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Fisch

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Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied
Fischfamilie   „zoologisch zusammengehörige Gruppe von Fischen“

Quelle: Die Buntbarsche (Cichlidae) oder Cichliden sind eine Fischfamilie aus der Gruppe der Barschverwandten (https://de.wikipedia.org/wiki/Buntbarsche, gesehen am 28.8.2013). - Bandfische, Riemenfische (Trachypteridae), zu den Stachelflossern gehörige Fischfamilie (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Bandfische).

Fischgattung   „Gattung des Fischs“

Quelle: Saugschmerlen (Gyrinocheilus) ist eine Fischgattung und Familie aus der Ordnung der Karpfenartigen, deren Verbreitungsgebiet in Südostasien liegt (https://de.wikipedia.org/wiki/Saugschmerlen, gesehen am 28.8.2013). - Quappe (Lota Nils.), Fischgattung der Weichflosser aus der Familie der Schellfische (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Quappe).

Fischgeschlecht   „zoologisch zusammengehörige Gruppe von Fischen“

Quelle: Lachse gibt es in allen Weltteilen – ein internationales Fischgeschlecht, und dieser fette Vertreter kam mir gerade recht (Abelsen, Das Loch im Ozean, 2014). - Außerdem haben zwei namhafte Forscher, Balfour und Semper, zuerst in den Embryonen der ältesten Fischgeschlechter die für die geringelten Würmer so charakteristischen paarigen, nach außen mündenden Segmentalorgane als Ausscheidungsorgane an Stelle der noch nicht existierenden Nieren nachgewiesen (Reinhardt, Vom Nebelfleck zum Menschen, 1909).

Fischgruppe   „zoologisch zusammengehörige Gruppe von Fischen“

Quelle: Barteltragende Fischgruppen sind z. B. die Welse, Ammenhaie, Schmerlen, Karpfenartige und die Dorschartigen (https://de.wikipedia.org/wiki/Barteln, gesehen am 28.8.2013). - Mit der Verknöcherung wird der Schultergürtel auch komplizierter und befestigt sich am Schädel, während der Beckengürtel seine Lage bei den einzelnen Fischgruppen ändert (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fische [2]).

Fischordnung   „zoologische Ordnung von Fischen“

Quelle: Die Scombriformes (= Pelagia Miya et al., 2013) sind eine Fischordnung aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Scombriformes, gesehen am 28.8.2013). - Quermäuler, Fischordnung, s. Knorpelflosser (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Quermäuler).

Fischsorte   „Sorte von Fisch“

Quelle: Oft werden Onigiri auch mit unterschiedlichen Fischsorten (frisch oder getrocknet), Gemüse oder gesäuertem Obst wie Pflaumen gefüllt (https://de.wikipedia.org/wiki/Onigiri, gesehen am 28.8.2013). - Im allgemeinen sind zu bevorzugen als Nahrungsmittel: alle Fleisch- und Fischsorten, Eier, grüne Gemüse (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Harnruhr).

substantivisches Determinativkompositum mit Körperbezeichnung als Hinterglied
Fischaas   „verwester Fischkörper“

Quelle: Er ernährt sich in freier Natur hauptsächlich von Wasserpflanzen, Fischaas, sowie lebenden Kleinfischen und von ins Wasser gefallenen Blättern (https://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Floridakrebs, gesehen am 28.8.2013). - Gräbt man in ein Ameisennest Fischaas ein, so verschwinden die lästigen Tiere sicher (Deutsche illustrierte Bienenzeitung 21, 1904).

Fischembryo   „Embryo eines Fischs“

Quelle: Insgesamt rund 2000 Mutanten hatten die Wissenschaftler bei der Begutachtung mehrerer Millionen Fischembryos entdeckt (Die Zeit, 05.01.2000). - Schickt man durch eine mit Wasser gefüllte Wanne, in der junge Froschlarven (Kaulquappen) oder Fischembryonen schwimmen, einen stärkern Batteriestrom, so stellen sich die Tierchen, welches auch ihre bisherige Lage gewesen sein mag, wie auf Kommando, fast momentan mit ihrer Längsachse in der Richtung der Stromfäden ein (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Galvanotropismus).

Fischkörper   „Körper des Fischs“

Quelle: Die meisten Fische verfügen über sieben Flossen. Sie sind paarig und unpaarig (einzelne Flossen) am Fischkörper angeordnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Flosse, gesehen am 28.8.2013). - Diese Bewegungen erfolgen durch Muskeln, welche die Hauptmasse des Fischkörpers ausmachen und beiderseits neben der Wirbelsäule angeordnet sind (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. schwimmen).

Fischleib   „Leib des Fischs“

Quelle: Eine Gruppe von sechs Gottheiten beobachtet die Szene, eine davon ist Atargatis, die an ihrem Fischleib erkennbar ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Atargatis_(Gottheit), gesehen am 28.8.2013). - Lamantin (Manati, Manatus Cur.), Gattung aus der Ordnung der Wale und der Unterordnung der Sirenen, robbenartig gebaute Tiere mit etwas unförmlichem, fast nacktem Fischleib, abgerundeter Schwanzflosse, vier kleinen Plattnägeln an den Zehen der abgerundeten Brustflossen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Lamantin).

Fischleiche   „toter Fisch“

Quelle: Die Weiber paddelten mit Käschern darin herum, um durch die Bewegung den Fischleichen den Anschein des Lebens zu geben (Der Tagesspiegel, 26.08.2001). - Die Saprolegniazeen leben an toten Tieren, besonders Insekten im Wasser, treten aber wie Achlya (s. d.) gelegentlich auch als Schädlinge in Fischleichen auf (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Pilze).

substantivisches Determinativkompositum mit Krankheitsbezeichnung als Hinterglied
Fischinfektion   „infektöse Fischkrankheit“

Quelle: Zu einem sehr günstigen Preis wird ein Mikroskop zur Untersuchung von Fischinfektionen angeboten (Die Aquarien- und Terrarien Zeitschrift 57, 2004). - Es scheint bakterielle Fischinfektionen zu geben, welche die Fische kaum oder nicht schädigen, Menschen aber, die diese Fische essen, krank machen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischgift).

Fischkrankheit   „Erkrankung des Fischs“

Quelle: Fischkrankheiten sind Gegenstand der Fischheilkunde und spielen eine Rolle in wildlebenden Fischpopulationen, in der Fischzucht, Aquakultur, Aquaristik und Fischereiwirtschaft (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischkrankheit, gesehen am 28.8.2013). - Fischkrankheiten. In der freien Natur werden kranke Fische selten beobachtet, weil jeder kranke und daher schwache Fisch seinen Feinden unrettbar verfallen ist und von ihnen noch vor seinem Tod aufgefressen wird (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischpest   „seuchenartige Fischkrankheit“

Quelle: Rinderwahnsinn, Hühnerpest, Schweinebandwürmer starben aus; Fischpest boomte (Holbein, 20 Milliarden Jahre in zwei, drei Viertelstündchen, 2012). - Fischpest, eine durch eine schmarotzende Pilzart (Saprolegnia ferax N. ab Es.) erzeugte, sehr gefährliche Krankheit der Süßwasserfische, bei der der Körper wie mit einer moosartigen Wucherung überzogen erscheint (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Fischseuche   „unter Fischen grassierende, ansteckende Krankheit“

Quelle: 2009 verendeten einige der eingesetzten Forellen an der Fischseuche VHS, einer Krankheit, die für den Menschen ungefährlich ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Germeringer_See, gesehen am 28.8.2013). - Gerade die Furunkulose wird Veranlassung geben, Fischseuchen unter die anzeigepflichtigen Seuchen aufzunehmen (Zeitschrift für Fleisch- und Milchhygiene 24, 1914).

Fischtuberkulose   „eine bakterielle Fischkrankheit“

Quelle: Die Fischtuberkulose ist ein bakterielle Infektionskrankheit, die vorwiegend bei Aquarienfischen auftritt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischtuberkulose, gesehen am 28.8.2013). - Es ist mir gelungen, verschiedene Kulturen der Fischtuberkulose zu erhalten (Zentralblatt für Bakteriologie, Parasitenkunde und Infektionskrankheiten 41, 1906).

substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied
Fischbassin   „Wasserbecken, in dem Fische schwimmen“

Quelle: Nimmt in einem Fischbassin die Population von Raubfischen zu, so reduziert sich die individuell verfügbare Nahrungsmenge, was ein weiteres Wachstum verlangsamt, stoppt oder gar umkehrt (https://de.wikipedia.org/wiki/Negative_Rückkopplung, gesehen am 28.8.2013). - Zwölf Fische brachte man zum Essen, / Mir schien, als sollt' ich das Meer auffressen, / Fische in allen Lebenslagen, / Ein Fischbassin war bald mein Magen (Dauthendey, Bänkelsang vom Balzer auf der Balz, 1904).

Fischbecken   „Wasserbecken, un dem Fische schwimmen“

Quelle: Dazu zählt der in Teilen erhaltene Wasserlauf, das Fischbecken mit der Einfassung durch eine Steinbrüstung, sowie vereinzelt mythologische Figuren und die Grotte der Diana (https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Mansi, gesehen am 28.8.2013). - Endlich äußerte er den Wunsch, die Piranhas in unserem Fischbecken und unter Wasser zu filmen (Rangnow, Tropenpracht und Urwaldnacht, 1938).

Fischbehälter   „Behälter für Fisch“

Quelle: Die Nutzpflanzen wachsen meist in Behältern bzw. Growbeds, die mit einem Substrat (z.B. Blähton oder Kies) gefüllt sind und periodisch mit dem nährstoffreichen Wasser aus dem Fischbehälter geflutet werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Aquaponik, gesehen am 28.8.2013). - Der Gesamtfassungsraum der Fischbehälter beträgt 17.5 m3 (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1914, s.v. Fischwagen).

Fischbehältnis   „Behälter für Fisch“

Quelle: Konstante Sauerstoffkonzentrationen im Fischbehältnis von ca. 10 bis 12 mg O2/I stellen ein Optimum dar, aber selbst im Falle einer O2-Übersättigung im Fischbehältnis bedeutet dies keinerlei Gefahr für die Fische (Allgemeine Fischwirtschaftszeitung 33, 1981). - Dieses Fischbehältnis ist oben allenthalben gedichtet und kalfatert (Handbuch der Seefischerei Nordeuropas, 1929).

Fischbottich   „großer Fischbehälter“

Quelle: Wenn‘s nach dem Bezirksamt geht, muß Benjamin Wohlfeld das Wasser in seinen Fischbottichen ablassen und mit seinen Koi-Karpfen (Stückpreis bis zu 50.000 Mark) und Goldfischen den Platz an der Staakener Feldstraße räumen (Berliner Zeitung, 24.11.1998). - Wenn er seine Fischbottiche so anordnete, daß das Wasser von einem Behälter in den nächsten überlief, so war die Zahl der kropfigen Fische in dem untersten Behälter am größten (Klinische Wochenschrift 1, 1922).

Fischbutte   „großer Fischbehälter“

Quelle: Mit einem Griff an der Langseite versehene Fischpfannen oder Fischbutten waren zum Beispiel im Karpatenbecken während der Bronzezeit geläufig (Jahrbuch der Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern 48, 2001). - In anderen oberösterreichischen Krippen tragen Fischer Fischbutten oder stehen angelnd an Teichen, in welchen manchmal sogar lebende Fische umherschnellen (Koren/Moser, Zur Kulturgeschichte Innerösterreichs, 1966).

Fischeimer   „Eimer für Fisch“

Quelle: Überhaupt machen die Zeugnisse der Alltagsgeschichte den eigentlichen Reiz dieser Ausstellung aus von der alten Pritzwalker Holzwasserleitung über die schönen, verzierten Fischeimer bis zu dem Rennauto „Der kleine Grade“ aus den zwanziger Jahren (Der Tagesspiegel, 20.12.2003). - Die Diamantrücken lernen schnell, gewisse Geräusche mit der Ankunft der Nahrung zu verknüpfen, und wenn der Wärter mit einer Schaufel an den Fisch-Eimer anschlägt, kommen sie sogleich angerannt (Natur und Museum 78-80, 1949).

Fischglas   „gläserner Fischbehälter“

Quelle: Wir leben in einem Fischglas, dessen Wasser wir selbst verschmutzt haben (Die Zeit, 19.04.2007). - Wenn man an das Fischglas kommt, wollen sie gleich was haben (Das Kunstblatt 15, 1931).

Fischkalter   „Wasserbecken für Fische“

Quelle: Ihn ziert in der Mitte ein sechseckiger, marmorner Fischkalter, der Petersbrunnen (Weiss, DuMont direkt Reiseführer Salzburg, 2015). - Unser Maurer hingegen, der schon manchen Fischkalter betoniert hat, sagte, das sei Unsinn. Die Holzkalter taugten nichts (Fischer, Verfischte Tage, 1964).

Fischkar   „Fischbehälter“

Quelle: So gibt es in Deutsch-Österreich und Bayern Ausdrücke wie Fischkar (für Fischbehälter), Suppenkar (für Suppenschüssel), Butterkar (für Butterfaß, -kübel), Tennkar, (Kasten in der Tenne) u. a. (Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Dresden, 1926).

Fischkasten   „Fischbehälter“

Quelle: Als Fischkasten oder Bünn werden Behälter zur Aufbewahrung von lebenden Fischen bezeichnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischkasten, gesehen am 28.8.2013). - Heringslugger, scharf gebaute Galioten mit großem Fischkasten im Innern (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Heringslugger).

Fischkessel   „großes Gefäß zum Kochen von Fischspeisen“

Quelle: 1893 wurde ein Krankenzimmer in einen provisorischen Operationsraum umgewandelt, wobei ein Fischkessel als Sterilisator diente (https://de.wikipedia.org/wiki/Klinikum_Gütersloh, gesehen am 28.8.2013). - Wer einen Fischkessel in der Küche hat, der kennt die länglich runde Form einer solchen Ellipse (May, Winnetou IV, 1910).

Fischkonserve   „haltbar gemachter, in Dosen verpackter Fisch“

Quelle: Es handelt sich um die erste international erfolgreich gehandelte Fischkonserve, die bis heute neben dem Thunfisch weite Verbreitung findet (https://de.wikipedia.org/wiki/Ölsardine, gesehen am 28.8.2013). - Fischkonserven, in verschiedener Weise vor dem Verderben geschützte Fische (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischkorb   „Korb für Fisch“

Quelle: Auf dem hinteren Drittel ist eine Halterung montiert, an der alle Ausrüstungsgegenstände des Flosses, wie Taue, Paddel, Anker, Fischkorb und persönliche Utensilien der Fischer, fest vertäut sind (https://de.wikipedia.org/wiki/Jangada, gesehen am 28.8.2013). - War die Pumperei endlich fertig, so brachte ich meinen Fischkorb angeschleppt, um die Seehunde einzeln zu füttern (Hagenbeck, Von Tieren und Menschen, 1908).

Fischkübel   „großer Fischbehälter“

Quelle: Es reiht sich Kutter an Kutter, die oft auch zu dritt und zu viert nebeneinander an den Piers liegen, es werden ununterbrochen Fischkübel, Kisten und Eissäcke verladen (Stöber, Stille die man hören kann, 2013). - Zum Transport der Aesche sei noch bemerkt, daß man sie kaum länger als eine Nacht lebend erhalten kann, selbst wenn man den Fischkübel in die Strömung des Flusses einhängt (Rühmer/Buschkiel, Am Fischwasser, 1913).

Fischpfanne   „Pfanne für die Fischzubereitung“

Quelle: Fischpfanne: Ist oval, um der Form eines ganzen Fisches entgegenzukommen (https://de.wikipedia.org/wiki/Pfanne, gesehen am 28.8.2013). - Zum Kochen sollte man einen Spezialkessel haben, in der Form des Steinbutts, aber eine gewöhnliche Fischpfanne mit löchrigem, hochzuhebendem Boden tut es auch (Die Zeit, 12.01.1962).

Fischplatte   „Servierplatte für Fischgerichte“

Quelle: Essteller, Suppenteller, Dessertteller, Kuchenteller, Brötchenteller, Pralinenschale, ovale Platten in 5 Größen, Fischplatte (https://de.wikipedia.org/wiki/Flügelmuster, gesehen am 28.8.2013). - Tortenheber, die auch für die Fischplatte verwendet werden können, Eier- und Tomatenschneider, Butter- und Käsemesser (Weber, Die Hygiene der Schulbank, 1955).

Fischsack   „Sack für den Transport von Fischen“

Quelle: Dann nahm er seinen Bruder bei der Hand und stolzierte zu Ted, der die beiden schon erwartete, den Fischsack auf der Schulter, die Angelrute in der einen und die Blechbüchse mit den Ködern in der anderen Hand (Gaskin, Wie Sand am Meer, 2015). - Flügelreusen, Garn-, Fischsäcke, Reusen mit Netzwänden am Eingange, um die Fische in die Reuse zu leiten (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Flügelreusen).

Fischschüssel   „Schüssel für Fischspeisen“

Quelle: Sie hätten eine Fischschüssel mit einer Buttermulde in der Mitte gehabt (Brekke, Für immer, Deine Agnes, 2012). - Dann bestreicht man den Boden einer feuerfesten Fischschüssel gut mit Butter (Rheinisch-westfälische Wirte-Zeitung 22.09.1932).

Fischterrine   „schüsselartiges Gefäß für Fischspeisen“

Quelle: Bei den gebratenen Jacobsmuscheln mit einer kleinen Fischterrine und Salat ließ ganz leise der ferne Osten grüßen (Der Tagesspiegel, 10.08.1999). - Auch waren den ganzen Tag Saucieren, Assietten, Pastetenbüchsen und Fischterrinen, hohe Kelche mit Weinproben und flache Täßchen mit vielerlei Arten von Tee und Kaffee und Schokolade um den kranken Alten aufgebaut (Klepper, Der Vater, 1937).

Fischtiegel   „Tiegel für die Zubereitung von Fischspeisen“

Quelle: Fast in keinem Hause fehlen ansehnliche Mengen von Fischtiegeln, die also stets auf das Vorhandensein von eigenen Fischteichen schließen lassen (Zeitschrift des Vereins für Geschichte Schlesiens 74-75, 1940).

Fischtonne   „großes Faß zur Aufbewahrung und Transport von Fisch“

Quelle: Um eins wurden dann alle die Rumpelkasten von Buden abgebrochen, die Fischtonnen über das Pflaster ausgegossen (Der Tagesspiegel, 26.08.2001). - Unter dem ganzen Himmel aber roch es wie aus einer Fischtonne (Luserke, Reise zur Sage, 1944).

Fischtopf   „Topf für die Zubereitung von Fisch“

Quelle: Inzwischen das Rotbarschfilet in Stücke schneiden, salzen und mit einer Zitronenscheibe für weitere drei bis vier Minuten in den Fischtopf geben (Berliner Zeitung, 01.04.1995). - Nimm diesen irdenen Fischtopf (Zeitwende 19, 1947).

Fischtopf   „im Topf zubereitete Fischspeise“

Quelle: Wohl dem, der sich einen so stabilen Magen erhalten hat, dass sie dort liegen bleiben, die Vorspeisen, Fischtöpfe und Fleischplatten (Die Zeit, 08.09.2013). - Fischtopf mit Gemüse (Wir kochen gut, 1963).

Fischtrog   „großer Gefäß für die Aufbewahrung von Fisch“

Quelle: 1692 zeigte Professor von Runckel die Stadt beim Landesherrn an, da diese Teile des Hofes des Junkerhauses zur Aufstellung von Fischtrögen, also als Fischmarkt nutzte und dabei Wasserschäden am Gebäude entstanden (https://de.wikipedia.org/wiki/Junkerhaus_(Frankfurt_(Oder)), gesehen am 28.8.2013). - Ich hab im Fischtrog nachgeschaut (Knittel, Via Mala, 1934).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Fischangel   „Angel zum Fischefangen“

Quelle: Die Fischangel aus dem Wappen des Bischofs im Stadtwappen erinnert an dessen Wirken (https://de.wikipedia.org/wiki/Scheßlitz, gesehen am 28.8.2013). - Die bedeutende Industrie besteht in Fabrikation von Metallwaren der verschiedensten Art, wie Näh-, Strick- und Haarnadeln, Fischangeln, Regenschirmgestelle, Möbel-, Reit- und Fahrgeschirr- und Wagenbeschläge, Schiffsgarnituren, Koffer, Reiseeffekten, Möbel, Kaffee- und Gewürzmühlen, Schlösser, chemische Produkte etc. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Iserlohn).

Fischbärn   „gabelförmiges Gerät zum Herausheben von Fisch“

Quelle: Er war, ohne zu zögern, in voller Montur auf einer Holzleiter hinunter in die halbvolle Odelgrube gestiegen, als eines der jungen Entlein […] in die Odelgrube hineingefallen war, mitten am helllichten Tag, und, statt direkt unterm Loch zu bleiben, durch das es gefallen war und durch das man es hätte mit einem Fischbären wieder herausfischen können, in der Odelgrube ganz nach hinten geschwommen war, das dumme Entlein, wo nichts mehr hinreichte, nichts, kein Arm und keine Stange, kein Fischbären! (Bierbichler, Mittelreich, 2011). - Alljährlich im August dürfen sich die Bürger mit den gabelförmigen „Fischbären" umsonst die Forellen aus dem Stadtbach holen, bevor er gereinigt wird (Fischerei-Zeitung 39, 1936).

Fischbeize   „Köder beim Fischfang“

Quelle: Dabei werden die Fische oft durch Grundköder oder Fischbeizen, wie gekochte Kartoffeln, Getreide, aus Kleie, Malz oder andern Stoffen gemachte Teige, gekochtes Blut, zerhacktes Fleisch, Regenwürmer, Maden etc., angelockt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischerei).

Fischbesteck   „Essbesteck für den Verzehr von Fisch“

Quelle: Das Fischbesteck ist eine spezialisierte Form des Essbestecks zum Verzehr von Fisch. Es besteht aus einer etwas breiteren flachen Gabel und einem stumpfen Schieber als Fischmesser (https://de.wikipedia.org/wiki/Essbesteck, gesehen am 28.8.2013). - Er nennt ihn den „Proleten“. Ich weiß nicht warum, wahrscheinlich weil er regelmäßig vergißt, den Fisch mit dem Fischbesteck zu essen, oder weil er nie einen Cylinder trägt, auch bei Begräbnissen nicht (Dohm, Christa Ruland, 1902).

Fischbrett   „Brett zum Zerlegen von Fisch“

Quelle: Der Fischer hat eine Bierruhe, kein Wunder, er ist ja nicht zum Urlaubmachen hier; er lässt sich den schwankenden Kahn von einem beflissenem Urlauber festmachen, drapiert Wassereimer, Fischbrett, Filetiermesser, Plastikbeutel, die Kasse (Brood, Von Feierbiestern und so, 2015). - Der Boden ist selbstverständlich naß und mit Lachen bedeckt, von den Fischbrettern der Verkäufer und aus den transportierten Fischkisten wird ihm beständig neue Flüssigkeit zugeführt (Bericht des Westpreussischen Botanisch-Zoologischen Vereins 31, 1909).

Fischdavit   „Kranbalken auf Fischerbooten“

Quelle: Fischdavit, ein kranartiger Ausleger zum Aufnehmen des Schiffsankers (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v.).

Fischfalle   „Falle für den Fischfang“

Quelle: Die Fischfallen wurden in rechten Winkeln oder schräg zu den Kanälen aufgestellt, so dass die Fische an der Bewegung gehindert wurden (https://de.wikipedia.org/wiki/Gezeitenfischerei_im_Moray_Firth, gesehen am 28.8.2013). - Bei Tätil wurden auf dem Riff besonders große Fischfallen gesehen, die mit langen in den Grund gesteckten Stangen befestigt waren und ein Stück über die Wasseroberfläche hinausragten (Reche, Ergebnisse der Südsee-Expedition, 1908-1910, 1934).

Fischgabel   „Dreizack, dreizinkige Waffe für den Fischfang“

Quelle: Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau eine silberne Forelle mit goldenen Flossen; im Rücken eine dreizinkige silberne Fischgabel mit goldenem Stiel (https://de.wikipedia.org/wiki/Rhumspringe, gesehen am 28.8.2013). - Wohl 2000 Jahre oder mehr vor unsrer Zeitrechnung begann der Umlauf von Stücken in Form eines Messers, einer Fischgabel, eines Säbels etc. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Münzwesen).

Fischgabel   „Essgabel für den Verzehr von Fisch“

Quelle: Die stumpfe Klinge ermöglicht das Zerteilen eines Fisches, ohne Gräten zu zerschneiden, die Breite ermöglicht mit der breiten Fischgabel ein besseres Anheben des Fischfilets (https://de.wikipedia.org/wiki/Essbesteck, gesehen am 28.8.2013). - Rechts vom Teller ist Löffel und Messer, links die Gabel; wenn es Fisch gibt: rechts ein Fischmesser und links eine Fischgabel (Gratiolet, Schliff und vornehme Lebensart, 1918).

Fischgarn   „Fangnetz für Fisch“

Quelle: So sollte die kluge Bauerntochter im gleichnamigen Märchen zum König kommen. Also zog sich das Mädchen aus, da war sie nicht angezogen, wickelte sich in ein Fischgarn, so war sie nicht nackt (Die Zeit, 25.04.2002). - Und die Garnherren, die vier allmächtigen, hoch angesehenen Teilhaber am Potsdamer Fischgarn, waren es, die als die einzigen Reichen hier, als Großfischer und Ratsverwandte, den Plänen über Potsdam übelwollten und dem König offen widerstrebten (Klepper, Der Vater, 1937).

Fischgerät   „Gerätschaft für den Fischfang“

Quelle: Am früher bewohnten Fundort am Hoko fanden sich zahlreiche Artefakte, wie Reste von Körben, Fischgeräte, Steinklingen (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Washingtons, gesehen am 28.8.2013). - Unmengen von Fleisch, Butter, Schmalz, Speck, Decken, Kleidungsstücken, Schuhzeug, Fischgerät, Arzneimitteln, kurz und gut, alles war da (Luckner, Seeteufel, 1921).

Fischgestell   „Holzgestell für das Trocknen von Fisch“

Quelle: Da sehe ich Fischgestelle, sagte er. Ja, rief Ómar, das sind wirklich Trockengestelle (Stefánsson, Fische haben keine Beine, 2015). - Abgebrochene Stücke dieser Drähte und Eisenbänder liegen unter den Fischgestellen herum und dienen den Elstern als Baustoff für ihre Nester (Beiträge zur Fortpflanzungsbiologie der Vögel 19, 1943).

Fischhaken   „Haken für den Fischfang“

Quelle: deshalb versorgt Tāne die Nachfahren von Tūmatauenga mit Kanus, Fischhaken und Netzen, um Fische, die Nachfahren Tangaroas, zu fangen (https://de.wikipedia.org/wiki/Tāne, gesehen am 28.8.2013). - Als er am Brunnen angekommen war, steckte er das Fleisch an einen Fischhaken und warf ihn in den Brunnen (Hambruch, Malaiische Märchen aus Madagaskar und Insulinde, 1922).

Fischhamen   „sackförmiges Netz zum Herausheben von Fisch“

Quelle: Nicht selten jagen zwei zugleich einem Fisch nach, bei welcher Gelegenheit sie häufig in Streit gerathen, mit dem Fischhamen aufeinander schlagen (Beer, Südstadtgeschichte, 2004). - Die Stadt, im Bewußtsein ihres klaren Rechts, ließ den 14. Juni verstreichen, ohne den Fischhamen herauszugeben und ohne die Strafsumme zu erlegen (Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst, 1958).

Fischkelle   „Kelle zum Schöpfen und Auftragen von Fisch“

Quelle: Schüchtern lächelnd greift er eine Fischkelle und beginnt, jeden Röstfisch einzeln aus der Pfanne zu bugsieren (Paulus/Wackenberg, Von Goetzen bis Liemba: Auf Reisen mit einem Jahrhundertschiff, 2015). - Kelle, großer Löffel mit langem Stiel, entweder tief, wie z. B. bei der Suppenkelle, oder in breiter Form, wie bei der Schöpfkelle (zum Abschöpfen des Schaumes bei kochenden Flüssigkeiten), oder in ganz platter Form, wie bei der Fischkelle (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kelle).

Fischkescher   „sackförmiges Netz zum Herausheben von Fisch“

Quelle: Ich wühlte so lange in den noch unausgepackten Umzugskisten im Keller herum, bis ich meine Angel, den Fischkescher und meine selbstgebastelte Harpune fand (Stolz, Das Haus auf der anderen Seite, 2015). - Sie zogen kniehohe Gummistiefel an, griffen ihre Fischkescher und machten sich auf den Weg (Neue Berliner Illustrierte, 1975).

Fischköder   „Köder für den Fischfang“

Quelle: Der Fischfang hatte zudem verheerende Effekte auf die auf den Inseln lebenden Vögel, die die Fischköder schnappten und dann hängenblieben (https://de.wikipedia.org/wiki/Crozetinseln, gesehen am 28.8.2013). - Getrocknete E. dienen als Weißwurm zu Vogelfutter, die Larven der E. als Fischköder (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Eintagsfliegen).

Fischlanze   „Lanze für den Fischfang“

Quelle: Die Anführer der Jäger, Fischer, Steinbrecher und Holzsammler hatten sich vor ihm gruppiert und präsentierten die Zeichen ihres jeweiligen Amtes: den Bogen und die gezahnte Fischlanze, die große Steinaxt und den Stab (Walker, Schatten an der Wand, 2012). - Hier werden sie entweder mit dem Tangkul aufgeschaufelt oder aber mit der einzinkigen (Tampuling) oder der zweizinkigen (Sèrapang) Fischlanze harpuniert (Globus 94, 1908).

Fischleine   „Angelschnur“

Quelle: Hari bastelt an einer Fischleine und geht damit zum Fluss hinunter (Mazzei-Karl, Kisil Ayak, 2015). - Laufangeln (Schießleinen), Fischleinen mit künstlichem glänzenden Köder, die bei voller Fahrt des Schiffes nachschleppen und zum Fang von Makrelen etc. dienen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Laufangeln).

Fischleiter   „Vorrichtung, die Fischen die Wanderung flußaufwärts ermöglicht“

Quelle: Der Damm wurde 2007 erneuert und es wurde eine Fischleiter angelegt (https://de.wikipedia.org/wiki/Lac_la_Ronge, gesehen am 28.8.2013). - In der neueren Zeit hat Reck-Hannover den Vorschlag gemacht, an Stelle der Fischleitern, -treppen u.s.w. Fischschleusen, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, einzubauen (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v. Fischwege).

Fischlöffel   „Löffel für den Fischverzehr“

Quelle: In den nächsten Stunden bis weit nach Mitternacht saß ich nun also allein auf einer umgedrehten Getränkekiste, neben mir ein Topf mit heißem Wasser und stapelweise Geschirrtücher, polierte Messer, Gabeln, Löffel und Fischlöffel (Hirsbrunner, Hotel Fünf Sterne, 2013). - Die letzten Worte richtete er direkt an den blassen Mann, indem er ihn mit einem Fischlöffel an der Unterlippe kitzelte (Brod, Schloss Nornepygge, 1918).

Fischmesser   „Messer zum Abstechen und Zerlegen von Fisch“

Quelle: Die Neugier dieser Leute am kleinen Dorfladen Yanirumas, der Fischmesser, Eisen- statt Steinäxte und für die Haltbarmachung von Fleisch, Salz feilbot, weckte Gegeninteresse (https://de.wikipedia.org/wiki/Korowai, gesehen am 28.8.2013). - Ein weiteres Hilfsgerät des Fischers ist das Fischmesser (Krause, Vorgeschichtliche Fischereigeräte und neuere Vergleichsstücke, 1904).

Fischmesser   „Essmesser für den Fischverzehr“

Quelle: Ein Fischmesser ist ein Messer mit einer breiten Klinge ohne Schneide/Wate. Die stumpfe Klinge ermöglicht das Zerteilen eines Fisches, ohne Gräten zu zerschneiden (https://de.wikipedia.org/wiki/Essbesteck, gesehen am 28.8.2013). - Besondere Fischmesser hat man nur in wenigen Hotels und Restaurationen allerersten Ranges (Pilati, Etikette-Plaudereien, 1907).

Fischnetz   „Netz für den Fischfang“

Quelle: Moderne Fischfangmethoden stellen eine zusätzliche massive Bedrohung dar, die Tausenden von Meeresschildkröten ein Ende als Beifang in einem Krabben- oder Fischnetz beschert (https://de.wikipedia.org/wiki/Meeresschildkröten, gesehen am 28.8.2013). - Kül, großes beutelförmiges Fischnetz, das an der ostfriesischen Küste im Gebrauch ist (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kül).

Fischpass   „Vorrichtung, die den Fischen die Wanderung flussaufwärts ermöglicht“

Quelle: Eine Fischtreppe oder Fischpass (auch Fischwanderhilfe oder Organismenaufstieg, amtlich auch Fischweg genannt) ist eine wasserbauliche Einrichtung an Fließgewässern, um Fischen im Rahmen der Fischwanderung die Möglichkeit zu geben, Stauwehre, gegebenenfalls auch Wasserfälle zu überwinden (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischtreppe, gesehen am 28.8.2013). - Der Fischpaß nach dem System des belgischen Ingenieurs Denil besteht aus einem hölzernen Gerinne mit einer Neigung von 1: 2, welches zwischen zwei Wehrböcken eingehängt ist und in welchem behufs Verminderung der Wasserströmung eigenartig geformte Querwände angeordnet sind (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1914, s.v.).

Fischreuse   „fangkorbartige Vorrichtung für den Fischfang“

Quelle: Eine Fischreuse aus Haselruten im Meer an der Mündung des Flüsschens Verkeån in der Provinz Schonen (Skåne) in Südschweden stammt von etwa 7000 v. Chr. (https://de.wikipedia.org/wiki/Reuse, gesehen am 28.8.2013). - Der kriechende, ästige Wurzelstock wurde früher arzneilich benutzt. J. effusus L. (Flatterbinse), sehr weit verbreitet, in Wäldern und Gräben, 1-1,25 m hoch, ist zu Flechtwerk, besonders zu Fischreusen, sowie das Mark zu Dochten geeignet (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Juncus).

Fischrute   „Angelrute, Rute für den Fischfang“

Quelle: Was würde zurückbleiben von mir? Ein freier Platz auf dem Gesundheitsamt, das Haus am Moosacher, ein paar Fotos, ein paar Klamotten, eine Fischrute (Mühlethaler, Abschied von Burgund, 2013). - Unter diesen Ruten, die gemeiniglich Fischruten genannt werden, gibt es eine Rangordnung, sozusagen Klassen und Kasten (Allgemeine Fischerei-Zeitung 74-75, 1949).

Fischschleuse   „Fang- oder Wandervorrichtung für Fische“

Quelle: Eine Fischschleuse ist eine Anlage zum Fang von Fischen, bei dem weder Fischernetz, noch Boot oder Angelrute erforderlich sind (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischschleuse, gesehen am 28.8.2013). - In der neueren Zeit hat Reck-Hannover den Vorschlag gemacht, an Stelle der Fischleitern, -treppen u.s.w. Fischschleusen, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, einzubauen (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v. Fischwege).

Fischschupper   „Werkzeug zum Entschuppen von Fisch“

Quelle: Ein Fischschupper (auch Fischentschupper) ist ein Werkzeug zum Entschuppen von Fischen (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischschupper, gesehen am 28.8.2013). - Fische werden grundsätzlich gegen den Strich, also vom Schwanz nach dem Kopf zu, mit einem Messer, rundem Reibeisen oder Fischschupper von den Schuppen befreit (Wir kochen gut, 1963).

Fischspeer   „Speer für den Fischfang“

Quelle: Deutliche Hinweise auf Fischfang mit Angelgeräten, Fischspeeren, Harpunen, Netzschwimmer, Netzsenker, Netzen und Stellzäunen erschienen ab dem Mesolithikum (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischerei, gesehen am 28.8.2013). - Als Fischspeer ist ein derartiger Vielzack in allen Tropenländern verbreitet (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Speer [1]).

Fischspieß   „Spieß für den Fischfang“

Quelle: Am beziehungsweise im Pritzerber See wurde mehrere mittelsteinzeitliche Artefakte beispielsweise aus Geweih und Harpunen und Fischspieße gefunden (https://de.wikipedia.org/wiki/Pritzerber_See, gesehen am 28.8.2013). - … und daß, wenn irgend einer meiner Schwarzen sie im geringsten beleidigte, dieser wahrscheinlich sein Leben mit einem Fischspieß zwischen den Schultern beschließen würde (Die Umschau 16, 1912).

Fischstecher   „Stichwaffe für den Fischfang“

Quelle: Dabei wurden einfache, aus dem Mesolithikum übernommene Fischfanggeräte wie Harpunen, Fischstecher aus Holz, Lanzen und hölzerne Schlägel verwendet (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Litauens, gesehen am 28.8.2013). - Wir unterscheiden zwei Hauptformen des Fischstechers, die auch in der Handhabung wesentlich voneinander abweichen (Küchler/Krüger, Volkstum und Kultur der Romanen, 1936).

Fischtakel   „Tauvorrichtung zum Heben von Lasten“

Quelle: Was für Sven wie Taue aussah, die über verschiedene Rollen liefen, wurden in Adams Erklärung Fischtakel, Nocktakel, Stagtakel und davon kaum unterscheidbar Stoßtalje, Bauchtalje, Steerttalje und so fort (Adam, Rebell unter Segeln, 2007). - Mit Hilfe des Kattdavits und des Kattakels wird der Anker bis an Deck gehoben, mit Hilfe des Fischdavits und des Fischtakels das Ankerkreuz gelüftet und dann gelagert (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1904, s.v. Ankergeschirr).

Fischtrampe   „am Ende mit Lappen oder Scheiben versehene Stange zum Treiben von Fischen“

Quelle: Die Langleinenfischerei verfügt über 18 Fischtrampen, 350 Ruderschiffe und 900 Fischerboote und Jollen (Russische Korrespondenz 1-2, 1967).

Fischtreppe   „Vorrichtung, die Fischen die Wanderung flußaufwärts ermöglicht“

Quelle: Eine Fischtreppe oder Fischpass (auch Fischwanderhilfe oder Organismenaufstieg, amtlich auch Fischweg genannt) ist eine wasserbauliche Einrichtung an Fließgewässern, um Fischen im Rahmen der Fischwanderung die Möglichkeit zu geben, Stauwehre, gegebenenfalls auch Wasserfälle zu überwinden (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischtreppe, gesehen am 28.8.2013). - So ist mit dem Bau eines Nadelwehres an der unteren Brahe am rechten Ufer eine im Bogen geführte Fischtreppe mit Sperren und Einschnitten angelegt worden, die das Gefälle umging (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1914, s.v. Fischpaß [2]).

Fischwate   „eine Art Fischnetz“

Quelle: Biete Fischwate, neuwert. (Der Imker: die Zeitschrift für alle Bienenfreunde, 1946).

Fischweg   „Vorrichtung, die Fischen die Wanderung flußaufwärts ermöglicht“

Quelle: Eine Fischtreppe oder Fischpass (auch Fischwanderhilfe oder Organismenaufstieg, amtlich auch Fischweg genannt) ist eine wasserbauliche Einrichtung an Fließgewässern, um Fischen im Rahmen der Fischwanderung die Möglichkeit zu geben, Stauwehre, gegebenenfalls auch Wasserfälle zu überwinden (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischtreppe, gesehen am 28.8.2013). - Fischwege sind Einrichtungen, welche es den Wanderfischen ermöglichen, die bestehenden hohen Wehre in Bächen und Flüssen zu überwinden (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v.).

Fischwehr   „Fischzaun, Fangvorrichtung für den Fischfang“

Quelle: Ganz allgemein dienen Fischwehre zum Fang von wandernden Fischen (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischwehr, gesehen am 28.8.2013). - Zur Rechtfertigung dieser Klage ist erforderlich einmal, daß dem Kläger das Eigentumsrecht an den Fischwehren und ein privates Recht zum Fischen in dem öffentlichen Gewässer mittels Aufstellung der Fischwehre zusteht (Warneyers Jahrbuch der Entscheidungen, 1909).

Fischzaun   „Fischwehr, Vorrichtung zum Fischfang“

Quelle: Der Fischzaun, auch Fischbuhne, Agge oder Arge (englisch fish weir) ist weltweit seit dem Mesolithikum in Flüssen, Seen und geeigneten Küstengebieten benutzte Vorrichtung zum passiven Fischfang (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischzaun, gesehen am 28.8.2013). - Flügelreusen, Garn-, Fischsäcke, Reusen mit Netzwänden am Eingange, um die Fische in die Reuse zu leiten; sehr große nennt man Fischzäune (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Flügelreusen).

Fischzeug   „Geräte für den Fischfang“

Quelle: Wir packen es gleich aus und stecken es mit in das Stofffutteral zum Angelgerät. „Zwecks der Verpflegung“, lacht Hannes, auf das Fischzeug deutend (Baisch, Die große Reise, 2012). - Isaak verstand sich auch gut auf die Kunst, aber er hatte sein eigenes Fischzeug mitgenommen, und jedesmal, wenn ihm ein Fisch anbiß, kam er wieder los, und schließlich hatte er keine Gräte gefangen (Stroebe, Nordische Volksmärchen, 1922).

substantivisches Determinativkompositum mit metonymischer Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Fischspieß   „an Spießchen zubereitete Fischspeise“

Quelle: Andere populäre Speisen sind Fleisch- oder Fischspieße (https://de.wikipedia.org/wiki/Philippinische_Küche, gesehen am 28.8.2013). - Oder: „Dalmatinischer Fischspieß“, verschiedene Edelfische als Filet am Spieß gebraten – ebenfalls für 15 Mark (Die Zeit, 10.06.1966).

substantivisches Determinativkompositum mit Formbezeichung als Hinterglied
Fischstäbchen   „stäbchenförmiges, paniertes Fischfilet“

Quelle: Fischstäbchen sind längliche, quaderförmige Fischfilets, die paniert, vorgebraten und tiefgekühlt angeboten werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischstäbchen, gesehen am 28.8.2013). - In die Gruppe der Fischzubereitungen sind weiterhin einzuordnen Herings- und Fischsalate, Fischpasten, Fischklöße, Fischstäbchen, Fischwurst usw. (Grahneis/Horn, Taschenbuch der Hygiene, 1967).

substantivisches Determinativkompositum mit Fahrzeugbezeichnung als Hinterglied
Fischdampfer   „Dampfboot für den Fischfang“

Quelle: Fischdampfer sind die klassischen Fischereifahrzeuge der Hochseefischerei, d.h. Seitenfänger mit Dampfmaschinen (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischdampfer, gesehen am 28.8.2013). - Fischdampfer, kleine, für den Hochseefischerei betrieb gebaute u. eingerichtete Dampfer von 200-600 Reg.-Ton. Bruttoraum (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischkahn   „Kahn für den Fischfang“

Quelle: Bis dahin, einen Kilometer flussaufwärts von der Happstafjärden, fuhren früher die Segelschiffe und später Dampfer mit Passagieren sowie Fischkähne (https://de.wikipedia.org/wiki/Moälven, gesehen am 28.8.2013). - Ein Fischkahn kommt das Wasser schon herab (G. Heym, Atalanta oder die Angst, 1911).

Fischklepper   „kleiner Fischdampfer“

Quelle: „Sechs, sieben Meilen. Mehr schaffen diese lütten Fischklepper nicht.“ (Ringelnatz, Die Blockadebrecher, 1915).

Fischkutter   „kleines Motorschiff für den Fischfang“

Quelle: Fischkutter oder auch Krabbenkutter sind im Gegensatz zu Trawlern kleinere Motorschiffe für die Küstenfischerei und die kleine Hochseefischerei (https://de.wikipedia.org/wiki/Kutter_(Bootstyp), gesehen am 28.8.2013). - Auch sonst denkt man bei der Proviantliste Magellans eher an einen modernen Transatlantikdampfer von zwanzigtausend Tonnen als an fünf Fischkutter von zusammen etwa fünfhundert bis sechshundert Tonnen (St. Zweig, Magellan: Der Mann und seine Tat, 1938).

Fischtrawler   „Boot mit Schleppnetz für den Fischfang“

Quelle: Hier ist auch der Fischtrawler Andrea Gail verschwunden (https://de.wikipedia.org/wiki/Neufundlandbank, gesehen am 28.8.2013). - Die Sowjets setzen „Kosmos“-Satelliten und als Fischtrawler verkleidete Nachrichtenboote ein (Die Zeit, 02.02.1968).

Fischwagen   „Wagen für den Fischtransport“

Quelle: Fischwagen für den Fischereihafen wurden gebaut, Lokomotiven und Straßenbahnen repariert (https://de.wikipedia.org/wiki/Schichau_Unterweser, gesehen am 28.8.2013). - Fischwagen (fish-van; wagon pour transporter le poisson; vagone-trasporto del pesce vivo), Wagen mit besonderen Einrichtungen zur Beförderung von lebenden Fischen (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1914, s.v.).

substantivisches Determinativkompositum mit Möbelbezeichnung als Hinterglied
Fischbank   „Theke, an der Fisch verkauft wird“

Quelle: Ladewig Fischer bestieg auf dem Markt am 12. April 1525 eine Fischbank und rief der aufgebrachten Menge von hier zu, sie möge sich jetzt und hier zur Reformation bekennen oder aber zum alten Glauben (https://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Markt_(Stralsund), gesehen am 28.8.2013). - Das links anstoßende Gemach war vielleicht der Festraum des dem Kaiserkultus gewidmeten Kollegiums der Augustalen; das zur Rechten enthält eine Fleisch- und Fischbank (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Pompeji).

substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied
Fischbach   „fischreicher Bach“

Quelle: Zudem erwarb er […] im Jahre 1601 die Ober- und Niedergerichtsbarkeit auf Zinsen und Untertanen zu Volkmannsdorf, Moxa, Kleina und über die 3 Fischbäche Orla, Plota [Plothenbach] und Sornitz [bei Paska] (Blöthner, Sagenhafte Wanderungen im Saale-Orla-Kreis, 2014). - Sie beschränkt sich auf die Fischbäche am West-, Süd- und Ostrande des Tharandter Waldes (Tharandter forstliches Jahrbuch, 1937).

Fischfabrik   „Fabrik für die Fischverarbeitung“

Quelle: Größter Arbeitgeber vor Ort ist die Fischfabrik Bakkafrost (https://de.wikipedia.org/wiki/Glyvrar, gesehen am 28.8.2013). - Aus Norwegen werden außerordentlich gute Erträge des Heringsfangs gemeldet. Schon jetzt sind alle Fischfabriken überfüllt (Die Zeit, 20.02.1947).

Fischfarm   „Betrieb für die Fischzucht“

Quelle: Kabeljau aus Fischfarmen ist noch eine Seltenheit (Berliner Zeitung, 05.07.2005).- Denn die Fischfarm würde geradezu die Bodenbeschaffenheit jener Gegenden ausnutzen (Prometheus 26, 1915).

Fischgeschäft   „Verkaufsladen für Fisch“

Quelle: Nach der Wende in der DDR übernahm er die Geschäftsführung in einem Rostocker Fischgeschäft (https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Karnatz, gesehen am 28.8.2013). - Meine ganze arbeitsreiche Knabenzeit hat sich zwischen dem Fischgeschäft, das aus kleinen Anfängen zu beachtlicher Größe erwuchs, und dem beginnenden Tierhandel abgespielt (Hagenbeck, Von Tieren und Menschen, 1908).

Fischgewässer   „Gewässer, in dem Fische gefangen werden“

Quelle: Der See ist ein Fischgewässer, in dem Gründlinge und Bachschmerlen leben (https://de.wikipedia.org/wiki/Augstsee, gesehen am 28.8.2013). - Nicht umsonst ist eingangs die ungeheure Vielseitigkeit der Ostsee als Fischgewässer angeführt worden (Zeiske, Angle richtig!, 1959).

Fischgraben   „Wassergraben, in dem Fische schwimmen“

Quelle: Weiterhin sollte bei starken Niederschlägen das Wasser an den Abflüssen reguliert und mehrere Fischgräben hergerichtet werden, um die Fische aus den Wasserlöchern einfangen und in einen sicheren Winterverbleib bringen zu können (https://de.wikipedia.org/wiki/Siebleber_Teich, gesehen am 28.8.2013). - in dem Fischgraben, aus dem der Schlamm entnommen wurde, war der Boden nie ganz trocken gewesen (Zeitschrift für Fischerei und deren Hilfswissenschaften, 1954).

Fischgroßmarkt   „Großmarkt, auf dem Fisch verkauft wird“

Quelle: Markt Tsukiji (Tsukiji shijō) in Tsukiji, Bezirk Chūō, der größte von drei Fischgroßmärkten in der Präfektur (https://de.wikipedia.org/wiki/Zentraler_Großmarkt_der_Präfektur_Tokio, gesehen am 28.8.2013). - Die gelandeten Fischmengen gelangen auf den Fischgroßmärkten von Geestemünde, Bremerhaven, Hamburg, Altona in Auktionshallen zum Verkauf (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischerei).

Fischgrube   „Vertiefung im Fischgewässer, wo sich beim Ablassen die Fische sammeln“

Quelle: noch in den 1970er Jahren wuchs Schilfrohr als letzter Zeuge einer offenbar dort einst angelegten Fischgrube (https://de.wikipedia.org/wiki/Schloßbühl_(Göggingen), gesehen am 28.8.2013). - Vor dieser Vorrichtung, nach der hin sich der Teichboden gleichmäßig senkt, befindet sich eine regelmäßig begrenzte tiefere Stelle, in der sich beim Ablassen des Wassers die Fische sammeln (Fischgrube) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Teichwirtschaft).

Fischgrund   „Gebiet, das sich zum Fischfang eignet“

Quelle: Aufgrund ihrer Nähe zum tiefen Wasser des Kontinentalsockels gilt die Killala Bay als ausgezeichneter Fischgrund (https://de.wikipedia.org/wiki/Killala_Bay, gesehen am 28.8.2013). - Als sich die Notwendigkeit herausstellte, neben der nicht mehr ausreichenden Nordsee neue Fischgründe aufzusuchen, da sandte B. einen seiner Dampfer in die isländischen Gewässer und wies den deutschen Hochseefischern den neuen Weg (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Busse).

Fischhafen   „Fischereihafen, Hafen, in dem die Fischerboote ausfahren und anlegen“

Quelle: 1925 wurde der Lunearm in den Fischhafen abgesperrt und die Lune mündete nun durch ein neues Lunesiel in die Weser (https://de.wikipedia.org/wiki/Lune, gesehen am 28.8.2013). - „Am Fischhafen festmachen!“ – Sollte das alles gewesen sein? (Die Zeit, 06.01.1949).

Fischhalle   „Halle für Lagerung und Verkauf von Fisch“

Quelle: lediglich einige kleine Fischhallen aus der Zeit von 1919 bis 1925 gab es im Stadthafen (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischkombinat_Rostock, gesehen am 28.8.2013). - Links wird bereits der Ponte Rialto sichtbar mit seinen Kaufbuden und dem belebten Markt und den Fischhallen in seiner Nähe (Corinth, Pisa und Venedig, 1920).

Fischhälter   „Gewässer oder künstlicher Teich, in dem Fische gehalten werden“

Quelle: Im Ort bestanden ein Wirtshaus, ein herrschaftlicher Fischhälter und eine Pottaschesiederei (https://de.wikipedia.org/wiki/Dívčice, gesehen am 28.8.2013). - Die Teiche und Fischhälter bewirtschaftete die Grundherrschaft selbst (Korkisch, Die Mährisch-Trübauer Stadtlandschaft, 1960).

Fischhaus   „Gebäude oder Gewässerüberbau für die Fischzucht“

Quelle: Ehemaliges Fischhaus des Hochstifts (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmäler_in_Roßhaupten, gesehen am 28.8.2013). - Alles war wirklich – die Luft, die sich mit verstreuten Schneeflocken zu vermischen schien, der noch nicht zugefrorene Kanal, das schwimmende Fischhaus und jene eigentümliche Viereckigkeit der dunklen und der gelben Fenster (Die Zeit, 20.03.1964).

Fischhütte   „Hütte für die Aufbewahrung von Fisch“

Quelle: So wurde die Guollebuvrri, die Fischhütte, in die Erde hineingebaut und im Winter mit Schnee gefüllt, der im Frühjahr zu Eis gefror und den ganzen, kurzen Sommer lang als Eisschrank für Fisch und Fleisch diente (Der Tagesspiegel, 20.10.2002).

Fischhütte   „Verkaufbude für Fischgerichte“

Quelle: Am Halleneingang steht die „Warnemünder Fischhütte“. Dort werden unüberriechbar Backfisch-Brötchen verkauft (Berliner Zeitung, 22.01.2004).

Fischkammer   „Kammer für die Aufbewahrung von Fisch“

Quelle: Untersuchungen des archäologischen Landesamts lassen zudem vermuten, dass im Keller des Hauses, der damals von Fischern als Raum für die Instandsetzung ihrer Netze genutzt wurde, auch Fischkammern mit einer natürlichen Frischwasserzufuhr lagen (https://de.wikipedia.org/wiki/Schiefes_Haus_Ulm, gesehen am 28.8.2013). - An hohen und steilen Wehren sind vorwiegend Fischtreppen, d.h. staffelförmig gruppierte Bassins (Fischkammern) zu empfehlen (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906).

Fischladen   „Verkaufsgeschäft für Fisch“

Quelle: Er versteckt sich im Fischladen der Eheleute Betty und Joe (https://de.wikipedia.org/wiki/Caught_-_Im_Netz_der_Leidenschaft, gesehen am 28.8.2013). - Ich habe zweihundert Frauen vor einem elenden kleinen Fischladen stehen sehen, die wussten, dass es nur ein paar Karpfen und geschmacklose Flussfische geben würde (Pariser Tageszeitung 30.01.1940).

Fischlager   „Aufbewahrungsplatz für Fischvorräte“

Quelle: Bis 1823 diente der Steen als Gefängnis, anschließend hatte das Gebäude unterschiedliche Bestimmungen, z. B. als Wohnhaus, Sägewerk und Fischlager (https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Steen, gesehen am 28.8.2013). - Er ging zu seinem Fischlager, stülpte sein Kajak um und kroch hinein (Himmelheber, Eskimokünstler, 1953).

Fischloch   „Vorrichtung für den Abfluss des Teichwassers“

Quelle: Bestand hatte das Fischloch, die technische Einrichtung, die Ausfluß der Abstimmung zwischen den Wasserbezirken war (Konold, Historische Wasserwirtschaft, 1994). - Die große Zahl der kleinen Altwasser, Lachen und Fischlöcher hat vor allem durch die Rheinüberschwemmungen immer wieder kleine Fischbestände erhalten (Musall, Die Entwicklung der Kulturlandschaft der Rheinniederung, 1969).

Fischloch   „Loch zum Fischen in einem zugefrorenen Gewässer“

Quelle: Es gibt Fischlöcher an der anderen Seite des Sees (Ritter, Bluteis, 2013). - Ich fange die Fische im Winter mit meinem Schwanz. Ich stecke meinen Schwanz in ein Fischloch und warte, bis er mir ganz schwer wird (Dähnhardt, Natursagen, 1907-12).

Fischmarkt   „Markt, auf dem mit Fisch gehandelt wird“

Quelle: Der Altonaer Fischmarkt ist ein öffentlicher Markt im Hamburger Stadtteil Altona (https://de.wikipedia.org/wiki/Altonaer_Fischmarkt, gesehen am 28.8.2013). - München, dessen Fischmarkt im ganzen Binnenlande der reichste und interessanteste ist, hat auch eine bedeutende Anstalt für künstliche Fischzucht (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Deutschland).

Fischplatz   „Stelle, an der Fische gefangen werden“

Quelle: Die Flussinsel, die auf beiden Seiten von Wasserfällen umgeben ist, wurde zunächst als Fischplatz der ursprünglichen Bewohner genutzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Bellows_Falls, gesehen am 28.8.2013). - Briochowski-Inseln, Inselgruppe im Jenisseidelta, ein im Sommer sehr besuchter Fischplatz (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Briochowski-Inseln).

Fischraum   „Raum für die Aufbewahrung von Fisch“

Quelle: Zur Verarbeitung und zum Verstauen des Fangs im Fischraum arbeiten beide Besatzungen dann während des Tuckens auf dem Kutter, der das Schleppnetz mit der Beute an Bord geholt hat (https://de.wikipedia.org/wiki/Tuckzeese, gesehen am 28.8.2013). - Im Fischraum sind zwei große, nahezu die ganze Raumfläche bedeckende, voneinander getrennte Behälter aus verzinktem Eisenblech hintereinander angeordnet, die wieder durch eine, mit Interkommunikationsöffnungen versehene Blechwand in je zwei Unterbehälter geteilt sind (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1914, s.v. Fischwagen).

Fischregion   „Gewässergegend, in der Fische vorkommen“

Quelle: Fischregionen sind fischereirechtlich in Deutschland die ökologischen Zonen von Fließgewässern (Gebirgsbach bis zur Meeresmündung, durchflossene Seen und Kanäle), die nach Leitfischarten (charakteristischen Fischarten) eingeteilt werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischregion, gesehen am 28.8.2013). - Die Konferenz empfiehlt den Küstenstaaten, daß sie in bezug auf die Fisch- und sonstigen biologischen Bestände, die sowohl die Fischregionen unter ihrer Jurisdiktion als auch Regionen der angrenzenden Hochsee bevölkern, mit den bezuglichen internationalen Organisationen zwecks Entwicklung und Anwendung von Erhaltungsmaßnahmen zusammenarbeiten sollen (Archiv der Gegenwart 28, 1958).

Fischrestaurant   „auf Fischspeisen spezialisiertes Restaurant“

Quelle: In der Ortschaft gibt es einige Geschäfte und auch ein Fischrestaurant (https://de.wikipedia.org/wiki/Molat, gesehen am 28.8.2013). - Soll ich dir das Fischrestaurant zeigen, in dem Ludendorff immer zu Mittag gegessen hat, als er noch eine Denkmalsfigur war? (Tucholsky, Schloß Gripsholm, 1931).

Fischrevier   „Gewässergegend, in der Fische gefangen werden“

Quelle: Dann passiert er den Hosensee (Baggersee Roter Stein), welcher nach dem Ortsteil für die Absenkung des Grundwasserspiegels angelegt wurde und heute ein Fischrevier und Badegewässer ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Fritzenbach, gesehen am 28.8.2013). - Und sie paßte sich gar prächtig jener amerikanischen Definition des Angelns an, derzufolge ein ergiebiges Fischrevier ein unbewohnter Wasserkörper ist, der von Lügnern in alten Kleidern umgeben wird (Graudenz, Das Buch der Etikette, 1956).

Fischstand   „Verkaufsstand für Fischspeisen“

Quelle: Auf ihrem Fischstand auf dem Bremer Marktplatz vor der alten Börse verkaufte sie die Ware (https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch-Luzie, gesehen am 28.8.2013). - Zur Freihaltung der Gänge sind alle Stände etwas über den Hallenfußboden erhöht; die Fischstände werden nach innen entwässert (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Markthallen).

Fischteich   „Teich, in dem Fische leben“

Quelle: In Langenbruch liegen neben einigen Wohnhäusern ein Wasserwerk der Stadtwerke Hemer und ein Fischteich (https://de.wikipedia.org/wiki/Langenbruch_(Hemer), gesehen am 28.8.2013). - Seit einer Reihe von Jahren schenkt man der Fischzucht als landwirtschaftlichem Nebenbetrieb immer mehr Beachtung, und seit ca. 7 Jahren beginnen auch die künstlichen Düngemittel zur Düngung der Fischteiche eine wesentliche Rolle zu spielen (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1914, s.v. Teichdüngung).

Fischwasser   „Gewässer, in dem Fische gefangen werden“

Quelle: Er war herrschaftliches Fischwasser, diente zum Antrieb von Mühlen, Pochwerken, Kupfer- und Eisenhämmern (https://de.wikipedia.org/wiki/Ohra_(Fluss), gesehen am 28.8.2013). - Wo die Fischereiberechtigungen auf kurze Strecken wechseln, greift in der Regel eine rücksichtslose Ausbeutung der Fischwasser Platz (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischerei).

Fischweide   „Gewässerstelle mit besonders viel Fisch“

Quelle: Bevor ich ins Wasser gesprungen bin, habe ich nicht einmal Stichlinge am Ufer ausmachen können. Als Fischweide wäre das Loch garantiert vorerst zu jung (Mehler, Entzug, 2012). - Die Aufbringung großer Rationen wird aber durch die mehr oder minder dichte Verteilung der Nahrung auf der Fischweide sehr wesentlich beeinflußt (Demoll/Maier, Handbuch der Binnenfischerei Mitteleuropas, 1924).

Fischweiher   „Weiher, in dem Fische leben“

Quelle: Der Name bezieht sich auf einen Fischweiher, der bis 1911 bestand (https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Weiherburg, gesehen am 28.8.2013). - Aber ich sehe noch das Forsthaus mit der Gaisblattlaube und der steinernen Freitreppe vor der Haustür, sehe die breiten, überwölbten Korridore, die großen Zimmer, und am deutlichsten den Fischweiher, in dem es Karpfen und Schleien gab (Ganghofer, Lebenslauf eines Optimisten, 1909-11).

Fischwerk   „Betrieb für die Fischverarbeitung“

Quelle: Lediglich das Fischwerk kann sich nach einigen Schwierigkeiten unter der Marke Neue Rügenfisch GmbH auf dem weltweiten Markt behaupten (Sassnitz im Wandel: 1945 bis 2007, 2008). - 1961 wurde eine neue Struktur im Transportwesen des Fischwerks eingeführt (Neue deutsche Literatur 21, 1973).

substantivisches Determinativkompositum mit Zeitbezeichnung als Hinterglied
Fischmonat   „Monat am Beginn der Fischfangsaison“

Quelle: Zur Zeit Karls des Großen kam die Bezeichnung „Ostermonat“ auf, und bei Küstenvölkern leben die Bezeichnungen „Fischmonat“ und „Schafmonat“ fort (Gratzer, Immerwährender Kalender, 2003). - Der März ist der eigentliche Fischmonat, in ihm finden die Fischerfeste statt (Mittheilungen des deutschen Seefischereivereins, 1911).

Fischperiode   „das periodische Erscheinen von Fischschwärmen“

Quelle: Fischperioden, das perodische Ausbleiben der großen Fischschwärme, die jährlich an den Küsten Skandinaviens eintreffen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischtag   „Tag, an dem man Fisch isst“

Quelle: Der Fischtag morgen ist besser fürs Wohlbefinden, behauptet die Schnepfe am Telefon. Was hat denn der Fastenfreitag mit meinen Hühneraugen zu tun? (Fey, Die Zerrissenen, 2015). - in Pommern wurde, um den Konsum von Fischen zu steigern, als Hilfe für die notleidenden Fischer ein Fischtag eingeführt (Archiv der Gegenwart 3, 1933).

Fischzeit   „Zeit des Fischfangs“

Quelle: 1716 versprach der Feudalherr, auf die Fischzeiten Rücksicht zu nehmen (https://de.wikipedia.org/wiki/Uecker, gesehen am 28.8.2013). - Während dieser Fischzeit und Einlegezeit brannte das Feuer in dem Kanal natürlich lustig weiter (Traven, Das Totenschiff, 1926).

substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied
Fischbrot   „brotartige Pastete aus Fischmehl“

Quelle: Kalakukko, dt. Fischpastete, Fischbrot. Die oben bereits genannte Speise gilt heute als Besonderheit der Provinz Savo. Dieses Fischbrot war nahrhaft und haltbar und wurde daher gern als Proviant auf Jagd- und anderen Fahrten verwendet (Gulya, Konfrontation und Identifikation: Die finnisch-ugrischen Sprachen und Völker im europäischen Kontext, 2002). - Fischmehl und Fischbrot, zu Verproviantierungen bestimmtes Nahrungsmittel, zu dessen Bereitung man auf den Lofoten getrocknetes, entgrätetes Dorschfleisch mahlt und das Pulver unter Umrühren bis zur Siedetemperatur des Wassers erhitzt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischmehl).

Fischbrot   „mit Fisch belegte Brotschnitte“

Quelle: Elly ißt ein Fischbrot, schiebt den Fisch auf die eine Hälfte (Schleef, Mooskammer, 2003). - „Ein Fischbrot mit reichlich Zwiebeln darauf," lachte die Schwester, „und danach eine Stange süßer Lakritze!“ (Stieda, Der weisse Schmetterling, 1943).

Fischbrühe   „Brühe aus gekochtem Fischfleisch“

Quelle: Fischbrühe oder Fischfond wird vor allem aus Resten von Speisefischen wie Köpfen und Gräten, auch den Schalen von Hummern hergestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Brühe, gesehen am 28.8.2013). - Die Mohrin tat, als ob sie von der Fischbrühe genesen sei (Hahn, Griechische und Albanesische Märchen, 1918).

Fischbulette   „Bratkloß aus Fischfleisch“

Quelle: Fischfrikadellen oder Fischbuletten werden nach ähnlichem Rezept aus gehacktem Fischfleisch zubereitet (https://de.wikipedia.org/wiki/Frikadelle, gesehen am 28.8.2013). - Man weicht die knochenharten Bündel auf, dreht die fingerdicken Schläuche durch den Wolf und brät eine Art Fischboulette daraus (Rudolph, Kakteen, Indios, Andengipfel, die DDR-Anden-Feuerland-Expedition, 1963).

Fischdelikatesse   „besondere, delikate Fischspeise“

Quelle: Wie beim Verspeisen der faulig riechenden schwedischen Fischdelikatesse wird Sachenbacher-Stehle am Samstag beim IBU-Cup in Idre (Schweden) mit einem Lächeln an den Start gehen (Die Zeit, 22.11.2012). - Für eine kleine Abendgesellschaft werden zwei warme Gerichte genügen; oder ein warmes Vorgericht mit nachfolgender kalter Küche, wie es im Norden gebräuchlich ist; oder umgekehrt zuerst allerlei Salate, kaltes Fleisch, verschiedene Wurstsorten, Eier, kalt oder warm, Fischdelikatessen und Pastetchen und nachher Geflügel, Wild oder überhaupt einen warmen Braten (Baudissin, Spemanns goldenes Buch der Sitte, 1901).

Fischfond   „eingekochte Fischbrühe“

Quelle: Fischbrühe oder Fischfond wird vor allem aus Resten von Speisefischen wie Köpfen und Gräten, auch den Schalen von Hummern hergestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Brühe, gesehen am 28.8.2013). - Der Fischfond läuft in das Gefäß zurück, während der heiße Dampf den Fisch bis zum Vorlegen warmhält (Neumann/Scharfe, Gekonnt serviert, 1967).

Fischfrikadelle   „Bratkloß aus Fischfleisch“

Quelle: Fischfrikadellen oder Fischbuletten werden nach ähnlichem Rezept aus gehacktem Fischfleisch zubereitet (https://de.wikipedia.org/wiki/Frikadelle, gesehen am 28.8.2013). - Manchmal hackt die kleine Frau auch den ganzen Ertrag zusammen, wiegt ihn, treibt ihn zu aller Vorsicht noch durch die Maschine und macht Fischfrikadellen (Johst, Die Torheit einer Liebe, 1930).

Fischgang   „Fischgericht im Rahmen einer größeren Mahlzeit“

Quelle: Die Teams müssen eine Mittagsaktion mit zwei Fleisch-/Fischgängen und einem vegetarischen Gang und Salatbuffet zu einem kulinarischen Thema konzipieren, planen, organisieren, und durchführen (https://de.wikipedia.org/wiki/IKA/Olympiade_der_Köche, gesehen am 28.8.2013). - Nehmen wir einmal an, das Menü bestünde aus Vorspeise, Suppe, Fischgang, Fleischgericht, Nachspeise und Obst (Graudenz, Das Buch der Etikette, 1956).

Fischgericht   „Speise aus Fisch“

Quelle: Cacciucco ist ein Fischgericht aus der toskanischen Stadt Livorno (https://de.wikipedia.org/wiki/Cacciucco, gesehen am 28.8.2013). - Die Karwoche ist vorbei mit ihren Trauermetten und Bußpredigten, mit ihren Fasttagen und Fischgerichten (Christ, Die Rumplhanni, 1917).

Fischkäse   „Speise aus getrocknetem Fischrogen“

Quelle: Kambodschanischer „Fischkäse“, entgegnet er, das sei hingegen eine hervorragende Speise. Fischkäse? (Die Zeit, 17.07.2003). - Fischkäse, an der Sonne getrockneter, in Fischblase gepreßter oder in geschmolzenes Wachs getauchter Fischrogen, wird besonders von den Fischern an den Dardanellen und am Marmarameer bereitet und nach dem Reisen in ganz dünnen Scheiben oder mit Gewürzessig und Öl durchtränkt genossen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischkloß   „Kloß aus Fischfleisch“

Quelle: Die Brisolette stand vorzugsweise auf der Speisekarte der „feinen Küche“ des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Bezeichnung wird auch für Fischklöße verwendet (https://de.wikipedia.org/wiki/Frikadelle, gesehen am 28.8.2013). - Sie stellt bereits Fischfrikadellen und Fischpuddings her und hat die Bereitung von Fischklößen nach norwegischem Muster in Aussicht genommen (Fischerei-Zeitung 37, 1934).

Fischkost   „Fisch als Speise“

Quelle: Doch neben den Fischfängern gibt es auch Gruppen, die sich von Robben ernähren und Fischkost verschmähen (Der Tagesspiegel, 05.08.2002). - Viele Landraubtiere entwickeln eine Vorliebe für Fischkost, z. B. die Hauskatze, Bären, der Mink (Mustela Vison) u.a. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Nahrungswechsel bei Tieren).

Fischkotelett   „Kotelett aus Fischfleisch“

Quelle: Die Itelmenen benutzten viel Fisch im Essen, bevorzugt gebacken (chuprik), und Fischkoteletts (tael'no) (https://de.wikipedia.org/wiki/Itelmenen, gesehen am 28.8.2013). - Das ist selbstverständlich bei Bratgerichten (Schnitzel, Fischkotelett, Pfannen-Eiergerichten usw.), aber ratsam auch bei vielen anderen Gerichten (Oheim, Das praktische Haushaltsbuch, 1954).

Fischlake   „Salzlake für Fisch“

Quelle: Zudem waren Fischhändler wegen der auf die Erde tropfenden Fischlake unerwünscht (Berliner Zeitung, 06.04.1995). - Auch auf andere Arten wurde er zubereitet, so mit Öl geschmälzt oder mit Fischlake gewürzt (Bommer/Bommer, Die Gabe der Demeter, 1961).

Fischmahl   „Mahlzeit aus Fischspeisen“

Quelle: Manche Forscher hatten es bereits geahnt, doch erst die systematische Analyse von Spinnenmahlzeiten weltweit offenbart nun, wie verbreitet das Fischmahl unter den vermeintlich nur Insekten fressenden Tieren ist (Die Zeit, 19.06.2014). - So handelte jener König, der einst im gleichen Schlosse den Gästen das Fischmahl mit eigenen Händen bereitete! (Klepper, Der Vater, 1937).

Fischmahlzeit   „Mahlzeit aus Fischspeisen“

Quelle: Ausgehend von dieser Bezahnung waren die meisten Arten vermutlich Fischfresser, bei einem Exemplar aus Solnhofen fanden sich noch Reste der letzten Fischmahlzeit (https://de.wikipedia.org/wiki/Rhamphorhynchus, gesehen am 28.8.2013). - Meistens sollte die Fischmahlzeit etwas schweigsamer verlaufen, damit man sich nicht in die Gefahr bringt, eine Gräte zu verschlucken (Reicke, Durch gute Lebensart zum Erfolg, 1925).

Fischmehl   „getrocknetes und gemahlenes Fischfleisch“

Quelle: Als Fischmehl bezeichnet man getrocknete und gemahlene Fische oder Teile von Fischen, denen der eingedickte Presssaft zugesetzt werden kann (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischmehl, gesehen am 28.8.2013). - Fischmehl und Fischbrot, zu Verproviantierungen bestimmtes Nahrungsmittel, zu dessen Bereitung man auf den Lofoten getrocknetes, entgrätetes Dorschfleisch mahlt und das Pulver unter Umrühren bis zur Siedetemperatur des Wassers erhitzt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischöl   „Tran, aus dem Fettgewebe von Fischen oder Meeressäugern gewonnenes Öl“

Quelle: Tran, auch „Polaröl“ oder „Fischöl“ genannt, ist ein aus dem Fettgewebe von Meeressäugern wie Walen und Robben, dem sog. Blubber, und von Fettfischen durch Erhitzen, Auspressen, Ausschmelzen oder einfaches Ausklopfen gewonnenes Öl (https://de.wikipedia.org/wiki/Tran, gesehen am 28.8.2013). - Tran (Fischtran, Fischöl), fettes Öl, das aus dem Speck der Wale, Pottfische, Delphine etc. und Robben und aus Fischen gewonnen wird (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Tran).

Fischpaste   „Speisepaste aus Fischfleisch“

Quelle: Dutzende Fläschchen und Gläser, Olivenöl und Honig, Fischpasten und Teigwaren stehen auf hellen Holzregalen (Die Zeit, 27.03.2012). - Auch die Anchovispaste wird ähnlich der Sardellenpaste als sehr würzige Fischpaste zur Geschmacksverfeinerung verwendet (Kölling, Fachbuch für Kellner, 1956).

Fischpastete   „Pastete aus Fischfleisch“

Quelle: Ihm zu Ehren wird in jedem Jahr am 23. Dezember im Rahmen eines großen Dorffestes eine riesengroße Fischpastete, die sogenannte Stargazy Pie, gebacken und im The Ship Inn am Pier serviert (https://de.wikipedia.org/wiki/Mousehole, gesehen am 28.8.2013). - Einige, kein Zweifel, verabscheuen diese Stadt und sehnen sich nach ihren Diözesen, ihren häßlichen, soliden Häusern, wo sie doch wenigstens damit rechnen können, an jedem Freitag eine ordentliche Fischpastete serviert zu bekommen (Die Zeit, 26.10.1962).

Fischragout   „Ragout aus Fischfleisch“

Quelle: In einer etwas aufwendigeren Variante werden die Nudeln und das Fischragout schichtweise in eine Form gegeben, mit Parmesan und abgebräunten Semmelbröseln bedeckt und im Ofen überbacken (https://de.wikipedia.org/wiki/Pasta_con_le_sarde, gesehen am 28.8.2013). - Sie essen den ganzen Tag Tauben und Fischragout und gebratene Krammetsvögel und junge Saatkrähen und trinken die feinsten und teuersten Ungar- und Spanierweine dazu (Klabund, Bracke, 1918).

Fischsalat   „Salat mit Fischfleisch“

Quelle: Daher bietet sich seine Verwendung eher zu Marinaden wie beim Rollmops, Bismarckhering oder zu Fischsalaten an (https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantischer_Hering, gesehen am 28.8.2013). - denn das sonntägliche Mahl, ein Fischsalat von Karpfen mit der köstlichsten Mayonnaise, ein fünf Zentimeter hohes Kalbssteak, Erdbeeren und andere lebenspendende Köstlichkeiten aller Art überboten in ihrer Realität jede Phantasie (Die Zeit, 17.04.1947).

Fischschmalz   „aus Fischfett gewonnenes Schmalz“

Quelle: Obendrein würde diese durch die Verwendung von Fischschmalz verunreinigt und unbrauchbar gemacht (Clasen, Weben in schwerer Zeit: das Augsburger Textilgewerbe im 19. Jahrhundert, 2006). - An verhandenen Verbrauchsmaterial findet sich unter anderm ein Posten von in Fischschmalz gearbeiteter Ochsenhaut vorgetragen (Zeitschrift für historische Waffenkunde 5, 1911).

Fischsemmel   „mit Fisch belegtes Brötchen“

Quelle: Man kommt leicht ins Gespräch auf so einem Floß, mit einem Glas in der einen Hand, der Fischsemmel in der anderen (Die Zeit, 16.8.2010). - Von den Raffinessen des technischen Fortschritts unbeeinflußt geblieben ist der würzige Wies’ngeruch, der von Mittag bis Mitternacht durch die Budenstadt weht: der Duft der Brathendl und Steckerlfische, der Schweinswürstl am Rost, der gebrannten Mandeln, des türkischen Honigs und der Fischsemmeln (Die Zeit, 3.10.1957).

Fischsoße   „Soße für Fischgerichte“

Quelle: Fischsauce gehört zu den ältesten Würzsaucen überhaupt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischsauce, gesehen am 28.8.2013). - Garum (lat.), berühmte Fischsauce der Alten (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Garum).

Fischspeck   „Speck aus dem Fettgewebe von Fisch und Meeressäugern“

Quelle: Der Direktionsbezirk Verden kann als ein Zentrum der Einfuhr von Tran und Fischspeck (30,3-36,3%; vor Lüneburg) und von Garn (25,6-37,7%; vor Hannover, zum Teil auch Göttingen) angesehen werden (Kaufhold/Denzel, Der Handel im Kurfürstentum/Königreich Hannover, 2000). - Tran. Öl aus Fischspeck (Treskow/Weyl, Das Lexikon der Hausfrau, 1932).

Fischspeise   „Speise aus Fischfleisch“

Quelle: In der Wiener Karpfenpeuschelsuppe, eine klassische Wiener Fischspeise, werden auch der Rogen und Milchner verwendet (https://de.wikipedia.org/wiki/Beuschel, gesehen am 28.8.2013). - Aspik (frz.), säuerliches Fleischgelee, auch kalte Fleisch- oder Fischspeise mit gallertartigem Überzug (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Aspik).

Fischsud   „Sud aus oder für Fischspeisen“

Quelle: Fischsud (Court-bouillon) ist eine Gemüsebrühe aus Wasser, Möhren, Zwiebeln, Kräutern (Bouquet garni) und Gewürzen wie Pfeffer und Piment sowie eventuell Zitrone, Wein oder Essig (https://de.wikipedia.org/wiki/Brühe, gesehen am 28.8.2013). - In der erhitzten Margarine das Mehl lichtgelb schwitzen, zunächst mit dem Pilzdünstwasser, gegebenenfalls noch mit Fischsud auffüllen (Wir kochen gut, 1963).

Fischsulz   „Sülze mit Fischfleisch“

Quelle: Gansragout mit Pasteten, Ochsenfleisch mit verschiedenem Gemüse, Fischsulz, Kalbsbraten mit Gurkensalat: Eine Speisekarte von einer Primizfeier am 13. Juni 1906, die gerahmt im Gastraum“ hängt, zeigt, dass man hier schon vor über 100 Jahren köstlich gespeist hat (Historische Wirtshäuser, 2014). - Aspik (franz. Gelée d'aspic), Fleisch-, Fischsulz oder -Sülze; Aspie de volaille, de homard, Geflügel, Hummer in Sulz oder Gallert (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Aspik).

Fischsülze   „Sülze mit Fischfleisch“

Quelle: Mit 7,20 Euro fast ein Schnäppchen ist selbst gemachte Fischsülze mit Remouladensauce (Berliner Zeitung, 05.11.2005). - Aspik (franz. Gelée d'aspic), Fleisch-, Fischsulz oder -Sülze; Aspie de volaille, de homard, Geflügel, Hummer in Sulz oder Gallert (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Aspik).

Fischsuppe   „Suppe mit Fischfleisch“

Quelle: Fischsuppen werden aus Fischen und/oder Meeresfrüchten als geschmacksbestimmende Zutat hergestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischsuppe, gesehen am 28.8.2013). - Bouille-à-baisse [...], eine Fischsuppe, Nationalgericht in der Provence (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bouille-à-baisse).

substantivisches Determinativkompositum mit Produktbezeichnung als Hinterglied
Fischdünger   „Düngemittel aus Fischabfall“

Quelle: Draußen sehe ich mir das umgegrabene Beet im Vorgarten an. Sie haben es mit schwarzer Muttererde angereichert, dem Geruch nach auch mit Fischdünger (Dilloway, Die Liebe zu Rosen mit Dornen, 2013). - Seefischereiverein, Deutscher, aus dem Deutschen Fischereiverein 1885 hervorgegangene Vereinigung zur Förderung der deutschen Küsten- und Hochseefischerei, wo sie von Deutschen betrieben wird, sowie der mit ihr im Zusammenhang stehenden Gewerbe (Fischhandel, Räuchereien, Fabrikation von Fischmehl, Fischdünger, Netzen etc.) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Seefischereiverein, Deutscher).

Fischguano   „Dünger aus Fischabfällen“

Quelle: Mit nordischem Fischguano gelangten früher ungeheure Mengen einer bestimmten Fliegenart, Phormia coerulea, nach Hamburg (Kegel, Tiere in der Stadt, 2013). - Fischguano, Dungmittel aus Fischabfällen und ungenießbaren Fischen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischleder   „gegerbte Haifischhaut“

Quelle: Fischleder wird aus der Haut von Fischen hergestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischleder, gesehen am 28.8.2013). - Andere, manche Lederwaren zum Beispiel, erweisen sich als geschickt getarnter Ersatz. Es gibt Schuhwerk mit Holzsohlen und Fischleder (Die Zeit, 19.12.1946).

Fischleim   „Hausenblase, aus Fischabfällen gewonnener Leim“

Quelle: Nach dem Ausgangsmaterial zur Herstellung unterscheidet man Glutinleime als Knochenleim, Hautleim (Lederleim), Hasenleim, Fischleim und Hausenblasenleim (https://de.wikipedia.org/wiki/Glutinleim, gesehen am 28.8.2013).

Fischperle   „mit Fischsilber ausgekleidete Wachsperle“

Quelle: Glaskugeln, auf denen gemahlene Fischschuppen aufgebracht wurden bzw. eine Art Wachsperlen, deren hohle Glaskugeln innen mit einer Masse aus Fischsilber und Leim (sogenannter Perlenessenz) ausgeschwenkt und anschließend mit Wachs ausgefüllt werden (sogenannte Bourguignon-Perle oder Fischperle) (https://de.wikipedia.org/wiki/Imitationsperle, gesehen am 28.8.2013). - Fischperlen (Wachsperlen), Nachahmungen echter Perlen, bestehen aus kleinen zarten Glaskügelchen, die man mit der sogenannten Perlenessenz auskleidet und dann mit Wachs füllt (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v.).

Fischseife   „aus Fischabfällen gewonnene Seife“

Quelle: Zurückgelassene Reste von Kernseife nahmen wir gern mit, denn wir bekamen nur die damals übliche Ton- und Fischseife (Watzdorf, Schicksalsbuch des sächsisch-thüringischen Adels: 1945, 1994). - In den Ecken hängt an Leinen Wäsche zum Trocknen, die einen starken Geruch nach Fischseife ausströmt (Hauser, Kampf, geschichte einer Jugend, 1934).

Fischsilber   „aus Weißfischschuppen gewonnenes Effektpigment“

Quelle: Fischsilber (Silberglanz) ist ein zu Dekorationszwecken aus den Schuppen von Weißfischen (Ukelei) gewonnenes Effektpigment von silbrig schillernder Färbung (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischsilber, gesehen am 28.8.2013). - Unter Fischsilber (französisch Essence d'orient) wird der glänzende Bestandteil der Schuppe des Herings (Clupea harenga) oder des Weißfisches Ukelei (Alburnus lucidus) verstanden (Thinius, Analytische Chemie der Plaste, 1952).

Fischtran   „aus dem Fettgewebe von Fischen oder Meeressäugern gewonnener Tran“

Quelle: Als Blubber (von engl. blubber: Walspeck, Fischtran) wird die mehrere Zentimeter dicke Fettschicht von Walen und Robben bezeichnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Blubber, gesehen am 28.8.2013). - Fischtran, s. Tran; im engern Sinne der aus kleinern Fischen, Heringen, Sardellen etc., als Nebenprodukt, z. B. bei der Darstellung von Fischguano, gewonnene Tran (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischambra   „Aromasubstanz aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen“

Quelle: Dort wird er aufgeschnitten und die in ihm befindliche Ambra herausgenommen. Es ist die Fischambra (samaki), man nennt sie auch die verschluckte (mablû') (Sitzungsberichte der Physikalisch-Medizinischen Sozietät zu Erlangen, 1916).

substantivisches Determinativkompositum mit Text- oder Textteilbezeichnung als Hinterglied
Fischbuch   „Buch über Fische“

Quelle: Die 1555 erschienenen Fisch-Sprüche enthielten diätetische Informationen über verschiedene Fischsorten. Rufs Sprüche wurden im Druck von Gregor Mangolts Fischbuch wiederverwendet (https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Ruf, gesehen am 28.8.2013). - Der originellste Komplex ist eine Sammlung „Fischbücher aus fünf Jahrhunderten“, mit 200 Werken (Die Zeit, 29.05.1964).

Fischwerk   „wissenschaftliches Buch über Fische“

Quelle: Man wird wohl sagen dürfen, daß außer dem Fischwerk und dem Buch „Sol salutis“ nichts so sehr dazu beigetragen hat, Dölgers Ansehen fest zu begründen, wie diese „Zeitschrift“ (Klauser, Gesammelte Arbeiten zur Liturgiegeschichte, Kirchengeschichte und christlichen Archäologie, 1974). - über die Fische schrieb Lacepède (gest. 1825), Cuviers Fischwerk wurde von Valenciennes fortgesetzt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Französische Literatur).

substantivisches Determinativkompositum mit Abgabebezeichnung als Hinterglied
Fischzehnt   „Abgabe von dem durch Fischfang erwirtschafteten Gewinn“

Quelle: Außerdem weist er den Fischzehnt zu Stressenhausen (Stresenhusen), der lange zu Veßra gehört hat, emeut zu (Wölfing, Das Prämonstratenserkloster Veßra, 2010). - Große Erleichterung verschaffte es den Fischereien, daß das Gesetz vom 20. September 1845 den Fischzehnten aufhob (Probleme der Weltwirtschaft, 1916).

substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung eines Witterungsphänomens als Hinterglied
Fischregen   „Wetterphänomen, bei dem es Fische regnet“

Quelle: Bisweilen wurden Berichte außergewöhnlicher Fischregen wissenschaftlich angezweifelt (https://de.wikipedia.org/wiki/Tierregen, gesehen am 28.8.2013). - Tierregen, entweder wirklicher Fall von Tieren, die an andrer Stelle (z. B. aus flachen Teichen) emporgehoben wurden, daher Fischregen, Froschregen, Insektenregen, Muschelregen etc., oder nur scheinbarer, indem z. B. nach dem Regen die Regenwürmer zahlreich zu sehen sind, die aber nicht fielen, sondern durch das Regenwasser aus ihren Löchern vertrieben wurden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Wunderregen).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied
Fischeinsalzer   „jemand, der berufsmäßig Fisch durch Einsalzen haltbar macht“

Quelle: Limitosalz (Deputatsalz, Gnadensalz, Almosensalz, Gottesheilsalz) heißt das Salz, das in Österreich an die Bewohner bestimmter Ländergebiete, dann an das Personal der Salinen und Verschleißämter sowie an einige Klöster, Stifte, Humanitätsanstalten als Kochsalz und an die Fischer, Fischeinsalzer und Fischkonservenfabriken in Istrien und Dalmatien zum Einsalzen von Fischen auf Grund alter Privilegien teils unentgeltlich, teils gegen ermäßigte Preise oder gegen ein unbedeutendes Pauschale sogen. Salzlösegeld abgegeben wird (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Limitosalz).

Fischfahrer   „Fischer, der zum Fischfang ausfährt“

Quelle: Als Abnehmer kamen die sogenannten Fischfahrer hauptsächlich in Wollin und Warp in Frage, die die Fische teilweise frisch in der Nähe verkauften, teilweise aber auch den Aal erst räucherten (Zeitschrift für Fischerei und deren Hilfswissenschaften 25, 1927).

Fischfresser   „Tier, das Fisch frisst“

Quelle: Als Fischfresser oder piscivore Tiere (lat. pisces: Fische, vorare: verschlingen, gierig fressen) bezeichnet man jagende Tiere, die sich vorwiegend oder ausschließlich von Fischen ernähren (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischfresser, gesehen am 28.8.2013). - Hesperórnis, fossiler Vogel, ein tauchender Fischfresser, aus der Kreide Nordamerikas, über 1 m hoch, flugunfähig (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Hesperornis).

Fischgroßhändler   „jemand, der im Großhandel Fisch verkauft“

Quelle: Der Geestemünder Fischgroßhändler Friedrich Busse stellt in seinem Unternehmen den ersten deutschen Fischdampfer Sagitta in Dienst, der bald zum Trawler ausgerüstet wird (https://de.wikipedia.org/wiki/7._Februar, gesehen am 28.8.2013). - Es ist nicht uninteressant, daß diese Entscheidung des Finanzgerichts „für Recht erkannt wurde“ unter Teilnahme dreier ehrenamtlicher Beisitzer – eines Fabrikanten, eines Kaufmanns und eines Fischgroßhändlers (Die Zeit, 09.02.1956).

Fischhändler   „jemand, der mit Fisch handelt“

Quelle: Ein Fischhändler verkauft Fisch. Im Mittelalter gehörten Fischhändler einer Zunft von frei organisierten Händlern an, die Fisch verkauften (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischhändler, gesehen am 28.8.2013). - Als sie noch um die Pfanne saßen, kamen bereits die ersten Reisenkäufer, Fischhändler, deren Gewerb es war, den Fischern die ganze Reise abzukaufen und die Schollen aus dem Bünn zu verhökern (Fock, Seefahrt ist not!, 1913).

Fischhändlerin   „Frau, die mit Fisch handelt“

Quelle: Unter dem Namen Fisch-Luzie wurde in Bremen die schlagfertige Fischhändlerin Johanna Lucie Henriette Flechtmann, geb. Hartig, (* 9. März 1850 in Bremen; † 10. August 1921 in Bremen) als beliebtes Original bekannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch-Luzie, gesehen am 28.8.2013). - Er geht auf den Fischmarkt, wo er eine Fischhändlerin weiß, die ausgezeichnete Fische hat (Ernst, Komödianten- und Spitzbubengeschichten, 1920).

Fischhöker   „Fischverkäufer“

Quelle: Im Jahre 1927 wurden in Massachusetts Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti hingerichtet – zwei einfache italienische Einwanderer, der eine Schuster, der andere Fischhöker, beide Anarchisten (Die Zeit, 20.04.1990). - Einen Teil ihrer Lager gaben die Kaufleute Revals im Lauf des Winters tonnenweise an die Revaler Fischhöker ab (Commentationes humanarum litterarum 9, 1938).

Fischhökerin   „Fischverkäuferin“

Quelle: Anstatt nämlich eine der drei Töchter Veis zum Weib zu nehmen, zieht er es vor, mit einer Portugiesin, einer Fischhökerin, anzubändeln (Strausfeld, Brasilianische Literatur, 1984). - Ich kann nämlich schimpfen wie ein Rohrsperling und wie eine Fischhökerin, der die Köchin nach viertelstündiger Prüfung den Hecht wieder in den Zober wirft (Bühne und Brettl 1, 1901).

Fischkenner   „jemand, der sich mit Fischen auskennt“

Quelle: Kinilaw, roher Fisch, der in Essig mariniert wird und mit klein geschnittenen Zutaten wie Knoblauch, Ingwer und Chili in vielen lokalen Rezeptvariationen zubereitet wird, ist für den Fischkenner eine preiswerte Delikatesse (https://de.wikipedia.org/wiki/Philippinische_Küche, gesehen am 28.8.2013). - Ichthyologie (griech.), Fischkunde; Ichthyolog, Fischkenner (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Ichthyologie).

Fischliebhaber   „jemand, der Fische mag oder gern Fischspeisen isst“

Quelle: Zwei Fischereibetriebe bieten für Fischliebhaber frisch gefangenen und geräucherten Fisch aus den umliegenden Seen (https://de.wikipedia.org/wiki/Kolberg_(Heidesee), gesehen am 28.8.2013). - Die Fischliebhaber haben seit Jahrzehnten ein Heilsalz, das sie dem Aquarienwasser zusetzen (Berliner Tageblatt, 04.02.1933).

Fischmenger   „Fischhändler“

Quelle: Zur Gaffel der Fischmenger gehörten auch die Schiffer, die erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts ein eigenes Amt bildeten (https://de.wikipedia.org/wiki/Menger, gesehen am 28.8.2013). - Soweit wir von dem Aussehen der Kölner Zunfthäuser noch Kenntnis haben, haben nur die Fischmenger, die Brauer und die Faßbinder in ihren Häusern der Bedeutung des Zunftlebens entsprechende und diese zum äußeren Ausdruck bringende Denkmäler errichtet (Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 10-11, 1928).

Fischpächter   „jemand, der ein Fischfangrevier gepachtet hat“

Quelle: Um ein Zuwachsen zu verhindern, drängten die Fischpächter den sich am Gewässerrand ausbreitenden Schwingrasen immer wieder zurück (Lehmann/Kühnel, Natürlich Berlin!, 2007). - Papa Palm kann sich noch gut erinnern, dass zu seiner Zeit ein Fischpächter streng darauf achtete, dass ihm ja nichts von den Wilddieben weggefangen wurde (Wolff, Manne Forschtrat, 1968).

Fischpfleger   „jemand, der Fische pflegt“

Quelle: Zuerst versuchte er sich als Fischpfleger. Dies scheiterte jedoch an seiner Allergie gegen Wasser (Worgul, Ein neuer Untermieter zieht ein, 2011). - Selbst der beste Fischpfleger wird von Krankheiten unter seinem Fischbestande nicht verschont bleiben (Arnold/Ahl, Fremdländische Süßwasserfische, 1936).

Fischräuber   „Tier, das viel Speisefisch frisst“

Quelle: Da sie sich im Columbia und Snake River überwiegend von Lachsbrut ernähren, gelten sie lokal als Fischräuber von Edelfischarten (https://de.wikipedia.org/wiki/Ptychocheilus_oregonensis, gesehen am 28.8.2013). - An der deutschen Nordseeküste wurden vom 1. April 1894–1895 rund tausend Seehunde erlegt, ohne eine merkliche Abnahme der Fischräuber zu erzielen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Seehund).

Fischverkäufer   „jemand, der Fisch verkauft“

Quelle: Hier reihen sich auf der Landseite Restaurants, Fischverkäufer und Souvenirhändler und auf der Seeseite, dem Skagerrak, die Boote aneinander (https://de.wikipedia.org/wiki/Sotenäs_(Gemeinde), gesehen am 28.8.2013). - Nackte Malaien, halbnackte, grobblau gekleidete Chinesen, Bananenhändler, Wasserträger, Fischverkäufer, Garküchenkarren und Rikschawagen rennen durcheinander, schieben und poltern über die Pflastersteine (Dauthendey, Lingam, 1909).

Fischverkäuferin   „Frau, die Fisch verkauft“

Quelle: Obwohl Helene sich in ihren Träumen ein Leben als Stewardess oder Model vorstellt, wird sie von Stadtbezirksmitarbeiter Himmelblau als Fischverkäuferin in die Berliner Markthalle vermittelt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fräulein_Schmetterling, gesehen am 28.8.2013). - Auf den Pariser Rennbahnen sind die kleinen Leute mit ihrer leidenschaftlichen Anteilnahme besonders liebenswert: der Inhaber eines Bistros, der Concierge, die Fischverkäuferin aus den „Hallen“ (Die Zeit, 07.10.1966).

Fischverspeiser   „jemand, der Fisch isst“

Quelle: Ha! dachte ich, bist du nicht eigentlich selbst ein Fisch, du Fischverspeiser? (Müller, Tropen, 1915).

Fischverzehrer   „jemand, der Fisch verzehrt“

Quelle: Allgemein lieben Basken alles, was aus dem Meer kommt, und zählen zu den größten Fischverzehrern im Land (Baedeker Reiseführer Spanien, 2014). - Er ist allverbreitet und der größte Fischverzehrer, mit ihm hat man überall in offenen Gewässern zu rechnen (Demoll/Maier, Handbuch der Binnenfischerei Mitteleuropas, 1924).

Fischwilderer   „jemand, der unbefugt Fische fängt“

Quelle: Die Triton kann bis zu 30 Personen, etwa Fischwilderer oder illegale Einwanderer, bis zu einen Monat lang auf See festsetzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Gefängnisschiff, gesehen am 28.8.2013). - Auch hält ihn nicht selten die Furcht vor Racheakten ab, überführte Fischwilderer zur Anzeige zu bringen (Fischerei-Zeitung 40, 1937).

Fischzüchter   „jemand, der Fische züchtet“

Quelle: Fischzüchter ist ein Beruf, der sich mit allen Arbeiten im Ablauf von Fischzuchten beschäftigt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischzüchter, gesehen am 28.8.2013). - Borne, Max von dem, Fischzüchter, geb. 20. Dez. 1826 zu Berneuchen (Neumark), gest. das. 14. Juni 1894 (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Borne).

substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Fischdieb   „jemand, der Fische stiehlt“

Quelle: Um Fischdiebe abzuhalten, ließ er eine Mauer rund um den Teich errichten, die bis heute existiert (https://de.wikipedia.org/wiki/Andritz-Ursprung, gesehen am 28.8.2013). - Selbst aus dem fernen Ostpreußen gehen uns Klagen über Fischdiebe zu (Fischerei-Zeitung 18-19, 1915).

Fischdieb   „Tier, das viel Speisefisch frisst“

Quelle: Von Anglern, Fischern und Jägern wurden Kormorane fast nur unsachlich mit Worten wie gefräßige Vögel, Fischräuber, Fischdiebe, Schwarzer Kampftaucher, Wahre Geißel der Gewässer, Die schwarze Invasion, Kormoranplage usw. dargestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Kormoran_(Art), gesehen am 28.8.2013). - Aus einem Fischdieb war der Kormoran entstanden, der als Fischfresser ebenfalls in die mythologisch-totemistische Familie der Zō-hé gehört (Wirz, Die religiösen Vorstellungen und die Mythen der Marind-anim, 1922).

Fischfeind   „natürlicher Feind von Fischen, fischefressendes Tier“

Quelle: Welche Fischfeinde und Bruträuber kommen unter den Wirbeltieren vor? (Rehbronn, Handbuch für den Angelfischer, 2014). - Der Deutsche Fischereiverein hat seit 1893 Kurse an verschiedenen Orten eingerichtet, in denen die Teilnehmer im allgemeinen über Fische und Fischerei, dann spezieller über Fischzucht, Teichwirtschaft, Fischfeinde, Fischkrankheiten u. dgl. unterrichtet werden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischerschulen).

Fischfrau   „Frau, die Fisch verkauft“

Quelle: Die Fischfrauen priesen den Räucheraal und geräucherte Flundern in Holzkisten zumeist am Unteren Fischmarkt, (zwischen Schmiedebrücke und Hoher Brücke) an (https://de.wikipedia.org/wiki/Kneiphof, gesehen am 28.8.2013). - Fischfrauen, Kökschen, Bürgerinnen, Arbeitsleute, Kinder mit Netzen und Körben, mit Handtaschen und Beuteln standen um den Bünn herum, fragten nach dem Preis, handelten und kauften schließlich (Fock, Seefahrt ist not!, 1913).

Fischfreund   „jemand, der Fische mag oder gern Fischspeisen isst“

Quelle: Fischfreunde könnten etwa einen Havelzander mit Gemüse (20 Mark) verzehren (Berliner Zeitung, 05.05.2001). - Man darf von jedem wirklichen Fischfreund so viel Verantwortung erwarten, daß durch weitere Kreuzungen dieser bunten Kärpflinge nicht noch mehr „Mischmasch" produziert wird (Die Aquarien- und Terrarien Zeitschrift 4-5, 1951).

Fischgott   „fischgestaltiger oder fischebeherrschender Gott“

Quelle: Einmal befragt er – allerdings ergebnislos – einen berühmten Ethnologen über den Fischgott Dagon der Philister (https://de.wikipedia.org/wiki/Dagon_(Kurzgeschichte), gesehen am 28.8.2013). - In der Antike wurde unter geheimnisvollen Riten jährlich ihre Hochzeit mit dem Fischgott Dagon gefeiert (Die Zeit, 23.09.1960).

Fischgöttin   „fischgestaltige oder fischebeherrschende Göttin“

Quelle: Er war das Symbol der Fischgöttin Hatmehit (https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_im_Alten_Ägypten, gesehen am 28.8.2013). - A. hatte ein Heiligtum der syrischen Fischgöttin Derketo (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Askalon).

Fischherr   „Aufseher über das Fischereiwesen“

Quelle: die Fischherren beaufsichtigten das Fischerei- und Fährwesen der Stadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Bremer_Rat, gesehen am 28.8.2013). - Die Vorstellung, daß der Fischherr der „Vater“ bzw. die Fischherrin die „Mutter“ der Fische sei, ist weit verbreitet (Röhrich, Sage und Märchen, 1976).

Fischkoch   „auf Fischspeisen spezialisierter Koch“

Quelle: Als Poissonnier (v. franz.: poisson „Fisch“) bezeichnet man in einer Küchenbrigade den Fischkoch (https://de.wikipedia.org/wiki/Poissonnier, gesehen am 28.8.2013). - wenn man während der Eßpausen zu den Klängen, eines Mozartschen Divertimento im Foyer lustwandelt, die Darstellungen berühmter Eßgelage der Mythologie und Geschichte an den Wänden betrachtet (unter welchen „Belsazars Fest“ die eindrucksvollste ist), so kann man im Geiste dem Fischkoch Spieß eine Huldigung nicht versagen (Die Zeit, 17.04.1952).

Fischkrämer   „Fischverkäufer“

Quelle: Auf der anderen Straßenseite spreizte ein Fischkrämer die Kiemen eines Karpfens, bis er einer angriffslustigen Kobra glich (Stern, Der gefrorene Rabbi, 2011). - Wir wünschen das nicht, um die Hausfrauen zufriedenzustellen, nicht, um dem Fischkrämer zu einem reichlicheren Sortiment zu verhelfen, und durchaus nicht etwa im Interesse der Besitzer und der Belegschaften irgendwelcher Verarbeitungsbetriebe, wir wünschen es, schlicht gesagt, aus Prinzip (Die Zeit, 15.08.1946).

Fischkrämerin   „Fischverkäuferin“

Quelle: Margaret Jemmings, eine Fischkrämerin, in deren Besitz die Forellen von der Wasserpolizei gefunden worden sind, ist die Hauptzeugin der Anklage (http://www.shannon-erne.de/wiki/doku.php?id=wiki:orte_am_shannon:black_islands, gesehen am 25.8.2015).

Fischlappe   „Same, der sich vorwiegend vom Fischfang ernährt“

Quelle: Man kann die Lappen nach ihrer Lebensweise und Tätigkeit in Waldlappen, Fischlappen und Renntierlappen verteilen (Berichte über Landwirtschaft 31, 1914).

Fischmann   „Fischhändler“

Quelle: Überfallen worden sei der Fischmann, erzählt sie am Sonnabendmorgen jedem, der beim Brötchenholen danach fragt und auch jenen, die nicht danach fragen (Berliner Zeitung, 05.01.2004). - Er besorgt den Fisch, wenn der Fischmann durchs Dorf kommt (Die Zeit, 28.01.1972).

Fischmeister   „Beauftragter für das Fischereiwesen“

Quelle: Baumeister des Kanals war der in Pernsteinischen Diensten stehende Fischmeister Kunat Dobřenský von Dobřenitz, welcher auch Lehrer des Teichbaumeisters Josef Štěpánek Netolický war (https://de.wikipedia.org/wiki/Opatowitzer_Kanal, gesehen am 28.8.2013). - Die ausführenden Beamten sind die königlichen Oberfischmeister, denen an der Küste verteilt Fischmeister und Fischereiaufseher unterstellt sind (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischerei).

Fischrichter   „Richter für Fischereiangelegenheiten“

Quelle: Vorsichtig wurde jetzt und auch später vom Fischgericht nicht viel gesprochen, nur ganz selten heißt der Fischmeister Fischrichter, aber die Tatsache war geschaffen (Heimatgaue 10, 1930).

Fischtunguse   „Tunguse, der sich vorwiegend vom Fischfang ernährt“

Quelle: Einige Pferde- und Steppen-Tungusen sollen bis fünf haben, drei besitzen sehr viele und selbst die Fischtungusen haben oft deren zwei, obschon die meisten nur eine ernähren können (Jacob/Helbing, Geschichte der Prostitution, 1908).

Fischweib   „Fischverkäuferin“

Quelle: Neben den unverwechselbar mit Berlin und ihren Bewohnern verbundenen bekannten Personen zählen dazu vor allem die kleinen Händler, Schusterjungen, Laternenanstecker, Nachtwächter, Sandjungen, Marktfrauen, Fischweiber, Kohlenfritzen, Holzhauer und Droschkenkutscher (https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Original, gesehen am 28.8.2013). - Poissard (spr. pŭassār), die Sprache des niedern Volkes in Paris, daher die Franzosen vom style p., genre p. reden. Ursprünglich bezieht sich der Ausdruck auf die Sprache der Fischweiber (poissardes) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Poissard).

Fischwirt   „Fischzüchter“

Quelle: Fischwirte und Fischwirtinnen züchten und fangen Fische, Krebstiere und Muscheln (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischwirt, gesehen am 28.8.2013). - Hübner ist nicht bloß ein tüchtiger Fischwirt, sondern auch ein recht erträglicher Schriftsteller (Kritische Blätter für die Gesamten Sozialwissenschaften 1, 1905).

Fischwirtin   „Fischzüchterin“

Quelle: Fischwirte und Fischwirtinnen züchten und fangen Fische, Krebstiere und Muscheln (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischwirt, gesehen am 28.8.2013).

substantivisches Kopulativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied
Fischmann   „mythologisches Zwitterwesen aus Fisch und Mensch“

Quelle: Eines der Monster versuchte mit seinen furchtbaren Zähnen einen jungen Fischmann zu packen, der mit schnellen Schlägen um sein Leben schwamm (Pörksen, Iskandrien, 2013). - Diese Reihe der Fischmänner setzt sich nun deutlich fort in einem Meermann, der auf einem korinthischen Tontäfelchen (Ant. Denkm. I Taf. 7, 1 1) stehend vor Poseidon und Amphitrite einherschwimmt (Buschor, Meermänner, 1941).

Fischmensch   „mythologisches Zwitterwesen aus Fisch und Mensch“

Quelle: Buch 1 widmet sich der Geographie Babyloniens, wobei Berossos sich an der hellenistischen Ethnografie orientiert, der Kosmogonie und dem Fischmenschen (Synonym für Weiser) Oannes als Kulturbringer (https://de.wikipedia.org/wiki/Berossos, gesehen am 28.8.2013). - Du kannst Säugetiersamen auf Fischeier gießen, so viel du willst: es entsteht kein Fischmensch (Bölsche, Das Liebesleben in der Natur, 1903).

substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied
Fischaar   „Fischadler, Pandion haliaetus“

Quelle: Auch Fischadler und Seeadler hatten einige ihrer Beinamen, wie „Fischaar“ oder „Fischgeier“ wegen ihrer Nahrung (Bertau, Die Bedeutung historischer Vogelnamen, 2014). - Fisch-A. (Pandion), Läufe kurz, nackt, mit Wendezehe; einzige Art der Fisch-A. (Fischaar, Fluß-A., Entenstößer, P. haliaetus Cuv. [Abb.]), braunschwarz, Unterseite, Scheitel und Nacken weiß, fast überall verbreitet, in Deutschland Zugvogel, jagt an Gewässern, der Fischerei schädlich (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Adler).

Fischadler   „Pandion haliaetus, eine Adlerart“

Quelle: Der Fischadler (Pandion haliaetus) ist eine Vogelart aus der Ordnung der Accipitriformes (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischadler, gesehen am 28.8.2013). - Der Fischadler (Flußadler, Blau-, Weißfuß, Weißbauch, Fischraal, Pandion haliaëtus L., Fig. 14), 56 cm lang, 164 cm breit, ist auf Kopf und Nacken gelblichweiß, schwarzbraun gestreift, sonst braun, am Unterkörper weiß, der Schwanz schwarz und braun gebändert (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Adler [1]).

Fischassel   „eine auf Fisch schmarotzende Assel, cymothoa exigua“

Quelle: Die Fischassel, auch „Cymothoa exigua“ genannt, ist ein Krebs aus der Familie der Asseln (Kröger, Wie Bakterien und Insekten Mensch & Tier fremdsteuern, 2015). - die Laus-, Fisch- oder Bremsen-A[ssel] (Cymothoa oestrum L. [b]), auf Fischen schmarotzend (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Asseln).

Fischbär   „Bär, der vorzugsweise Fisch frisst“

Quelle: Wann wird Yogi Fischbär endlich zum Plüschfamilien-Ministerpräsiteddy aufsteigen und das Gesetz erlassen, dass Bärenkleinkindern das Schlachten auf fremden Küchenfeldern erlaubt ist und sie einmal Raum und Zeit vergessen dürfen? (Groh-Ott, Jungbrunnen Teddorius, 2011). - Wenn der Lachs seine Wanderung beginnt, nährt der Braune Bär sich vorzugsweise von dieser Beute, weshalb er auch Fischbär genannt worden ist, obwohl andere Bären dieselbe Gewohnheit haben (Globus 96, 1909).

Fischechse   „ausgestorbene, fischartige Echsenart“

Quelle: Ichthyosauria kommt aus dem Griechischen und bedeutet Fischechse (https://de.wikipedia.org/wiki/Ichthyosaurier, gesehen am 28.8.2013). - Ichthyosaurus, Fischeidechse, Fischechse [Abb. 847], ausgestorbene Reptiliengattg., große, bis über 10 m lange, lebendiggebärende Meeresbewohner mit fischähnlichem Körper, großen, flossenförmigen Füßen, langem Schwanz, Maul mit zahlreichen Kegelzähnen; Reste in der Liasformation Deutschlands und Englands (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Ichthyosaurus).

Fischegel   „eine Art Blutegel“

Quelle: Sie sind entweder blutsaugende Ektoparasiten (beispielsweise erwachsene Tiere des Medizinischen Blutegels, Fischegel und Schneckenegel) oder leben räuberisch (beispielsweise Pferdeegel, Rollegel) (https://de.wikipedia.org/wiki/Ringelwürmer, gesehen am 28.8.2013). - Fischegel (Piscicolidae Wendl.). Familie der Blutegel, Tiere mit schmalem, gestrecktem, deutlich geringeltem, nicht einrollbarem Körper, vorstreckbarem Rüssel und stark abgesetzter vorderer Saugscheibe (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischeidechse   „ausgestorbene, fischartige Eidechsenart“

Quelle: Auf der hohen See schwammen Fischherden und Ammonshornschnecken, verfolgt von mächtigen Fischeidechsen, den Raubherrschern dieses Ozeans (Weinland, Rulaman, 2015). - Ichthyosaurus, Fischeidechse, Fischechse [Abb. 847], ausgestorbene Reptiliengattg., große, bis über 10 m lange, lebendiggebärende Meeresbewohner mit fischähnlichem Körper, großen, flossenförmigen Füßen, langem Schwanz, Maul mit zahlreichen Kegelzähnen; Reste in der Liasformation Deutschlands und Englands (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Ichthyosaurus).

Fischgeier   „Seeadler, Haliaeetus“

Quelle: Auch Fischadler und Seeadler hatten einige ihrer Beinamen, wie „Fischaar“ oder „Fischgeier“ wegen ihrer Nahrung (Bertau, Die Bedeutung historischer Vogelnamen, 2014). - Fischgeier, der weißschwänzige Seeadler (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Fischhabicht   „Fischadler, Pandion haliaetus“

Quelle: Clan Lukuba: Haupttotem: Fischhabicht; Nebentotems: Hund, Fisch (Zeitschrift für Ethnologie 71, 1970). - Dieser überließe z B. das Fischefangen dem Fischhabicht (Kästner, Versuch einer Geschichte des teleologischen Gottesbeweises, 1907).

Fischhäher   „Fischreiher, Ardea cinerea“

Quelle: ihnen folgen die Taube mit 2 Belegen und mit je einem Beleg der Fischhäher, Reiher, Schwan, Adler, Totenvogel, die Ente und die Gans (Doebele-Flügel, Die Lerche, 1977).

Fischkäfer   „Hydrophilus piceus, ein Wasserkäfer“

Quelle: Der Große Kolbenwasserkäfer (Hydrous piceus synonym Hydrophilus piceus), dessen Name auf seine Größe und seine kolbig verdickten Fühler zurückzuführen ist, ist mit einer Länge von bis zu fünf Zentimetern der größte Wasserkäfer Europas und wurde deswegen früher auch Riesenwasserkäfer und Großer Fischkäfer genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Kolbenwasserkäfer, gesehen am 28.8.2013). - Von dem Wasser- oder Fischkäfer, einem bisher unbekannten Fischräuber (Bodenheimer, Materialien zur Geschichte der Entomologie bis Linné, 1929).

Fischkatze   „Tüpfelkatze, eine südasiatische Wildkatze“

Quelle: Die Fischkatze (Prionailurus viverrinus) ist eine wilde Katze Südasiens, die vorwiegend in Feuchtgebieten lebt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischkatze, gesehen am 28.8.2013). - Arten sind die über 1 m lange Tüpfel- oder Fischkatze (Felis viverrinus) und die Zwerg-T. (Felis bengalensis) von der Größe unserer Hauskatze (Der grosse Brockhaus, 1957, s.v. Katze).

Fischkrähe   „Corvus ossifragus, fischfressende Krähenart“

Quelle: Die Fischkrähe (Corvus ossifragus) ist eine amerikanische Krähenart, die vor allem in Feuchtgebieten verbreitet ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischkrähe, gesehen am 28.8.2013). - Drei Fischkrähen (Corvus ossifragus) von 274 g Körpergewicht atmeten trockene Raumluft von 5-25° durch ein Mundstück mit einem Heizdraht-Strömungsmesser oder über eine Kopfmaske, aus der die Atemluft abgesaugt wurde (Berichte Biochemie und Biologie, 1977).

Fischlaus   „Branchiura, ein Fischparasit“

Quelle: Die Fischläuse oder Karpfenläuse (Branchiura) auch Fischzecken sind ein Taxon der Krebstiere (Crustacea) (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischläuse, gesehen am 28.8.2013). - Fischläuse, parasitische Krebstiere, die teils zu den Ruderfüßern (s.d.), teils als sogen. Fischzecken zu den Ringelkrebsen (s.d.) und Asseln (s.d.) gehören (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischlurch   „Kiemenlurch, eine Schwanzlurchart“

Quelle: Neben dem in mittlerweile mehrfach gefundenen Urvogel Archaoopteryx stellt wohl der Fischlurch Ichthyostega aus dem Oberdevon einen der bekanntesten Vertreter von Übergangsformen dar (Beck-Sickinger/Petzoldt, Paradigma Evolution, 2009). - Fischmolche (Kiemenlurche, Fischlurche, Ichthyodea), mit kleinen Augen, ohne deutliche Lider, Wasserbewohner (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Schwanzlurche).

Fischmarder   „Mustela canadiensis, ein fischfressendes Nagetier“

Quelle: An großen Säugetieren jagten die Abenaki Elche, Hirsche und Schwarzbären, aber auch Hasen, Wiesel, Eichhörnchen und Vögel; für den Pelzhandel stellten sie zudem Biber, Bisamratte, Otter, Nerz, Fischmarder, Waschbär, Fuchs und Stinktier nach (https://de.wikipedia.org/wiki/New_Hampshire, gesehen am 28.8.2013). - Der Fischmarder (Mustela canadensis) scheint sich auf die Gegend der Jamesbai zu beschränken (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Labrador).

Fischmeise   „Flussschwalbe, eine Seeschwalbenart“

Quelle: Die Flußseeschwalbe (Flußschwalbe, Rohrschwalbe, Spirer, Schnirring, Tänner, Fischmeise, S. hirundo L.), 40 cm lang, 82 cm breit, mit dünnem, etwas bogenförmigem, ziemlich kurzem Schnabel, sehr niedrigen, kurzzehigen Füßen und tief gegabeltem Schwanz, ist der vorigen ähnlich gefärbt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Seeschwalbe).

Fischmolch   „ein im Wasser lebender Schwanzlurch“

Quelle: Die Aalmolche (Amphiuma), auch Fischmolche genannt, bilden die einzige Gattung der Familie Amphiumidae (https://de.wikipedia.org/wiki/Aalmolche, gesehen am 28.8.2013). - Olm, Grottenolm (Proteus anguineus Laur. [Abb. 1288]), zu den Fischmolchen, Familie der Phanerobranchiaten, gehöriger Schwanzlurch, durchscheinend fleischfarben, schlank, aalförmig (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Olm).

Fischmöwe   „Larus ichthyaetus, eine Möwenart“

Quelle: Die Fischmöwe (Ichthyaetus ichthyaetus, Synonym Larus ichthyaetus) ist eine Vogelart aus der Familie der Möwen (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischmöwe, gesehen am 28.8.2013). - Die Fischmöwen, diese Fischräuber, sind aus dem Pharaoheere entstanden (Dähnhardt, Natursagen, 1907-12).

Fischmuschel   „eine Muschelart“

Quelle: Statistisch gesicherte Unterschiede gegenüber den Kontrollen ließen sich hinsichtlich des Kontakts mit lkterischen Personen, des Genusses von Fischmuscheln (allein oder zusammen mit Austern) und der Zahl von Injektionen durch den Hausarzt feststellen (Kongresszentralblatt für die gesamte innere Medizin und ihre Grenzgebiete 289, 1967). - Man kann diese Fischmuscheln als eine feine Zwischenspeise reichen mit Kopfsalat (Wachtelborn Meier, Aechte deutsche Kochkunst, 1922).

Fischotter   „Lutra lutra, ein fischfressender, im Wasser lebender Otter“

Quelle: Der Fischotter (Lutra lutra) ist ein an das Wasserleben angepasster Marder, der zu den besten Schwimmern unter den Landraubtieren zählt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischotter, gesehen am 28.8.2013). - Fischotter (Flußotter, Lutra Storr.), Raubtiergattung aus der Familie der Marder (Mustelidae) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischraal   „Fischadler, Pandion haliaetus“

Quelle: Der Fischadler (Flußadler, Blau-, Weißfuß, Weißbauch, Fischraal, Pandion haliaëtus L., Fig. 14), 56 cm lang, 164 cm breit, ist auf Kopf und Nacken gelblichweiß, schwarzbraun gestreift, sonst braun (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Adler [1]).

Fischratte   „Ichthyomys, eine Art Neuweltmaus“

Quelle: Die Fischratten (Ichthyomyini) sind eine Tribus der Neuweltmäuse, der durch eine außergewöhnliche Anpassung an das Wasserleben gekennzeichnet ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischratten, gesehen am 28.8.2013). - Hierher gehören schließlich auch die trotz Nagerherkunft räuberisch lebenden (!) Schwimmratten (Hydromys, Crossomys) und die Fischratte (Ichthyomys) (Gegenbaurs morphologisches Jahrbuch 100, 1959).

Fischreiher   „Ardea cinerea, ein fischfressender Schreitvogel“

Quelle: Der Graureiher oder Fischreiher (Ardea cinerea) ist eine Vogelart aus der Ordnung der Schreitvögel (Ciconiiformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Graureiher, gesehen am 28.8.2013). - Der Fischreiher ist in Europa, Asien bis etwa zum 60. Breitengrad, auch in Afrika und Madagaskar und ostwärts bis Australien verbreitet, lebt bei uns vom März bis Oktober, bleibt einzeln im Winter an offnen Gewässern und ist im Süden Strichvogel (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Reiher).

Fischsäuger   „Meeressäugetier“

Quelle: Mit einem Ruck ließ Frau Lorenz den Rock herunterfallen und stand nun in ihrer prallen Pracht, die wirklich etwas von jenem glatten, mächtigen Fischsäuger an sich hatte, vor dem zierlichen Belfontaine (Langgässer, Das unauslöschliche Siegel, 1946). - In den Fällen, wo die Gleichheit oder Ähnlichkeit bei verschiedener Abstammung durch sogen. konvergente Züchtung (s. Ähnlichkeit) hervorgebracht wird, bezeichnet man den Vorgang auch als Heterhodogenesis und Homöomorphie, wie z. B. die Fischgestalt der Wale und andrer Fischsäuger (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Homöogenesis).

Fischsäugetier   „Meeressäugetier“

Quelle: Es sei denn, man ist zum Teil Fisch oder Fischsäugetier oder so was (Banks, Blue secrets, 2015). - Waltiere, Wale, Fischsäugetiere (Cetacea, Natantia), Ordnung der Säugetiere, nackte, im Wasser lebende, große fischähnliche Tiere, ohne hintere und mit flossenförmigen vordern Gliedmaßen und wagerechter Schwanzflosse (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Waltiere).

Fischsaurier   „schwimmendes urzeitliches Reptil“

Quelle: Die Ichthyosaurier (Ichthyopterygia, umgangssprachlich auch Fischsaurier) sind eine Gruppe ausgestorbener Reptilien aus dem Mesozoikum (Erdmittelalter) (https://de.wikipedia.org/wiki/Ichthyosaurier, gesehen am 28.8.2013). - Fischsaurier, Ordnung ausgestorbener Reptilien mit dem Ichthyosaurus (s.d.) als Hauptvertreter (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Fischuhu   „Ketupa, eine Eulenart“

Quelle: Die Fischuhus (Ketupa) sind eine Gattung der Vögel aus der Familie der Eigentlichen Eulen (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischuhus, gesehen am 28.8.2013). - Wir entlarven einen flüggen Fischuhu als den nächtlichen Sänger (Lachner, Indien, Ceylon, neu entdeckt, 1973).

Fischungeheuer   „fischartiges, im Wasser lebendes Ungeheuer“

Quelle: Oben umschweben Engel die Szene, unten entsteigen die Toten ihren Gräbern. Rechts taucht ein Fischungeheuer mit einem Teufel auf (https://de.wikipedia.org/wiki/St.-Urbanus-Kirche_(Dorum), gesehen am 28.8.2013). - von einem ins Vertrauen gezogenen, „malerisch“ begabten Freund läßt man sich kühne maritime Motive und bizarre Fischungeheuer für die in einer Zimmerecke einzurichtende „Walfisch-Bar“ aufs Papier werfen (Oheim, Einmaleins des guten Tons, 1957).

Fischungetüm   „fischartiges, im Wasser lebendes Ungeheuer“

Quelle: In „La dolce vita“ (1959), dem Film über eine blinde, heillose, überflüssige und dem Überfluß verfallene Welt, wird am Schluß ein Fischungetüm aus dem Wasser gezogen, „halb wie eine Ratte, halb wie eine schwangere Frau“, das Marcello Mastroianni aus riesigen Augen anstarrt (Die Zeit, 13.11.1987). - Ursprünglich war der Nix, wie das älteste germanische Epos, der angelsächsische Beowulf, beweist, als menschenfeindliches dämonisches Fischungetüm gedacht (Hertz/Vollmöller, Aus Dichtung und Sage, 1907).

Fischvogel   „Rohrweihe, ircus aeruginosus, eine Greifvogelart“

Quelle: Dein Geist wird irgendwie bucklig und starr - ein bisschen wie ein unter Verstopfung leidender Fischvogel, der auf einem Bein am See steht (Larke, Der Bund der Illusionisten, 2013). - Der Rohrweih (Schilf-, Sumpf-, Brandweih, Weißkopf, Fischvogel, Sumpfbussard, C. aeruginosus L., s. Tafel „Raubvögel“, Fig. 6 u. 7), 59 cm lang, 145 cm breit (Weibchen), mit kräftigerm, geraderm Schnabel, ist auf Stirn und Scheitel braun mit gelben Federrändern (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Feldweihen).

Fischweih   „Fischadler, Pandion haliaetus, eine Adlerart“

Quelle: Nach dem Seeadler und dem Steinadler ist der Fischadler, auch Flußadler oder Fischweih genannt, der kleinste seiner Art in Europa (Die Zeit, 06.03.1987). - Der auf den „Fischweih" abgegebene Schuss blieb ohne jede Wirkung, da dessen Gefieder besonders hart und dicht ist (Ornithologische Monatsberichte 15-16, 1907).

Fischzecke   „Branchiura, ein Fischparasit“

Quelle: Die Fischläuse oder Karpfenläuse (Branchiura) auch Fischzecken sind ein Taxon der Krebstiere (Crustacea) (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischläuse, gesehen am 28.8.2013). - Fischläuse, parasitische Krebstiere, die teils zu den Ruderfüßern (s.d.), teils als sogen. Fischzecken zu den Ringelkrebsen (s.d.) und Asseln (s.d.) gehören (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischläuse).

substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Hinterglied
Fischkörner   „Kokkelskörniger, giftiger Scheinmyrtensamen, der zur Fischbetäubung benutzt werden kann“

Quelle: Kokkelskörner (Fischkörner). Giftige Samen der ind. Scheinmyrte Anamirta cocculus (Menispermaceae) (Falbe/Regitz, Römpp Lexikon Chemie, 1999). - Diese (Kockels-, Fisch-, Läusekörner, s. Tafel „Samenformen“, Fig. 8) sind getrocknet fast kugelig, von etwa 0,5-1 cm Durchmesser, dunkel graubraun, runzelig, geschmacklos, enthalten einen öligen Kern, der widerlich bitter schmeckt und narkotisch giftig wirkt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Anamirta).

Fischkraut   „ein Laichkrautgewächs“

Quelle: Das Fischkraut (Groenlandia densa), auch Dichtlaichkraut, Dichtblättriges Laichkraut oder Dichtes Laichkraut genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Groenlandia innerhalb der Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischkraut, gesehen am 28.8.2013). - das Fischkraut wächst üppig (Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg 111, 1956).

Fischmelde   „Vielsamiger Gänsefuß, Chenopodium polyspermum“

Quelle: Die Samen des Vielsamigen Gänsefußes wurden früher als Lockmittel beim Fischfang verwendet. Daher wird er auch manchmal Fisch-Gänsefuß oder Fischmelde genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Vielsamiger_Gänsefuß, gesehen am 28.8.2013). - Den Namen Fischmelde scheint Tabernaemontan erfunden zu haben, vielleicht, weil die Blätter denen des Fischkraute (Basilikum) ähneln (Beihefte zum Botanischen Centralblatt, 1915).

Fischminze   „Mentha aquatica, eine Minzart“

Quelle: Fischminze - rau diep ca (Houthuynia cor data) Sie wird seltener verwendet. Die Blätter in Form einer Pfeilspitze schmecken säuerlich-fischig und werden für Fisch- und Grillgerichte verwendet (Bingemer/Gerlach, Vietnam, 2012). - Wasserminze, Bachminze, Menthe d'eau, Fischminze, Krijtenminze, Menthe aquatique (Graa, Manual of International Pharmacy, 1911).

substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied
Fischabfall   „bei der Verwertung von Fisch anfallende Reste“

Quelle: So wurden anfangs alle Fischabfälle und Waschwässer unbehandelt in die Trave geleitet (https://de.wikipedia.org/wiki/Lübeck-Schlutup, gesehen am 28.8.2013). - Fischguano, Dungmittel aus Fischabfällen und ungenießbaren Fischen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischguano).

Fischauktion   „Verkaufsveranstaltung, bei der Fisch versteigert wird“

Quelle: Dort entwickelte sich ein erster Fischmarkt; die erste Fischauktion fand 1888 in Geestemünde am Geesteufer statt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischereihafen_(Bremerhaven), gesehen am 28.8.2013). - Die hier abgehaltenen Fischauktionen gaben 1903 einen Ertrag von 5,100,213 Mk. bei einer Gewichtsmenge von 25,211,000 kg (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Geestemünde).

Fischausfuhr   „das Verkaufen von Fisch ins Ausland“

Quelle: Norwegen verliert 550 Schiffe, Holz- sowie Fischausfuhr gehen zurück und die lebensnotwendigen Kornlieferungen bleiben aus (ADAC Reiseführer plus: Norwegen, 2007). - Goderich (spr. gódd'ritsch), Hafenstadt in der kanadischen Provinz Ontario, an der Mündung des Maitland in den Huronensee, mit Salinen, Fischausfuhr und (1901) 4158 Einw. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Goderich).

Fischbau   „das Züchten von Fisch“

Quelle: Vorher war sie schon mit den Wasserbauern am See gewesen und hatte gelernt, wie hier Fischbau getrieben wurde (Rüchardt, Eva und das Paradies, 2014). - Auch ein Stück stromaufwärts beim Fischbau bei Eggenstein griff der Rhein die Dämme an und bedrohte die Dammfelder (Musall, Die Entwicklung der Kulturlandschaft der Rheinniederung, 1969).

Fischbeförderung   „Transport von Fisch“

Quelle: Fischbeförderung. Mit Rücksicht auf die große Bedeutung, die den Fischen als Volksnahrungsmittel zukommt, sind die Bahnverwaltungen bedacht, Vorkehrungen zu treffen, um die F. selbst auf weite Entfernungen zu ermöglichen und auch insbesondere durch tarifarische Ermäßigungen, Beschleunigung der Beförderung (mit oder ohne Kürzung der Lieferfristen), Zulassung der F. bei Personenzügen, telegraphische Avisierung der Anschluß- und Bestimmungsstationen u.s.w. zu begünstigen (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1914, s.v.).

Fischbestand   „Gesamtheit der Fische in einem Gewässer“

Quelle: Der Fischbestand wird von Anglern als recht gut eingeschätzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Machnower_See, gesehen am 28.8.2013). - Fischereipolizei, die Gesamtheit der staatlichen Einrichtungen, welche die Erhaltung des Fischbestandes in öffentlichen Gewässern bezwecken (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischereipolzei).

Fischbeute   „Ausbeute des Fischfangs“

Quelle: Sie lebten wahrscheinlich über dem Meer und jagten ihre Fischbeute vielleicht nach Art der heutigen Scherenschnäbel, indem sie über der Wasseroberfläche fliegend, diese mit offenem Schnabel durchpflügten und, wenn es zu einer Berührung mit einem Fisch kam, den Schnabel in einer plötzlichen Bewegung zuklappten (https://de.wikipedia.org/wiki/Azhdarchoidea, gesehen am 28.8.2013). - nehmt die Fische nicht aus, sondern laßt sie so, wie sie sind, bis ich den Göttern gedankt habe, die uns die reiche Fischbeute bescherten (Hambruch, Südseemärchen, 1916).

Fischbrut   „Laich“

Quelle: Heute befindet sich hier eine Zucht von Fischbrut, die nach anderthalb bis zwei Jahren in den Aquakulturen ausgesetzt wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Skálabotnur, gesehen am 28.8.2013). - Für die Versendung von Fischereiprodukten im Lande kommt in der Regel nur die Eisenbahn in Frage, die Post nur für Sendungen geringern Umfanges von höherm Wert und für den Vertrieb von Fischlaich oder Fischbrut (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischtransport).

Fischdieberei   „das Stehlen von Fisch“

Quelle: Die Neigung des Märkers zu Fischdieberei und zum Wildern wird berührt, aber ohne daß ein Wort über die geistige Einstellung dabei fiele (Germanische Studien 232-233, 1969). - Wenn aber von den maßgebenden Behörden ein schärferes Vorgehen gegen Fischdieberei verlangt wird, so muh zuerst eine Aenderuug des Strafgesetzes Platz greifen (Allgemeine Fischereizeitung 33-34, 1908).

Fischdiebstahl   „das Stehlen von Fisch“

Quelle: Obwohl die Todesstrafe auf Fischdiebstahl stand und 1723 zur Warnung ein Galgen auf dem Weiherdamm errichtet wurde, konnte das Stehlen der Fische durch die Bewohner der Umgebung nicht verhindert werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Pfrentschweiher, gesehen am 28.8.2013). - Fischdiebstahl liegt nur dann vor, wenn Fische in Teichen oder andern geschlossenen Privatgewässern in der Absicht, sich dieselben widerrechtlich anzueignen, weggenommen werden; widerrechtliches Fischen im offenen Wasser dagegen ist nur Verletzung des Fischereirechts (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischeinkauf   „das Einkaufen von Fisch“

Quelle: Mendel ben Abraham zufolge sollten Juden 1675 in Amsterdam zwei Monate lang keinen Fisch von Nichtjuden mehr kaufen, da diese Fischeinkäufe von Juden für den Sabbat durch hohe Preisaufschläge ausgenutzt hatten (https://de.wikipedia.org/wiki/Sabbat, gesehen am 28.8.2013). - Zwar, der Fischeinkauf ereignete sich auch vor diesem, war aber einigermaßen gemildert durch die schönere Jahreszeit (Wildgans, Musik der Kindheit, 1928).

Fischexport   „das Verkaufen von Fisch ins Ausland“

Quelle: 1807 bis 1814 setzte er sich bei der Regierung für den Fischexport und die Getreideversorgung ein (https://de.wikipedia.org/wiki/Frederik_Meltzer, gesehen am 28.8.2013). - Der dänische Fischexport belief sich im Jahr 1946 auf 143 Mill. Kronen (Die Zeit, 27.02.1947).

Fischfang   „das Fangen von Fisch“

Quelle: Der bislang älteste belegte Fischfang fand in Katanda am Fluss Seemliki im Rift Valley in Zaire statt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischerei, gesehen am 28.8.2013). - Kóla, Kreisstadt im russ. Gouv. Archangel, auf der Halbinsel K., am Zusammenfluß der Tuloma und des Flusses K., Vorort des Kreises Alexandrowsk, mit einem Hafen und (1897) 615 Einw., die von Fischfang und Jagd leben (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kóla [2]).

Fischfutter   „Nahrung zum Fischefüttern“

Quelle: Als Fischfutter bezeichnet man Futter, das in Aquarien und Teichen gehaltenen Fischen zur Ernährung angeboten wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischfutter, gesehen am 28.8.2013). - Zu kleine Tiere werden nach dem Kochen getrocknet und gemahlen und als Granatmehl und Granatschrot zu Vogel- und Fischfutter verwendet, zu kleine frische Tiere auch zu Granatguano (Garnatguano) verarbeitet (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Garnele).

Fischgenuss   „das Verzehren von Fisch“

Quelle: Im Talmud wird der Fischgenuß, selbst in kleinsten Mengen, zu den besonderen Freuden gezählt, die den Schabbat begleiten (https://de.wikipedia.org/wiki/Gefilte_Fisch, gesehen am 28.8.2013). - Fischfett verursacht bei Menschen, die an Fischgenuß nicht gewöhnt sind, leicht Durchfall (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischgift).

Fischhandel   „Kauf und Verkauf von Fisch“

Quelle: Die Familie war seit Generationen im Fischhandel tätig (https://de.wikipedia.org/wiki/Hennie_Marinus, gesehen am 28.8.2013). - Fischhandel. Ein bedeutenderer Handel mit Fischen hat sich erst seit Entwickelung der Seefischerei (s. Fischerei, S. 613f.) und Verbesserung des Fischtransportes (s.d.) im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrh. entwickelt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischhandlung   „Geschäft für den Fischverkauf“

Quelle: Das Geschäftshaus Berger Straße 3 in Düsseldorf wurde 1899 von den Architekten Viktor Wolff für die Fischhandlung Carl Maassen (andere Schreibweise: Karl Maaßen) erbaut (https://de.wikipedia.org/wiki/Berger_Straße_3_(Düsseldorf), gesehen am 28.8.2013). - 1868 begründete er in Geestemünde eine Fischhandlung, mußte aber, um Ware zu haben, die Fischerei auf der Weser und Geeste selbst erlernen und betreiben (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Busse).

Fischimport   „Einkauf von Fisch im Ausland“

Quelle: Der Parasit war durch Fischimporte aus Europa eingeführt worden (https://de.wikipedia.org/wiki/Myxobolus_cerebralis, gesehen am 28.8.2013). - Im vergangenen Jahr belief sich der Fischimport auf 152000 dz (Die Zeit, 27.07.1950).

Fischindustrie   „Industrie für die Fischverarbeitung“

Quelle: Der größte Wirtschaftszweig ist die Fischerei, mehr als 70 Prozent der Fischindustrie Perus sind in Chimbote beheimatet (https://de.wikipedia.org/wiki/Chimbote, gesehen am 28.8.2013). - Die Industrie umfaßt folgende Hauptzweige: Branntweinbrennereien, Bier- und Essigbrauereien, Zigarren- und Zigarettenfabriken und Seifensiedereien, Konserven-, Weißwarenfabriken, Konditoreien, Eisengießereien, Blechemballagen-, Emaillierwerke, Maschinen- und Schiff- und Baggerbauanstalten, Ziegeleien, Portefeuille-, Galanteriewaren- und Mineralwasserfabriken, Fabriken für Präzisions- und hygienische Apparate sowie mehrere bedeutende Säge- und Hobelwerke und die hochentwickelte Fischindustrie (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Lübeck [2]).

Fischjagd   „das Jagen von Fisch“

Quelle: An einigen Stellen sieht man dort nachts interessante Phänomene der Biolumineszenz, und man kann Robben oder Delfine bei der Fischjagd beobachten (https://de.wikipedia.org/wiki/Niederkalifornien, gesehen am 28.8.2013). - In Europa wurde die Fischjagd mit dem gemeinen K. durch die Holländer im Beginn des 17. Jahrh. eingeführt und in England und Frankreich viel geübt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kormoran).

Fischkampf   „Kampf zwischen aggressiven Fischen“

Quelle: Ihren Trivialnamen verdanken die Kampffische der thailändischen Tradition, Männchen einiger Arten (Betta splendens, Betta imbellis, Betta smaragdina und Hybride daraus) für Fischkämpfe einzusetzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Kampffische, gesehen am 28.8.2013). - Der sehr streitlustige Fisch wird in Siam zur Abhaltung von Fischkämpfen gezüchtet (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kampffisch).

Fischkonservierung   „Haltbarmachung von Fisch“

Quelle: Der Name Sali ist wohl darauf zurückzuführen, dass dem früheren Zentrum des Fischfangs der Region ein Salzmagazin zur Fischkonservierung angehörte (https://de.wikipedia.org/wiki/Sali_(Kroatien), gesehen am 28.8.2013). - Fischkonservierung, geschieht im allgemeinen nach denselben Methoden, wie die Fleischkonservierung (s.d.) überhaupt. Getrocknet werden bes. Kabeljau, Stör und Hausen, gepökelt (eingesalzen) Hering, Sardelle, auch der Kaviar, geräuchert Hering, Lachs, Schellfisch, Rochen, Aal u.a. Das Marinieren (s.d.) und das Sieden in Öl der franz. Sardinen (Sardines à l'huile) sind besondere Methoden der F. (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Fischmast   „Fütterung von Fisch“

Quelle: In der DDR gehörten die Fischteiche zum VEB Binnenfischerei und wurden für eine intensive Fischmast genutzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Blumberger_Mühle, gesehen am 28.8.2013). - keine Mast oder Zucht von Wassergeflügel sowie Haltung von Pelztieren, kein Tränken von Vieh; Fischmast in Hältern (Grahneis/Horn, Taschenbuch der Hygiene, 1967).

Fischnahrung   „Nahrung für Fische“

Quelle: Die Mysida sind als Teil des Zooplankton eine wichtige Fischnahrung (https://de.wikipedia.org/wiki/Schwebegarnelen, gesehen am 28.8.2013). - Viele treten in erstaunlichen Mengen auf und sind wichtig als Fischnahrung (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Ruderfüßer).

Fischnahrung   „Fische als Speise“

Quelle: Gelübde für Mönche, Nonnen und Laien enthalten entsprechende Selbstverpflichtungen. Es gibt jedoch keine allgemeine Regel, die Fleisch- und Fischnahrung grundsätzlich ausschließt (https://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismus, gesehen am 28.8.2013). - Die Versuche, die Fischnahrung mehr einzubürgern, sollten energisch unterstützt werden (Vossische Zeitung, 03.03.1910).

Fischordnung   „Verordnung für das Fischereiwesen“

Quelle: Die Fischerei nahm bisweilen überhand, so dass bereits um 1553 eine Fischordnung für das Herzogtum Bayern erlassen wurde, da der Fischbestand fast „verödigt“ war (https://de.wikipedia.org/wiki/Inn, gesehen am 28.8.2013). - Es erschien hierauf eine Anzahl Fischordnungen, die im wesentlichen die gleichen Bestimmungen enthalten, wie die bereits aufgeführten Ordnungen (Helle, Die Fischerei in den Flüssen und Bächen der kurfürstlich-sächsischen Erblande, 1929).

Fischpflege   „das Pflegen von Fischen“

Quelle: Da man innerhalb der Fischpflege natürlich immer wieder mit Wasser in Berührung kommen kann, ist eine Übertragung verschiedener Erreger auf den Menschen durchaus möglich (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischkrankheit, gesehen am 28.8.2013). - In den wasserrechtlichen Bestimmungen der Kulturstaaten sind meistens Vorkehrungen zur Ausgleichung der Gegensätze zwischen industrieller Wasserbenutzung und Fischpflege getroffen (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906, s.v. Fischwege).

Fischpredigt   „Predigt, die der Hl. Antonius von Padua den Fischen gehalten haben soll“

Quelle: Die Malereien in den Nischen der Nordwand zeigen das sogenannte „Eselswunder“ und die Fischpredigt des heiligen Antonius (https://de.wikipedia.org/wiki/Antoniuskirche_Lantsch/Lenz, gesehen am 28.8.2013). - Der alte Berichterstatter weiß daher diese Niederlage seines Helden durch die köstliche Erzählung von der Fischpredigt abzuschwächen (Kleinschmidt, Antonius von Padua, 1931).

Fischraub   „das Rauben von Fisch“

Quelle: Oder stand auf Fischraub in der Türkei die Todesstrafe? (Konecny, Dönerröschen, 2013). - Wenn ja, ist der Fischraub ein so beträchtlicher, dass der Teichwirt sie als Schädlinge ansehen muß? (Fischerei-Zeitung 34, 1931).

Fischräucherei   „Betrieb, in dem Fisch geräuchert wird“

Quelle: Es gibt eine Fischräucherei und die Bonbonfabrik Svaneke Bolcher (https://de.wikipedia.org/wiki/Svaneke, gesehen am 28.8.2013). - Barth, alte Stadt im preuß. Reg.-Bez. Stralsund, an der Mündung der Barthe in den Barther Bodden (Hafen der Stadt), (1900) 7070 E., Amtsgericht, Navigationsschule; Fischerei, Fischräuchereien, Seehandel, Reederei (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Barth).

Fischsalzerei   „Betrieb, in dem Fisch eingesalzen wird“

Quelle: Zu den Hochzeiten der Heringsfischerei im 18. Jahrhundert entstanden nahe dem heutigen Brücke eine Fischsalzerei und eine Trankocherei (https://de.wikipedia.org/wiki/Nösund, gesehen am 28.8.2013). - Akkermán (altslaw. Bjélgorod, „Weißenburg“), Kreisstadt im russ. Gouv. Bessarabien, am Liman des Dnjestr, hat 8 Kirchen (darunter eine alte griechische), eine Synagoge, Zollverwaltung, Lichte- und Seifenfabriken, Fischsalzereien in der Nähe (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Akkermán).

Fischsammlung   „Sammlung von präparierten Fischen“

Quelle: Von 1919 bis 1946 war er der Verwalter der Fischsammlung am Naturhistorischen Museum Wien (https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Pietschmann, gesehen am 28.8.2013). - Von mehreren Museen Deutschlands wurde er mit der Bestimmung von Fischsammlungen betraut; auch bearbeitete er die Fischsammlungen der Novara-Expedition (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kner).

Fischsatz   „Fischbrut und Jungfische, die für die Zucht in ein Gewässer gesetzt werden“

Quelle: Nach den Statuten ist die Zunft für ihr Fischwasser zuständig und setzt jährlich Fischsatz (Raubfische wie Hechte, Zander und Barsche und Friedfische wie Karpfen und Schleien) ein (Protzner/Köglmaier-Horn, Culina Franconiae, 2007). - Er hat die von ihm bewirtschafteten, eine Länge von 200 Kilometern einnehmenden Wasserläufe mit Fischsatz versehen (Fischerei-Zeitung 28, 1925).

Fischschonung   „rücksichtvoller Umgang mit Fischen“

Quelle: Im münsterländischen Krechting (Rhede) wird von den örtlichen Stadtwerken eine Wasserkraftschnecke betrieben, an der die Auswirkungen der Wasserkraftschnecken auf die Fischfauna sowie mögliche Optimierungen zur Verbesserung der Fischschonung durch Schneckenkraftwerke untersucht werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkraftschnecke, gesehen am 28.8.2013). - Sicherlich, die Vorschriften waren - wenigstens hinsichtlich der Fischschonung - nicht nur nicht schlecht, sondern sehr nützlich (Heimatgaue 11, 1931).

Fischsendung   „Fisch, der transportiert werden muss“

Quelle: Die Fischsendungen müssen auf Wagen zum Teil mehrere Stunden weit nach Billingsgate befördert werden (Lübbert, Die englische Hochseefischerei im Jahr 1912, 2010). - Zur Regelung und Ordnung des Umlaufs der Fischsendungen gelten wie für alle leichtverderblichen Lebensmittel besondere Leitungsvorschriften (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1914, s.v. Fischbeförderung).

Fischstand   „Fischbestand, Gesamtheit der Fische in einem Gewässer“

Quelle: Es ist einleuchtend, dass wenn in einem beschränkten Gebiet eine grosse Zahl Seehunde vorkommen, diese in erheblichem Masse dem Fischstand schaden können (Tijdschrift van de Nederlandsche Dierkundige Vereeniging, 1932).

Fischtransport   „das Verbringen von Fisch an einen anderen Ort“

Quelle: Für den Fischtransport vom Krösliner Hafen wurde die acht Kilometer lange Strecke als vierschieniges Gleis zusammen mit der 750 Millimeter Schmalspurstrecke der Kleinbahn-Gesellschaft Greifswald-Wolgast eingerichtet (https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Züssow-Wolgast_Hafen, gesehen am 28.8.2013). - Fischtransport. Für die Versendung von Fischereiprodukten im Lande kommt in der Regel nur die Eisenbahn in Frage, die Post nur für Sendungen geringern Umfanges von höherm Wert und für den Vertrieb von Fischlaich oder Fischbrut (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischverarbeitung   „das Verarbeiten von gefangenem Fisch“

Quelle: Bereits in den 1860er Jahren wurden im kleinen Stil Fischräuchereien betrieben. Im Zuge der Industrialisierung wurde dann die Fischverarbeitung der bedeutendste Wirtschaftszweig der Region (https://de.wikipedia.org/wiki/Lübeck-Schlutup, gesehen am 28.8.2013). - Auch im Fischhandel und in der Fischverarbeitung sind die Preisspannen neu festgesetzt worden (Die Zeit, 08.08.1946).

Fischvergiftung   „durch Fischverzehr verursachte Lebensmittelvergiftung“

Quelle: Fischvergiftung ist eine Lebensmittelvergiftung, die durch verschiedene Toxine hervorgerufen werden kann (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischvergiftung, gesehen am 28.8.2013). - Fischvergiftungen mit choleraähnlichem Brechdurchfall hat man beobachtet besonders nach dem Genuß von Schellfischen, Hering, geräucherten Flundern, Stör, Stockfisch, Brassen (Pagrus und Sparus), Pfeilhechten (Sphyraena) etc. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischgift).

Fischverkauf   „das Verkaufen von Fisch“

Quelle: Damals wurde von der Stadt die Zunfturkunde an 23 Fischhändler für deren Innung zum ausschließlichen und verderblichen Fischverkauf überreicht (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischhändler, gesehen am 28.8.2013). - Der Verkauf darf nur in Spezialverkaufsstellen (Fleisch, Fisch, Feinkost, Menü) erfolgen, sofern dort kein unverpacktes Geflügel abgegeben wird und der Fischverkauf personell getrennt ist (Grahneis/Horn, Taschenbuch der Hygiene, 1967).

Fischversand   „das Versenden von Fisch“

Quelle: Er nutzte die erst 1862 eröffnete Eisenbahnlinie Bremen–Geestemünde für seinen Fischversand und handelte mit einzelnen Fischern in Finkenwerder ein exklusives Ankaufrecht für deren Fänge aus (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Busse_(Reeder), gesehen am 28.8.2013). - Auch der Fischversand von der Nordsee (Geestemünde) hat unter Benutzung von Kühlwagen einen großartigen Umfang genommen (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1914, s.v. Fischbeförderung).

Fischversorgung   „Versorgung der Bevölkerung mit Speisefisch“

Quelle: Die Küstenbewohner übernahmen die Fischversorgung der Insel und viele Bauern wurden Berufsfischer (https://de.wikipedia.org/wiki/Gotländische_Fischerstelle, gesehen am 28.8.2013). - nahe dabei auch das Metallprüfungsamt (Assay Office), die Handelskammer (Chamber of Commerce) und am East River die große Fulton-Markthalle, am North River die Washington-Markthalle für die Lebensmittel-, insbes. auch für die Fischversorgung der Weltstadt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. New York [2]).

Fischversteinerung   „fossilierter Fisch“

Quelle: Immer wieder wurden interessante Fischversteinerungen, aber auch versteinerte Schildkröten oder Vögel gefunden (https://de.wikipedia.org/wiki/Engi_GL, gesehen am 28.8.2013). - Ihnen schließt sich eine umfangreiche Sammlung aus der Tierwelt der Oeningermolasse an, namentlich Insekten- und Fischversteinerungen (Mitteilungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft in Winterthur, 1914).

Fischverzehr   „das Verzehren von Fisch“

Quelle: Langlebige Raubfische enthalten Methylquecksilber, das aus toxikologischen Gründen bereits ab einem monatlichen Fischverzehr von 114 g (Schwertfisch) oder 454 g (Thunfisch) bedenklich wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Pescetarismus, gesehen am 28.8.2013). - England und Norwegen marschieren im Fischverzehr – und im Fischfang – an erster Stelle (Die Zeit, 05.09.1946).

Fischvorrat   „eingelagerter Fisch“

Quelle: Wurde zum Beispiel ein Gewässer außerhalb der Saison befischt, weil die Fischvorräte zu Ende waren, musste das Fischen entweder limitiert oder beendet werden, damit sich die Fischbestände erholen konnten (https://de.wikipedia.org/wiki/Wathaurong, gesehen am 28.8.2013). - Der Wolf fragt den Fuchs, wie er seinen Fischvorrat für den Winter gesammelt habe (Dähnhardt, Natursagen, 1907-12).

Fischwaid   „Fischfang, Fischjagd“

Quelle: Im schnellströmenden Wasser des Zulaufes ist die Fischwaid auf Forellen, Huchen (vereinzelt), Döbel, Barben und Nasen möglich und an ruhigeren Stellen auf Hecht und Schleie (https://de.wikipedia.org/wiki/Ismaninger_Speichersee, gesehen am 28.8.2013). - Sie wußte nichts von der „Fischwaid“, hatte noch nie etwas von Senkblei und Fliege gehört, konnte keine Forelle von einem Barsch unterscheiden (Graudenz, Das Buch der Etikette, 1956).

Fischwanderung   „das Wandern von Fischen“

Quelle: Als Fischwanderung wird das von vielen Fischarten entwickelte Wanderverhalten bezeichnet, das es ihnen ermöglicht, verschiedene Lebensräume zu nutzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischwanderung, gesehen am 28.8.2013). - Gegenwärtig präparieren sie die Tiere im Monat vor Beginn der Fischwanderung stromabwärts (Die Zeit, 26.01.1973).

Fischwilderei   „unbefugter Fischfang“

Quelle: Fischwilderei ist nach § 293 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) die Verletzung eines fremden Fischereirechts oder Fischereiausübungsrechtes dadurch, dass jemand unberechtigt fischt oder eine Sache, die dem Fischereirecht unterliegt, sich zueignet, beschädigt oder zerstört (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischwilderei, gesehen am 28.8.2013). - Man liest von Cheviotwolle und Fischwilderei, von Collies Hirten und wilden Böcken, von der historischen Vergangenheit des Grenzlandes, von Wirtschaftsfaktor und Dörflern (Die Zeit, 06.05.1960).

Fischzucht   „das Züchten von Fischen“

Quelle: Als Teichwirtschaft bezeichnet man die Fischzucht von Binnenfischen mit herkömmlichen Methoden (https://de.wikipedia.org/wiki/Teichwirtschaft, gesehen am 28.8.2013). - Fischzucht, die Pflege der Fische zur Beförderung des in der Natur zahlreichen Zufälligkeiten und Hindernissen unterliegenden Fortpflanzungsprozesses der wichtigsten Nutzfische und Bevölkerung verödeter Gewässer (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Fischzüchterei   „Fischzuchtbetrieb“

Quelle: Von den Berghängen ins Meer gelangt, wälzen sich die Schlamm-Massen auch über das schützende Seegras, über die Korallenbänke und schließlich in die Brutgehege der Fischzüchtereien (Die Zeit, 11.05.1990). - Kiesfilter, ein Filter zur mechanischen Reinigung von Flüssigkeiten, besonders von Wasser für Wasserleitungen und Fischzüchtereien und von Zuckersäften (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kiesfilter).

Fischzug   „Ausfahrt zum Fischfang“

Quelle: Bei einem Fischzug gerät sein Kutter in Seenot (https://de.wikipedia.org/wiki/Tiger_Hai, gesehen am 28.8.2013). - Dort setzte sie sich hin und wartete auf die Brüder, die bald vom Fischzug zurückkommen mußten (Hambruch, Südseemärchen, 1916).

substantivisches Determinativkompositum mit substantiviertem Infinitiv als Hinterglied
Fischeinsalzen   „das Einsalzen von Fisch“

Quelle: Im Sommer versuche ich, Arbeit beim Fischeinsalzen zu bekommen (Stéfansson, Der Schmerz der Engel, 2011). - Drei Viertel des in Norwegen verbrauchten Salzes gehören zu den grobkörnigen Sorten, wie sie beim Pökeln und Fischeinsalzen verwendet werden (Berg- und hüttenmännisches Jahrbuch 61-62, 1913).

Fischefangen   „das Fangen von Fisch“

Quelle: Ceduna liegt an einer sandigen und windgeschützten Bucht mit kleinen vorgelagerten Inseln, die zum Strandurlaub, Fischefangen und Bootsausflügen einlädt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ceduna, gesehen am 28.8.2013). - Kaum waren sie in den Fluß gestiegen und machten sich ans Fischefangen, als sie ihren Ring herausfischte (Löwis of Menar, Russische Volksmärchen, 1927).

Fischleuchten   „das Phosphoreszieren von Fischen“

Quelle: Wunderbar ist eigentlich nur das Fischleuchten, sein Phosphoreszieren, und auch das ist ja von der Natur vorgeschrieben, es gibt ja Leuchtfische (Westermanns Monatshefte, 1969).

Fischräuchern   „das Räuchern von Fisch“

Quelle: Die Spandauer Fischereiunternehmen Fritsch und Schadebrodt lassen sich beim Netzeflicken und Fischräuchern über die Schulter sehen (Berliner Zeitung, 27.08.1996). - Es ist nicht jedes Holz zum Fischräuchern geeignet, sondern grundsätzlich nur Laubholz, kein Nadelholz (Der Fisch 3, 1949).

Fischreinigen   „das Reinigen, Entschuppen und Ausnehmen von Fisch“

Quelle: Elsalill muss nach dem Verlust ihres Heims den Lebensunterhalt durch Mithilfe beim Fischreinigen verdienen (Schröder/Hockenjos, Historisierung und Funktionalisierung, 2005). - die Stibbin meinte, sie solle zum Fischreinigen zu ihr herüberkommen, dafür würde sie dann einige Fische kriegen (Keyserling, Wellen, 1911).

Fischschießen   „das Erlegen von Fischen mit Schusswaffen“

Quelle: Man bewahrte auch eine Armbrust zum Fischschießen mit einem eisernen Rohr auf (Richter, Die Kunst der Armbrustmacher in Dresden, 2008). - Diese Waffe, die den Maoris wohl bekannt war, fand, wie auch auf Samoa, nur Verwendung zum Fischschießen (Berger, Neuseeland: auf den Spuren der Maori, 1934).

Fischstechen   „Fischfang mit Hilfe von Stichwaffen“

Quelle: Das bedeutendste Fest fand aus Anlass des 44. Geburtstages des Kurfürsten am 12. Mai 1714 statt, wo venezianische Fischer erstmals die Anwesenden mit dem Brauch des dann alljährlich stattfindenden Fischstechens unterhielten (https://de.wikipedia.org/wiki/Apels_Garten, gesehen am 28.8.2013). - Hier sah und sieht man eine markante Darstellung des „Fischstechens“ von Denis van Alsloot, der aus Brüssel stammte und dort bis 1626 gewirkt hat (Berliner Tageblatt, 02.02.1933).

Fischsterben   „das massenhafte Sterben von Fischen“

Quelle: Von einem Fischsterben spricht man, wenn ein massenhaftes Sterben der Fischpopulation eines Gewässers auftritt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fischsterben, gesehen am 28.8.2013). - Wenn in solchen Wässern ein Fischsterben eintritt, wird die Ursache mehr in dem Vorhandensein gewisser Zersetzungsstoffe der organischen Massen zu suchen sein (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1920, s.v. Abwässer).

Fischwildern   „unbefugter Fischfang“

Quelle: Lass dich nicht vom Bauern oder von meinem Vater beim Fischwildern erwischen (Listig, Der Sommereremit, 2015). - Muckl saß durch vier Jahre mit mir auf der Schulbank und war mein Herz- und Blutbruder, mein Begleiter auf allen Waldstreifereien, mein Komplize bei allen Streichen, mein Kamerad beim Fischwildern, mein Generalskollege bei allen Kriegen, die unter der Dorfjugend ausgefochten wurden (Ganghofer, Lebenslauf eines Optimisten, 1909-11).

substantivisches Determinativkompositum mit Substanzbezeichnung als Hinterglied
Fischgift   „toxische Substanz im Fisch“

Quelle: In einigen Regionen des Indopazifik wird sie als Speisefisch gefangen. Sie kann aber das Fischgift Ciguatera enthalten (https://de.wikipedia.org/wiki/Gelbgefleckte_Muräne, gesehen am 28.8.2013). - Fischgift, eine im Fleisch unsrer Marktfische bisweilen vorhandene Schädlichkeit, die nach dessen Genuß Erkrankungen hervorruft (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).

Fischgift   „Substanz, die für Fische toxisch ist“

Quelle: Endosulfan ist zwar ein ausgesprochenes Fischgift, aber es ist bienenfreundlich und baut sich innerhalb weniger Tage ab (Die Zeit, 20.07.1990). - Die Saponine anderer Hölzer sind starke Fischgifte und werden von den Eingeborenen als solche benutzt (Sandermann, Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, 1956).

Fischholz   „Kleinholz für die Fischzubereitung“

Quelle: Dann, plötzlich, war ein Junge da, kommt aus der Hütte hinaus und heult: Der hölzerne Fischlöffel, das Fischholz! (Jaakkola, Lappische Volksdichtung, 1957).

Fischschiefer   „Gesteinsschicht mit versteinerten Fischresten“

Quelle: Die traditionellen Gesteinsnamen vieler dieser „falschen Schiefer“ haben sich in Form lithostratigraphischer Bezeichnungen bis heute in der geologischen Literatur gehalten. Hierzu gehören beispielsweise die Fischschiefer im Unteroligozän des Molassebeckens und im Aptium Nordwestdeutschlands, der Posidonienschiefer im Toarcium Süddeutschlands sowie der Kupferschiefer der im Untergrund Mitteleuropas weit verbreiteten Zechstein-Serie (Oberperm) (https://de.wikipedia.org/wiki/Schiefer, gesehen am 28.8.2013). - Fischschiefer, in der Geologie an verfeinerten Fischresten reiche Schiefertone oder Mergel, die zumeist dunkle Farben besitzen und reich an Bitumen oder Asphalt sind (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1906).

substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied
Fischform   „Form des Fischs“

Quelle: Die fossilen Rückenflossen-Stacheln primitiver Fischformen (Haie (Stachelhaie)), insbesondere paläozoischen Alters, werden Ichthyodorulith (altgr. dóry „Spieß“, „Lanze“) genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ichthyolith, gesehen am 28.8.2013). - Die äquatoriale Zone beherbergt die meisten Arten charakteristischer Fischformen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fisch [2]).

Fischgerechtigkeit   „Recht zum Fischfang“

Quelle: Auch hatten sie in einigen Bergbaurevieren zu bestimmten Zeiten im Jahr einen Teil der Jagd- und Fischgerechtigkeit (https://de.wikipedia.org/wiki/Bergfreiheit, gesehen am 28.8.2013). - Als besonderes Recht wurde noch den Bauern im Süden des Ordenslandes (der Name „Masuren“ kommt erst um die Wende des 18./19. Jahrhunderts auf) entsprechend den zahlreichen Seen die Fischgerechtigkeit gewährt, aber nur mit „kleinem Gezeuge“ (Harmjanz, Ostpreußische Bauern, 1938).

Fischgerechtsame   „Recht zum Fischfang“

Quelle: Oder stand z. B. die „Fischgerechtsame“ = das Recht, den Bach zu befischen, exklusiv bei Offo (der sie dann auch vermieten oder verkaufen konnte)? (Haefs, Siedlungsnamen und Ortsgeschichten aus Bremen, 2006). - Das ist die gleiche Wutach, an der Bad Boll liegt, das vor dem Kriege die Engländer gepachtet hatten mitsamt der Fischgerechtsame des forellenreichen Flusses (Allgemeine Fischerei-Zeitung 51-52, 1926).

Fischgerechtsamkeit   „Recht zum Fischfang“

Quelle: Noch dazu, da er von der Abfindung, die der Aumüller für die Verschlechterung der Fischgerechtsamkeit bekommen hat, nicht einen Pfennig abbekommen hat (Allgemeine Fischerei-Zeitung 89, 1964). - Keiner von den andern, die die Fischgerechtsamkeit haben, war am Ufer zu sehen (Sudermann, Litauische Geschichten, 1917).

Fischgeruch   „Geruch nach Fisch“

Quelle: Zu dieser Zeit war der Platz ein schmutziger und stinkender Ort, wo sich Fischgeruch mit dem Gestank von Latrinen und Abfällen vermischte (https://de.wikipedia.org/wiki/Norrmalmstorg, gesehen am 28.8.2013). - Die norwegische Ware bildet ein gröbliches, erbsgelbes Pulver von Fischgeruch und wird wie Guano benutzt, der indes schneller und kräftiger wirkt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischguano).

Fischgeschmack   „Geschmack von Fischfleisch“

Quelle: Vor dem Schlachten werden die Schweine einige Wochen mit Mais und Kartoffeln ernährt, um dem sonst unangenehmen Fischgeschmack des Schweinefleischs vorzubeugen (https://de.wikipedia.org/wiki/Biosphärenreservat_Donaudelta, gesehen am 28.8.2013). - Der Fischgeschmack leidet bei der Berührung mit Stahl, genau wie Obst (Schütte, Willst du erfahren, was sich ziemt?, 1934).

Fischgestalt   „Gestalt des Fischs“

Quelle: Alle Makrelenartigen leben pelagisch, sind schnelle Schwimmer und haben mit ihrem torpedo- oder spindelförmigen Körper die ideale Fischgestalt (https://de.wikipedia.org/wiki/Makrelenartige, gesehen am 28.8.2013). - Wale (Fischsäugetiere, Seesäugetiere, Walfische, Waltiere, Cetacea, Natantia; hierzu Tafel „Wale I und II“), eine Ordnung der Säugetiere mit oft kolossalem Körper ohne äußere Gliederung und von Fischgestalt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Wale).

Fischgestank   „unangenehmer Geruch nach Fisch“

Quelle: Fischer gelten in Indien als unnahbar, weil sie Leben töten, erzählt Hoeppe. Auch wegen des Fischgestanks würden sie von der Bevölkerung stigmatisiert (Der Tagesspiegel, 16.04.2003). - Der Geruch von Whisky, Reiswein und süßlichem Zigarettenrauch mischt sich mit dem von draußen hereinkommenden Fischgestank (Helfgen, Höllenfahrt ins Paradies, 1964).

Fischkunde   „Ichthyologie, die Wissenschaft von den Fischen“

Quelle: Die Ichthyologie (gr. ichthys „Fisch“ und -logie), auch Fischkunde, ist ein Teilgebiet der Zoologie, die sich mit den Fischen, unter natürlichen und künstlichen Lebensbedingungen, beschäftigt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ichthyologie, gesehen am 28.8.2013). - Die Römer züchteten einige schmackhafte F., taten aber für die Fischkunde nichts (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fische [2]).

Fischmaß   „Maß für die Mengenbestimmung von Fisch“

Quelle: Das Cran war ein englisches Volumenmaß. Als Fischmaß wurde ein Gebinde von 45 Gallons (Imperial-) nicht ausgenommener Fische gerechnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Cran_(Einheit), gesehen am 28.8.2013). - Cran (spr. kränn), engl. Fischmaß, = 45 Imperial-Gallons = 204,456 Lit. frischer und ca. 37,5 Imp. – Gallons = 170,38 L. ausgenommener und gesalzener Fische (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Cran).

Fischname   „Bezeichnung für eine Fischart“

Quelle: Αμία ist ein undefinierter Fischname mehrerer antiker Autoren (https://de.wikipedia.org/wiki/Kahlhecht, gesehen am 28.8.2013). - Zu den Fischnamen sei folgendes kurz erklärt: Wenn für die Artnamen neben den deutschen Bezeichnungen auch die lateinischen oder griechischen stehen, so deshalb, weil die Fachterminologie Sicherheit über verschiedene Begriffe verleiht (Zeiske, Angle richtig!, 1959).

Fischnatur   „Natur und Art des Fischs“

Quelle: Wegen der angeblichen Ableitung des Namens von „Fisch“ wurden eine Reihe von phönikischen Münzen, die Wassermänner und andere aquatische Mischwesen zeigen, Dagān zugewiesen und gleichzeitig zur Stützung der These seiner Fischnatur genutzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Dagān, gesehen am 28.8.2013). - mit der Schwägerin Wilhelmine blieb sich Ernst immer fremd; er nannte sie eine Fischnatur! (H. v. Bismarck, Erinnerungen aus dem Leben einer 95jährigen, 1910).

Fischrecht   „Recht zum Fischfang“

Quelle: Das Benediktinerkloster Benediktbeuern hatte einst das Fischrecht für den See (https://de.wikipedia.org/wiki/Rettensee, gesehen am 28.8.2013). - Schlagrecht is mein. Wie's Mahlrecht dort am Bach, / Weidrecht im Tal und Fischrecht in der Ach (Hofmannsthal, Das Salzburger Große Welttheater, 1922).

Fischrest   „Überbleibsel vom Fischkörper“

Quelle: Schmeißfliegen werden durch Wasser mit Fleisch- oder Fischresten vermischt angelockt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegenglas, gesehen am 28.8.2013). - Bonebed (engl., spr. bóhnbedd), Knochenlager, eine nur wenige Zentimeter starke Schicht des obern Keuper, auf der Grenze gegen den Lias, eine Knochenbreccie aus Reptilien- und Fischresten, enthält auch die ersten Säugetierreste (Zähne) (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Bonebed).

Fischschwarm   „Schwarm aus ziehenden Fischen“

Quelle: Bei koordinierter Jagdstrategie, können Fischschwärme für Schwärme kleinerer Fische sehr gefährlich werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarmfisch, gesehen am 28.8.2013). - Feststehende einwandige Netztücher dienen als Sperrnetze zum Abschließen der engen Meeresbuchten, um hineingeratene große Fischschwärme nach und nach mit Zuggarnen zu fangen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischerei).

Fischware   „Fisch als Verkaufsobjekt“

Quelle: Die Reichsstelle hatte die Aufgaben, die Regelung und die Überwachung des Verkehrs mit Fischen und Fischwaren vorzunehmen (https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsstelle_für_Fische, gesehen am 28.8.2013). - Die Ausfuhr der Fischwaren betrug 13,361,900 Kr. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bergen [3]).

Fischwirtschaft   „kommerzielle Fischzucht“

Quelle: Von wirtschaftlicher Bedeutung für Land- und Fischwirtschaft ist der Bamsee (https://de.wikipedia.org/wiki/Bam_(Burkina_Faso), gesehen am 28.8.2013). - Geschlossene Abschnitte unterrichten über das Gesinde, die Stellung der Untertanen, die Lohnarbeit, besonders eingehend über die Technik des Feldbaus, über die Getreidearten, die Viehzucht, Teich- und Fischwirtschaft, über die landwirtschaftlichen Industriezweige, die Forstwirtschaft usw. (Jahresberichte für deutsche Geschichte 6, 1930).

substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Hinterglied
fischähnlich   „in der Art eines Fischs, an einen Fisch erinnernd“

Quelle: Die Placodermi oder Placodermata (‚Plattenhäuter‘), auch Panzerfische, sind eine ausgestorbene Klasse fischähnlicher kiefertragender Wirbeltiere (https://de.wikipedia.org/wiki/Placodermi, gesehen am 28.8.2013). - Die einzige Art: Seejungfer (Seekuh, D., H. Dugong Quoy et Gaim, s. Tafel „Wale I“, Fig. 4), ist 3–5 m lang, mit fischähnlichem Körper, kurzem, dickem Hals, sehr großer, starker, herzförmig ausgeschnittener Ober- und wulstiger Unterlippe (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Dugong).

fischarm   „wenige Fische enthaltend“

Quelle: Die fischereiliche Nutzung endete im Jahr 1985 mit Abfischung des Sees und gilt seitdem als fischarm (https://de.wikipedia.org/wiki/Paschensee, gesehen am 28.8.2013). - Die ionischen Gewässer sind jetzt fast fischarm, weil man sich mit Vorliebe des Dynamits beim Fange bedient (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Korfu [1]).

fischförmig   „die Form eines Fischs habend“

Quelle: Laut Boccaccio waren sie bis zum Nabel menschen-, darunter fischförmig und besaßen außerdem Flügel (https://de.wikipedia.org/wiki/Sirene_(Mythologie), gesehen am 28.8.2013). - Schwimmer (franz.: flotteurs, engl.: floats), in der Luftschiffahrt zigarrenförmige oder fischförmige Hohlkörper (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1910, s.v. Schwimmer [1]).

fischgeschwänzt   „einen Fischschwanz habend“

Quelle: Das selten vorkommende Tier im Wappen gehört zu den fischgeschwänzten Tieren, die als Fabelwesen gelten (https://de.wikipedia.org/wiki/Einhornfisch_(Wappentier), gesehen am 28.8.2013). - Von links nach rechts folgen die merkwürdigsten Fabeltiere, meist fischgeschwänzt und mit Oberleibern von Säugetieren (Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 1912).

fischgestaltet   „fischförmig, die Gestalt eines Fischs habend“

Quelle: Anadatos ist identisch mit Annedotos, dem Gattungsnamen für die sieben fischgestalteten Manifestationen des babylonischen Gottes Oannes-Anu (Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde 13-15, 1967). - Die indische Flutsage besitzt in der Rettung der Menschheit durch einen fischgestalteten Gott (Wischnu) eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit keltischen und slawischen Sagen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Flutsagen).

fischglatt   „glatt wie ein Fisch“

Quelle: Damals, 1970 in Kassel, als Gitarrenbearbeitung von Julian Bream, flutschte sie anstandslos bis fischglatt durch die Boxen des weihnachtlichen Wohnzimmers (Der Literatur-Bote 9, 1994). - Viele atmeten auf, daß an Stelle des behutsamen Ditram der feste, urbayrische Flaucher und an Stelle des bockigen, störenden Messerschmidt der fischglatte, geschmeidige Hartl trat (Feuchtwanger, Erfolg, Erfolg, 1930).

fischgleich   „fischähnlich, einem Fisch gleichend“

Quelle: Maris schöne Schwester Eri liegt die ganze Zeit über in einem merkwürdigen fischgleichen Schlaf (Die Zeit, 24.11.2005). - Das Tosen dröhnte so laut, daß wir unser eigenes fischgleiches Lachen nicht vernahmen (Müller, Tropen, 1915).

fischkalt (2)   „gefühlskalt, emotionslos“

Quelle: So bleiben die märchenhaft attraktiven Veterinäre und Designerinnen am Ende doch etwas fischkalt (Die Zeit, 27.10.2005). - Und was gegeben wird, soll der guten Sache dienen: dem von keiner Macht zu beeinflussenden Drang, aus Teutschland Deutschland zu machen und zu zeigen, daß es außer Hitler, Hugenberg und dem fischkalten Universitätstypus des Jahres 1930 noch andre Deutsche gibt (Tucholsky, Fünfundzwanzig Jahre, 1930).

fischleer   „keine Fische enthaltend“

Quelle: Laut Bruno Steglich leiteten 1895 22 Industrieanlagen ihre Abwässer in den Fluss, der von Ringenhain bis Oberputzkau fischleer war (https://de.wikipedia.org/wiki/Wesenitz, gesehen am 28.8.2013). - Außerdem ist es einem geschickten, aber rücksichtslosen Angler möglich, ein nicht zu großes Salmonidengewässer in kurzer Zeit mit lebendem Köder beinahe fischleer zu machen (Zeiske, Angle richtig!, 1959).

fischlos   „keine Fische enthaltend“

Quelle: Der Oberlauf des Yellowstone River und der Yellowstone Lake wurden von Fischen nur über den Two Ocean Pass und somit flussabwärts besiedelt, da die Lower Falls, Wasserfälle am Yellowstone River, nicht von Fischen überwunden werden können und die Region somit ursprünglich fischlos war (https://de.wikipedia.org/wiki/Two_Ocean_Pass, gesehen am 28.8.2013). - Fischereiwirtschaftlich sind die Karpathenseen ungenützt, da sie schwer zugänglich, fischarm oder sogar fischlos sind (Proceedings of the International Association of Theoretical and Applied Limnology 7-8, 1935).

fischreich   „viele Fische enthaltend“

Quelle: Der Fluss ist sehr fischreich. Es leben Regenbogenforellen, Bachforellen, Stierforellen (Salvelinus confluentus), Bachsaiblinge und zahlreiche kleinere Fische im Fluss (https://de.wikipedia.org/wiki/Bow_River, gesehen am 28.8.82013). - Enz, l. Nebenfluß des Neckars in Württemberg, entsteht auf dem Schwarzwald, mündet nach 112 km bei Besigheim; nur flößbar, fischreich (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Enz).

adjektivisches Determinativkompositum mit partizipialem Hinterglied
fischbetäubend   „auf Fische narkotisch wirkend“

Quelle: Eine Zusammenstellung von Schaer zählt über 400 fischbetäubende Pflanzen auf, meist Sapindazeen, Sapotazeen, Kanelliazeen, Leguminosen, Zygophyllazeen, Rhamnazeen, Rutazeen, Alsinazeen, Silenazeen, Skrofulariazeen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fischgifte).

fischfressend   „sich von Fisch ernährend“

Quelle: Viele Arten ernähren sich zumindest gelegentlich kleptoparasitisch, zum Beispiel Seeadler, die anderen fischfressenden Vögeln wie dem Fischadler die gefangenen Fische abjagen (https://de.wikipedia.org/wiki/Kleptoparasitismus, gesehen am 28.8.2013). - Auch durch krebs- und fischfressende Vögel, den Fischotter, insbes. aber durch Krebsfanggeräte und durch Besatzkrebse konnten die äußerst widerstandsfähigen Krebspestbakterien von einem zum andern Wasser verschleppt werden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Krebspest).

fischgefüllt (1)   „voller Fische“

Quelle: Und während hier rechts jeder Seelennerv gespannt erscheint und ein Übermaß von Empfindung die Herzen durchzittert, ziehen die beiden herkulischen Gestalten im andern Boot gelassen das fischgefüllte Netz empor (Steinmann, Rom in der Renaissance, 1908).

fischgefüllt (2)   „mit Fischfleisch gefüllt“

Quelle: Der fischgefüllte Stargazy pie erinnert an Zeiten, als Tage mit wenig Fischfang die Menschen hungern ließen (Berry/Dixon, Cornwall, Devon & Südwestengland, 2011).

substantivisches Klammerkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Fischpinsel   „Pinsel aus Fischotterhaar“

Quelle: Sie mischte sehr helles Blau, schob den Keksdosendeckel so unter ihr Malbrett, dass es leicht schräg lag, und begann mit dem Fischpinsel den Hintergrund zu malen (Willett, Julias Versprechen, 2010). - Die feineren Pinsel werden aus Dachshaaren (Vertreiber-, Vergolderpinsel), Eichhörnchen-, Marder-, Iltis- und andern feinen Haaren (Schreibpinsel, Fischpinsel, Schlepper, Malerpinsel u.s.w.), die zu kleinen Bündeln zusammengebunden und in Federposen oder Holzstielen, auch in Blechhülsen mittels Seiden- und andern Fäden befestigt sind, gefertigt (Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 1909, s.v. Pinsel).

Bedeutung unklar, substantivisches Determinativkompositum mit paretymologischen Anschluss an "Fisch"
Fischband   „Einstemmband, Fitschenband“

Quelle: Fitschenband, auch Fischband oder Einstemmband genannt, ist ein spezielles Band, das im handwerklichen Türen- und Fensterbau gebräuchlich war (https://de.wikipedia.org/wiki/Fitschenband, gesehen am 28.8.2013). - Fischband, eine als Aufhängungsvorrichtung bei Türen und Fenstern häufige Art des Bandes; in die Hülse des untern Lappens ist ein Dorn eingenietet, um den sich die obere Hülse dreht (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Älteres Neuhochdeutsch

substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied
Fischfamilie   „zoologisch zusammengehörige Gruppe von Fischen“

Quelle: Wels (Silurus Lin.), Gattung aus der Fischfamilie Welse (Pierer's Universal-Lexikon, 1865, s.v. Wels).

Fischgattung   „Gattung des Fischs“

Quelle: Wels, eine Fischgattung, welche sich durch nackten Leib, groß gespaltenes Maul und platten Kopf auszeichnet (Damen Conversations Lexikon, 1838, s.v. Wels). - Eine der köstlichsten und theuersten Fischarten ist der Sterlet, von welchen St. Petersburg jährlich gegen 25,000 Stück lebendig aus der Wolga erhält, die überdem von andern Fischgattungen über eine Million Stück hierher liefert (Storch, Gemählde von St. Petersburg, 1794).

Fischgeschlecht   „zoologisch zusammengehörige Gruppe von Fischen“

Quelle: Zitteraal, nur wegen seiner äußern Aehnlichkeit mit dem Aal so genannt, gehört eigentlich einem andern Fischgeschlechte an (Damen Conversations Lexikon, 1838, s.v. Zitteraal). - Melpomene, die selbst den Fischgeschlechtern, / Selbst deinen Schwänen Stimme giebt, / Empfing am Havelstrom von allen Fürstentöchtern / Die Schönste, die der Halbgott liebt (Karsch, An die Najade, 1765). - Hört aber vnd vermembt mich recht / Was es sey für ein Fischgeschlecht / Vnd was der Ochse oder Stier / Sey vor ein großes WunderThier (Paulus Christianus, Jüdischer Hertzklopffer, 1621).

Fischgruppe   „zoologisch zusammengehörige Gruppe von Fischen“

Quelle: Gründlinge, Fischgruppe aus der Gattung Karpfen (Cyprinus) (Herders Conversations-Lexikon, 1855, s.v. Gründlinge).

Fischordnung   „zoologische Ordnung von Fischen“

Quelle: Harthäute (Sclerodermata Cuv.), Familie aus der Fischordnung der Plectognathen (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Harthäute).

Fischsorte   „Sorte von Fisch“

Quelle: In diese Teiche, wenn sie nicht sehr starken Zufluß von wildem Wasser haben, muß man auch geringere Fischsorten zum Futter setzen (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Hecht [1]). - Seine Fischsorten sind Hechte, Barsen und Kaulbarsen (Fischer, Versuch einer Naturgeschichte von Livland, 1791).

substantivisches Determinativkompositum mit Körperbezeichnung als Hinterglied
Fischaas   „verwester Fischkörper“

Quelle: denn diejenigen, welche man eben fing, wollen anfänglich gar nicht ans Futter, nehmen mindestens vom Grunde des Wassers oder vom Lande keinen Fisch auf und müssen erst nach und nach an das ihnen widerliche Fischaas gewöhnt werden, indem man ihnen die kleinen Fische einzeln zu- und so ins Wasser wirft, daß es aussieht, als ob sie sich bewegen (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Weil aber in den tiefen Wassern der Querder oder das Fischaas mit dem Hacken zu leicht ist, so macht man ungefähr einen Schuh lang über dem Hacken ein Stückchen Blei, zwei oder dreimal um die Schnur gebogen oder gekrümmet, vest (Meissner, Kleine Lustfischerei, 1799).

Fischembryo   „Embryo eines Fischs“

Quelle: Döllinger, welcher seine Ansicht über erste Entstehung des Blutes bei dem Hühnchen in Panders Schriften niedergelegt, hatte bald darauf Gelegenheit, dieselben in jungen Fischembryonen zu beoachten (Valentin, Handbuch der Entwicklungsgeschichte des Menschen, 1835).

Fischkörper   „Körper des Fischs“

Quelle: Bei der Senkung einer Welle zeigt sich wenig der Ansatz des geschuppten Fischkörpers (Mörike, Maler Nolten, 1832). - Wallfische mit einem breiten Kopf und einem Fischkörper, oben und unten mit breiten Schuppen, Rückenflossen über den ganzen Leib hin etc. und viele solche Albernheiten, welche die Natur nicht kennt, kommen hier doch mit unter vor (Sander, Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande, Holland, Deutschland und Italien, 1783). - Nach etlichen Tagen / giengen / von diesem todtem Fisch-Körper / viel Bläslein heraus / die endlich auch den Leib selbsten emporsteigen machten (Der Wunder-reiche Uberzug unserer Nider-Welt, 1680).

Fischleib   „Leib des Fischs“

Quelle: Man stellt ihn als einen Menschen vor, welcher in einen Fischleib endet (Vollmer, Wörterbuch der Mythologie, 1874, s.v. Puspadanta). – Der eigentliche Fischleib ist klein, und nicht viel großer als bey einer großen Karusche (Langguth, Neuer Schauplatz der Natur, 1779). - … als wann der Archaeus in dem Fisch-Magen durch die natürliche digestion und kochung solche auß dem Letten / oder einem andern corpore, außziehet / und in den Fisch Leib distribuiret (Piscinarium Oder Teicht Ordnung, 1680).

Fischleiche   „toter Fisch“

Quelle: Wieder, wie schon öfter, sind in den ersten Oktobertagen zahlreiche Fische in der Röthe und Siran abgestorben; Tausende von Fischleichen bedecken die Ufer der Gewässer (Allgemeine Fischereizeitung 23-24, 1898).

substantivisches Determinativkompositum mit Krankheitsbezeichnung als Hinterglied
Fischinfektion   „infektöse Fischkrankheit“

Quelle: Strasser führt mehrere Fälle an, von welchen besonders hervorragend zwei Austerntyphen und eine Fischinfection sind (Deutsche medizinische Wochenschrift 25, 1899).

Frischkrankheit   „durch Fischgenuss hervorgerufene Krankheit“

Quelle: welches so gewiß ist / daß darumb die Menschen in denen Ländern / wo viel Fische sind / und offtermahlen gegessen werden / mit Scharbock sehr gequäle seyn / und der Scharbock vor eine Land-Krankheit geachtet wird / da er doch vielmehr vor eine Fisch-Krankheit möchte gehalten werden (Bontekoe, Kurtze Abhandlung von dem menschlichen Leben, 1685).

Fischkrankheit   „Erkrankung des Fischs“

Quelle: An der Spitze dieser Anstalt steht der Privatdocent Dr. Bruno Hofer, welcher vor einer Reihe von Jahren als Erster die Fischkrankheiten systematisch zu erforschen und zu bekämpfen begonnen hatte (Prometheus 8, 1897). - Die Fischkrankheiten müssen angezeigt werden (Frank, System einer vollständigen medicinischen Polizey, 1783).

Fischpest   „seuchenartige Fischkrankheit“

Quelle: Die Fischpest, welche sich in den Jahren 1877 bis 82 über viele Flüsse Englands und Schottlands ausbreitete, ist insbesondere von Huxley und Murray beschrieben worden (Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 1, 1898). - Fragt man aber, ob die Fischpest allgemein gewesen, oder, ob einige Gattungen und einzele Fische noch leben geblieben, so schadets nicht, wenn man sayet, daß dieses Fischsterben allgemein, und daß kein Fisch leben geblieben sey (Richter, Ichthyotheologie, 1754).

Fischseuche   „unter Fischen grassierende, ansteckende Krankheit“

Quelle: Nach O.Wyss (Schweiz.W.Chem.1898, 201) beschränkte sich die grosse Fischseuche im Sommer 1897 im Züricher See auf die sog. Schwalen (Jahresbericht über die Fortschritte der chemischen Technologie 4, 1899). - Welches herrliche, freie, weite Reich, worin wir Hai- und andere Fische neben einigen gestrandeten Weltteilen und Inseln, wovon die wenigsten schwimmen, leben ohne Blitz und Überschwemmung, ohne Dürre und Mißwachs und ohne Fischseuche! (Jean Paul, Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch, 1801). - Von gleichmäßigen Fisch-Seuchen habe ich einige Exempla allegiert in meiner Historischen Relat. von der Pestilenz des Horn-Viehes c.5 p.199 (Kanold, Sammlung von Natur- und Medicin-, wie auch hierzu gehörigen Kunst- und Literatur-Geschichten, 1723).

Fischtuberkulose   „eine bakterielle Fischkrankheit“

Quelle: So sind schon Fischtuberkulose und Vogeltuberkulose Varietäten mit sehr bemerkenswerthen Unterschieden von der echten Tuberkulose (Zeitschrift für diätetische und physikalische Therapie 1, 1898).

substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied
Fischbassin   „Wasserbecken, in dem Fische schwimmen“

Quelle: Links zur Seite der Restaurazion sind vorläufig Gartenpartien angelegt, mit einem Fischbassin, welches durch einen Springbrunnen gespeist wird (Allgemeine Bauzeitung 7, 1842). - Ich ging von der Landstraße in die Anlagen hinein, und saß einen Augenblick auf der Rasenbank, neben dem Fischbassin, wo das Monument steht (Clodius, Fedor der Mensch unter Bürgern, 1805).

Fischbecken   „Wasserbecken, un dem Fische schwimmen“

Quelle: Die Fische begeben sich nun nach dem Hauptgraben und in das Fischbecken, wo sie bei großen Teichen gewöhnlich mit der Wade, einem großen von acht bis zehn Menschen gezogenen Netze, aufgefangen und behutsam aus dem Netze genommen werden (Das Pfennig-Magazin der Gesellschaft, 1836).

Fischbehälter   „Behälter für Fisch“

Quelle: In diesen großen Badeanlagen waren Gärten, Spiel- und Kampfplätze aller Art, große Fischbehälter und alle Einrichtungen zu damaliger Unterhaltung (Damen Conversations Lexikon, 1834, s.v. Bäder). - fischbehälter, worin man die speise-fische auf behält (Estor, Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen, 1757). – Wenn der Herr in seinem Fisch-Behalter / die eingesetzte Fischlein spielen / und bisweilen schnell sihet / unter dem Wasser / fortschießen; verspühret er auch / daß dem Wasser alsdenn einiger gewalt geschehe? (Francisci, Das eröffnete Lust-Haus der Ober- und Nieder-Welt, 1676).

Fischebehälter   „Behälter für Fisch“

Quelle: Die Felder sind meine Scheuern und die Flüsse meine Fischebehälter (Castelli, Sämmtliche Werke, 1858). - Es war dies ein großes, weitläufiges Gebäude, herrlich eingerichtet; auf zwanzig Herden brannten beständig Feuer, ein klares Wasser, das zugleich zum Fischebehälter diente, floß mitten durch sie (Hauff, Märchen-Almanach auf das Jahr 1827, 1827).

Fischbehältnis   „Behälter für Fisch“

Quelle: Nach Römischem Rechte waren nur die Fische, welche in besonderen Teichen od. Fischbehältern aufbewahrt wurden, Eigenthum desjenigen, welcher das Fischbehältniß besaß, die Fische in Flüssen u. Meeren aber herrenlose Sachen u. nur dann erst Eigenthum, wenn sie gefangen waren (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Fischerei). - Stehende Teiche und Fischbehältnisse verbannte er; das Wasser sollte beständig fließend seyn (Hirschfeld, Theorie der Gartenkunst, 1779). - Da bey den alten Römern die Pracht immer mehr und mehr zunahm, so liefen sie in denen Gemächern, wo sie speiseten, unter den Tischen Fischbehältnisse zurichten, darinnen sie gewisse Fische, die alle ihre Nahmen hatten, zu ernehren pflegten (Rohr, Compendieuse Hausshaltungs-Bibliotheck, 1716).

Fischbottich   „großer Fischbehälter“

Quelle: In ihnen stehen die Betten der Mannschaft, welche sich zuweilen auf zwölf bis zwanzig Köpfe beläuft, im Hintergrunde die Fischbottiche, große Salzfässer und Mühlen zum Zermahlen des Salzes (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Fischbutte   „großer Fischbehälter“

Quelle: Nun fuhren die Fischer, welche durch sogenannte Waken ihre Netze hin- und herzogen, zu uns heran mit ihren Schlitten, worauf sie uns neben ihre Fischbutten setzten und stundenlang mit uns hin- und herfuhren (Arndt, Erinnerungen aus dem äußeren Leben, 1840). - Caquette, f. f. T. kleine Fischbutte (Dictionnaire françois-allemand et allemand-françois, 1789, s.v. Caquette).

Fischeimer   „Eimer für Fisch“

Quelle: Sie trug einen hölzernen Fischeimer in der einen Hand (Keller, Romeo und Julia auf dem Dorfe, 1856). - Der Eimer, des -s, plur. ut nom. sing. 1) Ein hölzernes Gefäß mit einem Bügel in Gestalt eines halben Zirkels, Wasser damit zu schöpfen und darin zu tragen. Ein Wassereimer, Brunneneimer, Feuereimer, Fischeimer, Schöpfeimer, Milcheimer u.s.f. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v. Eimer). - Excipulum, i, n. & Excipulus, i, m. Ein Geschirr mit dem man etwas auffangt / fischeimer (Frisius, Dictionarium latino-germanicum, 1723).

Fischglas   „gläserner Fischbehälter“

Quelle: Weißt noch, wie wir zwei Bub'n daher an d' Donau fischen 'gangen sein? Pardon, eigentlich bist du fischen 'gangen, du warst damals schon ein junger Herr Lateiner in der Terz oder Quint – was weiß ich – und ich kleiner Knerzl durft' dir 's Fischglasel nachtragen (Anzengruber, Heimg'funden, 1885).

Fischkalter   „Wasserbecken für Fische“

Quelle: Man nennt das Fischkar auch Fischkalter (d. i. Fischbehälter) (Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins 1, 1870). - noch vil glückseeligere Fischlein werdet ihr seyn, als die GOtt zu seiner Zeit einsammlen, und nicht in den feurigen Schwefel-Teich der Höllen, sondern in den ergötzlichen Fisch-Kalter der ewigen Glückseligkeit legen wird (Imhof, Messis Mystica & Moralis, 1759). – Zu höchst auff dem Berg ist ein gutes Wirtshauß / Capellen vnd Freythoff / auch etliche Wildsee von ansehlichen Forchen vnnd Sälblingen / massen in dem Wirtshauß von eignem Ursprung ein guter Fischkalter ist (Dückher, Saltzburgische Chronica, 1666).

Fischkar   „Fischbehälter“

Quelle: Unter Fischkar versteht man einen in eine Erdvertiefung eingesetzten (meist hölzernen) Kasten, in welchem die im See oder Fluss gefangenen Fische aufbewahrt werden. Man nennt das Fischkar auch Fischkalter (d. i. Fischbehälter) (Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins 1, 1870). - In der Oberpfalz wird ein Fischhälter ein Fischkahr genannt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Kahr (1)). – Kaar u. Kahr / Fisch-kahr / Fischbehalter. v. vis-hoewer (Kramer, Het koninglyk Neder-Hoog-Duitsch, en Hoog-Neder-Duitsch dictionnaire, 1719).

Fischkasten   „Fischbehälter“

Quelle: In einem solchen Bache bringt man einen mit kleinen Löchern versehenen Fischkasten od. einen großen zu verschließenden Korb an (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Krebs [1]). - Der Fischkasten, des -s, plur. ut nom. sing. ein Fischhälter in Gestalt eines Kastens, ein durchlöcherter Kasten in den Teichen, Bächen u.s.f. Fische darin lebendig aufzubewahren (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Ich stieg mit Bertuch seitwärts eine Felsenstiege ab zu einem Brunnen und Fischkasten, die Eiszapfen die Felsen herab! (Goethe, Brief an Herzog Carl August, 1775). - Die Streich-Karpffen soll man von den andern Karpffen absondern / und wegnehmen / und dieselben in einen engen Behalter oder Fischkasten thun (Fischer, Fleissiges Herren-Auge, 1696).

Fischkessel   „großes Gefäß zum Kochen von Fischspeisen“

Quelle: Im Innern, wo es rauchig und finster aussah, fanden wir eine Gruppe Marinari und einige Weiber um das Herdfeuer versammelt, über welchem der große Fischkessel hing (Richter, Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, 1885). - Der Fischkessel, des -s, plur. ut nom. sing. in den Küchen, ein messingener leichter Kessel, Fische darin zu sieden (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - streiche es durch ein hären Tuch und thue es in einen Fischkessel (Die Curieuse [...] Köchin, 1706). - Anno 1652. im Maji / hat ein Schneider in der Altstadt Prage / sein Weib / so auff schwerem Fuß gegangen / umb schlechter Ursache willen / mit einem Fisch-Kessel geworffen / daß selbige bald mit der Frucht geblieben (Adami, Misanders Theatrum Tragicum, 1699).

Fischkonserve   „haltbar gemachter, in Dosen verpackter Fisch“

Quelle: Die Exportschlachtindustrie Hamburgs wird von Schleswig-Holstein und Dänemark mit Schweinen versorgt; auch stellt man hier Fischconserven her (Lehnert, Die Seehäfen des Weltverkehrs, 1891).

Fischkorb   „Korb für Fisch“

Quelle: Fischkorb, 1) Binsenkorb, in dem man Fische in fließendes Wasser setzt, um sie einige Tage aufzubewahren (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v.). - Das Aalwèhr, des -es, plur. die -e, ein durch Zäune oder Pfähle verengter Ort in einem Flusse, vor welchen man Hamen oder Fischkörbe stellet, Fische und besonders Aale darein zu fangen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.). - wann er aber in einen Fischkorb oder Reussen eingehe / da bemühe er sich nicht mit Gewalt den graden Weg wiederum herauszutringen /damit er den Kopf und die Augen nicht verstosse und verletze (Kobolt, Die Groß- und Kleine Welt, 1738). - Den 24. Mertzen vor Tag / hat der sel. Hr. Author wiederumb 10. Personen denen Jägern zu Hülff ans Land geschicket / auch die eingesenckte Fisch-Körbe erheben lassen / worinnen sie eine grosse Menge allerley Fische gefunden (Wurffbain, Vierzehen Jährige Ost-Indianische Krieg- und Ober-Kauffmanns-Dienst, 1686).

Fischkübel   „großer Fischbehälter“

Quelle: Wir stiegen eine glatte, tangbedeckte Treppe hinab, und bald sitze ich zwischen Netzen und Fischkübeln im Kahne (Deutsche-amerikanische Monatshefte für Literatur, Kunst, Wissenschaft und öffentliches Leben 4, 1867). - Caquette, s.f. ein Fischkübel (Nouveau dictionnaire allemand-françois et françois-allemand, 1789).

Fischpfanne   „Pfanne für die Fischzubereitung“

Quelle: Zum Kochen der Fische muß man eine sogenannte Fischpfanne haben (Gotthardt, Kochbuch für feine Küche, 1891). - eine kupferne Fischpfanne – die so lange keinen Essig vergiftete, als man sie nicht flicken ließ – glühte ihn aus dem Küchenrauch des Einheizens, wie die Sonne aus dem Heerrauch, an (Jean Paul, Blumen-, Frucht- und Dornenstücke, 1796-97). - Item / ein gebett Bette / mit aller Zugehör; Ein Tisch / auch Tisch- und Handtuch / die beste Zinnerne Kanne und Schüssel; Ein Teller / den besten Löffel / ein Handbecken / eine Gießkanne / die beste Fisch-Pfanne (Weingarten, Fasciculus diversorum Iurium, 1690).

Fischplatte   „Servierplatte für Fischgerichte“

Quelle: Man garniert den Fisch auf einer heißen Fischplatte mit Petersilie und serviert ihn mit Salzkartoffeln, Italienischer, Tomaten-, Madeira- oder Kapernsauce (Meier, Die moderne Küche, 1898). - Eine flache Schüssel heißt in Ober- und Niederdeutschland häufig eine Platte, im Ital. Piatto, Franz. Plat, Engl. Platter, Nieders. Platte. Eine Fischplatte, eine Fischschüssel (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v. Platte (2)).

Fischsack   „Sack für den Transport von Fischen“

Quelle: Nimm den Fischsack auf den Rücken, und dann geh mir flink aus den Augen, daß ich deine Fersen nicht mehr sehe (Kreutzwald, Ehstnische Märchen, 1869). – Dieser wegen wird der Junge eingezogen, und die Fische, deren er einen zimmlichen Fisch-Sack voll gefangen hatte, auf Obrigkeitlichen Befehl auf eine Sand-Banck in der Oder verscharret (Phytanthoza-Iconographia, 1739). - Wann du wilt mit ihr spazieren gehn / Und sie was müde / must du den Fischsack (Handkorb) tragen (Dach, Neu-außgebutzter Kurtzweiliger Zeitvertreiber, 1700).

Fischschüssel   „Schüssel für Fischspeisen“

Quelle: an seiner Stelle lag jener kleinste Zwerg als sterbender Fechter am Boden und machte seine Sache so vortrefflich, daß alle Zuschauer zu lautem Beifall gerührt wurden und die gesamte Narrenschaft herbeieilte, ihn samt der umgekehrten Fischschüssel, auf welcher er lag, emporhob und im Triumph davontrug (Keller, Der grüne Heinrich: Zweite Fassung, 1879-80). - Eine flache Schüssel heißt in Ober- und Niederdeutschland häufig eine Platte, im Ital. Piatto, Franz. Plat, Engl. Platter, Nieders. Platte. Eine Fischplatte, eine Fischschüssel (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v. Platte (2)).

Fischtiegel   „Tiegel für die Zubereitung von Fischspeisen“

Quelle: Ich wêss, doss ich a su rût bin wî a Fischtîgel under mem Gesichte. (Schles.) (Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 1873, s.v. roth). - Wenn ein Kind zum erstenmahl das Freysig (epilepsia) hat / soll man ihm einen ererbten Fischtiegel über den Kopff decken / und den Mund mit einem Erb-Schlüssel aufbrechen (Schmidt, Die gestriegelte Rocken-Philosophie, 1718-22). - So sollen und können Sie das pfund gemachte arbeit goben / an fieschtiegeln ümb 5 gr. (Fritsch, Tractatus Nomico-Politicus [...] Von Zünft- und Jnnungs-Recht, 1669).

Fischtonne   „großes Faß zur Aufbewahrung und Transport von Fisch“

Quelle: Ich sehe nichts lieber als die große Markthalle, wenn beispielsweise die Fischtonnen mit fünfhundert Aalen in die Netze gegossen werden (Fontane, Der Stechlin, 1897-98). - Sobald beydes geschehen ist, werden die Karpfen, sie mögen groß oder klein seyn, in die Fischtonne gezählt (Höpfner, Deutsche Encyclopädie oder Allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste, 1796, s.v. Karpfenzucht).

Fischtopf   „Topf für die Zubereitung von Fisch“

Quelle: So läßt man den Stockfisch 3 Stunden langsam ziehen, nicht kochen und gibt beim Anrichten über jedes Stück so viel feines Salz als nöthig ist, deckt die Schüssel zu und setzt sie so lange auf den Fischtopf, bis die Kartoffeln angerichtet sind (Davidis, Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche, 1849). - Fischtopf, s. m. pot à poissons (Dictionnaire françois-allemand et allemand-françois, 1790).

Fischtrog   „großer Gefäß für die Aufbewahrung von Fisch“

Quelle: In Fischtrögen bekommen einige sogleich braune Punkte, andere werden auf der einen Seite ganz braun oder erhalten etliche dunkle Querbänder über den Rücken, welche in frischem, fließendem Bachwasser sofort wieder verschwinden (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Der Fischtrog, des -es, plur. die -tröge, in der Hauswirthschaft, ein Trog, Fische in demselben lebendig zu erhalten (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Hotte deine Kasemutter nich Kalk ins Junckern Fischtrog gewurffen / daß em der grusse Haicht dervo war gestorben? (Gryphius, Die gelibte Dornrose, 1661).

substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied
Fischangel   „Angel zum Fischefangen“

Quelle: davon sind unter Anderm die zu Waidhofen an der Ips in Östreich verfertigten seinen Fischangeln ein Beispiel, deren über 6000 Stück auf ein Loth gehen (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1837, s.v. Eisen). - Die Fischangel, plur. die -n, eine Angel zum Fischen, zum Unterschiede von den Fußangeln, Thürangeln u.s.f. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Fascinatio, die Berufung kann wie gedacht geschehen durch wirkliches Anrühren, wie dessen Torpedo oder der im Meer wohnende Zitterschläfer oder Krampffisch ein Exempel gibt, welcher an der Fischangel gefangen durch den Faden und der Fischruthe die Hand des Fischers, der selbige hält, ganz krampfhaft, zitternd und unbeweglich macht (Glorez, Eröffnetes Wunderbuch, 1700). - Deß Königs Sohn fuhr wider nach dem Land / vnd hatte die Canoa / so ihn führete / auff einer Seiten ein grosses Holz herab / vnnd an demselben ein Fischangel in dem Wasser hangen (Meterani novi Continuatio, 1634).#

Fischbärn   „gabelförmiges Gerät zum Herausheben von Fisch“

Quelle: Außer der Angel versieht man sich gewöhnlich noch mit einem Fischhamen (Fischbären), d. h. einem an dem gabelförmigen Ende eines Stabes befestigten Netze, mit welchem man die an der Angel hängenden Fische herausholt (Die Naturgeschichte in getreuen Abbildungen, 1840). - Der Fischbärn, des -es, plur. die -e, ein Bärn, d.i. kleines aber tiefes Netz an einer Gabel mit einem Bügel, theils in kleinen Wassern damit zu fischen, theils aber auch die Fische aus den Fischhältern damit heraus zu hohlen; ein Fischhamen, in den gemeinen Mundarten auch eine Fischbeere (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - allwo der Fürst von Auersperg / sel. Gedächtniß / vor ungefähr 15 oder 16 Jahren / einen Menschen / der einen Fischbern bey sich hatte / mit Stricken / zum Wasser hinabgelassen (Valvasor, Die Ehre deß Hertzogthums Crain, 1689).

Fischbeere   „Fischbärn, gabelförmiges Gerät zum Herausheben von Fisch“

Quelle: Fisch-Bärn, Fischbeere, ist ein kleines, aber tiefes Netz an einer Gabel und mit einem Bügel versehen (Weber, Allgemeines deutsches terminologisches ökonomisches Lexicon und Idioticon, 1838, s.v. Fisch-Bärn). - Der Fischbärn, des -es, plur. die -e, ein Bärn, d.i. kleines aber tiefes Netz an einer Gabel mit einem Bügel, theils in kleinen Wassern damit zu fischen, theils aber auch die Fische aus den Fischhältern damit heraus zu hohlen; ein Fischhamen, in den gemeinen Mundarten auch eine Fischbeere (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Fischbärn). - Sie streichen im May, werden aber den ganzen Sommer in kleinen engen Reusen mit Fischbeeren gefangen (Jablonski/Schwab, Allgemeines Lexicon der Künste und Wissenschaften, 1767, s.v. Pfrillen).

Fischbeize   „Köder beim Fischfang“

Quelle: Mit Fischbeizen, betäubenden Mitteln, bes. Kokkelskörnern etc.; sie sind aber gesetzlich verboten u. werden wie Fischdiebstahl bestraft (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Fischerei). - Fisch-Beize, ein gewisses Mittel, die Fische an einen Ort zu versammeln, damit sie leicht zu fangen seyn (Krünitz, Oekonomische Encyclopaedie, 1778, s.v.).

Fischbesteck   „Essbesteck für den Verzehr von Fisch“

Quelle: Fisch darf nur mit Fischbestecken oder mit zwei Gabeln oder mit der Gabel unter Zuhilfenahme eines Stückchens Brot gegessen werden (Kallmann, Der gute Ton, 1891).

Fischbrett   „Brett zum Zerlegen von Fisch“

Quelle: Auch hat Paasschen sein klein Töchterlein gesehen, daß sie zum andern Mittag Fleisch in dem Topf gehabt, item daß sie mit ihrem Mann gehaddert, und nach ihme mit dem Fischbrett geschmissen, auf welchem noch frische Fischschuppen gesessen (Meinhold, Die Bernsteinhexe, 1843). - Das Fischbret, des -es, plur. die -er, in den Küchen, ein rundes Bret, die Fische darauf zu schuppen und zu reißen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Fischbret, Ist ein plattes rund formirtes Bretlein, mit einer Handhabe, worauff die Fische gerissen werden (Corvinus, Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon, 1715).

Fischdavit   „Kranbalken auf Fischerbooten“

Quelle: oder man findet trägerartig construirte Krahnbalken, welche um ein in der Symmetrieebene befestigtes Pivot drehbar sind und für Steuerbord und Backbord gebraucht werden können und gleichzeitig den Fischdavit überflüssig machen (van Hüllen, Leitfaden für den Unterricht im Schiffbau an den Lehranstalten der Kaiserlich Deutschen Marine, 1888).

Fischfalle   „Falle für den Fischfang“

Quelle: doch waren wir uns unklar geblieben, ob er wirklich einen Volksstamm bezeichne, und lernten erst jetzt am Kulisehu, dass einige von uns im untersten Teil des Batovy bemerkte Fischfallen den Waura gehörten (Steinen, Unter den Naturvölkern Zentral-Brasiliens, 1894). – Sechs Arbeits-Leute sind zur Zeit dieser Fischerey nöthig, welche wechselsweise Tag und Nacht Wache halten, den eingekerkerten Fisch heraus nehmen, und die Fischfalle wiederum stellen (Gmelin/Pallas, Reise durch Russland zur Untersuchung der drey Naturreiche, 1774).

Fischfang   „Vorrichtung zum Fischefangen, Fischfalle“

Quelle: In kurzer Entfernung vom Ufer sah man im Golf in ziemlich dichter Folge Fischfänge. Eine rechteckige Wasserfläche war bis auf einen Eingang durch Stangen und Netze bis auf den Grund abgesperrt (Menz, Deutsche Arbeit in Kleinasien, 1893). - Der Fischfang, des -es, plur. die -fänge […] Zuweilen auch ein besonders zugerichteter Ort, Fische daselbst zu fangen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Fischgabel   „Dreizack, dreizinkige Waffe für den Fischfang“

Quelle: Fischgabel mit 10 Zacken, womit im Winter die Barben gestochen werden (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v. Speer [1]). - Die Fischgabel, plur. die -n, eine große Gabel der Fischer mit drey Zacken, manche Arten von Fischen damit anzuspießen und zu fangen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Fischgarn   „Fangnetz für Fisch“

Quelle: Hirschgeweih und Auerochsenhörner hingen über dem Eingang, Jagdspieße, Leimruten, Fischgarne lehnten in malerischer Unordnung an den Wänden (Scheffel, Ekkehard, 1855). - Der Fischzug, des -es, plur. die -züge, der Zug mit einem Fischgarne, besonders mit der Wathe (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Fischzug). - Solchen Fadem vnd Garn brauchen sie nicht allein im Hause zu allerley / sondern auch zu Fischstricken vnd Fischgarnen / welche sie eben so gut vnd künstlich / als wir / machen (Gottfried, Newe Welt Vnd Americanische Historien, 1631).

Fischgerät   „Gerätschaft für den Fischfang“

Quelle: Es liefert den Lappen etc. ihre Riemen zu Schlitten, ihre Fischgeräthe, ihre Haute zu Kleidern und Stiefeln, ferner Milch, Käse und Fleisch, kurz Alles, was der genügsame Nordlandsbewohner zur Existenz bedarf (Damen Conversations Lexikon, 1837, s.v. Rennthier). - So darf auch das Fischgeräthe nicht außer Landes verkauft werden (Ludovici, Eröffnete Akademie der Kaufleute, oder vollständiges Kaufmanns-Lexicon, 1756).

Fischgestell   „Holzgestell für das Trocknen von Fisch“

Quelle: Suche keine Fische, Mutter! / lang' schon ist der Kasten leer; / selbst der Rabe kommt nicht mehr, / auf dem Fischgestell zu hocken (Dehmel, Das Weib des Jägers, 1891). - man hat in der großgriechischen Stadt Pompeji Dreifüße, Stuhl- und Bettgestelle, Fischgestelle und die mannichfaltigsten Gefäße aus Bronze gefunden, die eine bewunderungswürdige Kunstfertigkeit zeigen (Klemm, Allgemeine Cultur-Geschichte der Menschheit, 1850).

Fischhaken   „Haken für den Fischfang“

Quelle: Der Indianer bedurfte keiner großen Belehrung, er befolgte schnell den Rath des Weißen, ließ aber diesmal das Ende der aus Rinde gedrehten Schnur in Curtis' Hand zurück und nahm nur den Fischhaken in die Rechte (Gerstäcker, Die Regulatoren in Arkansas, 1846). - Der Fischhaken, des -s, plur. ut nom. sing. ein eiserner Haken an einer langen Stange, die Reusen, Garnsäcke u.s.f. damit zu heben (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Es wurde ein Secretarius mit eines Chans Sohn aus Gilaan aneinem Fisch-haken lebendig bey den Rippen aufgehangen (Struys, sehr schwere, wiederwertige und denckwürdige Reysen, 1678).

Fischhamen   „sackförmiges Netz zum Herausheben von Fisch“

Quelle: Im Binnen- u. fließenden Wasser sind die bekanntesten Arten zu fischen: a) F. mit der Angel, s.u. Angel. b) Mit dem Fischhamen, einem sackförmigen Netz, das mittelst eines Bügels (daher Bügelhamen) an einer weiten hölzernen Gabel befestigt ist (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Fischerei). - Der Fischhamen, des -s, plur. ut nom. sing. ein Hamen, d.i. tiefes Netz an einem Bügel, mit einer Gabel, Fische damit aus den Fischhältern zu hohlen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). – Fischhamen, Ist ein länglicht, rund, hohl gestricktes Netz, hat einen eisernen Rand und Umfang oben her, und ist mit einem langen höltzernen Stiel versehen, wormit die Köchin die in dem Wassertroge eingesetzten Speise-Fische heraus ziehet (Corvinus, Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon, 1715). - Der Münch ist klug, ehe er am Freytage hunger litte und hätte keinen Fisch, ehe wirfft er eine Bratwurst in das Wasser, und langte sie mit dem Fischhamen wieder herauß (Weise, Die drei ärgsten Erznarren in der ganzen Welt, 1672).

Fischkelle   „Kelle zum Schöpfen und Auftragen von Fisch“

Quelle: Fischkelle, kleine Schaufel von durchbrochenem, verzinntem Eisenblech od. von Silber, um den bei Tische aufgetragenen Fisch damit aus der Schüssel zu nehmen (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v.). - darunter eine inwendig vergoldete Schale mit dem Deckel, ein Dutzend Messer und Gabel, eine sehr sauber gearbeitete Fischkelle, auch ein paar maßiv goldene gedoppelte Hemdknöpfe u. d. m. (Hannoversche Anzeigen, 1761).

Fischkescher   „sackförmiges Netz zum Herausheben von Fisch“

Quelle: In Köpenick versammeln sich die Fischer des Kiezes und gehen unter Anführung von zweien, die mit Eishaken bewaffnet sind, in den Häusern umher, zwei andre tragen Fischkescher, um die gesammelten Gaben darin aufzunehmen (Kuhn, Märkische Sagen und Märchen, 1843). – Denn weil unter dieser vielmals viele Hederichsknoten (Saamenbehältnisse des Hederichs) wilder Haber und andrer Unkrautsaamen sich befindet, so muß man diese Gerste ein Paar Tage vor der Aussaat in einem Fasse einweichen, und mit gestrickten Fischkeschern, Durchschlägen oder Sieben alles, was oben schwimmt, so fort abnehmen, und die Gerste fleißig umrühren (Germershausen, Der Hausvater in systematischer Ordnung, 1784).

Fischköder   „Köder für den Fischfang“

Quelle: Fischköder, Lockspeise um Fische zu fangen; dient entweder, um an den Angelhaken befestigt zu werden, od. um Fische an einen gewissen Ort hinzulocken u. sie da in Reußen, mit Netzen etc. od. mit der Angel zu fangen (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v.). - Der Fischköder, des -s, plur. von mehrern Arten und Quantitäten, ut nom. sing. der Köder, vermittelst dessen man die Fische anlockt und fänget (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Er erfand auch die Fischerangel, die Fischernetze und Fischköder nebst den Kähnen, und soll der erste gewesen seyn, der mit Schiffen gesegelt (Hederich, Gründliches mythologisches Lexikon, 1770, s.v. Chrysor). - Fisch-Koder. Seynd zu gebrauchen gäntzlich verbothen (Lufft, Repertorium iuris saxonici, 1674).

Fischlanze   „Lanze für den Fischfang“

Quelle: Sie haben nur ihre Messer und die Fischlanzen mit (May, Im Lande des Mahdi II, 1896). - Beim Absterben eines Mannes werden sein ganzer Viehstapel, seine Kleider, Beile, Fischlanzen, mit Einem Wort, alle seine beweglichen Güter mit ihm begraben (Eggers, Deutsches Magazin 9, 1795).

Fischleine   „Angelschnur“

Quelle: Nehmt mich mit auf den Fischfang, Kameraden, ich will euch als Ködergeber (der den Köder an die Angelhaken der Fischleine steckt) dienen! (Poestion, Lappländische Märchen, Volkssagen, Räthsel und Sprichwörter, 1886). – Er warf hier einen Stein aus, den er an eine Fischleine angebunden hatte, und fand, daß ziemlich tiefes Wasser war (Allgemeine Historie der Reisen zu Wasser und Lande, 1748). - und weil er Schwimmens unerfahren / hielte er sich an die hinden an der Companien hangende Fischleine / mit seinen Händen eine weile feste (von der Behr, Diarium, Oder Tage-Buch, 1668).

Fischleiter   „Vorrichtung, die Fischen die Wanderung flußaufwärts ermöglicht“

Quelle: Man hat jedoch allmählich gelernt, durch besondere Vorrichtungen, Fischwege und Fischleitern (Brutleitern, Fischsteige) diese Hindernisse für die Fische passierbar zu machen (Schwappach, Forstpolitik, Jagd- und Fischereipolitik, 1894).

Fischleuchte   „Leuchtkorb für den Fischfang“

Quelle: Mit Fischleuchten; in einem von Draht od. Eisen geflochtenen u. mit einem Stiele versehenen Korbe (Leuchtkorbe) werden klein gespaltene Kienstücke angezündet; einer der Fischer hält dieses Feuer über der Oberfläche des Flusses od. Baches, wodurch die Fische geblendet werden, so daß man sie bequem mit den Händen, mit Gabeln od. Netzen fangen kann (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Fischerei).

Fischlöffel   „Löffel für den Fischverzehr“

Quelle: Wenn er gar ist, nimmt man ihn mit einem Fischlöffel heraus (Wolf, Kochbuch für israelitische Frauen, 1896). - Der Fischlöffel, des -s, plur. ut nom. sing. ein breiter Löffel oder Spatel, die Fische bey der Mahlzeit damit vorzulegen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Nim Kirschen / thue sie in einen Tiegel / und laß sie also mit ihrem eigenen Sode kochen / und lüfte sie mit einem Fischlöffel unten / daß sie nit anbrennen (Coler, Oeconomia Ruralis et Domestica, 1680).

Fischmesser   „Messer zum Abstechen und Zerlegen von Fisch“

Quelle: Die gewöhnliche Fischerei wurde mit Netz, Angel u. Köder betrieben; zum Fang der Großfische bewaffneten sie sich mit Wurfgabel, Leine u. Fischmesser (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v. Skandinavien). – Ein jeder, der auf den Kabeljaufang auszieht, hat im Boote seine Fischerleine, seine Angel, seinen Köder, sein Fischmesser, und ein dickes Seil (Höpfner, Deutsche Encyclopädie oder Allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste und Wissenschaften, 1794, s.v. Kabeljau). - er läufft im Strich / so daß Steuer im Wasser machet / so nahe hinter das Boht her / daß sie selbigem ihr Fisch-Messer am Ruder fest gemachet / ins Auge stossen (Claussen/Steinkuhl, Topographia Norwegiae, 1685).

Fischnetz   „Netz für den Fischfang“

Quelle: Fischnetz, so v.w. Fischernetz (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v.). - Die Fischwathe, plur. die -n, ein großes Fischnetz, welches aus zwey gestrickten Wänden bestehet, und in der Mitte einen Sack hat, in welchem sich die eingefangenen Fische versammeln (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Fischwathe). - Das ist auch die Sagena und Fischnetz / aus welchem die Bösen nicht ehe geworffen werden / als an dem Ufer der Ewigkeit / nach durchstrichenem Meer dieses ungestümmen Lebens (Schwartz, Doctrina Morum solida, 1689).

Fischpass   „Vorrichtung, die den Fischen die Wanderung flussaufwärts ermöglicht“

Quelle: In den für den Durchzug der Fische angelegten Fischpässen ist jede Art des Fischfanges, insbesondere auch das Einhängen oder Einsetzen von Fischkörben, Netzen, Reusen und anderen Fangvorrichtungen verboten (Schwappach, Forstpolitik, Jagd- und Fischereipolitik, 1894).

Fischport   „Garenne, Vorrichtung zur Fischlenkung in einem Gewässer“

Quelle: Ist diese Zurichtung von Bretern u. Steinen gemacht, so wird sie ein Fischport genannt (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Fischerei). – Eine andere Art von einer solchen Fischweide oder Garenne, welche in sandigten fischreichen Wassern, an solchen Orten, wo die Sonne in der größten Hitze ungehindert scheinen kann, angelegt, und ein Fischport genannt wird, ist folgende (Jacobsson, Technologisches Wörterbuch, 1793).

Fischporte   „Garenne, Vorrichtung zur Fischlenkung in einem Gewässer“

Quelle: Es sind dies die Garenen, d. h. quer über einander geschichtete Reisigbunde, die man in einen Fluß, Teich u. dgl. legt und mit einem Pfahle befestigt, - und die Fischporte, d. h. in das Wasser gesenkte nicht große Steine, auf welche man breite und lange Bretter legt, damit die Fische einen Schattenplatz bekommen (Baumstark, Kameralistische Encyclopädie, 1835). - Die Fischporte, plur. die -n, in der Fischerey, eine Art der Fischweide, welche aus einer breternen Porte, oder Thüre, bestehet, unter welche sich die Fische bey einer großen Hitze häufig versammeln. Die letzte Hälfte ist das Franz. Porte, eine Thür, weil diese Art des Fischfanges eine Franz. Erfindung ist (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Fischraffel   „eine Art Fischnernetz“

Quelle: Fischraffel, so v.w. Raffle (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v.). - Die Fischraffel, plur. die -n, ein gleichfalls aus dem Franz. Raffle gebildetes Wort, eine Art eines Fischergarnes zu bezeichnen, welches einem Sack- oder Koffergarne gleichet, und alles mit sich nimmt oder raffet, worauf es fällt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Fischreuse   „fangkorbartige Vorrichtung für den Fischfang“

Quelle: Gewöhnlich erhält man die wenigen, welche man überhaupt in seine Gewalt bekommt, beim Aufheben der Fischreusen, in denen sie sich verwirrt und den Tod durch Erstickung gefunden hatten (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Die Fischreuse, plur. die -n, Reusen, d.i. von Weiden geflochtene Körbe, Fische darin zu fangen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - und ob er wol ein tapferer Hofmann / hat er sich doch in seinem eignen Handel nicht finden können / und erfahren / daß solche Geschäffte gleich sind den Fischreisen / deren Eingang weit / und leicht / der Außgang aber schwer und fast niemals zu finden (Harsdörffer, Der Grosse Schauplatz jämmerlicher Mordgeschichte, 1656). - Wir thetn ein mal bey Winterszeitn, / Bey einem tieffen Wasser reitn, / Vnd sahn, das ein fischreise groß / Vnter den Eißschulffen herfloß (Heinrich Julius Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Von Vincentio Ladislao: Versfassung, 1601).

Fischrute   „Angelrute, Rute für den Fischfang“

Quelle: Sobald der Fisch sich gefangen merkt, macht er mit seinen elektrischen Stößen anfangs die Schnur, die Fischruthe, und dann den Fischer selbst so zittern, daß er, wenn er nicht alles von sich würfe, in Gefahr wäre, das Leben zu verlieren (Jäck, Taschen-Bibliothek der wichtigsten und interessantesten Reisen durch Aegypten, 1831). - in der gegenwärtigen Jahrszeit wären diese Fische sehr gemein, man fänge sie leichtlich mit der Fischruthe, mit dem Netz aber zöge man bisweilen 15 oder 20 auf einmal heraus (Chastellux, Reise durch Amerika, 1786). - Fascinatio, die Berufung kann wie gedacht geschehen durch wirkliches Anrühren, wie dessen Torpedo oder der im Meer wohnende Zitterschläfer oder Krampffisch ein Exempel gibt, welcher an der Fischangel gefangen durch den Faden und der Fischruthe die Hand des Fischers, der selbige hält, ganz krampfhaft, zitternd und unbeweglich macht (Glorez, Eröffnetes Wunderbuch, 1700). - Ein Indianischer Rohrstab mit einer Fischruten / stecken 3. Rohr ineinand / die sich unten zuspitzen (Zeiller, Itinerarium Germaniae nov-antiquae, 1632).

Fischsäule   „Grenzpfahl in einem Fischgewässer“

Quelle: die Fischsäule, Gränzpfahl der Fischgerechtigkeit (Kaltschmidt, Vollständiges stamm- und sinnverwandtschaftliches Gesammt-Wörterbuch der Deutschen Sprache, 1854, s.v.). - Die Fischsäule, plur. die -n, eine Säule, welche die Grenzen eines Fischwassers und des demselben anklebenden Fischrechtes bezeichnet (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Fischschupper   „Werkzeug zum Entschuppen von Fisch“

Quelle: Die Barsche werden mit einem Fischschupper geschuppt (Davidis, Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche, 1849).

Fischspeer   „Speer für den Fischfang“

Quelle: Aus den Geweihen und den Knochen verfertigen sie sich ihre Fischspeere und Angeln (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Fischspieß   „Spieß für den Fischfang“

Quelle: Bei ihrem Erscheinen in seichtem Wasser fängt man sie mit dem Ringnetze oder erbeutet sie mit Hülfe des Fischspießes (Brehm, Thierleben, 1883-87). - Soll er gebraten werden, so muß man ihn vorhero schuppen, überzwerg zerschneiden, salzen, an einen Fischspieß stecken, auf den Rost legen, und mit Butter betreufeln (Otto/Stahl, Onomatologia Forestalis-Piscatorio-Venatoria, 1773).

Fischstecher   „Stichwaffe für den Fischfang“

Quelle: Der König erhob seinen Fischstecher (Ridderstad, Der Trabant, 1852). - Die Canots, Fischstecher, Schwerdte, Schilde, Speere, Wurfspieße, Keulen und Beile werden von den Männern verfertigt (Tench, Neuere Geschichte der See- und Land-Reisen, 1794).

Fischtakel   „Tauvorrichtung zum Heben von Lasten“

Quelle: und je öfter die Reichen auf Jagen und Fischen ausgehen, desto mehr Gewehre, Pulver, Schrot und Fischtakel wird man verfertigen müssen (Petzler, Die sociale Baukunst, 1879).

Fischtrampe   „am Ende mit Lappen oder Scheiben versehene Stange zum Treiben von Fischen“

Quelle: Wenn sich diese dahin gewöhnt haben, so umstellt man die Fischweide mit einer Wathe, zieht die Faschinen empor, scheucht die Fische mit der Fischtrampe (einer 6-7 Ellen langen Stange, welche am unteren Theile mit einigen über einander gelegten Scheiben von Filz od. Leder versehen ist), aus ihrem Lager auf u. in die ausgespannten Netze (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Fischerei). - Die Fischtrampe, die -n, bey den Fischern, eine lange Stange, vorn mit Stücken von Filz oder Leder versehen, die Fische damit aus ihren Löchern in die Netze zu treiben (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Fischtreppe   „Vorrichtung, die Fischen die Wanderung flußaufwärts ermöglicht“

Quelle: Neuerdings ist man von dieser Anschauung abgegangen, und es sollen bei den neueren Stauanlagen Fischtreppen nach der bekannten Art derjenigen an der canalisirten Mosel ausgeführt werden (Davy, Centralblatt der Bauverwaltung, 1889).

Fischwate   „eine Art Fischnetz“

Quelle: Sege (Segegarn), große Fischwate, bis 150 Ellen lang u. 12 Ellen breit (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Sege). – Wurde in diesem See gefischt, so waren zwei Hindernisse im Wasser vorhanden, die man mit den Netzen oder der Fischwade zu vermeiden hatte (Bartsch, Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, 1879-80). - Die Fischwathe, plur. die -n, ein großes Fischnetz, welches aus zwey gestrickten Wänden bestehet, und in der Mitte einen Sack hat, in welchem sich die eingefangenen Fische versammeln; die Wathe, das Ziehgarn, Zugnetz, weil es von Menschen oder Pferden gezogen wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Fischweg   „Vorrichtung, die Fischen die Wanderung flußaufwärts ermöglicht“

Quelle: Man hat jedoch allmählich gelernt, durch besondere Vorrichtungen, Fischwege und Fischleitern (Brutleitern, Fischsteige) diese Hindernisse für die Fische passierbar zu machen (Schwappach, Forstpolitik, Jagd- und Fischereipolitik, 1894).

Fischwehr   „Fischzaun, Fangvorrichtung für den Fischfang“

Quelle: Verboten ist in nicht geschlossenen Fischwassern jede ständige Vorrichtung zum Zwecke des Fischfanges (Fischwehr, Fach) und jede Anwendung stehender Netze der Fischerei (Sperrnetze), welche auf mehr als die halbe Breite des Wasserlaufes bei gewöhnlichem niedrigen Wasserstande, im rechten Winkel vom Ufer aus gemessen, den Zug der Fische versperrt (Schwappach, Forstpolitik, Jagd- und Fischereipolitik, 1894). - Der Bischof Thiederich von Revel sprach 1250 auf des revelschen Hanptmans Saxens Forderung die Mühle Sagentaken dem dünemündischen Abt Conrad zu, doch mit dem Vorbehalt, daß die Bauren am Bach Sagentake und die von Voseke nach dem alten Herkommeu freie Fischwehren setzen können (Lettus, Der Liefländischen Chronik Andrer Theil, 1753). - … alldieweiln ihnen außdrücklich verboten Graff Adolphen Fischwehren nicht zu berühren (Kurtzer Bericht wie die Stadt Lübeck Regalia und Jura zu schmälern, hingegen Ihre Hoch- und Herrlichkeit zu extendiren sich beflissen, 1672).

Fischzaun   „Fischwehr, Vorrichtung zum Fischfang“

Quelle: Steinerne Fischzäune, Mauern, welche mit trockenen Steinen aufgeführt u. mit Öffnungen versehen sind, vor welchen ein Gitter angebracht wird, damit das Wasser durchlaufen kann (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v. Steinerne Fischzäune). - Die Fischzäune sind entweder von Holz, von Stein oder von Flechtwerk (Rössig, Versuch einer pragmatischen Geschichte der Ökonomie- Polizey- und Cameralwissenschaften, 1782). - So mag man auch die Fischzäune nicht breiter machen, als man Grund am Wasser hat (Königs Christians des Fünfften / Dänisches Gesetz, 1699).

Fischzeug   „Geräte für den Fischfang“

Quelle: Jedes ist Eigentümer der von ihm verfertigten und gebrauchten Werkzeuge: der Mann der Waffen, des Jagd- und Fischzeugs, die Frau des Hausrats (Engels, Der Ursprung der Familie, 1884). - Das Fischzeug, des -es, plur. inus. ein Collectivum, alles zum Fischen nöthige Geräth zu bezeichnen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Jn jhren Hütten ist nichts mehr zu finden / als etliche seltzame Körb da jhr Fischzeug innen ist / welches bestehet in etlichen Steinern Fischhäcklein / auff vnser weiß sehr artig gemacht / daran sie Muscheln anhengen / womit sie so viel Fisch fangen / als sie begeren (Gottfried, Newe Welt Vnd Americanische Historien, 1631).