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Zunge

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Neuhochdeutsch

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Zungenausschlag
Zungenbein
Zungenblatt
Zungenblume
Zungenblüte
Zungenbrand
Zungenbrecher
Zungenfarbe
Zungenfärbung
Zungenfarn
Zungenfeder
Zungenfehler
zungenfertig
Zungenfertigkeit
Zungenfisch
Zungenform
zungenförmig
Zungenfrosch
Zungengebrauch
Zungengeschwür
Zungengeschwulst
Zungenklöppel
Zungenkraut
Zungenkrebs
Zungenkröte
Zungenlähmung
Zungenlaut
zungenlos
Zungenmorchel
Zungenmuskel
Zungenmuskulatur
Zungenpaar
Zungenpeitsche
Zungenpilz   „Pilzkrankheit an der Zunge“
Zungenrede
Zungenredner
Zungenriemen
Zungenschaber
Zungenschlag
Zungenschwamm   „Pilzkrankheit an der Zunge“
Zungenschwert
Zungenspitze
Zungenspitzchen
Zungenstoß   „besondere Art, ein Blasinstrument zu spielen“
Zungenstück
Zungenweh   „Schmerzen an der Zunge“
Zungenwurst   „Wurst mit Ochsen- oder Rinderzunge darin“
Zungenwurzel

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Allgemein
Nicht ermittelbar.

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Allgemein
Mund

Quelle: Bei den Krokodilen und Schildkröten dagegen ist die Rute ein unpaariger, ähnlich wie die Zunge im Munde an der ventralen Wand der Kloake festgehefteter solider Körper, der aus dem After hinausgeschoben werden kann und an seiner oberen Fläche ebenfalls mit einer Längsrinne für den Samen versehen ist, in deren vorderes Ende die Samenleiter ausmünden. (Reinhardt, Ludwig, Vom Nebelfleck zum Menschen, München: Reinhardt 1909, S. 366, nach DWDS).

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Neuhochdeutsch

Allgemein
Sinnesorgan

Quelle: Sinnesorgan zur Wahrnehmung des Geschmacks, beim Menschen die Zunge. (DWDS s.v. Geschmacksorgan).

FUNKTION: sprechen
Sprechwerkzeug

Quelle: Zu den Sprechwerkzeugen gehören Kehlkopf, Zunge, Gaumen, Lippen. (DWDS s.v. Sprechwerkzeuge).

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FUNKTION: sprechen
Schlangenzunge   „gespaltene Zunge“

Quelle: Heute kann der Staatschef gelassen zur Kenntnis nehmen, daß einige alte Weggenossen wie La Paix c'est moi! Bidault und Soustelle vor Wut schäumen oder daß im Kreise der Sozialisten Mollets, die in der Mehrzahl seine Politik bejahen, einzelne Männer wie Naegelen (der einmal Generalgouverneur in Algerien war) Sodom und Gomorrha voraussehen, oder daß die Kommunisten mit Schlangenzungen von einem anbrechenden Neo-Kolonialismus" flüstern. (Die Zeit, 23.03.1962; nach DWDS.).

Engelszungen (nur Pl.   „Zunge (einer Person), die mit der (gedachten) Überzeugungskraft von Engeln reden kann“

Quelle: Er hätte sich Engelszungen gewünscht, den Unglauben damit zuschanden zu machen, aber schon der Anfang seines Berichtes ließ ihn erschrecken. (Schaper, Edzard, Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 183). - Der rumänische Staat finanziert gerade mal die Immobilie, und selbst der Neubau war eine unendliche Geschichte in einem Land, in dem langatmig und mit Engelszungen erklärt werden muss, warum gerade die Wissenschaft ein Haus braucht. (Die Zeit, 21.1.2007; ncah DWDS).

Lästerzunge   „(ugs. abwertend) Lästermaul“

Quelle: Lästerzungen sagen, dass die Obrigkeit dieses Ventil bewusst zugelassen habe, damit das Volk ihr nicht wirklich gefährlich werde. (Die Zeit, 11.02.2008; nach DWDS.)

Stachelzunge   „Zunge, die Stachelworte spricht“
Schmeichelzunge   „Zunge eines Schmeichlers“
Zwieselzunge   „gespaltene Zunge, die Lügen ausspricht, um zu betrügen“
Silberzunge   „Zunge, die silberhellen Schall gibt“
Plapperzunge   „plappernde, schwatzhafte Zunge“
Spötterzunge   „Zunge eines Spötters und Spötter selbst“
Schwertzunge   „eine schneidend, empfindlich sprechende Zunge“
HAT: Funktion zum Schmecken
Feinschmeckerzunge   „Zunge, die ein ausgeprägtes Geschmacksvermögen für gutes Essen hat“

Quelle: Nicht nur, weil wir uns beim Verzehr von Antipasto Freddo und Faraona con Salsa Perverada an Colonel Cantwells Feinschmeckerzunge erinnern. (Die Zeit, 25.11.1988; nach DWDS).

Weinzunge   „Zunge, die ein ausgeprägtes Geschmacksvermögen für Weine hat“

Quelle: Als Schriftsteller stand er nicht sehr hoch, dagegen besaß er die beste Weinzunge im Hause. (Blos, Wilhelm, Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Band 1,, in: Oliver Simons (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 9662, nach DWDS).

Kennerzunge   „Zunge eines Gourmand“
IST: vom Tier
Kalbszunge   „Zunge eines Kalbes“

Quelle: Mit Blick auf die Damen sagt Monsieur Arnoult: » Gut zubereitete Kalbszungen oder Schafsnieren sind besser als jede Diät. (Die Zeit, 16.3.2006; nach DWDS).

Katzenzunge   „Zunge einer Katze“

Quelle: Forscher haben herausgefunden, wie Katzen trinken, und Verblüffendes dabei entdeckt. Die Vierbeiner löffeln nicht - sie beißen ihre Milch ab. Der Trick gelingt, weil die Katzenzunge die Flüssigkeit quasi zum Stehen bringt. (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/trink-trick-katzen-beherrschen-die-hohe-kunst-der-physik-a-728740.html).

Ochsenzunge   „Zunge eines Ochsen“

Quelle: Ich hatte für Herrn Blöcker und mich etwas kaltes Frühstück mitnehmen lassen: Brot, Butter, Ochsenzunge und eine Flasche Rotwein, welche wir auf der Veranda von Kamborote's Haus verzehrten. (Peters, Carl, Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 51; nach DWDS).

Pökelzunge   „gepökelte Rinderzunge“

Quelle: Pökelzunge nach der beim Kaufen angegebenen Zeit wässern, frische Zunge nur waschen. (Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 92; nach DWDS).

Rinderzunge   „Zunge eines Rindes“

Quelle: Da überdecken Pfeffer und scharfe Soßen den schlechten Fleischgeschmack (die scharfe Soße für die Rinderzunge nicht vergessen, sonst fängt sie an zu reden und erzählt dem Kunden am Tisch Nummer sechs, wie lange sie schon rumliegt). (Die Zeit 21.11.1980; nach DWDS).

Rindszunge   „Zunge eines Rindes“

Quelle: Rindszunge an Kapern-Sauce (http://www.wildeisen.ch/rezepte/kochen/rezept/details/rindszunge-an-kapern-sauce/?print=1&user_wildeisen_recipe[prevsearch]=1).

Schlangenzunge   „gespaltene Zunge einer Schlange“

Quelle: Und ganz in unserem Rücken, gegen die Höhen zu, wo unsere ganze schwere Artillerie steht, die Schrapnellwölkchen der Franzosen. Wie Schlangenzungen sehen sie aus, wenn sie platzen. (Brief von Eduard Offenbächer vom Mai 1915, in Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1915], S. 190; nach DWDS).

Gänsezunge   „Zunge einer Gans“
Schafzunge   „Zunge eines Schafs“
Hirschzunge   „Zunge eines Hirsches“
Rollzunge   „lange, röhrenförmige Zunge mit der Fähigkeit, sich zusammenzurollen, z.B. bei Ameisenbären“
Krötenzunge   „Zunge einer Kröte“
Schweinezunge   „Zunge eines Schweins“

Quelle: Es gibt russische Läden, Kalinka am Queensway zum Beispiel, wo man von Sprotten über geräucherte Schweinezungen bis zu schwarzem Roggenbrot alles bekommt, was den russischen Magen ergötzt. (Die Zeit, 7.12.2006; nach DWDS).

Schweinszunge   „Zunge eines Schweines“

Quelle: Rezept Zubereitung Pikante Schweinszunge (http://www.kochbar.de/rezept/139196/Pikante-Schweinszunge.html). Selten für übliches 'Schweinezunge'.

Übertragen nach Aussehen
Katzenzunge   „katzenzungenförmiges Schkoladenkonfekt“

Quelle: Besuch der Elisabeth-Ausstellung in Schönbrunn, Hofburg und Hermesvilla, die Herstellung von Kosmetika nach kaiserlichen Rezepten, das Verkosten von Milchkaffee und Katzenzungen sowie eine Shoppingtour "auf den Spuren der k.u.k. Hoflieferanten". (Die Zeit, 2.4.1998; nach DWDS).

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Menschenzunge   „Zunge eines Menschen“

Quelle: Des Herrschers Namen muß ich schweigen, / Gott rufen Menschenzungen ihn. (Ernst Moritz Arndt; nach DWb s.v.)

Posaunenzunge

Quelle: […] daß seine Tugenden wie Engel mit Posaunenzunge für ihn zeugen werden. (Ludwig Tieck; nach DWb s.v.)

Todtenzunge

Quelle: Die lallende Todtenzunge eines Orgeltremulanten. (Jean Paul; nach DWb s.v.)

Weiberzunge   „Zunge einer Frau“

Quelle: Ein Sprichwort, das ich glaube, / sagt: Weiberzung hat nimmer ruh, / sie ist von Espenlaube. (Gottfried August Bürger; nach DWb s.v.)

Gebrauch
Engelszunge   „Zunge (einer Person), die mit der (gedachten) Überzeugungskraft von Engeln reden kann“

Quelle: In diesen einfachen Köpfen war das Mißtrauen rege geworden, und mit Engelszungen ließ sich ihnen der Argwohn nicht wieder ausreden. (Polenz, Wilhelm von: Der Büttnerbauer. Berlin, 1895; nach DWDS.)

Eisenzunge

Quelle: Nur Eisenzung und nur Bombardenstimme / vermöchte kund zu thun, was hier geschehn. (Johann Diederich Gries; nach DWb s.v.)

Feuerzunge

Quelle: Mit ihrer Feuerzunge schilderte sie jeden Umstand der verruchten That. (Johann Wolfgang Goethe; nach DWb s.v.)

Frevlerzunge

Quelle: Die andern Lästerungen / sind wiederholbar nur für Frevlerzungen. (Johann Diederich Gries; nach DWb s.v.)

Glattzunge

Quelle: Gelbschnäbel, Klugsichdünker, Obenaus, Glattzungen, Schmeichler, die polirten Herrn. (Ludwig Tieck; nach DWb s.v.)

Judaszunge   „falsche Zunge“

Quelle: Lat uns fürbasz werden frum, / und niemer folgen falschen Räten, / daß wir von unserm Herren treten; / wann sie hant Judaszungen, / drumb sin wir abgesprungen / als ein Hase vome Garn. (Rochus Freiherr von Liliencron; nach DWb s.v.)

Kennerzunge

Quelle: Ob ich, mit einer Kennerzunge, Nachbar eines unbedeutenden Zwischengerichts oder eines seltenen Wildbratens bin? (Helferich Peter Sturz; nach DWb s.v.)

Klatschzunge

Quelle: Und wär ich der Herrgott, so liesz ich auf Erden / zu Dornen und Disteln die Klatschzungen werden. (Emanuel Geibel; nach DWb s.v.)

Lästerzunge   „(ugs. abwertend) Lästermaul“

Quelle: Den Lästerzungen und Nörglern war dadurch einigermaßen der Mund gestopft, und mancher, der durch die frühere Heimsuchung vor den Kopf gestoßen worden, machte wieder seinen Frieden mit dem lieben Gott. (Polenz, Wilhelm von: Der Büttnerbauer. Berlin, 1895; nach DWDS.)

Otterzunge

Quelle: Kummer, der ihn mit allen Otterzungen anfällt. (Johann Wolfgang Goethe; nach DWb s.v.)

Plapperzunge   „plappernde, schwarzhafte Zunge“

Quelle: Der Plapperzunge / vorwitzig prahlende Beredsamkeit. (August Wilhelm Schlegel; nach DWb s.v.)

Schandzunge

Quelle: Ich sagt's gleich, die Leute sind Lügenmäuler, Schandzungen. (Johann Wolfgang Goethe; nach Dwb s.v.)

Schlangenzunge   „gespaltene Zunge“

Quelle: Alles das bot mir des Verführers Schlangenzunge, und ich war Kind genug, mich an den bunten Bildern zu ergötzen; war verblendet genug, Kinder, Vater und Gemahl zu verlassen, um einem Nichtswürdigen zu folgen, der -- doch genug! (Kotzebue, August von: Menschenhaß und Reue. Berlin, 1790; nach DWDS.)

Schwertzunge   „eine schneidend, empfindlich sprechende Zunge“
Stachelzunge   „stachelige Zunge; Zunge, die Stachelworte spricht (bildlich)“
Stammelzunge   „Schelte für einen Stammelnden“
Zwieselzunge   „bildlich: gespaltene Zunge, die Lügen ausspricht, um zu betrügen“

Quelle: Aus deren Zwieselzung der Falscheit und der List das Gift Verrätherey ausgegangen. (Michael Wiedemann; nach Dwb s.v.)

IST: vom Tier
Kalbszunge   „Zunge eines Kalbs“

Quelle: Und somit komm' ich in demüthiger Hoffnung, daß ihr guten Bürger bei meinem lieben Weibe Fürbitte für mich leisten werdet, daß sie den frechen muthwilligen Mann wieder in ihre Liebe und Neigung aufnehmen möge und ihm seine Lästerzunge nicht nachtragen. (Heyse, Paul: Novellen. Berlin, 1855; nach DWDS.)

Rinderzunge   „Zunge eines Rinds“

Quelle: Geräucherte Schinken und Würste, geräuchertes Rindfleisch, geräucherte Rinderzungen, Hering, Stockfisch, Lachs, Käse und dergleichen läßt man sich hier auch gern aus Europa bringen und bezahlt es gut. (Thunberg, Carl Peter (Übers. Christian Heinrich Groskurd): Reisen durch einen Theil von Europa, Afrika und Asien [..] in den Jahren 1770 bis 1779. Bd. 1. Berlin, 1792; nach DWDS.)

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
schmeichelzunge   „schmeichlerische Zunge, Zunge eines Schmeichlers“

Quelle: Hab ich sie je nit betrogen, noch zwungen, / noch überedt mit schmeichelzungen. (Hans Sachs; nach DWb s.v.)

silberzunge   „Zunge, die silberhell klingt“

Quelle: Die geschöpff gottes werden zu seinem lob ermahnet. / wolauff, jr hole seitenspiel, / stimmt an die silber-zungen, / die seiten stimmet an subtil, / stimmt an was je geklungen. (Friedrich Spee; nach DWb s.v.)

stichzunge   „Schandmaul (seltener Gebrauch)“

Quelle: Damit er nit durch beiwohnung disz geschwätzigen und leichtfertigen kopffs, wegen seiner schwächlichen unnd heimeschen stichzungen, etwas ubels an sich zöge. (Johann Baptist Fickler; nach DWb s.v.)

Mittelhochdeutsch

bei Tieren
bernzunge   „Zunge eines Bären“
hundezunge   „Zunge eines Hundes“
nâternzunge   „Zunge einer Natter“
ohsenzunge   „Zunge eines Ochsen“
schâfzunge   „Zunge eines Schafs“
vogelzunge

Quelle: so sueʒe stimme er hôrte von kleinen vogelzungen (Reinfried von Braunschweig; nach: http://woerterbuchnetz.de/Lexer; Eintrag: vogelzunge).

bei Pflanzen
hundszunge   „Wundkraut“
Gebrauch
bîzunge   „Doppelzunge, verleumderische Zunge“

Quelle: besprochen von argen bîzungen (Heinrich von dem Türlin, Diu Crône; nach: http://woerterbuchnetz.de/Lexer; Eintrag: bîzunge).

slangenzunge   „gespaltene Zunge“

Quelle: sîn zung treit gift über slangenzungen (Hadamar von Laber; nach: http://woerterbuchnetz.de/BMZ; Eintrag: slangenzunge).

Eigentl. Bedeutung & ÜbertragungenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

IST: länglich
Lasche
Halbinsel
Zeiger
Ausläufer
Landzunge   „schmaler. ins Wasser ragender Streifen Land“

Quelle: Das Plateau, auf dem sie gingen, schob sich wie eine Landzunge ins Meer. (Jentzsch, Kerstin, Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 366, nach DWDS).

Seezunge   „länglicher, platter Fisch“

Quelle: Wenn man sie richtig in Platt- oder Langfische einzuordnen versteht, ist es nach wiederholter Übung möglich, sie gut und rasch zu filetieren. Filetiert werden wie die Forelle: Blaufelchen, Hecht, Karpfen, Lachs oder Salm, Schleie und Zander; Seezunge : Heilbutt, Rotzunge, Steinbutt. (Neumann, Heinz / Scharfe, Adolf, Gekonnt serviert, Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 90, nach DWDS).

HAT: besondere Farbe
Rotzunge   „rötlicher, platter Fisch“

Quelle: Wenn man sie richtig in Platt- oder Langfische einzuordnen versteht, ist es nach wiederholter Übung möglich, sie gut und rasch zu filetieren. Filetiert werden wie die Forelle: Blaufelchen, Hecht, Karpfen, Lachs oder Salm, Schleie und Zander; Seezunge : Heilbutt, Rotzunge, Steinbutt. (Neumann, Heinz / Scharfe, Adolf, Gekonnt serviert, Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 90, nach DWDS).

FUNKTION: sprechen
Lästerzunge   „Person, die schlecht über andere redet“

Quelle: Man bedauert in diesem Kreis die Abschaffung der wirklichen Tortur und macht flagellantische Übungen; böse Lästerzungen haben dafür einen anderen Namen... (Meisel-Hess, Grete, Die Intellektuellen, in: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 48892, nach DWDS).

Schlangenzunge   „Name einer lügnerischen Person im Herrn der Ringe“

Quelle: Schlangenzunge – diesen Spitznamen trägt Gríma, Gálmóds Sohn, der engste Ratgeber von König Théoden, der im Geheimen mit dem gefallenen Zauberer Saruman paktiert. (http://ardapedia.herr-der-ringe-film.de/index.php/Gr%C3%ADma_Schlangenzunge).

MeronymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Papillen   „Geschmacksknospen“

Quelle: Die pilzförmigen Papillen (Papillae fungiformes) sind neben der Aufnahme von Geschmacksreizen vermutlich auch an Tast- und Temperaturempfinden beteiligt. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Schleimdrüse   „Drüsen zur Schleim- und Speichelbildung an der Zunge“

Quelle: Die Oberseite der Zunge (der Zungenrücken, Dorsum linguae) ist etwas gewölbt, liegt ganz frei und zeigt hinten eine dreieckige Vertiefung, das blinde Loch, in dem sich mehrere Schleimdrüsen öffnen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Speicheldrüsen   „Drüsen zur Schleim- und Speichelbildung an der Zunge“

Quelle: Die Zunge enthält zahlreiche kleine Speicheldrüsen, besonders in der Gegend der Zungenwurzel. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Wallpapillen   „Geschmacksknospen am Zungengrund“

Quelle: Die am Zungengrund gelegenen Wallpapillen (Papillae vallatae) sind erhaben und von einem Wallgraben mit Spüldrüsen umgeben. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenbändchen   „Gewebe, mit dem die untere mittlere Zunge am Boden der Mundhöhle angewachsen ist“

Quelle: Die untere Fläche ist mit ihrem mittleren Teil an den Boden der Mundhöhle angewachsen und vorn durch eine Falte der Mundschleimhaut, das Zungenbändchen (Frenulum linguae), so angeheftet, dass nur die Spitze und die Seitenränder frei sind. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenbein   „kleiner, gebogener Knochen am Mundboden unterhalb der Zunge“

Quelle: Der hinterste, dickste Teil der Zunge, die Zungenwurzel (Radix linguae), ist am Zungenbein befestigt, das im oberen Teil des Halses liegt und durch Muskeln und Bänder wieder mit dem Kehlkopf in Verbindung steht. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenboden   „Ansatz der Zunge im Mund“

Quelle: Bei Hunden findet sich im Zungenboden ein bindegewebiger Strang in Längsrichtung, der als „Tollwurm“ (Lyssa) bezeichnet wird. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungengrund   „hinterer Teil der Zunge“

Quelle: Die am Zungengrund gelegenen Wallpapillen (Papillae vallatae) sind erhaben und von einem Wallgraben mit Spüldrüsen umgeben. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenmandel   „mandelfömige Gewebeansammlung am Zungengrund“

Quelle: Die Tonsilla lingualis (Zungenmandel) ist eine Ansammlung von lymphoepithelialem Gewebe in Form einer Tonsille in der Mundhöhle, genauer in der Schleimhaut am Zungengrund. Sie gehört zum Lymphatischen Rachenring, der der Abwehr von über Mund und Nase eindringenden Krankheitserregern dient. Die Zungenmandel kommt beim Menschen und bei den anderen Säugetieren vor. (http://de.wikipedia.org/wiki/Tonsilla_lingualis).

Zungenmuskel   „Muskulatur der Zunge“

Quelle: Die Zungenmuskeln dienen der Beweglichkeit bzw. Verformung der Zunge. Ihre ungestörte Funktion ist eine Grundvoraussetzung für den unbeeinträchtigten Sprech-, Kau- und Schluckakt. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zungenmuskulatur).

Zungenmuskulatur   „Muskelsystem der Zunge“

Quelle: Mit Hilfsmitteln wie Lippen- und Zungenstimulatoren können Sie gezielte Kräftigungs- und Koordinationsübungen für die Lippen- und Zungenmuskulatur trainieren und so logopädische Übungen im Alltag zu Hause ergänzen. (http://www.msundich.de/fuer-patienten/aktuelles/spezialthemen/ms-und-ernaehrung/training-mund-zungenmuskulatur.shtml).

Zungenrand   „seitliche Teile der Zunge“

Quelle: Bei breiartiger Konsistenz wird das dadurch erreicht, dass zunächst die Zungenränder und dann der mittlere Zungenbereich von vorne nach hinten an den Gaumen gedrückt werden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenrücken   „oberer Teil der Zunge“

Quelle: Die Oberseite der Zunge (der Zungenrücken, Dorsum linguae) ist etwas gewölbt, liegt ganz frei und zeigt hinten eine dreieckige Vertiefung, das blinde Loch, in dem sich mehrere Schleimdrüsen öffnen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenschleimhaut (auch Zungen-Schleimhaut)   „Schleimhaut an der Zunge“

Quelle: Auf der sehr dicken Zungen-Schleimhaut, die eine Fortsetzung der Mundschleimhaut ist, befinden sich die zahlreichen Papillen (Zungenwärzchen, Papillae linguales), die fadenförmig, keulenartig oder platt sind. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenspitze   „Vorderteil der Zunge“

Quelle: Als seltenere Form der Body Modification entstand das Spalten der Zunge, wobei im Rahmen eines medizinischen Eingriffs der vordere Teil der Zunge von der Spitze in Richtung Zungenwurzel so eingeschnitten wird, dass zwei Zungenspitzen ähnlich einer Schlangenzunge entstehen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenwärzchen   „Papillen“

Quelle: Auf der sehr dicken Zungen-Schleimhaut, die eine Fortsetzung der Mundschleimhaut ist, befinden sich die zahlreichen Papillen (Zungenwärzchen, Papillae linguales), die fadenförmig, keulenartig oder platt sind. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

Zungenwurzel   „Zungenteil, das am Zungenbein befestigt ist“

Quelle: Der hinterste, dickste Teil der Zunge, die Zungenwurzel (Radix linguae), ist am Zungenbein befestigt, das im oberen Teil des Halses liegt und durch Muskeln und Bänder wieder mit dem Kehlkopf in Verbindung steht. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

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Neuhochdeutsch

FUNKTION: schmecken
Geschmacksorgan

Quelle: Sinnesorgan zur Wahrnehmung des Geschmacks, beim Menschen die Zunge. (DWDS s.v. Geschmacksorgan).

FUNKTION: sprechen
Sprache

Quelle: Als Erbe der biblischen Sprachmythen erlebt es das Miteinander-Sprechen als Verführung zur Sünde und die Verschiedenheit der Sprachen als Strafe und Verlust der Paradies-Sprache. Die Sehnsucht nach der verlorenen » einerlei « Sprache ist, durch die Sehnsucht der griechischen Philosophie nach der Sprachlosigkeit verstärkt, im Christentum stärker als die pfingstliche Lust, in vielen Zungen zu reden. (Trabant, Jürgen, Einleitung, in: ders., Sprache denken, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1995, S. 22, nach DWDS).

Allgemein
Lecker   „Zunge des Schalenwildes“

Quelle: In der Jägersprache bezeichnet Lecker die Zunge des Schalenwildes. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zunge).

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