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Hecht

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Allgemein
Hecht im Karpfenteich

Quelle: Es zog ein Mann im Rathaus ein, / Als Hecht im Karpfenteich, / Die Waden drückte er stramm durch, / Sein Rückgrat war nicht weich (Löns, Ulenspeigels Ausgewählte Lieder, 1908). - Auch pflegt man in die Karpfenteiche einige kleinere Hechte zu setzen, die den Karpfen nicht gefährlich werden, sie aber beunruhigen und verhindern, sich in den Schlamm einzugraben (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Hecht [1]).

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Allgemein
Hecht im Karpfenteich

Quelle: Alles in allem war der „General“ eine Lieblingsfigur auf Schloß Guse, auch der Hecht im Karpfenteich (Fontane, Vor dem Sturm, 1878). - Wenn der Narr seinen Fischstand vermehren will, so setzt er Hechte in den Karpfenteich (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1873, s.v. Narr). - Auch zieht man H-e mit in Karpfenteichen, da sie als Raubfische immer herumstreichen u. dadurch die größeren Karpfen in Bewegung setzen u. verhindern, daß diese sich zu lange in den Teichschlamm verkriechen (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]).

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Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied
Hechtart   „Art von Hechten“

Quelle: Der Kettenhecht (Esox niger) ist eine Hechtart, die im östlichen Nordamerika vom kanadischen Nova Scotia bis zum südlichen Florida vorkommt (https://de.wikipedia.org/wiki/Kettenhecht, gesehen am 8.8.2015). - Seit langem wird in den Fischerbrütungsanlagen der USA und Kanadas eine Hechtart aufgezogen, die unserem Hecht, der dort auch vorkommt, in seiner Wachstumsleistung überlegen ist, Esox masquinongy (Fischerei-Forschung 7-8, 1969).

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied
Hechtteich   „Teich, in dem Hechte leben“

Quelle: Im Jahre 1679 gab es einen Forellen-, einen Karpfen- und einen Hechtteich (https://de.wikipedia.org/wiki/Küchengarten_(Linden), gesehen am 8.8.2015). - Im Gegensatz zum Forellenteich war der Hechtteich meist nicht ganz ablaßbar (Zeitschrift für Fischerei und deren Hilfswissenschaften 23, 1925).

Hechtenteich   „Teich, in dem Hechte leben“

Quelle: Wir wateten im Sande / Des Hechtenteichs, der bei der Mühle lag (Wildgans, Dies irae, 1918).

Hechtwasser   „Gewässer, in dem Hechte leben“

Quelle: Er wollte der Wal im Hechtwasser sein (Plessen, Kohlhaas, 2011). - Während der Wurmangler nur selten einmal einen „Pudel" sich leistet, richtet der Spinnangler, insbesondere der nebenbei alles vergrämende Anfänger, im Forellen-, wie auch namentlich im Hechtwasser, mehr Unheil und Schaden an (Allgemeine Fischereizeitung, 1914).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Hechtangel   „Angel für den Hechtfang“

Quelle: Dort wuchs Hermann auf und verbrachte viel Zeit mit Bauern und Fischern am Chiemsee, sah und erlernte deren Handwerk: Netze spannen, Schlepp- und Hechtangel legen, den Einbaum auf dem See führen (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Groeber, gesehen am 8.8.2015). - Stell- oder Standangeln von sehr beschränkter Verbreitung sind die Hechtangel und die Stintangel von der schwedischen und finnischen Ostseeküste (Handbuch der Seefischerei Nordeuropas, 1942).

Hechtkreuz   „Amulett aus dem Kreuzbein des Hechtkopfs“

Quelle: Eine Ausnahme bildet der Hecht - denn er trägt das Leiden Christi im Kopf, das sogenannte Hechtkreuz (Müns, Von Brautkrone bis Erntekranz, 2002). - Nur das Hechtkreuz, das man auf der bloßen Brust trägt, schützt vor dem leeren, erfrorenen Blick (Engel, Claus Störtebecker, 1921).

Hechtschnarre   „Angelgerät für den Hechtfang“

Quelle: In seiner Not nahm Störtebeker schließlich die Hechtschnarre zur Hand und lief mit dem Bambusstock grabenauf und grabenab, um einen Hecht zu erwischen (Fock, Seefahrt ist not!, 1913).

Hechtspeer   „Speer für den Hechtfang“

Quelle: Dann rammte man ihm einen eigens gefertigten Hechtspeer in den Leib (Kieling, Durchs wilde Deutschland, 2012). - Es ist ein Segen, daß der früher zur Anwendung gelangte Hechtspeer als verbotenes Gerät weder benützt noch gehandelt werden darf (Allgemeine Fischerei-Zeitung 63-64, 1938).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied
Hechtbrut   „Brut des Hechts“

Quelle: Kontrolleure stellten jetzt fest, daß in Dutzenden von künstlichen Teichen im Frühsommer Hechtbrut ausgesetzt worden ist (Die Zeit, 29.09.1955). - Rotseuche ist eine akut verlaufende Erkrankung der Hechtbrut (Esox lucius), die mit großen Verlusten einhergeht (Rolle/Mayr, Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre, 2007).

Hechtfang   „das Fangen von Hechten“

Quelle: In anderen EU-Ländern wie beispielsweise den Niederlanden, ist man beim Hechtfang generell verpflichtet, die gefangenen Fische wieder lebend ins Gewässer zurückzusetzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Angeln_(Fischfang), gesehen am 8.8.2015). - Wer Gelegenheit hat, den Hechtfang unter dem Eise zu betreiben, der ist fürwahr ein Auswählter unter den Petrusjüngern (Allgemeine Fischereizeitung 54-55, 1929).

Hechtlaich   „Laich des Hechts“

Quelle: Der hochwasserfreie Gewässerausbau hatte für diese Art zur Folge, dass Überschwemmungen zu schnell abfließen, so dass dem Hechtlaich nicht genügend Zeit bleibt, sich zu entwickeln (Adam/Lehmann, Ethohydraulik, 2011). - Es ist in den letzten Jahren beobachtet worden, daß die Wollhandkrabben eine große Vorliebe für Hechtlaich zeigen (Fischerei-Zeitung 39, 1936).

Hechtlaiche   „das Laichen des Hechts“

Quelle: Demzufolge mußte bereits in der Frühjahrszeit der Edersee zusätzlich Wasser liefern, so daß während der Hechtlaiche sehr oft die Hechteier trocken fielen und vernichtet wurden (Allgemeine Forst und Jagdzeitung 135-136, 1964).

Hechtsatz   „Brut des Hechts, die für die Zucht in ein Gewässer gesetzt wird“

Quelle: Im allgemeinen ist die Nachfrage größer als das Angebot an Satzfischen dieser Art. Der Hechtsatz darf keinesfalls übertrieben werden (Rehbronn, Handbuch für den Sportfischer, 1964).

Hechtbagger   „Hechtsprung beim Volleyball“

Quelle: Möglich ist allerdings auch eine Deutung mit hecht- als verbalem Vorderglied, da der Hechtbagger ein gehechteter Bagger ist. - Ein Hechtbagger kommt zum Einsatz, wenn der Ball nicht mehr im Laufen, sondern nur noch durch einen Hechtsprung erreicht werden kann (https://de.wikipedia.org/wiki/Volleyball, gesehen am 8.8.2015). - Wir haben auch alle einsehen gelernt, daß der Hechtbagger nach unerreichbaren Bällen in einem Spiel für die Kampfmoral einer Mannschaft eine hohe Bedeutung haben kann (Gabler, Praxis der Psychologie im Leistungssport, 1979).

Hechtsatz   „Hechtsprung, Sprung mit gestrecktem Körper“

Quelle: Mit einem Hechtsatz stülpte Erki seinen Körper über den entsetzt aufkreischenden Gockel (Nicolaisen, Mord am Schleiufer, 2015). - Mit einem Hechtsatz war Frater Klaudius wieder auf seinem Bänklein, riss das Bohnenbrett hoch und begann emsig zu schneiden (Westermanns Monatshefte 123, 1917).

Hechtsprung   „Sprung mit gestrecktem Körper“

Quelle: Bei den Olympischen Sommerspielen 1904 fand einmalig ein Wettkampf im Kopfweitsprung statt; dabei mussten die Teilnehmer nach einem Hechtsprung unter Wasser eine möglichst weite Entfernung zurücklegen, ohne jedoch Schwimmzüge zu machen (https://de.wikipedia.org/wiki/Streckentauchen, gesehen am 8.8.2015). - Jede Bauchwelle ein Treugelöbnis. Jeder Hechtsprung ein Fahneneid (Tucholsky, Vormärz, 1914).

substantivisches Determinativkompositum mit substantiviertem Infinitiv als Hinterglied
Hechtangeln   „das Angeln von Hechten“

Quelle: Beim Hechtangeln schwöre ich auf Kunststoffwobbler mit zwei Drillingshaken (Die Zeit, 30.07.2014). - dennoch erhielt ich für einen See, der im Vorgebirge meiner Heimatstadt liegt, wegen Minderjährigkeit keinen Erlaubnisschein zum Hechtangeln (Fischer, Verfischte Tage, 1964).

Hechtfangen   „das Fangen von Hechten“

Quelle: So spannend begann ein bekannter Humorist, Autor einer Theorie über das Hechtfangen aus der Lauer am Ufer, meistens seine Angelgeschichten (Ostrovskij, Probleme und Wege der Integration jüdischer Immigranten, 2007). - Als nach einer Weile noch ein eifriger Angler sich dazugesellte und mit demselben Gelächter empfangen wurde, war es mit dem Hechtfangen natürlich vorbei (Allgemeine Fischerei-Zeitung 80-81, 1955).

Hechtklopfen   „das Erschlagen von Hechten“

Quelle: Hechtschlagen, auch Hechtklopfen genannt (pl.: Hechteschlagen oder Hechteklopfen) ist die Erbeutung von Hechten durch Erschlagen mit einem schweren Gegenstand (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtschlagen, gesehen am 8.8.2015).

Hechteklopfen   „das Erschlagen von Hechten“

Quelle: Hechtschlagen, auch Hechtklopfen genannt (pl.: Hechteschlagen oder Hechteklopfen) ist die Erbeutung von Hechten durch Erschlagen mit einem schweren Gegenstand (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtschlagen, gesehen am 8.8.2015).

Hechtschlagen   „das Erschlagen von Hechten“

Quelle: Hechtschlagen, auch Hechtklopfen genannt (pl.: Hechteschlagen oder Hechteklopfen) ist die Erbeutung von Hechten durch Erschlagen mit einem schweren Gegenstand (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtschlagen, gesehen am 8.8.2015). - Ferner verboten ist das Hechtschlagen und das Blenden (Brandenburgia 9-10, 1901).

Hechteschlagen   „das Erschlagen von Hechten“

Quelle: Hechtschlagen, auch Hechtklopfen genannt (pl.: Hechteschlagen oder Hechteklopfen) ist die Erbeutung von Hechten durch Erschlagen mit einem schweren Gegenstand (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtschlagen, gesehen am 8.8.2015).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied
Hechtangler   „jemand, der Hechte angelt“

Quelle: Auf den Herbst haben ausgemachte Hechtangler nur gewartet (Berliner Zeitung, 07.10.1995). - Wenn im September die kühlen Herbstwinde über die kahlen Felder blasen, dann lacht dem Hechtangler das Herz (Allgemeine Fischerei-Zeitung 82-84, 1957).

Hechtreißer   „Fischereiarbeiter, der Hechte zerlegt“

Quelle: Heute knüpft ein Wriezener Anglerverein namens „Hechtreißer“ an die Tradition an. Der Name kam von der Verarbeitungsform des Fischs (Worch, Oderbruch: Natur und Kultur im östlichen Brandenburg, 2008). - So könnte man an der ausgestellten Zunftlade der Hechtreißer eine ganze Geschichte erzählen (Potsdamer Neueste Nachrichten, 11.12.2003).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Hechtkönig   „gelb oder schwarz gefleckter Hecht“

Quelle: Junge Hechte werden wegen ihrer grünlichen Färbung Grashechte, gelb oder schwarz gefleckte Hechtkönige genannt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Hecht [1]).

substantivisches Possessivkompositum mit Körperteilbezeichnung als Hinterglied
Hechtkopf   „Luciocephalus, eine Labyrinthfischart“

Quelle: Die Hechtköpfe (Luciocephalus) sind eine Gattung von 10 bis 20 Zentimeter lang werdenden Raubfischen, die zu den Labyrinthfischen gehört (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtköpfe, gesehen am 8.8.2015). - Dr. W. Foersch gab seine Erfahrungen mit dem von ihm gehaltenen Hechtkopf, Luciocephalus pulcher, bekannt (Die Aquarien- und Terrarien Zeitschrift 10-11, 1957).

adjektivisches Determinativkompositum
hechtähnlich   „an einen Hecht erinnernd“

Quelle: Barrakudas haben einen hechtähnlichen, mit kleinen Cycloidschuppen bedeckten, silbrig glänzenden, langgestreckten Körper (https://de.wikipedia.org/wiki/Barrakudas, gesehen am 8.8.2015). - schon sprang der geschmeidige Körper des Darstellers hechtähnlich wie ein Fisch ins wirbelnde Wasser (Christophé, Vom leichten Lächeln, 1944).

hechtartig   „in der Art eines Hechts“

Quelle: Der Taimen ähnelt dem Huchen, der Kopf ist aber stärker hechtartig abgeflacht und anders als beim Huchen mit kleinen schwarzen Flecken gezeichnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Taimen, gesehen am 8.8.2015). - Der Kaiman (Hechtkaiman, Alligator lucius Cuv., s. Tafel „Krokodile“), bis 5 m lang, mit fast hechtartiger Schnauze, schwach entwickelten Beinen und kammartig erhobenen Schuppen auf dem Schwanz, ist auf der Oberseite schmutzig ölgrün, dunkel gefleckt, auf der Unterseite hellgelb (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Alligatoren).

hechtblau   „blaugrau“

Quelle: Die derben und starren Blätter sind von frischgrüner Farbe, nur selten hechtblau überlaufen, glänzend, oder matt bereift (https://de.wikipedia.org/wiki/Hunds-Rose, gesehen am 8.8.2015). - E. arenarius L. (Strand- oder Sandroggen, Strandweizen, Sandhaargras, auch Strand- und Dünenhafer, s. Tafel „Gräser IV“, Fig. 6), an der Nord- und Ostsee, selten im Binnenland, durch Rußland, Nordasien, Nordamerika verbreitet, wird 0,9-1,25 m hoch, ist hechtblau, hat flache, starre Blätter und oft fußlange Ähren (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Elymus).

hechtfarben   „blaugrau“

Quelle: Seine hechtfarbenen Augen lasen Wort um Wort vom Boden auf (Müller, Irmelin Rose, 1914).

hechtgleich   „einem Hecht gleichend, wie ein Hecht“

Quelle: Schon in der nächsten Sekunde warf ich mich hechtgleich aus der Schusslinie (Mahrenholz, Jasper Acri, 2013). - Hechtgleich stehen die Corethridenlarven wagerecht und unbeweglich in den mittleren Wasserschichten (Deutsche Tropenmedizinische Zeitschrift 9, 1905).

hechtgrau   „blaugrau“

Quelle: Die Pantalons und Bluse hechtgrau, ohne Paspelierung (https://de.wikipedia.org/wiki/Sanitätswesen_der_Österreichisch-Ungarischen_Streitkräfte, gesehen am 8.8.2015). - Ich sah eine 15jährige, in hechtgrauem Seiden-Trikot und mit hechtgrauer Seiden-Mütze, mit schneeweißen langen schmalen Füßen (Altenberg, Mein Lebensabend, 1919).

hechtengrau   „blaugrau“
hechtlang   „gestreckt wie ein springender Hecht“

Quelle: Und als wir nach mühseligem Marsch und hechtlangen Sprüngen über die endlose Heide die Baracken erreichten, sahen wir aus schwarz wie die Teufel (Sack, Ein Namenloser, 1919).

hechtreich   „reich an Hechten“

Quelle: Unter Anglern sind die Seen im Umkreis als hechtreiches Fanggebiet beliebt (http://visitenkarten.im-web.de/42585/index.html, 28.01.2014). - Wirtschaftliche Bedeutung: Manche Seen und Flüsse sehr hechtreich (Steinmann, Die Fische der Schweiz, 1936).

substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied
Hechtbrühe   „Brühe von gekochtem Hecht“

Quelle: Dagegen benötigt man nach Rossell zur Nachahmung von Butter außer gestoßenen Mandeln noch Rosenwasser, Zucker, etwas Weizenmehl, Hechtbrühe und Safran (Wiswe/Hepp, Kulturgeschichte der Kochkunst, 1970).

Hechtklößchen   „kleiner Kloß aus Hechtfleisch“

Quelle: Deshalb war es für lokale Köche nicht schwierig, ihren Gästen Hechtklößchen und Gänsestopfleber schmackhaft zu machen (Die Zeit, 09.09.2013). - Doch einer jungen, am Spieß gegrillten Ente könnte ich höchstens vorwerfen, daß ihr keine Hechtklößchen „Nantua“ vorausgegangen sind oder ein ähnlich feines Vorgericht, das naturgemäß bei einem Essen im Garten nicht zu erwarten ist (Die Zeit, 07.09.1973).

Hechtpastete   „Pastete aus Hechtfleisch“

Quelle: Ich sehe: Hechtpastete! So viel, dass sich der Tisch biegt (Die Zeit, 25.11.2010). - Mag der Oberkellner es gerade noch durchgehen lassen, daß man statt der empfohlenen Hummerklöße „amoricaine" ein Scheibchen Hechtpastete begehrt (Der Spiegel 19, 1965).

Hechtsuppe   „Suppe mit Hechtfleisch“

Quelle: Jahrelang haben wir uns an allem erfreut, stundenlang, tagelang, live und in voller Länge, sogar an den Schampuskübeln der VIPs, sie haben uns die Hechtsprünge von Boris und die Hechtsuppe in den Promi-Zelten übertragen und in Superzeitlupe den jubelnden Roberto Blanco, der praktisch zur Mannschaft gehörte und immer im Schußfeld der Führungskamera saß (Berliner Zeitung, 15.11.1997). – Zuzeiten war das Kloster berühmt und besucht wegen seiner Teufelsbanner und Dämonenkenner, zuzeiten wegen seiner ausgezeichneten Musik, zuzeiten wegen eines heiligen Vaters, der Heilungen und Wundertat, zuzeiten wegen seiner Hechtsuppen und Hirschleberpasteten (Hesse, Narziß und Goldmund, 1930).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied
Hechtalligator   „Alligator mississipiensis, eine Kaimanart“

Quelle: Der Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis), auch Hechtalligator genannt, ist ein im Südosten der USA lebender Alligator (https://de.wikipedia.org/wiki/Mississippi-Alligator, gesehen am 8.8.2015). - Der Hechtalligator oder Hechtkaiman (A. mississippiensis) bewohnt die Gewässer von Südkarolina, Georgia, Florida, Alabama, Mississippi und Louisiana (Der Grosse Brockhaus, 1939, s.v. Alligator).

Hechtbarbe   „Luciobarbus esocinus, ein hechtähnlicher Karpfenfisch“

Quelle: Die Hechtbarbe (Luciobarbus esocinus) gehört zu den Karpfenfischen und ist mit Ausnahmegewichten von über 100 Kilogramm eine der größten Arten der Cypriniden (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtbarbe, gesehen am 8.8.2015). - Haibarben sind ja trotz ihrer beachtlichen Größe noch recht friedliche Tiere, aber die Hechtbarben haben es in sich (Die Aquarien- und Terrarien Zeitschrift 35, 1982).

Hechtbarsch   „Zander, Sander lucioperca, ein hechtähnlicher Barschfisch“

Quelle: Der Zander (Sander lucioperca, Syn.: Stizostedion lucioperca, Lucioperca sandra), auch Sander, Schill, Hechtbarsch, Zahnmaul oder Fogasch genannt, gehört zur Familie der Barsche (Percidae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Zander, gesehen am 8.8.2015). - Der gemeine S. (Schiel, Schill, Amaul, Fogas und Süllo [im Plattensee], Hechtbarsch, L. sandra Cur, s. Tafel „Teichfischerei“, Fig. 10), gewöhnlich 40–50 cm, aber auch bis 1,25 m lang und 15 kg schwer, ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, auf den Kopfseiten braun marmoriert, auf den Flossen schwärzlich gefleckt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Sander [1]).

Hechtconger   „Muraenesocida, ein Tropenfisch“

Quelle: Die Hechtconger (Muraenesocidae, Lat.: muraena = Muräne, Gr.: esox = Hecht) sind eine wenig bekannte Familie aalartiger Fische, die in tropischen Bereichen des Atlantik, Pazifik und des Indischen Ozean in Tiefen von zehn bis 1200 Metern leben (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtconger, gesehen am 8.8.2015).

Hechtdorsch   „Merluccius, Seehecht, eine Schellfischart“

Quelle: Der Hechtdorsch (Merluccius merluccius), oft auch als Europäischer Seehecht bezeichnet, ist eine Art der Seehechte (Merlucciidae), der an den europäischen Atlantikküsten heimisch ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtdorsch, gesehen am 8.8.2015). - Hechtdorsch, Seehecht, Kalmul (Merluccĭus vulgāris Flem.), zur Familie der Schellfische gehöriger Fisch mit zwei Rücken- und einer Afterflosse, ohne Bartfäden; Fleisch gering, zu Stockfisch verarbeitet (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Hechtkaiman   „Alligator mississipiensis, eine Kaimanart“

Quelle: Der Kaiman (Hechtkaiman, Alligator lucius Cuv., s. Tafel „Krokodile“), bis 5 m lang, mit fast hechtartiger Schnauze, schwach entwickelten Beinen und kammartig erhobenen Schuppen auf dem Schwanz, ist auf der Oberseite schmutzig ölgrün, dunkel gefleckt, auf der Unterseite hellgelb (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Alligatoren).

Hechtkärpfling   „Belonesox belizanus, eine Zahnkarpfenart“

Quelle: Der Hechtkärpfling (Belonesox belizanus) ist die größte Art der Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliinae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtkärpfling, gesehen am 8.8.2015). - Die Lebendgebärenden Hechtkärpflinge eignen sich nicht für jedes Gesellschaftsaquarium (Die Aquarien- und Terrarien-Zeitschrift 14-15, 1961).

Hechtkrokodil   „Alligator mississipiensis, eine Kaimanart“

Quelle: Formenreich zeigt sich die Klasse der Kriechtiere: die Hechtkrokodile oder Alligatoren sind bekannt (Fischer, Landeskunde der Vereinigten Staaten von Nordamerika, 1908).

Hechtsalmler   „Fischfamilie aus der Ordnung der Salmlerartigen“

Quelle: Der Begriff Hechtsalmler steht für zwei Fischfamilien aus der Ordnung der Salmlerartigen (Characiformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtsalmler, gesehen am 8.8.2015). - Hier und da verschwand in großer Geschwindigkeit ein größerer Cichlide od ein Hechtsalmler zwischen den Pflanzen (Die Aquarien- und Terrarien Zeitschrift 24-25, 1971).

Hechtschimmel   „hechtgraues Pferd“

Quelle: Der mächtige Hechtschimmel, darauf er steif und dennoch ruhelos saß, nagte am Zaum (Watzlick, Aus Dorn und Dickicht, 1937).

substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Hinterglied
Hechtkraut   „Ponterida cordata, ein Wasserhyazinthengewächs“

Quelle: Die Seekanne (Nymphoides peltata) wirkt mit ihren gelben Blüten vor dem blaublühenden Hechtkraut (Pontederia cordata) (Berliner Zeitung, 24.06.1995).

Hechtrose   „Rosa rubifolia, eine Rosenart“

Quelle: Die Rotblatt-Rose (Rosa glauca), auch Rotblättrige Rose, Hecht-Rose oder Bereifte Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen (Rosa) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Rotblatt-Rose, gesehen am 8.8.2015). - Ferner ist sehr schmuckvoll die Rotblättrige Rose oder Hechtrose, R. rubrifolia (R. glauca), die zu jeder Jahreszeit durch die Färbung der Triebe, des Laubs, der Blüten und Früchte auffällt (Rosenjahrbuch, 1934).

substantivisches Determinativkompositum mit Gebäudeteilbezeichnung als Hinterglied
Hechtgaube   „eine Gaubenform“

Quelle: Dabei entstand auch die auffällige Hechtgaube, eine Kombination aus Fledermausgaube und Schleppgaube, auf der Hofseite (https://de.wikipedia.org/wiki/Jägermühle_(Radebeul), gesehen am 8.8.2015).

substantivisches Determinativkompositum mit Farbabstraktum als Hinterglied
Hechtgrau   „blaugrauer Farbton“

Quelle: Zur Marschadjustierung trugen sie Kappe, Bluse, und Pantalons in Hechtgrau (https://de.wikipedia.org/wiki/K.u.k._Technisches_Militärkomitee, gesehen am 8.8.2015). - Dieses Hechtgrau enthielt viel zu viel Blau und war daher verhältnismäßig sichtbar (Glaise von Horstenau, Ein General im Zwielicht, 1980).

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied
Hechtart   „Art von Hechten“

Quelle: Luciodonten, fossile Zähne von vorweltlichen Hechtarten (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Luciodonten). - von ihm sind auch die Bemerkungen über die Blutgefäße des Saamenstrangs in den Fischen mit stachlichten Finnen, vornemlich in einer Hechtart (Leloue) (Göttingische gelehrte Anzeigen 2, 1788).

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied
Hechtteich   „Teich, in dem Hechte leben“

Quelle: Man zieht den H. in besondern Teichen (Hechtteichen), in welche man dreijährige H-e (Hechtsatz) setzt (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Der Hechtteich, des -es, plur. die -e, ein Teich, in welchem vornehmlich Hechte gehalten und gehäget werden (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Es giebt unterschiedene Arten der Teiche, als Forellenteiche, Hechtteiche, Karpfen- und Karauschenteiche (Grosses vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste, 1744).

Hechtenteich   „Teich, in dem Hechte leben“

Quelle: Da seine Vermehrung stark und sein Wachsthum schnell ist, eignet sich der Rotten vorzüglich zum Futterfisch für Forellen- und Hechtenteiche (Molin, Die rationelle Zucht der Süsswasserfische, 1864).

Hechtwasser   „Gewässer, in dem Hechte leben“

Quelle: Everard wurde durch Firmians Entfernung erst in sein Element, in sein rechtes Hechtwasser gesetzt (Jean Paul, Blumen-, Frucht- und Dornenstücke, 1796-97).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Hechtangel   „Angel für den Hechtfang“

Quelle: Laufangel, Hechtangel, an die man als Köder einen lebendigen Fisch gehängt hat (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Laufangel). - Fische und Amphibien werden ausschließlich zum Raubfischfange und an die Hechtangel gebraucht (Fischer, Der neue deutsche Angelfischer, 1813). - Man angelt auch mit diesen Hecht-Angeln auf dem Eise (Döbel, Neueröffnete Jäger-Practica, 1754). - Nim ein weiß klein Fischlein heißt Rothäuglein / und ein Hechtangel (Coler, Oeconomia Ruralis Et Domestica, 1680).

Hechtkreuz   „Amulett aus dem Kreuzbein des Hechtkopfs“

Quelle: Wer ein Hechtkreuz in oder an seiner Kleidung trägt, welches an derselben ohne Vorwissen eines Dritten befestigt wurde, hat Glück in seinem Thun (Bartsch, Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, 1879-80). - In meinem ersten Kleide fand sich, da es zuletzt zerschnitten wurde, ein Hechtkreuz, durch die gewogene Hand einer Magd vermuthlich hineingenäht, welche die Absicht hatte, daß ich dereinst im Spiel glücklich seyn sollte (Novitäten, 1775). - Ist ein Pferd frett oder roh auf dem Rücken / so nim Chelidoniam oder Schel-Kraut / Schweinebein vnd Hechtkreutz / vnd mache sie alle zu pulver / strewe dasselbe Pulwer drauff (Coler, Calendarium perpetuum et sex libri oeconomici, 1613).

Hechtspeer   „Speer für den Hechtfang“

Quelle: Der Fang des Hechtes geschieht mit Angeln, Netzen, großen Zuggarnen, mit Schlingen etc, in Polen und Preußen wird er geschossen oder mit breiten, zwölfzinkigen Gabeln, sogenannten Hechtspeeren, gestochen (Damen Conversations Lexikon, 1835, s.v. Hecht). – insonderheit sollen die Beampte auch Magistrate in den Städten, denen Grob- und Kleinschmieden bey zwantzig Thaler Straffe, und Niederlegung des Handwercks andeuten, daß sie keinem, wer der auch sei, einige Hechtspeere mehr verfertigen, auch diejenige, so dergleichen verfertiget haben, und bishero gebrauchet, jedes Orts Obrigkeit, bey Vermeidung unausbleiblicher Straffe, einlieffern sollen, weiln dardurch die Hechte und andere Fische in der Leichzeit sehr verwüstet werden (Corpus Constitutionum Marchicarum 4, 1737).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied
Hechtbrut   „Brut des Hechts“

Quelle: Als Ergänzung zu Fuchs 365 füge ich folgende Redensarten hier bei. Die Küssen sagen: Den Hecht zum Hüter des Karpfenteichs machen. Die Hechtbrut in den Karpfenteich setzen (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1870, s.v. Hecht). - Das Ziehen mit weitem Garn ist nach der Mitte des May-Monats zwar erlaubet, jedoch ist wegen der jungen Hecht-Brut kein Garn-Sack zum Steige, sondern zum Falle zu stellen (Löber, Repertorium reale, 1783). - dann wann die Hecht-Brut oder Laich auß der Lufft herab fiele und regnete / so würden sie ja auch auff die Felder/ Aecker und Strassen fallen / so niemand jemals wird gesehen haben (Fischer, Fleissiges Herren-Auge, 1696).

Hechtfang   „das Fangen von Hechten“

Quelle: An der Spitze derselben befindet sich eine Schnur aus Seide, Pferdehaar, Hanf oder auch von Metall, z.B. zum Hechtfang, an deren äußerstem Ende ein Hacken befestigt wird, der vorn sehr spitzig und mit einem rückwärtsstehenden Widerhaken versehen ist (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1837, s.v. Angelfischerei). - Darauf stattete er den Bericht vom Hecht-Fang ab (Jean Paul, Blumen-, Frucht- und Dornenstücke, 1797).

Hechtlaich   „Laich des Hechts“

Quelle: Wenn die Wolga keine Störe mehr gäbe, man würde aus Hechtlaich Kaviar machen (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1880, s.v. Wolga). - Man gibt insgemein vor / daß die Endten in den Flüssen die Hechten mit Rogen verschlucken / und hernach diesen Hecht-Laich wieder ausschlucken (Steinbock, Die noch nie genug gepriesene Kunst der Edlen und Hochschaetzbaren Fischerey, 1730).

Hechtlaiche   „das Laichen des Hechts“

Quelle: Leiche, m., die Zeit, wenn Fische und Frösche zu leichen pflegen, wie auch das Leichen selbst: die Fische treten in die Leiche, fangen an zu leichen; die Fischleiche, Hechtleiche etc. (Heinsius, Volkthümliches Wörterbuch der deutschen Sprache, 1820, s.v. Leiche). - Die Leiche, plur. inus. die Zeit, wenn die leichenden Thiere zu leichen pflegen; ingleichen die Handlung des Leichens selbst. Die Karpfenleiche, Hechtleiche, Froschleiche (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Leiche (1)).

Hechtsatz   „Brut des Hechts, die für die Zucht in ein Gewässer gesetzt wird“

Quelle: Man zieht den H. in besondern Teichen (Hechtteichen), in welche man dreijährige H-e (Hechtsatz) setzt (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Der Hechtsatz, des -es, plur. inus. ein Collectivum, junge Hechte zu bezeichnen, bis sie drey Jahre alt sind (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Hechtsatz   „Hechtsprung, Sprung mit gestrecktem Körper“

Quelle: Als in diesem Augenblicke der erste Officier in die Kammer trat, sprang er mit einem Hechtsatz an dessen Kopfe vorbei, setzte sich auf einen sichern Platz und lachte ihn aus (Deutsch-amerikanische Gartenlaube, 1867).

Hechtsprung   „Sprung mit gestrecktem Körper“

Quelle: Mit steilem Aufsteigen (Hechtsprung mit Anlauf). cc. Derselbe Sprung als Hechtsprung mit Anlauf ohne Hände (Kluge, Lehrbuch der Schwimmkunst, 1870).

substantivisches Determinativkompositum mit substantiviertem Infinitiv als Hinterglied
Hechtangeln   „das Angeln von Hechten“

Quelle: Zum Hechtangeln dürfen nur Plötzen verwandt werden (Sammlung sämmtlicher Drucksachen des Herrenhauses, 1869). - Wider das Hacken und Hecht-Angeln zu Warnemünde und auf der Warnow (Nettelbladt, Verzeichniß allerhand mehrenteils ungedruckter zur Geschichte und Verfassung der Stadt Rostock gehöriger Schriften, Münzen, Verordnungen und Urkunden, 1760).

Hechtfangen   „das Fangen von Hechten“

Quelle: Darge, messingener, meist doppelter Angelhaken, mit rothen Lappen statt Köders, zum Hechtfangen (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Darge). - Wenn man sich dieses Werkzeuges aber zum Hechtfangen bedient, so müssen die Haken an Ketten bevestigt seyn, indem der Hecht den Faden leicht abreißen und den Fischern entgehen würde (Bloch, Oekonomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands, 1783).

Hechteschlagen   „das Erschlagen von Hechten“

Quelle: Eine weniger schädliche Art der Betäubung ist das sogenannte Hechteschlagen, so bei dünnem und hellem Eise geschiehet (Pfeifer, Lehrbegriff sämtlicher oeconomischer und Cameralwissenschaften, 1779).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied
Hechtangler   „jemand, der Hechte angelt“

Quelle: So ein Alterweibersommertag bei leisem Süd oder Südwest, das ist die rechte Gunst des Himmels für den Hechtangler (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Hechtreißer   „Fischereiarbeiter, der Hechte zerlegt“

Quelle: Die Folge davon war, daß in Wriezen und Freienwalde eine eigene Zunft der Hechtreißer existierte (Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Das Oderland, 1863). - Hier werden sie von den sogenannten Hechtreißern eingesalzen und verschickt (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1838, s.v. Hecht). - Der Hechtreißer, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Städten der Mark Brandenburg, z.B. zu Writzen und Freyenwalde, eine eigene Zunft solcher Leute, welche die Hechte, die daselbst sehr häufig gefangen werden, einsalzen und verschicken (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). – Hingegen sol auch keinem Meister frey stehen, mehr Gesinde auf seiner Werckstäte, als ein bis zwey Gesellen und einen Jungen zu setzen, es wäre denn, daß ein Brau-Geräthe, oder Mähl- Pulver- und andere Fässer für Unsere magazins, oder auch Fässer für die Hecht-Reisser und andere, zu Verpack- und Versendung allerley KaufmannsWaaren, bey ihm bestellet worden (Mylius, Corpus Constitutionum Marchicarum, 1740).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Hechtkönig   „gelb oder schwarz gefleckter Hecht“

Quelle: doch ist die Farbe nach Alter u. Wohnort verschieden; der ein- u. zweijährige ist z.B. olivengrün u. heißt Grashecht; gelb mit schwarzen Flecken heißt er Hechtkönig (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - zuweilen hat er eine hochgelbe Farbe, in welchem Fall er, wenn er dabey die größte Anzahl der Finnen hat, Hechtkönig genannt wird (Höpfner, Deutsche Encyclopädie, 1789, s.v. Hecht).

substantivisches Possessivkompositum mit Körperteilbezeichnung als Hinterglied
Hechtkopf   „Luciocephalus, eine Labyrinthfischart“

Quelle: Auch noch den Kiemen nach zu den Labyrinthfischen, den Flossen nach zu den Weichflossern gehört der Hechtkopf, Luciocephalus pulcher (Die Preussische Expedition nach Ost-Asien, 1876).

adjektivisches Determinativkompositum
hechtähnlich   „an einen Hecht erinnernd“

Quelle: Lachs, Salm oder Salm, eine der beliebtesten hechtähnlichen und ungemein schmackhaften Fischarten, zu welcher man auch die Forellen, Stinten, Aeschen und Moränen rechnet (Damen Conversations Lexikon, 1836, s.v. Lachs, Salm). - Dieser unterscheidet sich von obigem durch eine längere vor der obern vorragende Kinnlade ohne Bart, einen hechtähnlichen Körper, grau gefärbten Rücken und nur zwei Rückenflossen (Gemeinnützige Spaziergänge auf alle Tage im Jahr für Eltern, 1791).

hechtartig   „in der Art eines Hechts“

Quelle: Ihr Kopf hat eine längliche, unter der Stirne etwas vertiefte, erweiterte, runde, abgeflachte, hechtartige, tiefgespaltene Schnauze (Brehm, Thierleben, 1883-87).

hechtblau   „blaugrau“

Quelle: Merkwürdig erschien die Tracht der Generale, die durch hechtblaue Röcke und rote Hosen das Unscheinbare und Auffallende sonderbar vereinigten (Varnhagen von Ense, Denkwürdigkeiten des eigenen Lebens, 1837-42). - Als Frack wird ein Kleid von hechtblauen Tuche mit karmoisinrothen sammtnen Kragen und Aermelaufschlägen getragen (Neue fränkische Chronik 2, 1807).

hechtfarb   „blaugrau“

Quelle: ich setze mich in Ruhe, kaufe mir ein Rittergut, halte mir Wagen und Pferde, kleide meine Bediente in hechtfarbe Livree, trinke kein anderes als Mannheimer Wasser, und esse nichts als Kälberbraten (Neueste deutsche Schaubühne 6, 1817).

hechtfarben   „blaugrau“

Quelle: Sie trug ein hechtfarben Kleid, ganz einfach, platt, unten am Rande geziert (Bahr, Die gute Schule, 1890).

hechtgesund   „kerngesund“

Quelle: „Ho ho!“ lachte Diethelm, „denen will ich's schon zeigen, die müssen mir blechen. Ich steh' auf, ich bin hechtgesund.“ (Auerbach, Schwarzwälder Dorfgeschichten, 1843-61).

hechtgleich   „einem Hecht gleichend, wie ein Hecht“

Quelle: der Commerzienrath mit den halb geschlossenen Augen und dem scharfen, hechtgleichen Schnappen nach dem Punkt in der Unterhaltung, auf welchen es ihm ankam (Spielhagen, Hammer und Amboß, 1869).

hechtgrau   „blaugrau“

Quelle: Die Uniform ist hechtgrauer Rock u. eben solche Pantalons, Kragen u. Aufschläge sind grasgrün, die Knöpfe sind gelb, die Kopfbedeckung ist Filzhut mit aufgeschlagener Krämpe (Pierer's Universal-Lexikon, 1861, s.v. Österreich [2]). - Der Hechtschimmel, des -s, plur. ut nom. sing. ein hechtgrauer Schimmel, oder weißes Pferd (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Hechtschimmel). - Er trug ein hechtgraues Kleid, mit roten Aufschlägen (Lessing, Der junge Gelehrte, 1754). - Stichelhaarige / oder Hechtgraue / deren sind mancherley (Thieme, Haus- Feld- Arzney- Koch- Kunst- und Wunderbuch, 1694).

hechtengrau   „blaugrau“

Quelle: Die Kleidung ist doppelt: hechtengrau zum Ausgehen, Pfeffer und Salz zu Hause (Hyllos 1, 1819). - Nun ist die Hosen zum hechtengrauen Kleide zurück geblieben (L. Mozart, Brief an Wolfgang und die Mutter, 1777).

hechtreich   „reich an Hechten“

Quelle: Die Zusum ist ein anderer Bach, der das Zusumthal bildet und sehr hechtreich ist (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1876, s.v. Schmutertäschen). - Geringere Binnenseen sind der tiefe und hechtreiche Lough Erin, der Maghan, der Garmayle Pool (Hassel, Vollständige und neueste Erdbeschreibung des Britischen Reichs, 1820).

substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied
Hechtbrühe   „Brühe von gekochtem Hecht“

Quelle: Es zieht sich wie Hechtbrühe (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1880, s.v. ziehen). - zerreibet selbige mit ein wenig Seckt / Zucker / zerschmolzener Butter und etwas von der Hecht-Brühe untereinander (Elizabeth Grey of Kent, Ein außerlesenes Hand-Büchlein, 1700). - Hecht-Brühe. Nimm Citronenschal / schneide sie länglicht / koche sie in Wasser gar (Blankaart, Höchst-nützliches und zu einem langwierigen Leben anleitendes Speise und Tisch-Büchlein, 1689).

Hechtklößchen   „kleiner Kloß aus Hechtfleisch“

Quelle: Am Abend 1) Gerstengraupen 2) Karpfen aus dem Salz 3) Weißkrautsalat 4) Hammelfleisch mit Basternakwurzein 5) Gans gebraten 6) Hammelbraten 7) Wilden Schweinskopf 8) Hechtklößchen mit Petersilienwurzeln (Cosmar, Beiträge zur Untersuchung der gegen den kurbrandneuburgischen geheimen Rath Grafen Adam zu Schwarzenberg erhobenen Beschuldigungen, 1828).

Hechtpastete   „Pastete aus Hechtfleisch“

Quelle: Hechtpastete. Der Hecht wird gereinigt, gerissen, ausgenommen und in Stücke geschnitten, aus welchen man das Rückgrat und so viel als möglich alle Gräten herauslöst (Eupel, Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke, 1879). - Die feinen Arten von Hechtpasteten s. im Art. Grisette (Höpfner, Deutsche Encyclopädie, 1789, s.v.).

Hechtsuppe   „Suppe mit Hechtfleisch“

Quelle: Hechtsuppe. Ein Hecht von ungefähr 3 Pfund wird, nachdem er ausgenommen, geschuppt und sauber gewaschen ist, der Länge nach in 2 Hälften gespalten (Hellstern, Deutsch-amerikanisches illustrirtes Kochbuch, 1888). - Die Hechtbrühe, Mz. die ‑n, die Brühe oder das salzige Wasser, in welcher der Hecht gesotten worden ist, die Hechtsuppe. Dann auch, die gewürzte Brühe, die an einen gesottenen Hecht zum Genuß gemacht wird (Campe, Wörterbuch der deutschen Sprache, 1808). - Wie eine Hecht-Suppe? Vorhero werden einige kleine Hechte genommen, selbige geschuppet, ausgenommen, in Stücken zerschnitten, ein wenig mit Salz eingesprengt, abgetrocknet (Beaumont, Neues lehrreiches und vollständiges Magazin vor junges Frauenzimmer die ganze Koch-Kunst, und Zuckerbeckerei, samt allem, was damit verknüpft ist, vollkommen zu lernen, 1791). - Bratwürst vom Hecht-Brät gemacht / findest du bey der gefüllten Hecht-Suppen (Hagger, Neues Saltzburgisches Koch-Buch, 1719).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied
Hechtalligator   „Alligator mississipiensis, eine Kaimanart“

Quelle: Endlich der Hecht-Alligator oder Kaiman, Alligator lucius, aus dem südlichen Nordamerika, darunter ein starkes Tier von 2,35 m (Naturwissenschaftlicher Beobachter 29-30, 1888).

Hechtbarsch   „Zander, Sander lucioperca, ein hechtähnlicher Barschfisch“

Quelle: Mit diesen Worten beginnt der alte Geßner seine Beschreibung des Zanders, eines unserer ausgezeichnetsten Süßwasserfische, und rechtfertigt damit die von ihm aufgestellte wissenschaftliche Benennung Hechtbarsch (Lucioperca), welche noch gegenwärtig zur Bezeichnung der Sippe gilt (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Die Benennung Lucioperca soll soviel als Hechtbarsch bedeuten, und zwar deßwegen, weil zwar die Kennzeichen mit dem Geschlecht der Bärschinge, die Gestalt aber (vorzüglich der Länge halben) mit den Hechten überein kommt (Müller, Des Ritters Carl von Linné Vollständiges Natursystem, 1774).

Hechtdorsch   „Merluccius, Seehecht, eine Schellfischart“

Quelle: Der Hechtdorsch ist häufig im Mittelmeer und an den Küsten Frankreichs und Süd-Englands, wo er in großen Schaaren die Züge der Sardinen und Anchovis verfolgt (Mittheilungen der Section für Küsten- und Hochsee-Fischerei 1-4, 1885).

Hechtkaiman   „Alligator mississipiensis, eine Kaimanart“

Quelle: Der Alligator oder Hechtkaiman (Alligator mississippiensis, lucius und Cuvieri, Crocodilus mississippiensis, lucius und Cuvieri, Champsa lucius) kennzeichnet sich, laut Strauch, durch die breite, flache, parabolische, auf der Oberfläche fast glatte, der eines Hechtes sehr ähnliche Schnauze, die knöcherne Nasenscheidewand, welche auch äußerlich als ziemlich breite, beide Nasenlöcher trennende Längsleiste erscheint, sowie die Genickbeschilderung, welche aus zwei nebeneinander liegenden, und die Nackenbeschilderung, welche aus sechs paarweise in drei aufeinander folgenden Querreihen gelagerten Schildern besteht, in allen Altersstufen so scharf, daß er mit den übrigen Arten seiner Sippe nicht verwechselt werden kann (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Hechtkrokodil   „Alligator mississipiensis, eine Kaimanart“

Quelle: Auch im Rio Neveri, in welchem große Hechtkrokodile zahlreich vorkommen, zeigen sie sich nicht so bösartig wie im Orinoko (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Hechtschimmel   „hechtgraues Pferd“

Quelle: Als Abarten des Grauschimmels betrachtet man den Hechtschimmel und den Sandschimmel (Fries, Das Pferd, 1883). - Der Hechtschimmel, des -s, plur. ut nom. sing. ein hechtgrauer Schimmel, oder weißes Pferd (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Ein Hecht-Schimmel, Dänischer Hengst, in massiv-silbernem Zeug, reich verguldt, und mit orientalischen rothen Steinen besetzt (Ausführliche Beschreibung des zu Bayreuth im September 1748 vorgegangenen... Beylagers, 1749).

substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Hinterglied
Hechtkraut   „Ponterida cordata, ein Wasserhyazinthengewächs“

Quelle: Er liebet ein Kraut, welches nur in Seeen wächset und von ihm den Namen Hechtkraut führet (Richter, Ichthyotheologie, 1754).

Hechtkraut   „Ranunculus fluitans, ein Hahnenfußgewächs“

Quelle: In Flüssen, namentlich um die Träger hölzerner Brücken und Eisböcke, sieht man häufig unter dem Wasserspiegel einen andern Ranunkel, den der schwimmenden breiten Blätter ermangelnden fluthenden Ranunkel, auch oft im Volksmunde Hechtkraut genannt, R. fluitans, der jedoch für das Aquarium zu groß ist (Roßmäßler, Das Süßwasser-Aquarium, 1857).

Hechtkraut   „Potamogeton, ein Laichkrautgewächs“

Quelle: Hechtkraut, 1) ist Potamogeton lucens (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v.). - Das Hechtkraut, des -es, plur. inus. verschiedene Arten des Samenkrautes, Potamogeton L. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Hechtrose   „Rosa rubifolia, eine Rosenart“

Quelle: Weit wirkungsvoller ist in dieser Hinsicht die Hechtrose (R. rubrifolia Vill.) (Hallier, Grundzüge der landschaftlichen Gartenkunst, 1896).

substantivisches Determinativkompositum mit Farbabstraktum als Hinterglied
Hechtgrau   „blaugrauer Farbton“

Quelle: Hechtgrau, aus Weiß, Schwarz u. etwas Blau gemischte Farbe, wie die Seiten des Hechtes (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v.). - Hechtgrau, adj. et adv. der grauen Farbe, welche der Hecht an den Seiten hat, gleich oder ähnlich (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Frühneuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
hechtkreuz   „Amulett aus dem Kreuzbein des Hechtkopfs“

Quelle: Für das Stechen einzugeben. Nim Rehesprüng / Hechtaugen / Hechtkreuz / Hasensprüng / Hirschghürn / so zwischen zweien vnser Frawen tagen gefangen / eins so vil als des andern / stoß auffs reinest / mischs wol vntereinander (Gabelkhover, Artzneybuch, 1594).

substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied
hechtenbrät   „Brät vom Hecht“

Quelle: darnach prat es vnd spick es mit hechten prät (Münchner Kochbuchhandschriften aus dem 15. Jahrhundert).

hechtsuppe   „Suppe mit Hechtfleisch“

Quelle: Der erste Gang zum Frümahl / am Fasttag. Ein HechtSuppen. Ein WeinSuppen. Frische Eyer gesotten (Rumpolt, Ein new Kochbuch, 1581).

NominalInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Deminutivbildung mit Suffix -chen
Hechtchen   „kleiner Hecht“

Quelle: Erst als ich unmittelbar an die Böschung trat, schossen die Hechtchen ein kurzes Stück in Richtung Gewässermitte oder tauchten weg (Die Aquarien- und Terrarien Zeitschrift 24-25, 1971). - Kliem riss seine Angel hoch, an der ein drei Spannen langes mageres Hechtchen hing (A. Zweig, Der Streit um den Sergeanten Grischa, 1931).

Deminutivbildung mit Suffix -lein
Hechtlein   „kleiner Hecht“

Quelle: Und was hing dran? Ein winziges Hechtlein, diesjährige Brut; nur Schnauze, und wo sie zu Ende war, begann schon der Schwanz (Die Zeit, 25.10.1963). - Starr steht das Hechtlein im Wasser (Altenberg, Was der Tag mir zuträgt, 1901).

Zugehörigkeitsbildung mit Suffix -ling
Hechtling   „hechtähnlicher Killfisch“

Quelle: Hechtlinge ist: eine Sammelbezeichnung für verschiedene Killifische, siehe Eierlegende Zahnkarpfen; ein Trivialname für die mit den Killifischen nicht verwandte Fischordnung der Galaxien (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtlinge, gesehen am 8.8.2015). - Wenn er auch ein Hechtling ist, so ist er doch völlig friedlich und dazu ein äußerst interessanter und schöner Pflegling (Die Aquarien- und Terrarien Zeitschrift 8-9, 1955).

Älteres Neuhochdeutsch

Deminutivbildung mit Suffix -chen
Hechtchen   „kleiner Hecht“

Quelle: Was es mit diesen Windungen auf sich hat, kann ich nicht sagen, bei älteren (allerdings beträchtlich weiter entwickelten, als die zuletzt untersuchten) Hechtchen existirten sie nicht mehr (Rosenberg, Untersuchungen über die Entwicklung der Teleostier-Niere, 1867). - Der Hecht, des -es, plur. die -e, Diminut. das Hechtchen, Oberd. Hechtlein, ein sehr gefräßiger Raubfisch in süßen Wassern, mit einem langen, oben flachen Kopfe und scharfen Zähnen; Esox Lucius L. Frischer oder grüner Hecht, im Gegensatze des eingesalzenen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Hecht). - Gleich anfangs sah er einen Hecht; / Der war nicht übergroß, doch auch nicht zu verschmähen. / Ein Hechtchen? Nein! Das war zu schlecht. / Verächtlich läßt er sichs entgehen (Gärtner, Sammlung vermischter Schriften, 1748).

Deminutivbildung mit Suffix -lein
Hechtlein   „kleiner Hecht“

Quelle: Ist ein hochfahrendes Subject und setze ihm daher öfter ein Schnepfen oder ein Hechtlein vor, welches in dem Quartal Conto der Madame zu vermerken ist (Keller, Der grüne Heinrich: Erste Fassung, 1853-55). - Der Hecht, des -es, plur. die -e, Diminut. das Hechtchen, Oberd. Hechtlein, ein sehr gefräßiger Raubfisch in süßen Wassern, mit einem langen, oben flachen Kopfe und scharfen Zähnen; Esox Lucius L. Frischer oder grüner Hecht, im Gegensatze des eingesalzenen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Hecht). - Die Enten seynd nicht so gar nutzlich / als wie die Gänß / sie seynd sehr gefräßig / mögen gantze Frösch / kleine Hechtlein etc. verschlucken / welche zu Zeiten wieder gantz und lebendig von ihnen gehen / und also in die Weyher gebracht werden / wohin man sie sonst nicht eingesetzt hat (Kobolt, Die Groß- und Kleine Welt, 1738).

Frühneuhochdeutsch

Deminutivbildung mit -(i)gin
hechtigin   „kleiner Hecht“

Quelle: also galt sich das leberlin vin / von disem sütten hechtigin (Oswald von Wolkenstein, Lieder, 14./15.Jh.).

Mittelhochdeutsch

Deminutivbildung mit -el
hechtel   „kleiner Hecht“

Quelle: Zitiert nach Lexer.

VerbalInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Denominales Verb
hechten   „einen Strecksprung ausführen“

Quelle: Der 40-Jährige rannte los, hechtete und rutschte zu seinem letzten Walkoff-Homerun in dem legendären Stadion in New York (Die Zeit, 26.09.2014). - Der Körperschwerpunkt liegt zu tief. Ein solcher Sprung kann nicht als gehechtet bewertet werden (Borrmann/Mügge, Gerätturnen in der Schule, 1957).

HyperonymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Fisch
Raubfisch

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Fisch
Raubfisch

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
fisch
raubfisch

Mittelhochdeutsch

Allgemein
visch
raubvisch

HyponymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied
Flusshecht   „im Fluss lebender Hecht“

Quelle: Schon als Lebender hatte Rrordrak eine sehr bleiche Haut gehabt, ein Wesen der Nacht, nicht des Sonnenlichts. Und dabei in den Schultern so breit wie ein Flußhecht zwischen den Augen (Pörksen, Iskandrien - Die Welt im Nebel, 2015). - Großer Flußhecht. Am 17. Januar d. J. fing der Fischer F. Kiewiet, Laar, Grafschaft Bentheim, einen Hecht von 22 Pfund, der das nette Sümmchen von 13.200 Mk. erbrachte (Fischerei-Zeitung 26, 1923).

Freiwasserhecht   „im Freiwasser von Seen lebender Hecht“

Quelle: Daneben gibt es auch Hechte, die sich im Freiwasser größerer Seen aufhalten und dort zum Beispiel Maränenschwärmen folgen (so genannte „Freiwasserhechte“) (https://de.wikipedia.org/wiki/Hecht, gesehen am 6.8.2014).

Neckarhecht   „im Neckar lebender Hecht“

Quelle: Uebrigens wird weder die Lauterforelle, noch der Neckarhecht auf den Tisch des einfachen Mannes gestellt (Mayer, Unter der Teck, 1920).

Meerhecht   „Merluccius, ein dorschartiger Meeresfisch“

Quelle: Der Mann in dem Boot winkte zu den Hütten hinüber, die sich unter den Palmen duckten, und rief: „Seidenfisch und Meerhecht!“ (Shepard, Das Leben im Krieg, 2015). - Die Gattung Merluccius Gthr. (Meer- oder Seehecht) umfaßt Fische mit zwei Rückenflossen, einer Afterflosse, gesonderter Schwanzflosse, gut entwickelten Bauchflossen, ohne Bartfäden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Schellfisch)

Nilhecht   „Mormyrida, ein afrikanischer Süßwasserfisch“

Quelle: Die Nilhechte (Mormyridae) sind eine Familie afrikanischer Süßwasserfische. Im Deutschen werden sie, je nach Maul- und Schnauzenform auch Elefantenfische, Rüsselfische oder Tapirfische genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Nilhechte, gesehen am 6.8.2014). - Nilhechte (Mormyrĭdae), Familie der Edelfische, mit beschupptem Rumpfe und Schwanze und nacktem Kopfe. Die Arten der beiden Gattungen Mormȳrus und Gymnarchus (mit nur einer Art: G. nilotĭcus Cuv.) bewohnen die süßen Gewässer des trop. Afrika, bes. den Nil. Sie besitzen an den Schwanzseiten unter der Haut einen gallertigen, bandförmigen Körper (pseudoelektr. Organ) (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Seehecht   „Merluccius, ein dorschartiger Meeresfisch“

Quelle: Die Seehechte (Merlucciidae) sind eine Familie in der Ordnung der Dorschartigen (Gadiformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Seehechte, gesehen am 6.8.2014). - Hechtdorsch, Seehecht, Kalmul (Merluccĭus vulgāris Flem.), zur Familie der Schellfische gehöriger Fisch mit zwei Rücken- und einer Afterflosse, ohne Bartfäden; Fleisch gering, zu Stockfisch verarbeitet (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Hechtdorsch).

substantivisches Determinativkompositum mit Zeitbezeichnung als Vorderglied
Hornungshecht   „im Februar laichender Hecht“

Quelle: Weitere Namen: Froschhecht, gemeiner Hecht, Grashecht, Hächt, Hechtkönig, Heckt, Hengste, Hornungshecht, Märzhecht, Paddenhecht, Schnock, Schnöck, Schnück, Wasserwolf (Pintér, Die Fische Ungarns, 1998). - Hornungshecht = Frühhecht, Hornhecht (Schumacher, Die deutschen Monatsnamen, 1937).

Märzhecht   „im März laichender Hecht“

Quelle: Weitere Namen: Froschhecht, gemeiner Hecht, Grashecht, Hächt, Hechtkönig, Heckt, Hengste, Hornungshecht, Märzhecht, Paddenhecht, Schnock, Schnöck, Schnück, Wasserwolf (Pintér, Die Fische Ungarns, 1998). - Ich bin von Pichelswerder, Fischer, und wie ich die letzten Märzhechte auf dem Dönhoff verkaufen wollte, da ging's plötzlich los (Daumann, Herzen im Sturm, 1954).

substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied
Grashecht   „junger, grünlicher Hecht“

Quelle: Aufgrund ihres kannibalistischen Verhaltens (ältere Hechte ernähren sich von kleineren „Grashechten“) ist eine intensive Hechthaltung nicht möglich (https://de.wikipedia.org/wiki/Karpfenproduktion, gesehen am 6.8.2014). - Grashecht, junger grünlicher Hecht (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied
Froschhecht   „zur Forschlaichzeit laichender Hecht“

Quelle: Weitere Namen: Froschhecht, gemeiner Hecht, Grashecht, Hächt, Hechtkönig (Pintér, Die Fische Ungarns, 1998). - Froschhecht Brochet qui fraie en avril (Blanchard, Glossaire allemand-français des termes d'anatomie et de zoologie, 1908).

Paddenhecht   „zur Forschlaichzeit laichender Hecht“

Quelle: Weitere Namen: Froschhecht, gemeiner Hecht, Grashecht, Hächt, Hechtkönig, Heckt, Hengste, Hornungshecht, Märzhecht, Paddenhecht, Schnock, Schnöck, Schnück, Wasserwolf (Pintér, Die Fische Ungarns, 1998). - Da die Hechte in verschiedenen Variationen vorkommen, nennt sie der Angler öfters Paddenhechte oder Grashechte und Blaß- oder Bunthechte (Krause, Wie angele ich mit Erfolg?, 1918)

Hundshecht   „Hundsfisch, Umbra, Fisch aus der Ordnung der Hechtartigen“

Quelle: Weitere Namen: Europäischer Hundsfisch, Hundshecht, Ungarischer Hundsfisch (Pintér, Die Fische Ungarns, 1998). – 2 Arten: Die eine (Hundshecht) in Oesterreich, die andere in Nord- Amerika (Encyklopädie der Naturwissenschaften, 1900).

Makrelenhecht   „Scomberesox, eine Hornhechtgattung“

Quelle: Der Makrelenhecht (Scomberesox saurus) ist ein sehr schlanker, räuberischer Meeresfisch, der in Schwärmen nah der Wasseroberfläche lebt (https://de.wikipedia.org/wiki/Makrelenhecht, gesehen am 6.8.2014). - Makrelenhechte (Hornhechte, Scomberesocidi), Familie der Weichflosser (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Qualitäts- und Größenbezeichnung als Vorderglied
Haupthecht   „sehr großer Hecht“

Quelle: Bei einem Besuch des Herzogs in Heinsberg wurden zwei „Haupthechte", 10 Karpfen und 7 Brachsen verzehrt (Corsten, Das Domanialgut im Amt Heinsberg, 1953).

Maßhecht   „etwa ein Jahr alter Hecht“

Quelle: Natürlich machen daran kleinere Barsche keinen übermäßigen Spaß, aber die üblichen Maßhechte und Zander schon sehr viel mehr (http://www.angelforum.at/abu-garcia-revo-serie-t17615-15.html, Beitrag vom 20.4.2014). - Es wurden auch Stücke vorgelegt, die in junger Zeit beim Fischhandel dienten, z. B. ein Masshecht (Zeitschrift für Volkskunde 11-12, 1901).

Prachthecht   „großer, stattlicher Hecht“

Quelle: Ein Prachthecht, bestimmt anderthalb Meter lang! Stimmt's, Hotte? (Auerbach/Keller, Tote Fische beißen nicht, 2012). - Sie faßt den Hecht mit zwei Fingern zwischen den Kiemen und hält ihn hoch; ein Staatshecht! Ein Prachthecht! Ein süßes Tier von einem Hecht! (Ernst, Komödianten- und Spitzbubengeschichten, 1920).

Staatshecht   „großer, stattlicher Hecht“

Quelle: Sie faßt den Hecht mit zwei Fingern zwischen den Kiemen und hält ihn hoch; ein Staatshecht! Ein Prachthecht! Ein süßes Tier von einem Hecht! (Ernst, Komödianten- und Spitzbubengeschichten, 1920).

substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied
Blasshecht   „Hecht mit blassen Schuppen“

Quelle: Da die Hechte in verschiedenen Variationen vorkommen, nennt sie der Angler öfters Paddenhechte oder Grashechte und Blaß- oder Bunthechte (Krause, Wie angele ich mit Erfolg?, 1918).

Bunthecht   „Hecht mit bunten Schuppen“

Quelle: Da die Hechte in verschiedenen Variationen vorkommen, nennt sie der Angler öfters Paddenhechte oder Grashechte und Blaß- oder Bunthechte (Krause, Wie angele ich mit Erfolg?, 1918).

Frühhecht   „früh im Jahr laichender Hecht“

Quelle: Hornungshecht = Frühhecht, Hornhecht (Schumacher, Die deutschen Monatsnamen, 1937).

Junghecht   „junger Hecht“

Quelle: Zehn Würfe später hängt wieder ein Junghecht am Wobbler (Scharnigg, Die Stille vor dem Biss, 2015). - Die kleinsten Brütlinge ließen sich mit dem Schwanz voran abtreiben, die größeren Junghechte schwammen aktiv zum See (Allgemeine Fischerei-Zeitung 76-77, 1951).

Mittelhecht   „mittelgroßer Hecht“

Quelle: Rein sportlich gesehen, wird man dann wohl wenig Mittelhechte erbeuten, aber auch ganz wenige starke, kapitale (Allgemeine Fischerei-Zeitung 82-85, 1957). - Man bekommt also für 60 bis 70 Pf. einen sehr schönen Mittelhecht (Fischerei-Zeitung 17, 1914).

Scheckhecht   „Hecht mit gefleckten Schuppen“

Quelle: Die gelben Hechte mit schwarzen Flecken nennt man Bunt- oder Scheckhechte oder auch Hechtkönige (Mayerhofer/Pirquet, Lexikon der Ernährungskunde, 1923).

Kahlhecht   „Amia, Schlammfisch“

Quelle: Der Kahlhecht oder Schlammfisch (wiss.: Amia calva; Αμία ist ein undefinierter Fischname mehrerer antiker Autoren; calvus bedeutet „kahl“ im Sinne von „Kopf ohne Schuppen“), der auf Englisch meist „bowfin“ genannt wird, ist ein Raubfisch aus Nordamerika (https://de.wikipedia.org/wiki/Kahlhecht, gesehen am 6.8.2014). - Amĭen (Amiaden, Kahlhechte, Schlammfische, Amiidae), Familie der Schmelzfische, mit langgestrecktem Körper, verknöcherter Wirbelsäule, runden Schuppen, langer Rückenflosse und abgerundeter heterozerker Schwanzflosse. Fossile Gattungen finden sich seit der Kreideformation, gegenwärtig lebt nur noch der Schlammfisch (Amia calva L.), 60 cm lang, in morastigen Süßwässern Carolinas, der sich von kleinen Tieren nährt und in der heißen Jahreszeit im Schlamm vergräbt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Amien).

substantivisches Determinativkompositum mit Gefäßbezeichnung als Vorderglied
Schüsselhecht   „mittelgroßer, für ein Schüsselgericht geeigneter Hecht“

Quelle: Schüsselhecht. Dieses Gericht gab es bei meiner Großmutter an den sogenannten Fastentagen (Der Fischwirt 7-9, 1957).

Tonnenhecht   „gepökelter, in Tonnen verpackter Hecht“

Quelle: Wohl mit Rücksicht auf die damaligen kriegerischen Zeiten wurde darin die Ausfuhr von Getreide und sonstigen Nahrungsmitteln zu Wasser und zu Lande verboten, mit Ausnahme von Heringen, „Tonnenhecht", Aalen und Neunaugen (Mager, Der Wald in Altpreussen als Wirtschaftsraum, 1960).

substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung des Zubereitungsmittels als Vorderglied
Salzhecht   „gepökelter Hecht“

Quelle: Fisch gibt es vergleichsweise selten, mindestens aber einmal in der Woche; unter anderem Zander, ebenfalls von Zelter gesandt, aber auch Karpfen, Hecht, Pflickhecht, Salzhecht sowie Lachs und Heringe (Damm, Goethes letzte Reise, 2014). - Im Norden werden Hechte eingesalzen oder geräuchert (Salz- oder Pökelhechte) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Hecht [1]).

substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied
Brathecht   „zum Braten geeigneter Hecht“

Quelle: Jedem Fischer einen strammen Zug, eine Zigarre, und man hat die schönsten springlebendigen Brathechte (Scheibert, Wandersegeln auf Binnengewässern, 1928).

Krollhecht   „gekochter und rundgebogener kleiner Hecht“

Quelle: Krollhecht (m.; -(e)s, -e; Pl. selten) gekochter Hecht, der rund gebogen u. mit dem Schwanz im Maul serviert wird [zu krollen] (Brockhaus Wahrig: Deutsches Wörterbuch, 1982, s.v.). - Krollhecht „ringförmig gebogener kleiner Hecht" (Jahrbuch des Vereins für Niederdeutsche Sprachforschung, 1918).

Pökelhecht   „gepökelter Hecht“

Quelle: Im Norden werden Hechte eingesalzen oder geräuchert (Salz- oder Pökelhechte) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Hecht [1]).

substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Vorderglied
Flösselhecht   „Polyperida, eine Ordnung der Knochenfische“

Quelle: Die Flösselhechte (Polypteridae, Polypteriformes (Gr.: poly = viele, pteron = Flosse)), auch Flösselfische oder einfach nur Flössler genannt, sind eine Familie und Ordnung der Knochenfische (Osteichthyes). Da sie sich morphologisch stark von allen anderen Knochenfischen unterscheiden, werden sie in eine eigene Unterklasse, die Cladistia gestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Flösselhechte, gesehen am 6.8.2014). - Am Nil lebt als ihr eigentümlicher Vogel der Schuhschnabel (Balaeniceps), im obern Nil der Flößelhecht (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Äthiopische Region).

Hornhecht   „Belonida, ein Barschverwandter“

Quelle: Die Familie der Hornhechte (Belonidae von βέλος = „Geschoss, Pfeil“) umfasst 40 Arten in 12 Gattungen (https://de.wikipedia.org/wiki/Hornhechte, gesehen am 6.8.2014). - Hornhecht (Belone Cuv.), Gattung der Knochenfische aus der Familie der Horn- oder Makrelenhechte (Scomberesocidae), Fische mit sehr gestrecktem, aalartigem Leib, kleinen Schuppen, in einen langen Schnabel ausgezogenen Kiefern mit einer Reihe langer, konischer Zähne, gegenständiger, weit nach hinten gerückter und fast gleicher Rücken- und Afterflosse und hinter der Körpermitte stehenden Bauchflossen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).

Knochenhecht   „Lepistoseida, Kaimanfisch“

Quelle: Die Knochenhechte (Lepisosteidae (Gr.: lepis = Schuppe, osteon = Knochen)), auch Kaimanfische oder Alligatorfische genannt, sind eine Familie von Knochenfischen, die mit zwei Gattungen und sieben Arten in Nord- und Mittelamerika vom südlichen Québec (Kanada) bis Costa Rica, Panama und Kuba vorkommen (https://de.wikipedia.org/wiki/Knochenhechte, gesehen am 6.8.2014). - Knochenhecht (Lepidostĕus ossĕus Ag. [Abb. 939]), ein zu den Schmelzschuppern gehöriger Fisch mit schnabelförmiger Schnauze, sehr harten, rautenförmigen, glänzenden Schuppen, in Süßwässern des mittlern Nordamerika (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Vorderglied
Nadelhecht   „Belonida, ein Barschverwandter“

Quelle: Belonidae, Hornhechte, Nadelhechte (38) Marin, epipelagisch in tropischen und gemäßigten Breiten; auch im Süßwasser. Auffällig lang gestreckte Formen (Westheide, Spezielle Zoologie, 2003). - Im Rahmen eines Diskussionsabends wurde bedauert, daß der 1909 aus dem östlichen Zentralamerika eingeführte „Nadelhecht", Belonesox belizanus Kner, ein lebendgebärender Hechtkärpfling, aus unseren Aquarien verschwunden zu sein scheint (Die Aquarien- und Terrarien Zeitschrift 10-11, 1957).

Pfeilhecht   „Barracuda, ein Barschverwandter“

Quelle: Die Barrakudas oder Pfeilhechte (Sphyraenidae) sind Raubfische aus der Gruppe der Carangaria innerhalb der Barschverwandten (Percomorphaceae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Barrakudas, gesehen am 6.8.2014). - Fischvergiftungen mit choleraähnlichem Brechdurchfall hat man beobachtet besonders nach dem Genuß von Schellfischen, Hering, geräucherten Flundern, Stör, Stockfisch, Brassen (Pagrus und Sparus), Pfeilhechten (Sphyraena) etc. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischgift).

Schildhecht   „Lepistoseida, Kaimanfisch“

Quelle: Schildhecht Esox osseus, Poiss. (Blanchard, Glossaire allemand-français des termes d'anatomie et de zoologie, 1908, s.v.).

Spießhecht   „Barracuda, ein Barschverwandter“

Quelle: Plötzlich stoben die Fische ringsum auseinander. „Ein Barracuda! Ein Spießhecht!!“ (Wayne, Am Strand von Martinique, 2015). - Aber noch gefährlicher als sie und ihre Zähne ist der Spießhecht, der Barracuda (Leip, Der grosse Fluss im Meer, 1954).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied
Trughecht   „Scomberesox, eine Hornhechtgattung“

Quelle: Makrelenhechte oder Trughechte (Scomberesocidae Müller, 1843) sind Knochenfische und galten traditionell als Familie aus der Ordnung der Hornhechtartigen (Beloniformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Makrelenhechte, gesehen am 6.8.2014). - Trughechte (Hornhechte, Scombresocidae), Familie der Weichflosser (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v.).

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied
Flusshecht   „im Fluss lebender Hecht“

Quelle: Art: Gemeiner H. (Flußhecht, E. lucius L.), oben schwarz, unten weiß, schwarz punktirt, Seiten grau, gelb gefleckt, doch ist die Farbe nach Alter u. Wohnort verschieden (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Der Kardinalhut war leichter zu bekommen, daher war er nur mit zwei Flußhechten besetzt (Jean Paul, Blumen-, Frucht- und Dornenstücke, 1796-97). - Der Hecht, und vornehmlich der Fluß-Hecht hat einen so angenehmen Geschmack, daß man ihn auf den bestem Tafeln als ein ausgesuchtes Gericht auftragt (Schäffer, Onomatologia Historiae Naturalis Completa, 1766). - Mache / daß das Wasser siede / damit der Fluß-Hecht desto geschwinder abkoche (Reuerendi patris Antonii van Torre... Dialogi familiares, 1711).

Markthecht   „auf dem Markt gekaufter und in ein Einkaufsnetz gepackter Hecht“

Quelle: Es war der Venner, gleichsam ein in seinem Verkaufnetz schnalzender Markthecht (Jean Paul, Blumen-, Frucht- und Dornenstücke, 1796-97). - Nun ist er mit Puffen, Maschen, und dergl. ungeheuer besetzt; und die Hand, welche der Grieche und Römer so gern besang, stekt entweder in einer ledernen Scheide, oder in einem Netz, wie ein Markthecht, oder wird verhüllt von Manchetten (Hermes, Sophiens Reise von Memel nach Sachsen, 1776).

Neckarhecht   „im Neckar lebender Hecht“

Quelle: Greif schwimmt gleich einem Neckarhecht! (Dahn, Die Mette von Marienburg, 1878).

Teichhecht   „in einem Teich lebender Hecht“

Quelle: was solte mir der unnütze Greise / der seinen halb tobten Leib kaum schleppen /ja das Haar nicht eins strählen kan? flugs daß man ihn niderschlage / und meine Teich-Hechte damit speise (Buchholtz, Des Christliche Teutschen Herkules [...] Wunder-Geschichte, 1659-60).

substantivisches Determinativkompositum mit Zeitbezeichnung als Vorderglied
Aprilhecht   „im April laichender Hecht“

Quelle: Er laicht vom Februar bis zum April; daher Hornungs-, März- und Aprilhechte (Reuß, Fauna des Unter-Donaukreises, 1832). - Man benennt ihn auch wohl nach den verschiedenen Laichzeiten, als Hornungshecht, Märzhecht, April- oder Froschhecht (Siemssen, Die Fische Meklenburgs, 1794).

Hornungshecht   „im Februar laichender Hecht“

Quelle: doch ist die Farbe nach Alter u. Wohnort verschieden; der ein- u. zweijährige ist z.B. olivengrün u. heißt Grashecht; gelb mit schwarzen Flecken heißt er Hechtkönig; sehr große heißen Haupthechte; die im März u. Februar laichenden aber gewöhnlich März- od. Hornungshechte u. die im April laichenden (zur Froschlaichzeit) Frosch- od. Paddenhechte (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Der Märzhecht, des -es, plur. die -e, ein Hecht, welcher seine Leichzeit im März hat; zum Unterschiede von den bessern Hornungshechten (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v. Märzhecht). - Drumb wird auch derselbige Hecht der HornungsHecht genennet / vnd wehret diese Leichzeit des Hechtes biß auff Ostern (Coler, Oeconomia Ruralis Et Domestica, 1665).

Märzhecht   „im März laichender Hecht“

Quelle: doch ist die Farbe nach Alter u. Wohnort verschieden; der ein- u. zweijährige ist z.B. olivengrün u. heißt Grashecht; gelb mit schwarzen Flecken heißt er Hechtkönig; sehr große heißen Haupthechte; die im März u. Februar laichenden aber gewöhnlich März- od. Hornungshechte u. die im April laichenden (zur Froschlaichzeit) Frosch- od. Paddenhechte (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Der Märzhecht, des -es, plur. die -e, ein Hecht, welcher seine Leichzeit im März hat; zum Unterschiede von den bessern Hornungshechten (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.). – Es kan auch wol kommen / das der Merzhecht im Maio oder Junio leichet (Coler, Oeconomia Ruralis et Domestica, 1665).

substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied
Grashecht   „junger, grünlicher Hecht“

Quelle: Grashecht, der ein- bis zweijährige Hecht (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v.). - Der Grashecht, des -es, plur. die -e, in den Küchen, die kleineste Art Hechte, weil sie gemeiniglich in den Gräben zwischen den Grasländern gefangen werden (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Im ersten Jahre hat er durchaus eine grüne Farbe, daher er auch zu dieser Zeit der Grashecht heißt (Bloch, Oeconomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands, 1782).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied
Froschhecht   „zur Forschlaichzeit laichender Hecht“

Quelle: Froschhecht (Paddenhecht), nennt man die im April zur Froschlaichzeit laichenden Hechte (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v.). - Man benennt ihn auch wohl nach den verschiedenen Laichzeiten, als Hornungshecht, Märzhecht, April- oder Froschhecht (Siemssen, Die Fische Meklenburgs, 1794).

Paddenhecht   „zur Forschlaichzeit laichender Hecht“

Quelle: Froschhecht (Paddenhecht), nennt man die im April zur Froschlaichzeit laichenden Hechte (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Froschhecht). - Die Fischer nennen sie alsdann Merz- oder Poggen- oder Paddenhechte / weil sie um diese Zeit schon Poggen oder Frösche fangen (Onomatologia forestalis-piscatorio-venatoria, 1773). - Der ander im Marcio / den heist man den Merzhecht oder Paddenhecht / das er die Padden oder Frösche frist (Coler, Calendarium perpetuum, 1613).

Hundshecht   „Hundsfisch, Umbra, Fisch aus der Ordnung der Hechtartigen“

Quelle: Der einzige Fisch, welcher gegenwärtig als Verwandter der Hechte angesehen und gewöhnlich mit ihnen in einer und derselben Familie vereinigt wird, ist der Hundsfisch (Umbra Crameri, Gobius caninus, Cyprinodon umbra), Vertreter der Hundshechte, welche ebenso wie als Sippe (Umbra) als Unterfamilie (Umbrinae) und als Familie (Umbridae) aufgefaßt werden (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Makrelenhecht   „Scomberesox, eine Hornhechtgattung“

Quelle: Die Makrelenhechte (Scomberesox) gleichen den beschriebenen Verwandten bis auf die Bildung ihrer Rücken- und Afterflosse, deren hinterer Theil sich wie bei den Makrelen in falsche Flossen absondert (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Scomberesox, Lacépède, Makrelenhechte. Die Zwischenkiefer bilden, wie bei Belone, den Rand des Oberkiefers ganz, beide Kiefer sind in einen langen Schnabel verlängert, beide mit kleinen Zähnen besetzt (Wörterbuch des Naturgeschichte, 1829, s.v. Esox).

substantivisches Determinativkompositum mit Qualitäts- und Größenbezeichnung als Vorderglied
Haupthecht   „sehr großer Hecht“

Quelle: Man unterscheidet Haupthechte (die größten), Mittel- oder Schüsselhechte und kleine oder Grashechte (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1838, s.v. Hecht). - Man hat ja hier schon Haupthechte von sechs Fuß gesehen, aber nicht von dergleichen Dicke (Richter, Ichthyotheologie, 1754). - grosse Haupthechte gibt man das Schock in Schlesien umb etliche 20. auch wol umb30. Thaler (Coler, Oeconomia Ruralis Et Domestica, 1665).

Maßhecht   „etwa ein Jahr alter Hecht“

Quelle: Maßhecht, m.; Mh. ‑e, ein Hecht, der ein Jahr alt und gegen eine halbe Elle lang ist (Hoffmann, Vollständigstes Wörterbuch der deutschen Sprache, 1857, s.v.). - Der Maßhecht, des -es, plur. die -e, bey den Fischern, Hechte, welche ein Jahr alt, und etwa ¼ Elle lang sind (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).

Prachthecht   „großer, stattlicher Hecht“

Quelle: Einen Prachthecht von seltener Größe nahm er ungeteilt vor sich, so daß der Fisch nur mit dem Leibe seinen eigenen Teller bedeckte, mit dem Kopfe aber über den Teller seines rechten, und mit dem Schwanze über den seines linken Nachbarn hinausreichte, welches ein imposanter Anblick war (Börne, Der Eßkünstler, 1821).

substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied
Frühhecht   „früh im Jahr laichender Hecht“

Quelle: Frühhecht, der früh im Jahre laichende Hecht (Kaltschmidt, Vollständiges stamm- und sinnverwandtschaftliches Gesammt-wörterbuch der deutschen Sprache, 1851, s.v.). - Der Frühhecht, des -es, plur. die -e, eine Art Hechte, welche im Februar, und also früher als andere Hechte leichen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Zufolge Leopolds Einleitung zur Landwirthschaft Th. V. Kap. 1. S.638. und Wagners vollkommenen Fischer, laichen und streichen die gewöhnlichen Fischsorten folgendermaßen: Im Februar der Frühhecht. Im März, die meisten Hechte (Frank, System der landwirthschaftlichen Polizey, 1789).

Junghecht   „junger Hecht“

Quelle: Für Abwachskarpfenteiche rechnet man pro Hektar 100 bis 150 dreisömmerige Karpfen und 10-15 Junghechte oder 5-8 Zander, deren Brut in diesen Teichen unterzogen wird (Allgemeine Forst und Jagdzeitung 66-67, 1890).

Mittelhecht   „mittelgroßer Hecht“

Quelle: Zum Verspeisen werden die Mittelhechte (Schüsselhechte) von 3–4 Pfd. Schwere vorgezogen (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Der Mittelhecht, des -es, plur. die -e, in den Küchen, ein Hecht von mittlerer Größe, welcher auch ein Schüsselhecht genannt wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.). - So wird auch ihr Fleisch, sonderlich von denen Mittelhechten, vor gesund und gut geachtet (Corvinus, Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon, 1715).

Plumphecht   „großer Hecht“

Quelle: Da kömmt drüben diesseits des Ufers Töffel, und Pump – wie ein Plumphecht ins Wasser! (Weisse, Der Kinderfreund, 1777). - Ein Fischhälter am Wässerlein / die Mause genant / welcher bißher mit Plumphechten ist besetzet worden (Riemer, Lustige Rhetorica Oder Kurtzweiliger Redner, 1681).

Scheckhecht   „Hecht mit gefleckten Schuppen“

Quelle: Die Färbung variirt übrigens je nach Alter und Aufenthaltsort, daher die verschiedenen Benennungen: „Bunthecht, Grashecht, Scheckhecht“ etc. (Meyer, Handbuch des Fischerei-Sports, 1881).

Kahlhecht   „Amia, Schlammfisch“

Quelle: In der Familie der Kahlhechte (Amida), die einen lebenden Repräsentanten in den Flüssen Carolina's hat, finden sich glatte Schuppen mit deutlichen Anwachsstreifen (Vogt, Zoologische Briefe, 1851)

substantivisches Determinativkompositum mit Gefäßbezeichnung als Vorderglied
Schüsselhecht   „mittelgroßer, für ein Schüsselgericht geeigneter Hecht“

Quelle: Schüsselhecht, 1) Fisch, s.u. Hecht a); 2) Hecht, welcher auf einer Schüssel über Kohlen, ohne Wasser, in seiner eigenen Brühe gekocht wird (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.). - Der Schüsselhecht, des -es, plur. die -e, in den Küchen ein Nahme der Hechte von mittelmäßiger Größe, vielleicht weil man mit einem solchen Hechte, eine mäßige Schüssel füllen kann; der Mittelhecht. Ingleichen ein Hecht, welcher auf einer Schüssel über Kohlen, ohne Wasser, in seiner eigenen Brühe gekocht wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.). – Ihrer Grösse nach sind 1. Lucii maximi, Des Brochets, grosse Haupthechte. 2. L. Mediocres, Lancerons, Mittel- oder Schüssel-Hechte, 3. L. parvi, Brochetons, Graß-Hechte (Elsholtz, Arztney-Garten und Tisch-Buch, 1690).

Tonnenhecht   „gepökelter, in Tonnen verpackter Hecht“

Quelle: Tonnenhecht, so v.w. Salzhecht (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v.). - Der Tonnenhecht, des -es, plur. die -e, eingesalzene und in Tonnen aufbewahrte Hechte (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung des Zubereitungsmittels als Vorderglied
Salzhecht   „gepökelter Hecht“

Quelle: Salzhecht, 1) ausgeschlachtete Hechte werden mit Salz u. etwas Gewürz in irdenen od. hölzernen Gefäßen eingelegt, um sie zur Verspeisung aufzubewahren; große Hechte werden beim Einsalzen in Stücken zerschnitten; 2) so v.w. ein großer Hecht (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.). - Der Pökelhecht, des -es, plur. die -e, ein eingepökelter oder eingesalzener Hecht; Salzhecht, Tonnenhecht (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v. Pökelhecht). - Saltzhecht, lucius sale conditus (Steinbach, Lexicon Germanico-Latinum, 1734, s.v. Hecht).

substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied
Brathecht   „zum Braten geeigneter Hecht“

Quelle: Zwei nette kleine Brathechte, genau unsere Art, lagen in einem Korbe (Menz, Deutsche Arbeit in Kleinasien, 1893). - Punkt ein Uhr setzen Sie sich allein in Ihrem Zimmer zu Tische und essen einen Teller Kräutersuppe, dann etwas gekochtes Rindfleisch mit einer mittelmäßigen sauern Gurke, und gelüstet's Ihnen durchaus nach Braten, so wechseln Sie geschickt mit gebratenen Tauben und Brathechten, wozu Sie doch beileibe nicht etwa stark gewürzten Salat, sondern höchstens etwas Pflaumenmus genießen dürfen (E.T.A. Hoffmann, Die Geheimnisse, 1821). - Die leichtverdaulichen, und die eine gute Nahrung geben, sind: der frische Heering, Sardellen, Forellen, Mittelkarpfen, Karauzen, Barmen, Gründlinge, Brathechte, Mittelhechte, Kaulbarsche, Zander, Plötzen, Marenen, kleine Flußkrebse (Wiener oekonomische Zeitung, 1789).

Krollhecht   „gekochter und rundgebogener kleiner Hecht“

Quelle: Krollhechte, kleine Hechte, welche auf beiden Seiten fein gekerbt u. so zugerichtet werden, daß sie mit dem Schwanz in den Zähnen auf die Tafel kommen (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v.). - Der Krollhecht, des -es, plur. die -e, in den Küchen, ein Hecht, welcher, indem man ihn anrichtet, so gespalten wird, daß der Schwanz, an welchem beyde Hälften noch zusammen sind, ihm in das Maul gestecket wird. Von dem vorhin gedachten Nieders. krollen, krüllen, welches auch kräuseln, rund biegen, bedeutet. Da man nur die kleinen Hechte auf diese Art zuzubereiten pflegt, so werden im gemeinen Leben auch alle kleine Hechte Krollhechte genannt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Pökelhecht   „gepökelter Hecht“

Quelle: Wird auch, besonders im Norden, eingesalzen oder geräuchert, und kommt unter dem Namen Salz- oder Pökelhecht in den Handel, besonders von Frankfurt an der Oder aus (Oken/Walchner, Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände, 1836). - Der Pökelhecht, des -es, plur. die -e, ein eingepökelter oder eingesalzener Hecht; Salzhecht, Tonnenhecht (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Loklitätsbezeichnung als Vorderglied
Meerhecht   „Merluccius, ein dorschartiger Meeresfisch“

Quelle: Meerhecht (Centropomus), Fischgattung aus der Ordnung der Stachelflosser, mit gezahntem Vorderdeckel, stumpfem, unbewaffnetem Kiemendeckel. Der amerikanische M. (C. undecimalis), im wärmern Europa, silberfarbig, Flossen blaßgelb, Seitenlinie schwarz, 2' lang; Fleisch wohlschmeckend (Herders Conversations-Lexikon, 1856, s.v.). - Der Meerhecht, des -es, plur. die -e, eine Art dem Hechte ähnlicher Meerfische mit zwey Rückenfinnen; merlucius L. Seehecht (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.). - Die Franzosen heissen sie Merlus, quasi Maris lucios oder meerhechte, weil sie ebenso freßig, und allerhand art fische verschlingen (Elsholtz, Neu angelegter Garten-baw, 1715).

Nilhecht   „Mormyrida, ein afrikanischer Süßwasserfisch“

Quelle: Es sind namentlich die Familien der Eckschupper oder Ganoiden, der Welse, Karpfenfische und Nilhechte (Mormyriden), welche sowohl dem Systeme dieses Stromes wie auch anderen afrikanischen Flüssen etwas Charakteristisches verleihen (Westermanns Monatshefte 16, 1872).

Seehecht   „Merluccius, ein dorschartiger Meeresfisch“

Quelle: Merlan (Seehecht, Gadus Merlucius Lin.); graubraun, vordere Rückenflosse zugespitzt, Unterkinnlade länger als die obere, ohne Bartfäden; Länge über zwei Fuß. Dieser Fisch lebt im Mittel- u. in den nördlichen Meeren, wird oft in großer Menge mit Netzen u. Angeln gefangen, dann ganz wie der Stockfisch zubereitet u. häufig nach Deutschland als Stockfisch verkauft. Seine Leber war bei den Alten sehr geschätzt (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Merlan). - Der Meerhecht, des -es, plur. die -e, eine Art dem Hechte ähnlicher Meerfische mit zwey Rückenfinnen; merlucius L. Seehecht (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v. Meerhecht). - Die Goldforelle, der Molio, welcher dem Schellfische nahe kömt, die Steinbutten, Lampreten, Meeraale, gemeine Aale, der Seehecht, Stinte und Sardellen sind hier sehr häufig (Braunschweigische Anzeigen, 1756).

substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Vorderglied
Flösselhecht   „Polyperida, eine Ordnung der Knochenfische“

Quelle: Als Vertreter der Vielflosser (Polypteridae), einer anderweitigen, bloß aus zwei Arten bestehenden Familie der Ordnung, und der Flösselhechte (Polypterus) im besonderen mag der Bischir (Polypterus Bichir, senegalensis und Endlicheri) genannt sein (Brehm, Thierleben, 1883-87). - So etwas findet man nur bey den Gürtelthieren, dem Flösselhecht und dem Knochenhecht (Oken/Walchner, Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände, 1836).

Hornhecht   „Belonida, ein Barschverwandter“

Quelle: Hornhecht (Belone), Fischgattung aus der Ordnung der Bauchflosser, Familie der Hechtartigen, von dem eigentlichen Hecht hauptsächlich durch die spitzige Schnauze und die ganz kleinen Zähne unterschieden; die Knochen von schön grüner Farbe. Der gemeine H. (B. vulgaris), 2' lang, oben grün, unten weiß, mit gutem Fleisch. An den franz. Küsten (Herders Conversations-Lexikon, 1855, s.v.). - Es giebt von diesem Fisch aber auch noch eine zweyte Art, der Hornhecht oder Nadelhecht genannt wird (Handlungszeitung oder wöchentliche Nachrichten von Handel, Manufakturwesen, Künsten und neuen Erfindungen 7, 1790).

Knochenhecht   „Lepistoseida, Kaimanfisch“

Quelle: Nur ein einziger von allen bis jetzt bekannten Fischen, der Knochenhecht, erhebt sich über diese Bildung, indem bei ihm Wirbelkörper vorkommen, welche vorn einen Gelenkkopf und hinten eine runde Gelenkhöhle besitzen (Brehm, Thierleben, 1883-87).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Vorderglied
Nadelhecht   „Belonida, ein Barschverwandter“

Quelle: Der Hornhecht, Nadelhecht (Belone), hat eine sehr lange Schnauze und wird 2–3 Fuß lang (Huber, Handbuch der Naturgeschichte, 1837). - Es giebt von diesem Fisch aber auch noch eine zweyte Art, der Hornhecht oder Nadelhecht genannt wird (Handlungszeitung oder wöchentliche Nachrichten von Handel, Manufakturwesen, Künsten und neuen Erfindungen 7, 1790).

Pfeilhecht   „Barracuda, ein Barschverwandter“

Quelle: Die Pfeilhechte (Sphyraenidae) verdienen ihren Namen, weil sie wirklich mit den Hechten eine gewisse Aehnlichkeit haben, sowohl was die Gestalt, wie auch was den Zahnbau anlangt (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Der Pfeilhecht ist kein Flußfisch, sondern im mittelländischen Meer; er hat einen dünnen Körper, einen bräunlichen grünen Rücken, weißen Bauch, und gabelförmigen Schwanz (Atze, Naturlehre für Frauenzimmer, 1781).

Schildhecht   „Lepistoseida, Kaimanfisch“

Quelle: Schildhecht, so v.w. Knochenschuppe (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.). – Schildhecht, nach Müllern die zwote Gattung der Hechte, Esox osseus (Langguth, Neuer Schauplatz der Natur, 1779).

Spießhecht   „Barracuda, ein Barschverwandter“

Quelle: Spießhecht, so v.w. Spet (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v.). – Espeton m., ein längligt dünnes Eisen; eine große, starke Nadel, Haarnadel; ein Hornfisch, Seefisch mit einem spitzigen Schnabel, Spießhecht (Wagener, Nuevo diccionario espanol-aleman y aleman-espanol, 1798, s.v. Espeton).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied
Trughecht   „Scomberesox, eine Hornhechtgattung“

Quelle: Die von Johannes Müller aufgestellte Familie der Trughechte (Scomberesocidae) umfaßt etwa einhundertundvierzig, meist lang gestreckte Weichflosser mit zu einem Stücke verwachsenen Schlundknochen und einer Reihe gekielter Schuppen jederseits am Bauche, deren Bauchflossen nur gegliederte Strahlen haben (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Eigentl. Bedeutung & ÜbertragungenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Hecht   „Kerl, Bursche“

Quelle: Jungs sollen auch mal was anderes lesen, als Service-Stückchen, die ihnen erzählen wie sie dicke Muckis bekommen und ein toller Hecht werden (Die Zeit, 07.01.2014). - das ist ein feiner Hecht. Ich und mein Freund dort im Wagen, wir haben ihn zufällig im Elend aufgegriffen (Kafka, Amerika, 1927).

Hechtchen   „Penis“

Quelle: Das geht so weit, dass das sonst sozusagen still liegende Hechtchen in meiner Hose gierig zu zucken beginnt (Pritzker, Filberts Verhängnis, 2001).

Angelgoldhecht   „guter Heiratskandidat“

Quelle: Soviel ich weiß, hat die Mama auch ein paar heiratslustige Angelgoldhechte eingeladen, und nun meint sie, daß bestimmt einer anbeißt, sobald er zwei Tassen Tee und ein Wurstbrot vertilgt hat (Christ, Madam Bäurin, 1920).

Staudenhecht   „Raubritter, Wegelagerer“

Quelle: Seine weitere Karriere als Raubritter, die damals auch als Placker, Schnapphähne, Staudenhechte oder Heckenreiter bezeichnet wurden, war durch den erbitterten Kampf gegen die Nürnberger geprägt (https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Absberg, gesehen am 6.8.2014). - Staudenhecht, eine im 15. und 16. Jahrh. namentlich bei den Kaufleuten Süddeutschlands gebräuchliche Bezeichnung für Raubritter (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v.).

Hechtauge   „Auge mit kaltem, gierigem Ausdruck“

Quelle: Ja, wegen deiner Augen. Nie schließt du sie, nie. Deine kalten Fischaugen, deine Hechtaugen (Eßer, Liebe verlorene Müh, 2015). - Da schleift hochaufgedonnert pikfein / Starrblickende Dirne vorüber, / Sie lockt nicht der wellengespiegelte Schein, / Zwanzig Fränkli wären ihr lieber. / Ihre Hechtaugen spähen nach Beute, / Ein günstiger Fangabend heute (Henckell, Venezianische Nacht auf dem Zürichsee, 1921).

Hechtgebiss   „Zahnfehlstellung durch einen vorstehenden Unterkiefer“

Quelle: Der Begriff Hechtgebiss beschreibt einen über den Oberkiefer hinaus vorstehenden Unterkiefer (https://de.wikipedia.org/wiki/Hechtgebiss, gesehen am 8.8.2015). - Hechtgebiß, bei Pferden eine Gebißform, bei der die untern Schneidezähne über die obern hinwegstehen (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Hechtkopf   „Kopfform mit nach innen gewölbter Stirnpartie“

Quelle: Das Gegenteil zum Ramskopf ist der Hechtkopf mit nach innen gewölbter Stirnpartie (https://de.wikipedia.org/wiki/Ramskopf, gesehen am 8.8.2015). - Hechtkopf, bei Pferden, bes. bei edlern, eine durch Einbiegung der Nase [Abb. 780] charakterisierte Bildung des Kopfes (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Hechtschnauze   „Schnauze wie die eines Hechts“

Quelle: Das Auffälligste waren ihre Köpfe mit der platten Hechtschnauze und den fedrigen Kiemen (Guth, Maddrax, 2015). - Auf älteren etwas kühnen Urweltbildern sieht man die beiden mit Liebe im Kampf, wobei der stiernackige Ichthyosaurus mit seiner Hechtschnauze dem andern den langen dünnen Schwanenhals abbeißt (Bölsche, Das Leben der Urwelt, 1931).

Älteres Neuhochdeutsch

Bedeutung "Hecht, Esox lucius"
Hecht   „Kerl, Bursche“

Quelle: am Ende schadet es nichts, wenn wir den Schadenmüller, den Hecht, wenigstens ein bißchen aufstören und herumjagen können! (Keller, Martin Salander, 1886). - Ja, du scheinst mir auch ein feiner Hecht zu sein! (Kurz, Der Sonnenwirt, 1855). - „Ihr habt schöne Hechte angeworben!“ – rief ihm Rinaldo entgegen (Vulpius, Rinaldo Rinaldini, 1799).

Plumphecht   „ungeschickter Mensch“

Quelle: Plumphecht, ein grober, ungeschickter Mensch (Kindleben, Studenten-Lexikon, 1899). - Von den Deutschen kann dabei nicht die Rede sein; die sind und bleiben, in dieser wie in vielen andern Beziehungen, Plumphechte ohne Kulturfähigkeit (Welp, Neue Petersburger Skizzen, 1844).

Plumphecht   „ins Wasser fallende Bombe“

Quelle: Da sie aber mit der Pulverladung knauserten und es überhaupt zu breit war, so fielen die Bomben in großer Entfernung vor uns schon ins Wasser, weshalb unsre Husarinnen sie Plumphechte nannten (A.v. Arnim, Armut, Reichtum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores, 1810).

Plumphecht   „ungeschickter Ruderschlag“

Quelle: Plumphecht, 1 ein großer Hecht; 2. ein im Wasser schwimmendes Bündel; 3. ungeschickter Schlag mit dem Ruder (Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins 31-34, 1894).

Promenadenhecht   „Stutzer, eitler Mann“

Quelle: Es tritt der Strohhut und der Sonnenknicker / Nun wieder in sein angestammtes Recht / Und kokettirend mit dem Nasenzwicker / Durchstreift den Park der Promenadenhecht (Holz, Buch der Zeit, 1886).

Staudenhecht   „Raubritter, Wegelagerer“

Quelle: Vom Salonstrizzi und gelegentlichen Mitarbeiter der besseren humoristischen Blätter ist er von Stufe zu Stufe bis zum journalistischen Wegelagerer und Staudenhecht gesunken (Conrad, Was die Isar rauscht, 1887-90). - Die beiden Staudenhechte sahen sich schweigend an, und Rinaldo wankte auf (Vulpius, Rinaldo Rinaldini, 1799). - Die Verordnete des Land-Friedens seind A. 1409. zweimal zu Bamberg zusammen kommen, dann die Landfrieds-Ständt einen Zug, wieder die Placker und Staudenhecht fürgenommen (Der Nürnbergischen diplomatischen Historie zweiter periodus, 1738). - sie hatte ihr wohl nicht traumen lassen / daß sie jemand sehen solte: Aber die zween alte Staudenhecht hinter der Stauden sahen sie nur gar zu wol (Procop, Decalogale, 1664).

Hechtgebiss   „Zahnfehlstellung durch einen vorstehenden Unterkiefer“

Quelle: Denn dieser sehr kurze Kopf sah geradezu scheusslich aus, weil der Unterkiefer über die Spitze des Rüssels weit vorstand (Hechtgebiss der stärksten Art) (Berichte über die internationale landwirthschaftliche Ausstellung zu Bremen, 1874).

Hechtkopf   „Kopfform mit nach innen gewölbter Stirnpartie“

Quelle: eingedrückte Köpfe (Schweins- od. Hechtköpfe) entstellen die Gesichtsbildung, doch kommen sie bei arabischen Pferden häufig vor (Pierer's Universal-Lexikon, 1861, s.v. Pferd [1]).

Hechtschnauze   „Schnauze wie die eines Hechts“

Quelle: Nur in Amerika: Kaiman mit der Hechtschnauze (A. lucius Cuv.), im südlichen Theile von Nordamerika (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Krokodile).

MeronymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Bedeutung "Hecht, Esox lucius"
Hechtfett   „Fett des Hechts“

Quelle: Die Jungen spannen sie im Hof auf und verstecken sich hinter dem großen Stein auf der Schlossmauer, von dem aus der junge Prinz Kaappo Jaappo Masaniitti Paapponen im Frühjahr 1367 kochendes Hechtfett auf die scheinbar überlegene Nowgoroder Armee kippte (Kyrö, Kunkku, 2014). - Die Bandwürmer werden durch Infestation eines Hundes mit finnigem Hechtfett gewonnen (Kongresszentralblatt für die gesamte innere Medizin und ihre Grenzgebiete 75, 1934).

Hechtgalle   „Galle des Hechts“

Quelle: Sie spannte eine gebleichte Flachsleinwand auf, präparierte sie mit Leimfarbe, glättete mit einem Wolfszahn die letzten Unebenheiten im Gewebe und reinigte danach das Ganze mit Hechtgalle (Feyl, Lichter setzen über grellem Grund, 2015). - Das ist natürlich eine Anweisung, die genau auf der Höhe derjenigen steht, nach der man Taubeneier mit Hechtgalle salben soll, um Vögel mit recht schön bunten Hälsen zu erhalten! (Hahn, Das Alter der wirtschaftlichen Kultur der Menschheit, 1905).

Hechtgräte   „Gräte des Hechts“

Quelle: Sie sind so affig wie Papierschirmchen auf Eiskugeln und so notwendig wie eine Hechtgräte im Hals (Die Zeit, 09.12.2010). - Es steht zu vermuten, daß er auch ohne die Hechtgräte das Zeitliche früher, als sie, gesegnet hätte, bloß um ihr diese Bosheit antun zu können (Ostini, Buch der Torheit, 1910).

Hechtherz   „Herz des Hechts“

Quelle: Dein Hechtherz schlägt nun wieder zweiundvierzig Mal pro Minute (Jügler, Raubfischen, 2015). - Hinsichtlich der Versuche von Beresin am Hechtherzen und von Krawkow am Hechtkiemen sei auf die entsprechenden Kapitel im speziellen Teil verwiesen (Lickint, Tabak und Organismus, 1939).

Hechtkiefer   „Kiefer des Hechts“

Quelle: Die kleinen Blasen, die Unheil verkündend die glitzernde Wasseroberfläche durchbrechen, werden übersehen oder bagatellisiert als Schnappen der Hechtkiefer nach Beute (Holst, Seine Frau, 2015). - Daselbst empfiehlt man gegen Herzgesperr auch einen Hechtkiefer (Hovorka, Vergleichende Volksmedizin, 1909).

Hechtkieme   „Kieme des Hechts“

Quelle: Die Farbe der Barschschuppen oder der Hechtkiemen, das wusste sie nicht mehr so genau, sagte ihm, wie das Wetter ausfallen würde (Hensher, Der tote Liebhaber, 2015). - Der Parasit verankert sich an den Hechtkiemen mittels 2 Paar mächtiger, krallenförmig gekrümmter Haken (Hartmann, Berichte über die wissenschaftliche Biologie 275, 1967).

Hechtkopf   „Kopf des Hechts“

Quelle: Die Hechtleber wird gebraten, zerkleinert und unter den Kartoffelkloßteig gehoben und in Salzwasser samt den Hechtköpfen gekocht (Der Tagesspiegel, 30.05.2004). - Ferner ist der Schweizer Sitte zu gedenken, Hechtköpfe mit aufgesperrtem Rachen an den Häusern anzunageln, zumal am Brienzer und Thuner See (Hentig, Die Strafe, 1954).

Hechtskopf   „Kopf des Hechts“

Quelle: Catherine war allein mit dem Bratenstück; wie ein Fluch lag es vor ihr und ließ goldenes Fett in das Brot sickern. Allein der Hechtskopf starrte sie an (Müller, Die Brillenmacherin, 2010). - Der hechtskopf wird so getrocknet, dass das maul sehr offen bleibt, weshalb man beim trocknen ein grosses erlenstöckchen oder eine dreiarmige dürre erlenrute hinein steckt (Arne, Der Mann aus dem Paradiese in der Literatur und im Volksmunde, 1915).

Hechtleber   „Leber des Hechts“

Quelle: Die Hechtleber wird gebraten, zerkleinert und unter den Kartoffelkloßteig gehoben (Der Tagesspiegel, 30.05.2004). - Leberreime, zweizeilige Scherzgedichte, die bei Tisch (ursprünglich beim Vorlegen der Hechtleber) improvisiert zu werden pflegen, und von denen die erste Zeile stets mit den Worten anfängt: „Die Leber ist von einem Hecht und nicht von einem‑“ etc., worauf ein Tier genannt wird, auf dessen Namen die folgende Zeile reimen muß (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Leberreime).

Hechtsleber   „Leber des Hechts“

Quelle: Ebenso gehört in das Reich des Aberglaubens der Spruch: Ist die Hechtsleber der Galle zu breit, vorn spitz, / Nimmt harter Winter lange Zeit im Besitz (Kaserer, Bauernregeln und Lostage in kritischer Beleuchtung, 1926).

Hechtmagen   „Magen des Hechts“

Quelle: Wie aber sollte er beweisen, dass der Zeh zu einer Leiche gehörte, wenn er schon so lange in See und Hechtmagen herumgesuppt und zudem –zweimal! – tiefgefroren und wiederaufgetaut worden war? (Bader, Fünfzehenland, 2015). - Der Hechtmagen mit seinem Inhalt wird im Schulmuseum Sursee aufbewahrt (Beiträge zur Fortpflanzungs-Biologie der Vögel 15-16, 1939).

Hechtrogen   „Rogen des Hechts“

Quelle: Ich weiß, dass man Hechtrogen mit Ei verquirlt braten kann (Jügler, Raubfischen, 2015). - Die Wirkung der Gifte aus Barben- und Hechtrogen scheint bei Tieren nach intravenöser Injektion qualitativ die gleiche zu sein (Abderhalden, Handbuch der biologischen Arbeitsmethoden, 1923).

Hechtschwanz   „Schwanz des Hechts“

Quelle: Folgt die Hochzeitstafel im Mecklenburger Hof, wo die tschechische Combo nach einigen zappelnden Polkas Lover Man spielt, während wir einen gebratenen Hechtschwanz essen (Fries, Leipzig am Herzen und die Welt dazu, 1983). - dann ist's vorbei, kaum war's geschehn: / Ein starker Hechtschwanz war zu sehn! (Allgemeine Fischerei-Zeitung 80-81, 1955).

Hechtzahn   „Zahn des Hechts“

Quelle: Hier der Unterkiefer eines Pfeifhasen, dort ein Hechtzahn oder eine Maulwurfskralle (Der Tagesspiegel, 22.02.2000). - Friedmann legt jedoch später dar, daß diese Außenschicht der Hechtzähne noch zum Zahnbeine zu rechnen ist (Jenaische Zeitschrift für Medizin und Naturwissenschaft 49, 1913).

Hechtenzahn   „Zahn des Hechts“

Quelle: doch werden daneben auch „Hechtenzähne" gern verwendet (Mannus 6, 1914).

Älteres Neuhochdeutsch

Bedeutung "Hecht, Esix lucius"
Hechtauge   „Auge des Hechts“

Quelle: Allerdings besteht ja ein auffallender Unterschied zwischen dem Contour des horizontalen Durchnitts beim Menschen- und beim Hechtauge (Archiv für Anatomie und Physiologie, 1882). - Bey solchen Kranken litte der Hals nur wenig, aber die Augen hatten eine glänzende, gleichförmige Röthe, wie die Hechtaugen, vertrugen aber das stärkste Licht (Gesner, Die Entdeckungen der neuesten Zeit in der Arzneygelahrheit, 1788). - Wann ein Kind den Harnstein hat. So nimbt man ein vierling Krebsaugen / Hechtaugen vnd Dattelkern / pulverisiert alles / vnnd gibt dem Kinde einer Hasselnuß groß in Erdbeerwasser/ oder einer Erbesbrühe ein (Khunrath, Medulla destillatoria et medica, 1614).

Hechtenauge   „Auge des Hechts“

Quelle: Während dem schwärzte sich das eine Hechtenauge (Hyltén-Cavallius/Stephens, Schwedische Volkssagen und Märchen, 1848). - Nimb Hechten-Zähn / Hechten-Augen / Hechten-Creutz / Krebs-Augen / Karpffen-Stein / Haasensprung (Eleonora Maria Rosalia Fürstin von Lichtenstein, Freywillig-auffgesprungener Granatapfel deß christlichen Samaritans, 1737). - und gib den Weibe neun Stech-Körner und neun Hechten-Augen gestossen in Cardobenedict- Wasser des Tages dreymal (Thieme, Haus- Feld- Artzney- Koch- Kunst- und Wunder-Buch, 1694).

Hechtsauge   „Auge des Hechts“

Quelle: Gegen Epilepsie. Man nehme sieben Hasensprünge (das ist die kleinen im Gelenke der Hinterfüße liegenden Knochen), sieben Krebssteine, sieben Hechtsaugen, sieben Hechtskiemen, Muskatnuß und Schwarzwurzel (Bartsch, Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, 1879-80). - Nehmet fünff Krebsaugen, fünff Hechtsaugen, fünff Hasensprünge, eine Handvoll Inngrün (Grosses vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste, 1749). - Ist er aber von Fischen und Thieren entstanden / so muß er auch mit Fischen und Thieren Salz und Natur / als Karpffensteine / Hechtsaugen / Kaulbärscnstein / Krebsaugen / Hasensprung / etc. zurecht gebracht werden (Hayne, Drey unterschiedliche neue Tractätlein, 1663).

Hechtfett   „Fett des Hechts“

Quelle: Hechtfett - Axungia Lucii - von Esox Lucius, ist gelblich-röthlich, dickflüssig und wurde früher gegen langwierigen Husten angewendet (Vierteljahresschrift für practische Pharmacie 5, 1856). - Hechtfett, → Hecht (Hahnemann, Apothekerlexikon, 1795, s.v.). - Hecht-Fett ist eine gemeine Arzeney / man schmierets auf die Fußsohlen / auf die Brust und Herzgrüblein der Kinder / Husten und Flüsse zu leichteren und mindern (Becher, Parnassus medicinalis illustratus, 1663).

Hechtgalle   „Galle des Hechts“

Quelle: So versichert auch Bcultetus, durch Auflegung von Hechtgalle mit Zucker auf das Auge die Fortschritte eines Staars gehemmt zu haben (Universal-Lexicon der practischen Medicin und Chirurgie, 1837, s.v. Cataracta). - Andre binden Wintergrün zuvor vier und zwanzig Stunden in Essig geweichet darüber; andre binden Hechtgalle darauf (Baumann, Benützte Reise durch Deutsch- und Welschland, 1782). - Alsdenn Knoblauch mit Hecht-Galle vermischt / drüber legen (Crato, Außerlesene Artzney-Künste vor alle des Menschlichen Leibes Zufälle, 1690).

Hechtengalle   „Galle des Hechts“

Quelle: Manche Sonderbarkeiten der älteren Ausgaben fielen hinweg, wie aus dem Tierreich: Schlangenfett, Skorpionen, Regenwürmer, Hechtengalle und ähnliche, während die chemischen Präparate an Zahl zunahmen (Heger, Apothekenbilder von Nah und Fern, 1896). - In der Arzeneykunft braucht man die Hechtengalle (Lucibilis), welche reinigende und auflösende Kräfte besitzt (Hackel, Vollständige practische Abhandlung von den Arzneymitteln, 1793). - Dieses mache man zu einem Pulver, welchem man noch beimischen kann gedörrte und gröblicht gestoßene Hechten-Leber, Hechten-Herz, Hechten-Gall, von jedem 1 Stück (Glorez, Eröffnetes Wunderbuch, 1700).

Hechtgebiss   „Gebiss des Hechts“

Quelle: Zander, eine Art Fische in der Mark Brandenburg, ein Raub-Fisch mit einem Hecht-Gebiß (Frisch, Teutsch-lateinisches Wörter-Buch, 1741).

Hechtgräte   „Gräte des Hechts“

Quelle: Noch verursachte mir große Angst die ihr in die Luftröhre gekommene Hechtgräte, welche 6 Wochen lang beständige Gefahr der Erstickung bewirkte und erst in der 7. Woche durch Husten ausgestoßen wurde (Hufeland, Selbstbiographie, 1831). - Hecht-Gräte, daran stirbt einer (Bahn, Das Amt, Schloß und Städtgen Frauenstein, 1748).

Hechtherz   „Herz des Hechts“

Quelle: Der Genuß von Hechtherz ist gut gegen Fieber, während der Rogen Erbrechen erregt (Journal der Fischerei, 1855). - Hecht-Herz lebendig ihm aus dem Leibe gerissen und lebendig wieder ins Wasser geworfen, das Herz aber verschlucket, soll gewiß wider das kalte Fieber seyn (Hellwig, Das in der Medicin gebräuchlichste Regnum animale oder Thier-Reich, 1728). - Hecht-Herz. Von einem Hecht das Herz man lißet wie man schreibt / Dem Fieber sey es feind / dann es bald aussen bleiße ((Becher, Parnassus medicinalis illustratus, 1663).

Hechtenherz   „Herz des Hechts“

Quelle: Hechtenherz geessen, hilft für das Fieber (Schreger, Hausbüchlein, 1773). - Dieses mache man zu einem Pulver, welchem man noch beimischen kann gedörrte und gröblicht gestoßene Hechten-Leber, Hechten-Herz, Hechten-Gall, von jedem 1 Stück (Glorez, Eröffnetes Wunderbuch, 1700).

Hechtkiefer   „Kiefer des Hechts“

Quelle: Sonst waren Hechtzähne u. Hechtkiefern, auch die Galle u. das Fett in Apotheken aufgenommen (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Der Hechtkiefer, plur. die -n, die mit Zähnen besetzten Kiefern oder Kinnbacken eines Hechtes (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Wider die Kolik oder das Bauchgrimmen. Nimm Krebsaugen, Hechtkiefern, Hirschhorn und Weinstein, stoß Alles zu Pulver, und nimm es in einem Löffel voll warmen Wein ein (Schreger, Lustiger und nützlicher Zeitvertreiber, 1757). - Man braucht anfangs Carduibenedictenwaßer / item / Endiviensafft / Hechtkifer mit Wein; Veielsyrup (Zeiller, Centvria III. Variarvm Quæstionvm, 1659).

Hechtkieme   „Kieme des Hechts“

Quelle: Zwei Sporen einer Myxosporidie der Hechtkiemen, paarweise in gemeinsamer Hülle eingeschlossen (Bronn, Klassen und Ordnungen des Tierreichs, 1882).

Hechtskieme   „Kieme des Hechts“

Quelle: Gegen Epilepsie. Man nehme sieben Hasensprünge (das ist die kleinen im Gelenke der Hinterfüße liegenden Knochen), sieben Krebssteine, sieben Hechtsaugen, sieben Hechtskiemen, Muskatnuß und Schwarzwurzel (Bartsch, Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, 1879-80).

Hechtkopf   „Kopf des Hechts“

Quelle: Jokonde aber ergriff die Rose, die dem gekochten Hechtkopf im Munde steckte und warf sie über beide Tische herüber in Massiello's blitzende Augen (Ungern-Sternberg, Die Zerissenen, 1832). - Wenn ein Hechtkopf aufgetragen wird, suche des Kopfs habhaft zu werden (Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie, 1778-81). - SYLUESTER schweigt ein wenig stille, weiset darnach auff einen Hechtkopff, vnd saget. Herr Oberster, sind bey euch im Landt / Solch grosse fische auch bekandt? (Heinrich Julius Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Von Vincentio Ladislao: Versfassung, 1601).

Hechtenkopf   „Kopf des Hechts“

Quelle: und nun erbrach der Patient (wie es nachher mit ihm sein Oberer und noch ein Karmelit bezeugten): ein haarichtes Lederstückchen, ein Theilchen Silberpapier, das einen Engelskopf vorstellte, einen ganzen Flintenstein, einen halben Hechtenkopf, einen Hufnagel, ein wenig Zwirn von unkenntlicher Farbe, einige Theilchen Lichtdochtes (Leiß, Das Scheyrer-Kreuz, 1843). - An einem Fleischtage nimmt man ein Rebhühnel, das gebraten ist; am Fasttage aber einen gebackenen Hechtenkopf, Schlein oder Karpfen (Melin, Grätzerisches durch Erfahrung geprüftes Kochbuch, 1795). - Was Ursach sey, daß diejenigen, so bald nit können verzaubert werden, welche aus einem Hechten-Kopf ein Gräten bei sich tragen, so wie ein Kreuz gestaltet ist? (Abraham a Sancta Clara, Judas der Erzschelm, 1680).

Hechtskopf   „Kopf des Hechts“

Quelle: Allgemein in Schwaben ist die Sage verbreitet, im Hechtskopf finde man die sämmtlichen Marterwerkzeuge unseres Herrn: Nägel, Hammer, Lanze etc. (Birlinger, Sagen, Märchen, Volksaberglauben, 1861). - da er bei Gelegenheit dieser Kleidungsstücke groß that, sich brüstete und seinen Mitmeistern gar deutlich zu verstehen gab, daß sie Idioten wären, nächstdem zufolge so mancher von dem Ritter aufgefangener Winke sich bemühte, aus dem Schnabelmantel wie aus dem Hechtskopfe das Leiden Christi zu erklären, so erhielt er von einigen stichreichen jungen Meistern, die er in der ersten Hitze Grünschnäbel zu nennen kein Bedenken trug, den Beinamen: Heraldikus (Hippel, Kreuz- und Querzüge des Ritters von A bis Z, 1793-94). - Allein / wenn der Teufel nicht vorm Kreutz lauft / auch wol seine Kürmeß oft in Kirchen bei den Crucifixen treibet / wird er sich wahrhaftig vor keinen Hechtskopf fürchten (Paullini, Zeit-kurtzende Erbauliche Lust, 1693).

Hechtleber   „Leber des Hechts“

Quelle: von Vielen wird die Hechtleber vorzüglich schmackhaft gefunden (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Der Leberreim, des -es, plur. die -e, eine unwitzige Art der Scherzgedichte, welche ehedem bey feyerlichen Mahlzeiten sehr üblich waren, und welche bey Gelegenheit der Hechtleber auf die jedesmahligen Umstände gemacht wurden (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Leberreim). - So sind auch noch die Hechtlebern bekannt, dadurch junge Leute vor diesem bey Gastereyen Gelegenheit zu denen so genannten Leber-Reimen bekamen (Corvinus, Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon, 1715).

Hechtenleber   „Leber des Hechts“

Quelle: Wer kein Freund von Hechtenleber ist, kann dieselbe auslassen, und in Filets geschnitten, abwechselnd mit den Lemonievierteln, die Schüssel damit zieren (Rettigová, Die Haus-Köchin, 1849). - Dieses mache man zu einem Pulver, welchem man noch beimischen kann gedörrte und gröblicht gestoßene Hechten-Leber, Hechten-Herz, Hechten-Gall, von jedem 1 Stück (Glorez, Eröffnetes Wunderbuch, 1700). - Karpffen Zung / Hechten Leber / Barben Mäulgen / Verzehrt dem Reuter sein Apffelgrau Gäulgen (Weidner, Teutscher Nation Apophthegmatum, 1693).

Hechtsleber   „Leber des Hechts“

Quelle: Die Fischer haben von der Hechtsleber dieses Merkmal, welches genau eintreffen soll: wenn dieselbe gegen das Gallenbläschen zu breit, der vordere Teil aber spitz und schmal ist, so bedeutet es einen harten und langen Winter (Pröhle, Rheinlands schönste Sagen und Geschichten, 1886). - Die Gänseleber, Hechtsleber, Kalbsleber, Rindsleber u.s.f. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Leber). - Wieder eine andere hätte sich an Hechts-Lebern, und noch eine andre an Heringsköpffen fruchtbar gegessen (Weise, Die drei ärgsten Erznarren in der ganzen Welt, 1672).

Hechtmagen   „Magen des Hechts“

Quelle: Gegen Harthörigkeit. Trockne einen im Hechtmagen gefundenen Fisch, stoß ihn zu Pulver und gib ihn dem Leidenden auf zwei Morgen nüchtern ein (Bartsch, Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, 1879-80). – Die Alten haben wohl nur den Iltis zum Feind; die Jungen findet man auch zuweilen in einem Hechtmagen begraben liegen (Bechstein, Gemeinnützige Naturgeschichte Deutschlands, 1789). - Auch könte man den langen hecht-magen hieher ziehen, welchen einige mit einem fülsel stopffen, und neben dem hecht kochen (Elsholtz, Neu angelegter Garten-baw, 1715).

Hechtrogen   „Rogen des Hechts“

Quelle: Ketzin, in Pommern u. der Mark Brandenburg der ungesalzene Hechtrogen (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Ketzin). - Er glaubt an eine Wahrnehmung seines Meisters über das Schwellen der Lippen nach dem Genusse trockner Früchte nicht: auch nicht an die giftige Eigenschaft der Hechtrogen (Göttingische gelehrte Anzeigen, 1772). - Hecht-Rogen gehöret nicht auf den Tisch (Comier/Schorer, Neuerfundene Kunst lang zu Leben, 1675).

Hechtschwanz   „Schwanz des Hechts“

Quelle: Kalbsnieren, Hechtschwänze, Barbenköpfe und Gänsehaut galten für große Leckerbissen (Anthus, Vorlesungen über Esskunst, 1838).

Hechtzahn   „Zahn des Hechts“

Quelle: Sonst waren Hechtzähne u. Hechtkiefern, auch die Galle u. das Fett in Apotheken aufgenommen (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Über alle diese Thiere, und deren Theile, die wir bisanhero beschrieben haben, verkauffen wir auch, wiewohl sehr selten, die Beine von den Köpfen der Tuberonen, der Crocodilen, der Karpfen, Pärsche, und Plateis / nebst den Hechtzähnen (Pomet, Der aufrichtige Materialist und Specerey-Händler, 1717). - Etliche geben ein wenig gepülverte Hechtzähne mit Ingwer in warmem Wein vermischet (Muralt, Hippocrates Helveticus, 1692).

Hechtenzahn   „Zahn des Hechts“

Quelle: Das Maul, oder der etwa aufgeschwollene Kopf, soll mit einem Hechtenzahn etwas aufgeschärft, und alle derley Oefnungen mit Schmeer und Salz ausgerieben [...] werden (Harrach, Die Schaafzucht, 1800). - Wider den Scharbock im Munde. Nimm Schneckenhäuslein, Hechtenzähne, Alaun, Eines so viel, als das Andere, brenne es auf einem Ziegelsteine, stoß Alles klein zu Pulver, und reib die Zähne oft darmit: es hilft wunderbarlich (Schreger, Lustiger und nützlicher Zeitvertreiber, 1757).

Hechtszahn   „Zahn des Hechts“

Quelle: ... Hechtszähne, Entenfett, Reiherfett, Schlangenfett, Mückenfett, Biberschmalz und noch unzählige andere Dinge. Mit einem Worte, so eine Rathsapotheke aus der Zeit unserer Urgroßväter scheint eine wahre Hexenküche gewesen zu sein (Kohl, Alte und neue Zeit, 1871). - Lorbeern / Sevenbaum / Kransaugen / gebrannte Hechtszähne / deß besten weißen Zuckers jedes eine halbe vntze (Khunrath, Medulla destillatoria et medica, 1614).

Hechtzunge   „Zunge des Hechts“

Quelle: Sapperm., was fingen die Kerl da vor Zeugs von Hechten! Sie hatten der Tebel hohlmer Zungen wie die grossen Kälber und klebete wohl an einer Hecht-Zunge über 6 Kannen Fett! (Reuter, Schelmuffskys kuriose und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande, 1696).

Frühneuhochdeutsch

Bedeutung "Hecht, Exos lucius"
hechtauge   „Auge des Hechts“

Quelle: Hechtaugen für die Colica (Wittich, Vade mecum, 1597).

hechtsauge   „Auge des Hechts“

Quelle: Muscatnußöl 6. loth / Hechtsaugen 4. loth / Hirschkreutz 10. loth (Helbach, Hortvlvs Corporis, 1596).

hechtedarm   „Darm des Hechts“

Quelle: Wilt du einen vasten krapfen machen von hechde darmen, nim eine guote mandelmilich vnd tuo also vil epfele, als der vische ist (Das Buch von guoter Speise, um 1350).

hechtgalle   „Galle des Hechts“

Quelle: Nim Vngeleschten Kalch / Seiffe / Hechtgalle / mach ein teig daraus (Jessner, Kunstkammer, darinn man findet: Die Theoprastische Geheimnuß der Goldschmiede, 1595).

hechtskopf   „Kopf des Hechts“

Quelle: Siluester schweiget ein weil stille, vnd weiset darnach auff einen Hechtskopff, vnd saget. Herr Oberster, hats bey euch in ewrem Lande auch wol so grosse Fische? (Heinrich Julius Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Von Vincentio Ladislao: Prosafassung, 1594).

hechtsleber   „Leber des Hechts“

Quelle: Kalbesaug und hasenlung, / Hechts lebern und karpfen zung, / Süßer wein und barbenmaul / Brachten mich umb mein grauen gaul (Waldis, Esopus, 1548).

hechtenmagen   „Magen des Hechts“

Quelle: Würst mach ouch dar vß vnd tuo klaine winber dar vnder vnd fass es in hechten magen vnd in blauczen als würst (Das Reichenauer Kochbuch aus der Badischen Landesbibliothek).

hechtmagen   „Magen des Hechts“

Quelle: Du kanst auch den Hechtmagen füllen (Rumpolt, Ein new Kochbuch, 1581).

hechtrogen   „Rogen des Hechts“

Quelle: Nim den Hechtrogen vnd reib ihn klein (Coler, Oeconomia oder Haußbuch, 1595).

hechtenschleim   „Schleim des Hechts“

Quelle: Wildu guet pachen visch machen, So muestu haben hecten sleymm oder kaerphen und den sways von den vischen muestu han (Salzburg, Universitätsbibliothek, M I 128, Lied 59, 1. Drittel 15.Jh.).

hechtschwänzlin   „kleiner Hechtschwanz“

Quelle: Auch für Magenstilliger, genießlicher und erschießlicher, als das Weibergepräng, unnd den Meydleinschleck, den man mit spitzen fingern unnd messern fürlegt, Als jung Hanenhödlin, Hechtschwentzlin, Krebseyerschwentzlin, röglin, Meißnische Zäußleinmeglin, Karpffenzünglein, Rupen oder Rufolckenleberlin (Fischart, Geschichtklitterung, 1575).

hechtzahn   „Zahn des Hechts“

Quelle: Nimb Hechtzeen / brenns vnd pulverisiers / stree es in den Schaden / nachmalen seüd Danzapfen in wasser / darmit wasch den schaden (Seuter, Ein vast Schönes vnd Nutzliches Buech von der Roßartzney, 1588).

hechtszahn   „Zahn des Hechts“

Quelle: Hört zu, wie die waldvogel sungen / Und ihre stimmen zusammenklungen, / Trat zu mir an ein alter baur, / Und der listige giftige laur, / Der haselwurm, und schlich daher, / Als wenns ein großer meraal wer, / Mit einem harten spitzen schnabel, / Mit hechtszeen und giftzungen gabel (Rollenhagen, Froschmeuseler, 1595).

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Althochdeutsch

Allgemein
snazo
snez

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