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Büro

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Neuhochdeutsch (Büro)

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Büroangestellte   „in einem Büro arbeitender Mensch“

Quelle: Jeden Werktagmorgen beim Hahnenschrei versammeln sich Fabrikarbeiter und Büroangestellte in Hanoi in Höfen zu fünfzehn Minuten Leibesübungen. (Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 405, nach DWDS). 

Bürobeamte   „in einem Büro arbeitende(r) Beamter/Beamtin“

Quelle: Die Buchhaltung selbst eines kleinen Krankenhauses erfordert einen höheren Verwaltungsbeamten, einen gehobenen Bürobeamten, einen einfachen Beamten und eine Schreibkraft. (Die Zeit, 25.03.1960, Nr. 13, nach DWDS). 

Bürochef   „Vorsteher/in eines Büros“

Quelle: Ein weiblicher Bürochef hat die gesamte Organisation in der Hand. (Die Zeit, 23.02.1976, Nr. 08, nach DWDS). 

Bürokauffrau   „Frau, deren Tätigkeitsbereich die kaufmännische Verwaltung und den Schriftverkehr umfasst“

Quelle: Wer wollte, konnte zunächst die Ausbildung zur Bürokauffrau berufsbegleitend abschließen. (Der Tagesspiegel, 30.06.2000, nach DWDS): 

Bürokaufleute   „Personen, deren Tätigkeitsbereich die kaufmännische Verwaltung und den Schriftverkehr umfasst“

Quelle: Bürokaufleute gibt es in allen Branchen und Wirtschaftsbereichen. Sie arbeiten im Handel, Handwerk und in Dienstleistungsbetrieben, in der Industrie, bei Behörden und Verbänden. Dort erledigen Sie zahlreiche verschiedene und abwechslungsreiche Tätigkeiten. (http://www.buerokaufmann.de/berufsbild/, 13.11.2017). 

Bürokaufmann   „Mann, dessen Tätigkeitsbereich die kaufmännische Verwaltung und den Schriftverkehr umfasst“

Quelle: Für eine Lehre als Bürokaufmann reicht leider die Zeit nicht. (Bild, 27.07.1999, nach DWDS). 

Bürokraft   „Person, deren Tätigkeitsbereich die kaufmännische Verwaltung und den Schriftverkehr umfasst“

Quelle: Sie hat sich einen Job gesucht als Bürokraft bei einem Architekten. (Süddeutsche Zeitung, 04.07.1998, nach DWDS). Kraft ist ein Abstraktum, das durch einen metonymischen Vorgang zu einer Personenbezeichnung wurde (vgl. Wache f. „Person, die die Wache durchführt“). 

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied
Büroleiter   „Vorsteher/in eines Büros“

Quelle: Unmittelbar vor der Wahl hat die pakistanische Regierung den Büroleiter der New York Times ausgewiesen. (Die Zeit, 11.05.2013, Nr. 20, nach DWDS). 

Bürovorsteher   „Vorsteher/in, Leiter/in eines Büros“

Quelle: Leni Milius war der Betrieb mit dem "ollen Knopp", ihrem Bürovorsteher, zu eng geworden. (Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 325, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Geräte(teil)bezeichnung im Hinterglied
Büroklammer   „kleine Metallklammer zum Zusammenhalten von Papierbögen“

Quelle: Er heftete sie mit einer Büroklammer zusammen und steckte ein Zettelchen mit dem Gesamtbetrag dazu. (Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 214, nach DWDS). 

Bürolampe   „Lampe in einem Büro“

Quelle: Ihr Regierungssitz ist ein dezentes Ensemble aus vier Tischen mit altmodischen schwarzen Bürolampen und einigen Stühlen vor einer hohen Bretterwand. (Süddeutsche Zeitung, 05.10.1994, nach DWDS). 

Büromaschine   „Maschine, technisches Gerät in einem Büro“

Quelle: Er ist 56 Jahre alt, er hat vier Kinder, der Betrieb, in dem er bis zur Wende gearbeitet hat, stellte Büromaschinen her. (Süddeutsche Zeitung, 29.04.2002, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied
Büroarbeit   „Arbeit in einem Büro“

Quelle: Bei einem Frühstück oder einer Abendgesellschaft kann der geschickte Propagandist oft mehr erreichen als durch drei Tage emsiger Büroarbeit. (Schultze-Pfaelzer, Gerhard: Propaganda, Agitation, Reklame, Berlin: Stilke 1923, S. 147, nach DWDS). 

Bürojob   „Büroberuf, Arbeit in einem Büro“

Quelle: Obwohl das doch ziemlich sicher auf einen eintönigen Bürojob hinausgelaufen wäre? (Süddeutsche Zeitung, 30.04.2004, nach DWDS). 

Büroschluss   „tägliches Ende der Arbeit in einem Büro“

Quelle: Hausmanns hält dagegen, dass die meisten Spiele am späten Nachmittag oder am frühen Abend gespielt werden, nach Büroschluss also. (Der Tagesspiegel, 18.04.2000, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied
Bürovermietung   „Vermietung von Büros“

Quelle: Die Einzelhandelsflächen sind zu 70 Prozent vermietet; die Bürovermietung läuft allerdings schleppend. (Süddeutsche Zeitung, 26.11.1997, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Gebäude(teil)bezeichnung im Hinterglied
Bürogebäude   „Gebäude oder Haus, in dem Büros vorhanden sind“

Quelle: Oder ein vermeintlich fensterloses Lagerhaus entlarvt sich erst bei genauem Hinsehen als Bürogebäude. (Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 159, nach DWDS). 

Bürohaus   „Gebäude oder Haus, in dem Büros vorhanden sind“

Quelle: In einem von den tausend Zimmern des großen Bürohauses rasselt der Fernsprecher. (Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 426, nach DWDS). 

Bürohochhaus   „Hochhaus mit Büros“

Quelle: Wenn es eine Konzertagentur »West« gibt, findet sich in einem ähnlichen Bürohochhaus gewiß auch eine Agentur »Ost«. (Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 1047, nach DWDS). 

Büroimmobilie   „Gebäude mit Büros“

Quelle: Dort hat das Unternehmen Büroimmobilien errichtet, die wir besichtigt haben. (Der Tagesspiegel, 25.02.2000, nach DWDS). 

Büroraum   „Raum, das für den Zweck der Büroarbeit eingerichtet ist“

Quelle: Der Name kam beim Renovieren unserer Büroräume zustande, als wir alle möglichen Namen durcheinander geworfen haben. (Der Tagesspiegel, 09.01.2001, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Hausratbezeichnung als Hinterglied
Bürobedarf   „notwendige Einrichtungsgegenstände in einem Büro“

Quelle: Aus simplen Materialien - vorzugsweise im Bürobedarf entstanden - rekonstruiert er die einstigen Ikonen der Rationalität. (Süddeutsche Zeitung, 20.04.1995, nach DWDS). 

Büroleiter   „Leiter in einem Büro“

Quelle: Zugegeben, auf einer Büroleiter kann man nach oben steigen, aber das ist auch schon alles. (Die Welt, 04.09.2003, nach DWDS). 

Büromöbel   „Einrichtungsgegenstände in einem Büro“

Quelle: Alles war durchorganisiert und mit Büromöbeln ausgestattet und kam mir eher wie ein komponiertes Chaos vor. (Die Zeit, 23.09.2013, Nr. 38, nach DWDS). 

Büroschreibtisch   „Schreibtisch in einem Büro“

Quelle: Neben dem faulen Müller und dem fiesen Lehmann könnte am gegenüberliegenden Büroschreibtisch auch noch der unfreundliche Herr Schulze sitzen. (Die Welt, 06.05.2000, nach DWDS). 

Bürostuhl   „(meist ergonomisch geformter, gepolsteter) Stuhl in einem Büro“

Quelle: Eine zusammengelegte Decke auf dem Bürostuhl macht das Sitzen bequemer. (Der Tagesspiegel, 19.04.2001, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Zeitbezeichnung als Hinterglied
Bürostunde   „Stunden, die in einem Büro (mit Arbeit) verbracht werden müssen; Öffnungszeiten eines Büros“

Quelle: Bürostunden sind montags bis freitags jeweils von 9 bis 17 Uhr. (Süddeutsche Zeitung, 26.11.1997, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Materiebezeichnung als Hinterglied
Büroluft   „Luft in einem Büro“

Quelle: Die Kohlendioxidwerte waren in der Spitze sogar zehnmal höher als in normaler Büroluft. (Die Welt, 06.10.2005, nach DWDS). 

Älteres Neuhochdeutsch (Bureau)

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Bürobeamter   „Beamter, der im Büro arbeitet“

Quelle: Um der Unsicherheit auf rechtlichem Gebiet ein Ende zu machen, sollten alle geltenden Bestimmungen des öffentlichen, privaten und sakralen Rechtes gesammelt und aufgezeichnet werden; die damit betrauten Bürobeamten verschleppten den Abschluß freilich von Jahr zu Jahr und wußten aus ihrer Befugnis, die Satzungen aufzutreiben und zu publizieren, gar manchen illegitimen Gewinn zu ziehen. (Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 21349, nach DWDS).

Bureaumensch   „jemand, der im Büro arbeitet“

Quelle: Bureau heißt ursprünglich nur das grobe, in der Regel grüne Tuch, mit welchem der Schreibtisch überzogen war; das Wort ging dann auf den Schreibtisch selbst über (Cylinderbureau); demnächst auf das Zimmer und besonders auf die Amtsstube, von welcher aus es der stetig zunehmenden Begriffserweiterung wie der Schatten dem Körper folgte, und zwar in den Ausdrücken: Bureauwesen, Bureaumensch, Bureauverfassung, Bureaukratie &c. (Beyer, Conrad: Deutsche Poetik. Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart. Erster Band. Stuttgart, 1882, nach DTA). 

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied
Bureaukratie   „Herrschaft des Büros als Ort von Beamten“

Quelle: Bureau heißt ursprünglich nur das grobe, in der Regel grüne Tuch, mit welchem der Schreibtisch überzogen war; das Wort ging dann auf den Schreibtisch selbst über (Cylinderbureau); demnächst auf das Zimmer und besonders auf die Amtsstube, von welcher aus es der stetig zunehmenden Begriffserweiterung wie der Schatten dem Körper folgte, und zwar in den Ausdrücken: Bureauwesen, Bureaumensch, Bureauverfassung, Bureaukratie &c. (Beyer, Conrad: Deutsche Poetik. Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart. Erster Band. Stuttgart, 1882, nach DTA). 

Bureauwesen   „Ordnung des Büros als Ort von Beamten“

Quelle: Bureau heißt ursprünglich nur das grobe, in der Regel grüne Tuch, mit welchem der Schreibtisch überzogen war; das Wort ging dann auf den Schreibtisch selbst über (Cylinderbureau); demnächst auf das Zimmer und besonders auf die Amtsstube, von welcher aus es der stetig zunehmenden Begriffserweiterung wie der Schatten dem Körper folgte, und zwar in den Ausdrücken: Bureauwesen, Bureaumensch, Bureauverfassung, Bureaukratie &c. (Beyer, Conrad: Deutsche Poetik. Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart. Erster Band. Stuttgart, 1882, nach DTA). 

Bureauverfassung   „Ordnung im Bereich von Büros als Ort von Beamten“

Quelle: Bureau heißt ursprünglich nur das grobe, in der Regel grüne Tuch, mit welchem der Schreibtisch überzogen war; das Wort ging dann auf den Schreibtisch selbst über (Cylinderbureau); demnächst auf das Zimmer und besonders auf die Amtsstube, von welcher aus es der stetig zunehmenden Begriffserweiterung wie der Schatten dem Körper folgte, und zwar in den Ausdrücken: Bureauwesen, Bureaumensch, Bureauverfassung, Bureaukratie &c. (Beyer, Conrad: Deutsche Poetik. Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart. Erster Band. Stuttgart, 1882, nach DTA). 

Komplementärbegr. & OppositionenInfo-Icon

Neuhochdeutsch (Büro)

Allgemein
Gerichtssaal

Quelle: So hofft der akademische Frauenbund in einem Aufrufe, daß nun alle offenen Stellen in Schulen, Büros und Gerichtssälen von Frauen besetzt werden würden, um dadurch immer mehr Männer für den Heeresdienst frei zu machen. (Langemann, Ludwig; Hummel, Helene: Frauenstimmrecht und Frauenemanzipation. Berlin, 1916, nach DTA). 

Kontor

Quelle: Von ganz besonderem Interesse sind derartige Büro-Einrichtungen und -Ausstattungen augenblicklich gerade deshalb, weil die ominösen Iden des März herrannahen, welche uns an den Termin des Quartalswechsels gemahnen, der in vielen Fällen eine völlige Umwälzung für solche Geschäftsleute bedeutet, die ihre bisherigen Lokalitäten und Büros mit anderen vertauschen. (Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 01.03.1908, nach DWDS). 

Schule

Quelle: So hofft der akademische Frauenbund in einem Aufrufe, daß nun alle offenen Stellen in Schulen, Büros und Gerichtssälen von Frauen besetzt werden würden, um dadurch immer mehr Männer für den Heeresdienst frei zu machen. (Langemann, Ludwig; Hummel, Helene: Frauenstimmrecht und Frauenemanzipation. Berlin, 1916, nach DTA). 

HyperonymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch (Büro)

Allgemein
Gebäude

Quelle: Weiter nach Osten, an der Leipziger Straße, wo früher die Techno-Disco Tresor war, entstehen zurzeit drei Gebäude mit Wohnungen, Büros und Geschäften. (Berliner Zeitung, 07.09.2005, nach DWDS). 

Haus

Quelle: Helmut Schmidts Büro im sechsten Stock unseres Hauses wirkt so, als käme er gleich wieder. (Die Zeit, 07.01.2016 (online), nach DWDS).

Älteres Neuhochdeutsch (Bureau)

Allgemein
öffentliches Gebäude

Quelle: Die öffentlichen Gebäude, wie das Hotel oder Bureau des Comptes, und selbst das grosse, ganz isolirte Theater, sind neu und schön, wenn gleich nicht fehlerfrei. (Forster, Georg: Ansichten vom Niederrhein. Bd. 2. Berlin, 1791, nach DTA). 

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Neuhochdeutsch (Büro)

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Vorderglied
Bürgerbüro   „Büro für die Bürger; Büro des Chefs“

Quelle: Er will den Service im Bürgerbüro in der Fröbelstraße verbessern, damit die Bürger weniger warten müssen. (Bild, 23.05.2001, nach DWDS). 

Chefbüro   „Büro des Chefs“

Quelle: Aufgezeichnet wurden diese Bänder seit 1993 in einem spärlich möblierten Raum, im mit drei versteckten Kameras verwanzten Chefbüro der SIN-Zentrale von Lima. (Die Welt, 07.04.2001, nach DWDS). 

Frauenbüro   „Büro für Frauenfragen“

Quelle: Schon der Ausstellungsort, das Frauenbüro, entwickelte sich erwartungsgemäß zu einer unüberwindlichen männlichen Hemmschwelle. (Die Zeit, 05.11.2012, Nr. 45, nach DWDS). 

Personalbüro   „Büro für Personal(akten)“

Quelle: Auch was ein Exxon-Mensch nach Feierabend tut, mit wem er sich herumtreibt und in welchen sozialen Schichten er sich bewegt, wird gelegentlich im Personalbüro festgehalten. (Der Spiegel, 21.12.1981, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Berufsbezeichnung als Vorderglied
Abgeordnetenbüro   „Büro eines/r Abgeordneten“

Quelle: Ganz am Ende des Ganges im neuen Jakob-Kaiser-Haus hat er sich vor kurzem sein Abgeordnetenbüro eingerichtet. (Der Tagesspiegel, 21.02.2002, nach DWDS). 

Anwaltsbüro   „Büro eines Anwalts/einer Anwältin“

Quelle: Die neueste Vorgehensweise der Täter ist, sich als Mitarbeiter eines Anwaltsbüros auszugeben. (Die Welt, 19.07.2003, nach DWDS). 

Architektenbüro   „Büro eines Architekten/einer Architektin“

Quelle: In Nordrhein-Westfalen gab es nur drei offene Realisierungswettbewerbe für rund 6500 freie Architektenbüros. (Der Spiegel, 03.12.1984, nach DWDS). 

Ingenieurbüro   „Büro eines/r Ingenieur/in“

Quelle: Anders stand es mit der Unternehmer- und Kaufmannsschicht des Reichs – sie war mancherorts in einem fast halbkolonialen Ausmaß von ausländischen Kapitalien abhängig, in ihren Verwaltungs- und Ingenieurbüros hatten die Deutschen, die Engländer, Belgier und Franzosen das Sagen. (Schlögel, Karl: Petersburg, München Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 340, nach DWDS). 

Ingenieursbüro   „Büro eines/r Ingenieur/in“

Quelle: Nach diesen Studien beginnen die Ingenieursbüros, Maße und Stärke der Motoren zu bestimmen, und in den Studios der Formgestaltung fängt man an zu skizzieren. (Die Zeit, 13.09.1963, Nr. 37, nach DWDS). 

Kanzlerbüro   „Büro der/r Kanzlers/Kanzlerin“

Quelle: Neben diesen Abteilungen, gewissermaßen abteilungsfrei, stehen das Außenpolitische Büro, das Kanzlerbüro und das Planungsbüro. (Böckenförde, Ernst-Wolfgang: Die Organisationsgewalt im Bereich der Regierung, Berlin: Duncker u. Humblot 1964, S. 231, nach DWDS). 

Ministerbüro   „Büro eines/r Minister/in“

Quelle: Am Mittwochmittag vergangener Woche sitzt Annette Schavan am Besuchertisch ihres Ministerbüros in Berlin-Mitte. (Zeit Magazin, 31.01.2013, Nr. 06, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied
Architekturbüro   „Büro eines Architekten/einer Architektin“

Quelle: Danach hatte er ein eigenes Architekturbüro mit M. Bräuer und U. Baumbach in Rostock. (Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - B. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 1994, nach DWDS). 

Auskunftsbüro   „Büro für Auskünfte“

Quelle: Den Kaak-Förderern schwebt eine Cafeteria oder ein Auskunftsbüro für Touristen vor. (Die Zeit, 15.04.1983, Nr. 16, nach DWDS). 

Beratungsbüro   „Büro für eine Beratung“

Quelle: Bis Monatsende soll ein Beratungsbüro beauftragt werden, ein Konzept für die betriebswirtschaftliche und verfahrenstechnische Betreuung zu erarbeiten. (Bild, 26.09.2005, nach DWDS). 

Ehevermittlungsbüro   „Büro für Ehevermittlung“

Quelle: Ein älteres Mädchen, das gern heiraten möchte, wendet sich an ein Ehevermittlungsbüro. (Die Zeit, 15.11.1968, Nr. 46, nach DWDS). 

Heiratsbüro   „Büro für Ehevermittlung“

Quelle: "Die Leute rufen zu Dutzenden an und wollen heiraten", berichtet Gerhard Benedikt, der in München das Heiratsbüro leitet. (Süddeutsche Zeitung, 20.07.2001, nach DWDS). 

Informationsbüro   „Büro für Informationen“

Quelle: Nach der Konferenz wurden diese Richtlinien in einem Telegramm des französischen Informationsbüros zusammengefaßt. (o. A.: Einundfünfzigster Tag. Dienstag, 5. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 6928, nach DWDS). 

Literaturbüro   „Büro für Literatur“

Quelle: Da haben sich Goethe-Institut und Literaturbüro in Düsseldorf eine kultiviertere Variante des Jagens ausgedacht. (Die Welt, 25.08.2000, nach DWDS). 

Nachrichtenbüro   „Büro für Nachrichten“

Quelle: Das sowjetische Nachrichtenbüro dementiert Nachrichten über eine Einstellung des internationalen Zeitungsaustausches mit der sowjetischen Zone. (o. A.: 1948. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 10224, nach DWDS). 

Organisationsbüro   „Büro für Organisation“

Quelle: Der Befehlshaber errichtet ein Organisationsbüro und richtet eine Kommandokette ein. (Archiv der Gegenwart, 2001 [1965], nach DWDS). 

Planungsbüro   „Büro für Planung“

Quelle: Neben diesen Abteilungen, gewissermaßen abteilungsfrei, stehen das Außenpolitische Büro, das Kanzlerbüro und das Planungsbüro. (Böckenförde, Ernst-Wolfgang: Die Organisationsgewalt im Bereich der Regierung, Berlin: Duncker u. Humblot 1964, S. 231, nach DWDS). 

Tagungsbüro   „Büro für die Organisation von Tagungen“

Quelle: Im Tagungsbüro erhalte ich ein dickes Ringbuch mit farbigen Zwischenblättern, einen spitzen Bleistift zum Männchenmalen und mein Namensschild. (Die Zeit, 19.05.1989, Nr. 21, nach DWDS). 

Verbindungsbüro   „Büro, in dem Verbindungen zwischen Organisationen hergestellt werden“

Quelle: In Bonn wird ein Verbindungsbüro der britisch-amerikanischen Militärgouverneure zum Präsidium des Parlamentarischen Rates in Bonn eingerichtet. (o. A.: 1948. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 30545, nach DWDS). 

Vermittlungsbüro   „Büro, in dem Personal oder anderes vermittelt wird“

Quelle: Diese können nicht auf dem "freien Markt", sondern nur über staatliche Vermittlungsbüros angeworben werden. (Archiv der Gegenwart, 2001 [1995], nach DWDS). 

Übersetzungsbüro   „Büro für Übersetzungen“

Quelle: Die Übersetzung ist vom Übersetzungsbüro des Sekretariats angefertigt und mir in dieser Fassung zugänglich gemacht. (o. A.: Neunter Tag. Freitag, 30. November 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 24492, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Vorderglied
Fundbüro   „Büro, in dem gefundene Sachen abgegeben bzw. abgeholt werden können“

Quelle: Die gefundenen Sachen werden in ein Fundbuch eingetragen, 1 Woche aufbewahrt und nach Ablauf gegen Quittung beim öffentlichen Fundbüro abgegeben. (Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 288, nach DWDS). 

Reisebüro   „Büro, in dem Reisen gebucht werden können“

Quelle: Ich ging auf den Rat der mexikanischen Herren auf das mexikanische Reisebüro. (Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 177, nach DWDS). 

Wahlbüro   „Büro für die Durchführung von Wahlen“

Quelle: Um an der Online-Wahl teilzunehmen, musste man sich rechtzeitig vor der Wahl im Wahlbüro der Universität anmelden. (C't, 2001, Nr. 3, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied
Baubüro   „Büro, das für das Bauen und die diesbezüglichen rechtlichen Fragen zuständig ist“

Quelle: Andy lebt mit seiner Familie wieder im Bungalow am Haus und leitet das Baubüro der Grundstücksverwaltung wie früher. (Degenhardt, Franz Josef: Für ewig und drei Tage, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 342, nach DWDS). 

Werbebüro   „Büro für alle bei der Werbung anfallenden Arbeiten“

Quelle: Karl Gerstner ist, was die Breite seiner Angebotspalette anlangt, ein geistiger Nachfahre der Holbeins, die vor 400 Jahren in Basel ebenfalls so etwas wie ein Werbebüro betrieben, das Aufträge jeder Art ausführte: Tafelbilder, Entwürfe zu Glasscheiben, Schmuckstücken, Reklametafeln, Innendekorationen, architektonische Entwürfe. (Die Zeit, 10.01.1969, Nr. 02, nach DWDS). 

Wettbüro   „Büro, in dem gewettet werden kann“

Quelle: Die meisten privaten Wettbüros sind illegal, rund 80 müssten besser heute als morgen geschlossen werden. (Der Tagesspiegel, 26.01.2005, nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit Konkretum als Vorderglied
Ausschnittbüro   „Büro, das auf Bestellung Zeitungsausschnitte sammelt“

Quelle: Der Verlag Carl Hoym in Hamburg hat für das Jahr 1926 einen Arbeiterkalender herausgebracht, der als eine Illustrierung unsrer alten Forderung gelten darf: hier haben wir die Tendenzfotografie in ihrer höchsten Vollkommenheit, Als ich hier neulich davon sprach, daß die Fotografie eine gefährliche Waffe im politischen Kampf sein könnte, wenn man sie nur benutzen wollte, griff die nationalistische Provinzpresse das auf, und von Bogenhausen bis Palmnicken ergoß sich ein Strom von Talentlosigkeit in unser Ausschnittbüro. (Tucholsky, Kurt: Abreißkalender. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], nach DWDS). 

substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied
Regionalbüro   „regionales Büro“

Quelle: Danach war er Bereichsleiter für Infektionsschutz im Ministerium für Gesundheitswesen und Mitarbeiter des Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation Europa in Kopenhagen. (Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - D. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 15989, nach DWDS). 

Zentralbüro   „zentrales Büro“

Quelle: Das deutsche Zentralbüro der BBC befand sich bislang in Bonn. (Die Welt, 09.07.1999, nach DWDS). 

Älteres Neuhochdeutsch (Bureau)

Bedeutung „Amtszimmer“
Werbbureau   „Büro zur Werbung bzw. Ausmusterung von Soldaten“

Quelle: Er sagte mir nun, wir gingen jetzt gerade auf Bern ins werbbureau; dort werde meine kapitulation ausgefertigt und das handgeld mir ausgezahlt werden. (Gotthelf, jeremias, Ges. Schr. (1855) 1, 227, nach DWb). 

Bedeutung „Tisch“
Cylinderbureau   „zylinderförmiger Tisch“

Quelle: Bureau heißt ursprünglich nur das grobe, in der Regel grüne Tuch, mit welchem der Schreibtisch überzogen war; das Wort ging dann auf den Schreibtisch selbst über (Cylinderbureau); demnächst auf das Zimmer und besonders auf die Amtsstube, von welcher aus es der stetig zunehmenden Begriffserweiterung wie der Schatten dem Körper folgte, und zwar in den Ausdrücken: Bureauwesen, Bureaumensch, Bureauverfassung, Bureaukratie &c. (Beyer, Conrad: Deutsche Poetik. Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart. Erster Band. Stuttgart, 1882, nach DTA). 

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Neuhochdeutsch (Büro)

Allgemein
Bretterwand

Quelle: Eines Tages jedoch klebte auch eins davon an der Bretterwand des Büros, quer über das Gesicht war ein schmutziges Schimpfwort geschrieben. (Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 713, nach DWDS). 

Fenster

Quelle: Der Mann riß aus dem Papier, mit dem er im Büro seine Fenster auf Bitten der Frau beklebt hatte, nachträglich am Rand kleine Streifen heraus. (Weyrauch, Wolfgang: Die Ehe. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 360, nach DWDS). 

Stuhl

Quelle: Seine Frau hat einen schönen braunen Pelz getragen, und die Kinder waren dick und rund und eingebildet, andererseits, sein Büro roch nach Schimmel, klein und schäbig, nur Tisch und Stuhl und blanke Wand, er hat es seufzend vorgewiesen und gefragt. (Becker, Jurek: Jakob der Lügner, Berlin: Aufbau-Verl. 1969, S. 177, nach DWDS). 

Tisch

Quelle: Seine Frau hat einen schönen braunen Pelz getragen, und die Kinder waren dick und rund und eingebildet, andererseits, sein Büro roch nach Schimmel, klein und schäbig, nur Tisch und Stuhl und blanke Wand, er hat es seufzend vorgewiesen und gefragt. (Becker, Jurek: Jakob der Lügner, Berlin: Aufbau-Verl. 1969, S. 177, nach DWDS). 

Wand

Quelle: Seine Frau hat einen schönen braunen Pelz getragen, und die Kinder waren dick und rund und eingebildet, andererseits, sein Büro roch nach Schimmel, klein und schäbig, nur Tisch und Stuhl und blanke Wand, er hat es seufzend vorgewiesen und gefragt. (Becker, Jurek: Jakob der Lügner, Berlin: Aufbau-Verl. 1969, S. 177, nach DWDS). 

SynonymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch (Büro)

Allgemein
Amtsstube

Quelle: Werden wir, da nun eine Frau den Anfang gemacht hat, in Büros und Amtsstuben nur noch in wenige offene Gesichter schauen können, wenn wir nicht flugs ein Burkaverbot erlassen? (Die Zeit, 02.02.2011, Nr. 5, nach DWDS). 

Amtszimmer

Quelle: Solche Ergänzungsbauten erhält zum Beispiel Außenminister Klaus Kinkel, der ins ehemalige Gebäude des SED-Zentralkomitees am Werderschen Markt einzieht - das ehemalige Büro Erich Honeckers wird sein Amtszimmer. (Berliner Zeitung, 19.06.1996, nach DWDS). 

Arbeitszimmer

Quelle: In Millionen Büros und Arbeitszimmern ist Windows weltweit bereits auf diversen Computern und Laptops installiert. (Die Zeit, 28.03.2014, Nr. 14, nach DWDS). 

Geschäftszimmer

Quelle: Seht in Arbeitsheime, in Pensionen, in Handwerksstuben, in Büros, in Geschäftszimmer, in kleine Fabrikbetriebe, in Ämter! (Tucholsky, Kurt: Die kleinen Könige. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 1045, nach DWDS). 

Schreibstube

Quelle: Das Büro, die „Schreibstube“ des Kanzlers, wie das Quartier seiner Ghostwriter genannt wird, ist zu dieser Vormittagsstunde leer, als sei ein Feiertag. (Die Zeit, 28.11.1980, Nr. 49, nach DWDS). 

Älteres Neuhochdeutsch (Bureau)

Bedeutung „Amtszimmer“
Amtsräumlichkeit

Quelle: Es kann in einem und demselben Gebäude eine juristisch verschiedene Wehrhaftigkeit der einzelnen Teile gegeben sein: die Versperrung des Zuganges zu den Amtsräumlichkeiten, Büreaus, Sitzungssälen wird ohne weiteres polizeilich mit Gewaltanwendung beseitigt werden; wenn aber etwa der Mieter eines Gewölbes im Dienstgebäude nur den Zugang zur Dienstwohnung durch Warenaufstapelung und dergleichen erschwert, so gilt Civilrecht. (Mayer, Otto: Deutsches Verwaltungsrecht. Bd. 1. Leipzig, 1895, nach DTA). 

Sitzungssaal

Quelle: Es kann in einem und demselben Gebäude eine juristisch verschiedene Wehrhaftigkeit der einzelnen Teile gegeben sein: die Versperrung des Zuganges zu den Amtsräumlichkeiten, Büreaus, Sitzungssälen wird ohne weiteres polizeilich mit Gewaltanwendung beseitigt werden; wenn aber etwa der Mieter eines Gewölbes im Dienstgebäude nur den Zugang zur Dienstwohnung durch Warenaufstapelung und dergleichen erschwert, so gilt Civilrecht. (Mayer, Otto: Deutsches Verwaltungsrecht. Bd. 1. Leipzig, 1895, nach DTA). 

Zimmer

Quelle: Bedarf der elektrische Telegraph keiner eigenen, hoch liegenden Gebäude, sondern kann in jedes Zimmer, in jedes Bureau geleitet seyn. (Soemmerring, Samuel Thomas von: Über einen elektrischen Telegraphen. In: Denkschriften der Königlichen Akademie der Wissenschaften. Classe der Mathematik und Physik. 1809/1810 (1811), S. 401-414, nach DTA). 

Bedeutung „Tisch“
Schreibepult

Quelle: Das unübertrefflichste Produkt dieses Künstlers aber ist ein Büreau oder Schreibepult, welches die Kaiserinn dem Kunstkabinett der Akademie der Wissenschaften vor einigen Jahren schenkte. (Storch, Heinrich Friedrich von: Gemählde von St. Petersburg. Bd. 2. Riga, 1794, nach DWDS). 

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