle: An die zehn Frauen konnten bei der Geburt assistieren, sie bereiteten der Gebärenden Dampfbäder aus Gundelrebe und Hopfen, machten Umschläge aus gestoßener Aalleber und Branntwein (Scheule, Wir Freiheitsmüden, 2015). - Auch Aalleber galt als ein die Geburt erleichterndes Mittel (Allgemeine Fischerei-Zeitung 93, 1968).

Aalschwanz   „Schwanz des Aals“

Quelle: Sie duckt sich, dennoch trifft sie ein Aalschwanz im Genick (Preiwuß, Restwärme, 2014). - Fritz Weller versucht etwas anderes, wirft seinen dritten und letzten, heute zum ersten Male benutzten Blinter ins Wasser, läßt ihn unmittelbar hinter dem Aalschwanz auf den Grund sinken (Allgemeine Fischerei-Zeitung 48-50, 1923).

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Aalblut   „Blut des Aals“

Quelle: Hier liegt das Sympathetische nicht in dem Aalblut an sich, denn dieses wäre ein bloßes Heilmittel, wie viele andere, von denen man die Art, wie und wodurch sie wirken, nicht kennt (Germar, Die alte Streitfrage: Glauben oder Wissen?, 1856). - Ich habe noch das Mittel nicht versuchet, es kann aber seyn, daß das Aalblut ein Gegengift wider die Warzen sey (Plenk, Materia chirurgica oder Lehre von den Wirkungen der in der Wundarzney gebräuchlichen Heilmittel, 1777).

Aalenblut   „Blut des Aals“

Quelle: Vor die Kolik. Trinke Aalenblut mit Krausemünzenwasser vermischt, 3 Tage nacheinander Morgens und Abends, er wird sich wohl befinden (Glorez, Eröffnetes Wunderbuch, 1700).

Aalfett   „Fett des Aals“

Quelle: Es werden 4 Loth Aalfett, das nicht ausgebraten, sondern nach dem Schlachten aus dem Aal genommen ist, in einem glasirten Gefäße mit 2 Lth. Rosmarinöl und 1 Lth. Thymianöl unter gelinder Wärme zerlassen (Allgemeiner bayerischer National-Korrespondent, 1831). - Axungia anguillae, Aalfett, → Aal (Hahnemann, Apothekerlexikon, 1793, s.v. Axungia anguillae). - Nehmet Aalfett / Zwiebel-Safft und Hauswurzel mischets und lasset davon etwas in das Ohr (Pexertus, Kurtzer Begriff von allerley Kranckheiten, Leibes-Beschwerungen und anderen Accidentien, 1687).

Aalgalle   „Galle des Aals“

Quelle: Gallenstein (Mal.), gelbbraune feine Farbe, aus Hecht- u. Aalgalle bereitet, getrocknet, dann in Wasser aufgelöst u. gereinigt u. wieder eingetrocknet (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Gallenstein). - Die Aalgalle, oder andere Gallen, nehmen dergleichen Felle auch oft weg, daher auch des Tobiä Blindheit von dieser Art scheinet gewesen zu seyn (Heister, Kleine Chirurgie oder Handbuch der Wundarzney, 1730). - Wann man ein wenig Ochsen- Karpfen oder Aal-Galle / sonderlich aber die Letztere / in alle grüne / schwarze / graue und gelbe Farben menget / so bekommen solche einen absonderlich vortrefflichen Glas oder Glantz (Boutet, Grundmässige kurtze und sehr deutliche Anweisung zum Mignatur-Mahlen, 1702).

Aalhaut   „Haut des Aals“

Quelle: Der L. der Vergolder wird aus Aalhäuten gesotten u. mit etwas Eiweiß vermischt (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Leim). - In der ersten Bedeutung sagt man, daß die Schlangen ihre Haut ablegen, eine abgestreifte Schlangenhaut, eine Fischhaut, Aalhaut u.s.f. in welchem Falle das Wort Balg üblicher ist (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Haut). - Wider Verrenckungen der Glieder. Bind eine Aalhaut darüber (Schreger, Lustiger und nützlicher Zeitvertreiber, 1757).

Aalkopf   „Kopf des Aals“

Quelle: Frau Ziegel hatte still gelauscht, sie warf jetzt, hell auflachend, den Aalkopf in die Brühe (Regensburger Zeitung, 1843). - Wann man mit einem blutigen Aal-Kopf die Wartzen schmieret / und selbigen in die Erde gräbt / sobald er faulet / vergehen die Wartzen auch (Steinbock, Die noch nie genug gepriesene Kunst der edlen und hochschätzbaren Fischerey, 1730). - nimm alsdenn die drey Aal-Köpffe / und hebe einen Stein unter einer Dach-Trieffe auf / und lege sie darunter (Die sorgfältige Kinderwärterin, 1709).

Aalleber   „Leber des Aals“

Quelle: Bemerkenswerth ist aber, daß der Genuß von einer gekochten Ochsen-, Geis- oder Aal-Leber sich heilsam gegen Nachtblindheit erwiesen hat (Eisenmann, Die Krankheits-Familie Rheuma, 1841). - Helmontii Specificum ist gepülverte Aalleber (Grosses vollständiges Universal Lexicon aller Wissenschaften und Künste, 1740, s.v. Nachgeburt-Verhaltung).

Aalschwanz   „Schwanz des Aals“

Quelle: An einem Aalschwanz bleibt keine Klette hangen (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1880, s.v.). - Dieser Schwanz ist nicht rund, sondern von der Mitte an bis an das Ende, platt, beynahe wie ein Aalschwanz (Otto, Herrn von Büffons Naturgeschichte der vierfüssigen Thiere, 1785).

Europ. KontextInfo-Icon

Albanisch: ngjalë
Bosnisch: jegulja
Bretonisch: silienn
Bulgarisch: zmiorka
Englisch: eel
Estnisch: angerjas
Finnisch: ankerias
Französisch: anguille
Griechisch: chéli
Irisch: eascann
Isländisch: áll
Italienisch: anguilla
Kroatisch: jegulja
Lettisch: zutis
Litauisch: ungurys
Niederländisch: aal
Niederländisch: paling
Polnisch: węgorz
Portugiesisch: enguia
Rumänisch: anghilă
Russisch: ugorʹ
Serbisch: jegulja
Slowakisch: úhor
Slowenisch: jegulja
Spanisch: anguila
Tschechisch: úhoř
Türkisch: yılanbalığı
Ungarisch: angolna
Walisisch: llysywen
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