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Neuhochdeutsch

Allgemein
Privatermittler
Schnüffler   „jemand, der berufsmäßig, im Auftrag Ermittlungen durchführt“

Quelle: Da hatte vor vier Wochen etwa irgendein ungenannter Schnüffler den Vorfall aus einem alten Jahrgang der "Magdeburger Zeitung" neuerdings ans Licht gebracht. (Wassermann, Jakob, Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1908, S. 146; nach DWDS.)

Späher   „jemand, der etwas auskundschaften soll“

Quelle: Nicht wahr, da hinauf hatte Winnetou seinen Späher geschickt? (May, Karl, Winnetou IV, Freiburg i. Br.: Fehsenfeld 1910, S. 169; nach DWDS.)

Spion   „jemand, der für einen Auftraggeber oder Interessenten, besonders eine fremde Macht, militärische, politischer oder wirtschaftliche Geheimnisse auskundschaftet“

Quelle: Gescheiterten Spionen kräht kein Hahn mehr nach. (Dürrenmatt, Friedrich, Die Physiker, Zürich: Arche 1962, S. 63; nach DWDS.)

Spitzel   „jemand, der in fremdem Auftrag andere heimlich beobachtet, aufpasst, was sie sagen und tun, und seine Beobachtungen seinem Auftraggeber mitteilt“

Quelle: Er, Franz, lieferte keine Äpfel, um durch ein Netz von Spitzeln zu schlüpfen, nichts bedrohte sie, niemand war in Gefahr. (Seghers, Anna, Das siebte Kreuz, Mexico: El libro libre 1942, S. 237; nach DWDS.)

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Schnüffler   „jemand, der berufsmäßig, im Auftrag Ermittlungen durchführt“

Quelle: marsch, wächter! was riechst du am packen? / warte des eigenen amts, du schnüffeler! (Voss; nach DWb s.v.)

Späher   „jemand, der etwas auskundschaften soll“

Quelle: Wenn man uns überraschte! / Bleibt, wo ihr seyd. Wir sind umringt von Spähern. (Friedrich Schiller, Wilhelm Tell; nach DWb s.v.)

Spion   „jemand, der für einen Auftraggeber oder Interessenten, besonders eine fremde Macht, militärische, politischer oder wirtschaftliche Geheimnisse auskundschaftet“

Quelle: Nur der ist als Spion anzusehn der unter der Gestalt eines Freundes ihm heimlich zu schaden sucht [...]. (Martens, Georg Friedrich von: Einleitung in das positive Europäische Völkerrecht auf Verträge und Herkommen gegründet. Göttingen, 1796; nach DWDS.)

Spitzel   „jemand, der in fremdem Auftrag andere heimlich beobachtet, aufpasst, was sie sagen und tun, und seine Beobachtungen seinem Auftraggeber mitteilt“

Quelle: In der Neigung zu unterirdischen Verbindungen nahm er in Turin einen angeblichen Mazzinisten, in der That östreichischen Spitzel, als Privatsekretär an, gab ihm die Akten zu lesen und den Chiffre in die Hände. (Bismarck, Otto von: Gedanken und Erinnerungen. Bd. 1. Stuttgart, 1898; nach DWDS.)

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