Etymologie

Flaum

Flaum "feiner, zarter Haarwuchs [eines Säuglings], erster Bartwuchs; feine Feder; pelziger Überzug" hatte ursprünglich sowohl mask. auch fem. Genus. Ab dem späten Mhd. ist nur noch das Fem. bezeugt. Mhd. phlûme, vlûme m./f., ahd. phlûma f. "Flaumfeder", as.plûmon "mit Federn füllen" sind Entlehnungen aus dem Lat. Wie ae. plûmfeder f. zeigt, das eine verdeutlichende Zusammensetzung mit dem german. Wort Feder ist, sind die Simplicia entlehntaus l. plūma f. "Flaumfeder". Ebensosind nndl. pluim, ne. plume (über frz. plume) lateinischen Ursprungs.

Literatur:
AhdWb = Karg-Gasterstädt, Elisabeth u.a. 1952–: Althochdeutsches Wörterbuch. Auf Grund der von Elias von Steinmeyer hinterlassenen Sammlungen im Auftr. der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig bearb. von Elisabeth Karg-Gasterstädt und Theodor Frings. Bd. 1–. Berlin: Akad.-Verl. 
De Vaan, Michiel 2008: Etymological Dictionary of Latin and the other Italic Languages. Leiden, Boston: Brill. (Leiden Indo-European Etymological Dictionary Series 7). 
Kluge, Friedrich 2011: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Begr. Friedrich Kluge, Bearb. Elmar Seebold. 25., durchges. und erw. Auflage. Berlin u.a.: de Gruyter.
MhdWb = Mittelhochdeutsches Wörterbuch. Mit Benutzung des Nachlasses von Georg Friedrich Benecke ausgearbeitet von Wilhelm Müller und Friedrich Zarncke. 3 Bde. Leipzig 1854-1866. Online auch unter http://woerterbuchnetz.de/BMZ/
MhdWb Lexer = Matthias Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch. 3 Bde. Leipzig 1872-1878.
Pfeifer, Wolfgang (Hg.) 1993: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2 Bde. 2., durchges. u. erg. Aufl. Berlin: Akad. Verl.

Autorin: Sabine Ziegler