Auge

KompositaInfo-Icon

Neuhochdeutsch

substantivische Komposita und Ableitungen dazu mit 'Augen-'
Augapfel   „Glaskörper des Auges“

Quelle: Gleichzeitig kriegt er einen Ständer; so wie damals, als Feuer vom Himmel, brennender Phosphor aus den fliegenden Festungen fiel und Luftminen heulten und detonierten, die Leute, die nicht mehr die Bunker erreicht hatten, festgeklebt in brennendem Teer steckten, schrien, brüllten, wie Fackeln loderten, so das Mädchen, in dessen Haare der Phosphor tropfte und dem dieAugäpfel herausplatzten und das mit den Händen fuchtelte, oder die beiden Pferde - Belgisches Kaltblut das eine, mit weißgelben Haaren über den Hufen - in Flammen! (Degenhardt, Franz Josef, Für ewig und drei Tage, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 11, nach DWDS)_ auch übertragen evrwendet: jemandes Augapfel sein "für jemanden sehr wichtig sein" oder jemanden wie seinen Augapfel hüten "ganz besonders auf jemanden/etwas aufpassen": Der Kommunismus brach in sich zusammen - aber der Westen vernachlässigte die gesellschaftlichen Muster, die ihm geholfen hatten, den Kalten Krieg zu gewinnen, statt sie zu hüten wie einenAugapfel . (Claus Noé, Der Staat darf nicht abdanken, in: DIE ZEIT 15.11.1996, S. 4, S. 224).

Augenaufschlag   „Aufschlag der Augenlider“

Quelle: Und mit einemAugenaufschlag verständigen sich die Sympathisanten der Melancholie, die Gräben wieder zu schließen. (Konrad Heidkamp, Die Zerrissenen, in: DIE ZEIT 27.05.1999, S. 52, S. 8).

Augenbalsam   „heilende Salbe für die Augen oder für die Haut um die Augen“

Quelle: Der Ultra Rich Augenbalsam ist ideal für trockene und feuchtigkeitsarme Haut, die eine reichhaltige Feuchtigkeitszufuhr einfordert. (http://de.loccitane.com/FO/Karit%C3%A9-Ultra-Rich-Augenbalsam,p01BY015K0.htm, gesehen am 19.3.2012).

Augenbinde   „Binde oder Verband um die Augen“

Quelle: Sechs Tage lang habe sie eine schwarze Augenbinde tragen müssen. (o.A., Frau Brinkmann berichtete über ihre Inhaftierung in Chile, in: Der Tagesspiegel 29.09.1987, S. 2, S. 6).

Augenblende   „Binde um die Augen; (bei Tieren:) Scheuklappe“

Quelle: Kriegt man bei Langstreckenflügen spezielles Nackenkissen und eine Augenblende geliehen, wenn man freundlich fragt? (http://www.reisefrage.net/frage/kriegt-man-bei-langstreckenfluegen-ein-spezielles-nackenkissen-und-eine-augenblende-gestellt, gesehen am 19.3.2012).

Augenblick   „kurzer Moment“

Quelle: EinenAugenblick lang standen wir etwas hilflos herum und wußten beide nicht so recht, wie es weitergehen sollte, dann fing ich einfach an, das Ohrenschmalz aus meinem Pelz zu wringen. (Moers, Walter, Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a.M.: Eichborn 1999, S. 405).

augenblicklich   „sofort, momentan“

Quelle: Der Lehrer wirft einen langen Blick auf die Szene und wippt ein wenig mit dem rechten Fuß.Augenblicklich verschwinden sämtliche Arme vom Tisch und verschränken sich über der Brust. (Schneider, Peter, Bericht über eine Berliner Volksschule, in: Kursbuch 24 (1971) S. 61-81, S. 64, nach DWDS).

Augenbraue   „Haarbogen über dem Auge“

Quelle: SeineAugenbrauen sind dicht und wirr, die Stirn ist faltig. (Lebert, Benjamin, Crazy, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1999, S. 158, nach DWDS).

Augenbutter   „Augenschleim“

Quelle: Meibom- und Zeis-Drüsen bilden als Talgdrüsen die sogenannte "Augenbutter", ein Sekret, das ein Überlaufen der Tränenflüssigkeit über die Lidkante verhindert. (

Augendeckel   „Lid“

Quelle: Ich bin man bloß Tante Schorsch. - Waldemar Kersten klappert hilflos mit denAugendeckeln . Tante Schorsch? (Horster, Hans-Ulrich [d.i. Eduard Rhein], Ein Herz spielt falsch, Berlin: Verlag des Druckhauses Tempelhof 1950, S. 470, nach DWDS).

Augendrüse   „Drüse am Auge“

Quelle: Eine dauerhaft verstopfte, chronisch entzündete Augendrüse (Meibomsche Drüse). (http://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Krankheitsbilder/Hagelkorn_Chalazion.php?k=1,33,0,0,0,18469&khb_content_id=18469&khb_lng_id=1&khb_data_id=4, gesehen am 19.3.2012).

Augenentzündung   „Entzündung des Auges“

Quelle: Ein paar Tage später hat Muchaco eine schwereAugenentzündung , und die Familie hat neue Schwierigkeiten. (Die Zeit, 16.12.2004, Nr. 52).

augenfällig   „auffällig, ausgeprägt, nachvollziehbar, offenkundig“

Quelle: Besondersaugenfällig ist die unsymmetrische Verteilung bei den Glykolipiden. (Zimmermann, Herbert, Molekulare Funktionsträger der Nervenzelle, in: Josef Dudel / Randolf Menzel / Robert F. Schmidt (Hg.), Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 33-61, S. 35, nach DWDS).

Augenfarbe   „Farbe der Iris um die Pupille“

Quelle: "Nein", Felix schüttelt den Kopf, "mich turnt zur Zeit absolut nichts anderes an, außer Leute mit verschiedenenAugenfarben , am besten grün und braun, darauf stehe ich." (Dückers, Tanja, Spielzone, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 131, nach DWDS).

Augenfehler   „Fehlsicht oder Fehlstellung der Augen“

Quelle: Der Mann war einmal vor Jahren bei mir; er hat einen kleinenAugenfehler , was ihm einen ungeheuer verschmitzten Ausdruck gibt, er ist es aber gar nicht. (Brief von Kurt Tucholsky an Hedwig Müller vom 20. April 1935, S. 12040, nach DWDS).

Augenglanz   „Glanz der Augen“

Quelle: Röte eines Gesichtes bleibt in der Beziehung hinter dem Erröten zurück, Blässe hinter dem Erblassen, Verschwitztheit hinter plötzlichem Schweißausbruch,Augenglanz hinter dem "Aufleuchten" des Blickes, Rauhigkeit, Lautheit, Leisigkeit einer Stimme hinter dem Rauherwerden, Lauterwerden, Leiserwerden, vollends jede gleichmäßige Bewegung hinter jeder Änderung von Tempo, Ausgiebigkeit, Zügigkeit, Wucht und jeder im Rhythmus ihres Ablaufs. (Klages, Ludwig, Der Geist als Widersacher der Seele, 3. Band, Teil 1: Die Lehre von der Wirklichkeit der Bilder, Leipzig: Barth 1932, S. 801-1248, S. 1042, nach DWDS).

Augenglas   „Brille“

Quelle: Dort, hofft sie, wird sie bessereAugengläser angepasst bekommen, ebenfalls kostenfrei. (Die Zeit, 4.12.2006, Nr. 49).

Augenheilkunde   „Fachrichtung der Medizinische, die sich mit der Heilung der Augen beschäftigt“

Quelle: Im Rahmen der medizinischen Fakultät zum Beispiel wurde die erste Klinik fürAugenheilkunde in Belgien eröffnet. (o.A., Die Kirche in der Gegenwart, Freiburg i. Br. [u.a.]: Herder 1971, S. 11334, nach DWDS).

Augenhöhe   „in der Höhe der Augen“

Quelle: Ob er den Arm ausgestreckt oder angewinkelt hatte, weiß ich nicht mehr. Aber ich weiß noch, daß er die Pistole inAugenhöhe hielt. (Hannover, Heinrich, Die Republik vor Gericht 1954 - 1974, Berlin: Aufbau-Verl. 1998, S. 358, nach DWDS ). auch übertragen verwendet: sich auf Augenhöhe befinden, auf Augenhöhe mit jemandem sein "gleichrangig sein"_ Er konterte mit seinen hohen Umfragewerten als Regierungschef, womit er aufAugenhöhe mit Barack Obama sei. (Die Zeit, 10.7.2009).

Augenhöhle   „Höhle,. in der der Augapfel liegt“

Quelle: Wird ein Auge von einerAugenhöhle in eine andere transplantiert, so ist das Ergebnis das gleiche; die Sehtüchtigkeit wird wieder hergestellt. (Campos-Ortega, J. A., Ontogenie des Nervensystems und der Sinnesorgane, in: Josef Dudel / Randolf Menzel / Robert F. Schmidt (Hg.), Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 63-86, S. 80, nach DWDS).

Augenklappe   „schützende Klappe über einem Auge“

Quelle: Anstelle von Händen besaßen die Zwergpiraten kleine Eisenhäkchen, anstelle richtiger Beine Holzbeine. Außerdem habe ich keinen von ihnen jemals ohneAugenklappe gesehen.(Moers, Walter, Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a.M.: Eichborn 1999, S. 19).

Augenknochen   „Knochen um das Auge herum“

Quelle: Ziehen Sie mit einem mittleren bis dunklen Farbton eine farbige Linie Lidschatten von der Wimpernlinie bis zum Augenknochen, ab etwa einem Drittel der Entfernung vom äußeren Augenwinkel gerechnet. (http://www.maxfactor.de/de/backstage/tips_eyes_eyeshadow.htm, gesehen am 19.3.2012).

Augenkontakt   „Blickkontakt“

Quelle: Bei einer Übung verteilen sich die Teilnehmer im Raum und versuchen mit der Person ihrer WahlAugenkontakt aufzunehmen. (Die Zeit, 29.1.2009, Nr. 6).

Augenkrankheit   „Krankheit der Augen“

Quelle: SeineAugenkrankheit verschlimmert sich während der aufreibenden Tage. (o.A., "Auf Knien, aber vorwärts!", in: Der Spiegel 13.04.1981, S. 194, 196, 198, 200, 202, 204-205, 207 u. 210, S. 196, nach DWDS).

Augenleiden   „Krankheit der Augen, meist chronisch“

Quelle: Das Mittelalter schätzte den Fenchel besonders als Heilmittel beiAugenleiden . (Wiehle, Hermann / Harm, Marie, Lebenskunde für Mittelschulen - Klasse 5 für Mädchen, Halle [u.a.]: Schroedel [u.a.] 1942, S. 160, nach DWDS).

Augenlicht   „Sehvermögen“

Quelle: Die meisten blindgeborenen Menschen lernen ihr Leben ohneAugenlicht normal zu führen. (Schmidt-Rogge, Carl H., Dein Kind - Dein Partner, München: List 1969, S. 5, nach DWDS).

Augenlid   „Augendeckel“
augenlos   „ohne Augen“
Augenmaß   „die Fähigkeit, Dinge gut einschätzen zu können; ein gutes Verhalten“
Augenmerk   „Interesse, Schwerpunkt“
Augenmittel   „Heilmittel für die Augen“
Augenmuskel   „Muskel, der die Augen bewegt“
Augennerv   „Nerv, der die Seheindrücke zum Gehirn leitet“
Augenoptiker   „Hersteller von Brillen und anderen Sehhilfen“
Augenoptikerin   „Herstellerin von Brillen und anderen Sehhilfen“
Augenpaar   „beide Augen“
Augenringe   „dunkle Ringe unter den Augen, die Müdigkeit verraten“
Augenröte   „Augenentzündung“
Augensalbe   „heilende Salbe für die Augen“
Augenschatten   „dunkle Schatten unter den Augen, die Müdigkeit verraten“
Augenschein   „oberflächliche Betrachtung“
Augenschmerz   „Schmerz in den Augen“
Augenspiel   „Bewegung der Augen“
Augensprache   „nonverbale Kommunikation mit den Augen“
Augenstern   „Iris“

Quelle: auch als pars pro toto: jemandes Augenstern sein "für jemanden sehr wichtig sein".

Augentropfen   „heilende Tropfen für die Augen“

Quelle: Auch angebrochene Augentropfen sollten in der Regel nach vier Wochen entsorgt werden. (http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Augen/Wissen/Gerstenkorn-Bakterienattacke-a-3937.html, gesehen am 19.3.2012).

Augentrost   „bestimmte Heilpflanze, die Augenkrankheiten lindert“

Quelle: Augentrost lindert entzündete Augen, Gerstenkorn und Lidrandentzündungen. (http://www.77.am/index.php?option=com_search&Itemid=99999999&searchword=gerste&searchphrase=any&ordering=newest&limit=50&limitstart=10, gesehen am 19.3.2012).

Augenweh   „Schmerz der Augen“
Augenweide   „schöner Anblick“
Augenweite   „Entfernung der inneren Augenwinkel voneinander“
Augenwinkel   „Winkel der Augen“
Augenwischerei   „Verdunklungsversuch, Betrug“
Augenwurzel   „Heilmittel für die Augen“
Augenzeuge   „Zeuge, der etwas vor Augen mitbekommen hat“
Augenzeugin   „Zeugin, die etwas vor Augen mitbekommen hat“
Augenzwinkern   „Zwinkern der Augen“
augenzwinkernd   „mit den Augen zwinkernd“
Augenzucken   „Muskelzucken um die Augen“
substantivische Komposita und Ableitungen dazu mit 'Aug-'
Augapfel   „Glaskörper des Auges“

Quelle: Gleichzeitig kriegt er einen Ständer; so wie damals, als Feuer vom Himmel, brennender Phosphor aus den fliegenden Festungen fiel und Luftminen heulten und detonierten, die Leute, die nicht mehr die Bunker erreicht hatten, festgeklebt in brennendem Teer steckten, schrien, brüllten, wie Fackeln loderten, so das Mädchen, in dessen Haare der Phosphor tropfte und dem dieAugäpfel herausplatzten und das mit den Händen fuchtelte, oder die beiden Pferde - Belgisches Kaltblut das eine, mit weißgelben Haaren über den Hufen - in Flammen! (Degenhardt, Franz Josef, Für ewig und drei Tage, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 11, nach DWDS)_ auch übertragen evrwendet: jemandes Augapfel sein "für jemanden sehr wichtig sein" oder jemanden wie seinen Augapfel hüten "ganz besonders auf jemanden/etwas aufpassen": Der Kommunismus brach in sich zusammen - aber der Westen vernachlässigte die gesellschaftlichen Muster, die ihm geholfen hatten, den Kalten Krieg zu gewinnen, statt sie zu hüten wie einenAugapfel . (Claus Noé, Der Staat darf nicht abdanken, in: DIE ZEIT 15.11.1996, S. 4, S. 224).

Medizinisch
(Alle   „Facharzt für Augenheilkunde“
Augenärztin   „Fachärztin für Augenheilkunde“
Augenbank   „Institution, die menschliche Augen zur Transplantation bereitstellt“
Augendiagnose   „Methode, Krankheiten aus der Iris zu erkennen“
Augenheilkunde   „Fachrichtung der Medizin, die sich mit Augenkrankheiten befasst“
Augenklinik   „Klinik für Augenkrankheiten“
Augenoptiker   „Hersteller von Brillen und anderen Sehhilfen“
Augensalbe   „heilende Salbe für die Augen“
Augenpulver   „heilendes Pulver für die Augen“
Augentrost   „bestimmte Heilpflanze“
Mehrfachkompositum
(nach oben) Vieraugengespräch   „Gespräch unter vier Augen, vertrauliches Gespräch“
Augenblicksidee   „nur für den Augenblick gültige Idee, aus einem Augenblick geborene Idee“
Augenblickssache   „Angelegenheit, die nur einen Augenblick dauert“
Augenzeugenbericht   „Bericht von Augenzeugen“

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Augenader
Augader
Augapfel
Augenaufschlag
Augenball   „Augapfel“
Augenbalsam
augenbeißig   „was in die Augen beißt; augenbeißiger Meerrettich“

Quelle: Fischart.

Augenbiß   „weinender Augenbiß“

Quelle: Fischart.

Augenblende   „Scheuklappe“
Augenblendnis,   „Illusion“
augenblendig   „illusionserzeugend“
Augenblick
Augenbraue
Augendeckel   „Lid“
Augenentzündung
Augenglas   „Brille“

Quelle: Adelung.

Augenhöhle
Augenkrankheit
Augenlicht   „Sehvermögen“
Augenlid
Augenmaß   „die Fähigkeit, Dinge gut einschätzen zu können; ein gutes Verhalten“
Augenmerk   „Interesse, Schwerpunkt“
Augenmittel
Augenmuskel
Augennerv
Augenpaar
Augenpappel   „Sigmarswurz, die Augenleiden heilt“
Augenringe   „dunkle Ringe unter den Augen, die Müdigkeit verraten“
Augensalbe
Augenschein   „oberflächliche Betrachtung“
Augenschleim
Augenspiegel   „Brille; Schmetterlingsart“
Augenspiel
Augensprache
Augensprosse   „unterste Enden an den Hirschgeweihen“
Augenstein   „besondere Gesteinsart“
Augenstern
Augentrost   „bestimmte Heilpflanze“
Augenweite
Augenwasser
Augenweh
Augenweide   „schöner Anblick“
Augenweite   „die Entfernung, die man mit den Augen sehen kann“
Augenwinkel
Augenzahn   „Eckzahn“
Augenzeuge
Augenzeugin
Augenzier   „Augenweide“
Augenzwinkern
medizinisch
Augenarzt
Augenärztin
Augenheilkunde
Augenoptiker
Augenoptikerin
Augenpulver
Augentrost   „bestimmte Heilpflanze“
Mehrfachkompositum
Augenzeugenbericht

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
augader
augapfel
augarz(e)t
augbogen   „Iris, Regenbogenhaut des Auges“
augbraue
augbrawe
augdeckel
augecke   „Augenwinkel“
augfane   „Schweißtuch“
augfel   „Starhäutchen, Augentrübung“
augflus   „das Triefen der Augen“
auggrube
augkreis   „Gesichtskreis“
auglied
augpunkt   „Orientierungspunkt“
augring   „Sichtfeld des Auges“
augsalbe
augschädelknocke   „Knochen am Gesichtsschädel“
augschwer   „Augenleiden, Augenkrankheit“
augsehe   „Sehkraft“
augsichtig   „deutlich erkennbar, augenscheinlich“
augspiegel   „Brille“
augstern   „Pupille; Augapfel, Auge“
augtropfe   „Träne“
augwinkel
augzahn   „oberer Eckzahn“
augenader
augenapfel
augenarz(e)t
augenbrawe
augendeckel
augenecke   „Augenwinkel“
augenarznei
augenbilde   „Anblick“
augenblender   „Gaukler, Zauberer“
augenblik
augenbliklich
augenbliz   „von Anfang an“
augenbreste   „eine Augenkrankheit“
augenbrunst   „Augenbrennen“
augenbutzen   „Augenschleim“
augenbuz   „Augenschleim“
augendiener   „Schmeichler, Speichellecker“
augendienst   „Schmeichlerei“
augendrekkrankheit

Quelle: augenschwer, triefen, nimpt sein ursach, das also die augen also verordnet seind und machen sunderlich augendrekkrankheit (Paracelsus 4, 475, 34).

augendruk   „Augenzwinkern“
augenfedern
augenfel   „Starhäutchen, Augentrübung“
augenfest
augenfeuer
augenfilzig   „triefäugig“
augenfinsterkeit   „Schwindelanfall“
augenfinstre   „dss.“
augenfistel   „Gerstenkorn im Auge“
augenflügel   „Auge“

Quelle: Fama schwingt die Augen-Flügel / und ruft durch die Sternen-Welt / daß hinfort auf unsrer Erden / güldne Zeit durch euch soll werden (Fleming. Ged. 140, 45).

augenflus   „das Triefen der Augen“
augenflüssig
augenflüssigkeit
augenflut   „Tränen“
augenform   „Gestalt“
augengeschwer   „Augenleiden; Geschwür am Auge“
augengeschwulst
augenglanz
augenglas   „Brille“
augenglast   „Glanz der Augen“
augengrube
augenkotze   „Augenschleim“
augenkrankheit
augenlied
augenlos   „ohne Augen“
augenlust   „Augenweide“
augenmas   „bestimmte Menge; Augenmaß“
augenmasweise
augenmerk
augenmes   „Augenmaß“
augenpa(a)r
augenpler   „Nebel vor den Augen; Doppelsehen“
augenpracht
augenregen   „Tränenflut“
augenring   „Sichtfeld des Auges“
augenröte
augenrottig   „triefäugig“
augensalbe
augenschalk
augenschein   „Glanz der Augen; Anblick; äußerer Schein“
augenscheinbar
augenscheinig
augenscheinlich
augenschelfe   „Starhäutchen, Augentrübung“
augenschwer   „Augenleiden, Augenkrankheit“
augensichtig   „deutlich erkennbar, augenscheinlich“
augensichtiglich   „deutlich erkennbar, augenscheinlich“
augensichtlich   „deutlich erkennbar, augenscheinlich“
augenspiegel   „Brille“
augenstern   „Pupille; Augapfel, Auge“
augenstrom   „Augenglanz“
augenträne
augentriefe   „Augenflüssigkeit“
augentriefer   „Augenflüssigkeit“
augentrost   „Heilpflanze gegen Augenleiden“
augentuch   „Taschentuch“
augenwasser   „Augenschleim; Heilwasser für die Augen; Tränenflut“
augenwe   „schmerzhafte Erkrankung der Augen“
augenweide
augenweis
augenweisse
augenwimper
augenwinkel
augenzäher   „Träne“
augenzieger   „Augenschleim“
augelarzt   „Augenarzt“
augelweide   „Augenweide“
äugeldiener   „Speichellecker, Schmeichler“
äugeldienerin   „Schmeichlerin“

Mittelhochdeutsch

Allgemein
augglas   „berillus ein augglaʒ“
ougepfelîn   „Augäpfelchen“
ougerzetîe   „Augenärztin“
ougvluʒ   „Augenfluss, eine Krankheit“
ougeapfel
ougebein   „Augenknochen“
ougebrâ   „Augenbraue“
ougebrâwelîn   „kleine Augenbraue“
ougebrëhende   „Augenglanz“
ougeflecke   „Augenfleck, eine Krankheit“
ougeglas   „Brille“
ougelit   „Augenlid“
ougemâl   „Glaukom“
ougesiune   „offensichtlich“
ougestërne   „Augenstern“
ougestheiʒ
ougeswër   „Augenschmerz“
ougevane   „Schleier“
ougevluʒ   „Augenfluss, eine Krankheit“
ougewanc   „Wink mit den Augen“
ougewaʒʒer   „Augenwasser, Träne“
ougewedel
ougeweide   „Augenweide“
ougewîʒ
ougeldiener   „Schmeichler, Speichellecker“
ougeldienest   „Schmeichelei“
ougelweide   „Augenweide“
öugelschouwe   „Augenweide“
öugelweide   „Augenweide“
ougenapfel   „Augapfel“
ougenarzât   „Augenarzt“
ougenblic   „Blick der Augen; ganz kurze Zeit, Augenblick“
ougônblic   „Blick der Augen; ganz kurze Zeit, Augenblick“
ougenbrâ   „Augenbraue“
ougenbrëhen   „Augenglanz“
ougenbrëhende   „Augenglanz“
ougenender   „Horizont“
ougenvluʒ   „Augenfluss, eine Krankheit“
ougenglast   „Augenglanz“
ougenglit   „Augenlid“
ougengruobe   „Augenhöhle“
ougenknëht   „Schmeichler“
ougenknolle   „ein Schimpfwort für einen untreuen Mann“
ougenkrenke   „Krankheit der Augen“
ougenlaster
ougenmeʒʒen
ougennaʒ   „Augenwasser, Träne“
ougenrebe
ougenrëbe
ougenregen   „Träne“
ougenritzic   „triefäugig“
ougenrœte   „Triefauge“
ougenrœtic   „triefäugig“
ougenrôt   „triefäugig“
ougensalbe   „Salbe für die Augen“
ougensalbunge   „eine Salbung für die Augen“
ougenschalc   „Schmeichler“
ougenschimel   „eine Krankheit“
ougenschîn   „Augenschein“
ougenschînbarlich   „augenscheinlich“
ougenschouwe   „Augenweide“
ougensëgen
ougenspiegel   „Brille“
ougenspiegelglas   „Brille“
ougenspil   „Augenweide“
ougenstëcken   „starrer Blick“
ougenswër   „Augenschmerz“
ougenswërde   „Augenschmerz“
ougentriefic   „triefäugig“
ougentropfic   „triefäugig“
ougentrôst   „eine Heilpflanze“
ougenvël   „Glaukom“
ougenvilzic   „triefäugig, schielend“
ougenviur   „Augenfeuer“
ougenvlëcke   „Augenkrankheit“
ougenvlôʒ   „Träne“
ougenvluʒ   „Augenwasser, Träne“
ougenvlüʒʒecheit   „Augenwasser, Träne“
ougenwâc   „Träne“
ougenwanc   „Wink mit den Augen“
ougenwaʒʒer   „träne“
ougenwê   „Augenkrankheit“
ougenweide   „Augenweide“
ougenwërt
ougenwinkel
ougenwîʒ   „das Weiß der Augen“
ougenzaher   „Träne“
ougônblic   „Blick der Augen; Augenblick“

Althochdeutsch

substantivische Komposita und Ableitungen dazu mit 'oug-'
ougapful   „Augapfel“
ougbenti   „Blendwerk“
ougbinta   „.Blendwerk“
ougbrâ(wa)   „Augenbraue“
ougfano   „Schleier; Schweißtuch“
ougfel   „Augenlid; Glaukom“
ougflecko   „Glaukom“
ougflekko   „Glaukom“
ouggimāli   „Augenschminke“
ouggiselbi   „Augensalbe“
ouglid   „Augenlid“
ouglubbi   „Augensalbe“
ougmāli   „Augenschminke; Augensalbe“
irougnessī   „Auftreten, Erscheinen“
irougnissa   „Verkündigung, Offenbarung“
ougring   „Augenring, Schatten unter den Augen“
ougsalba   „Augensalbe“
ougsiuni   „klar, offensichtlich“
ougsiunī   „Angesicht, Antlitz“
ougsiuni   „Angesicht, Antlitz“
ougsiunīg   „sichtbar, offensichtlich“
ougsiunīgo   „sichtbar, offensichtlich“
ougsiuno   „sichtbar, offensichtlich“
ougstein   „Bernstein, Magnetstein“
ougswero   „Augenentzündung“
ougtora   „Fenster“
ougwis   „öffentlich“
ougafel   „Augenlid; Glaukom“
ougalōs   „augenlos, blind“
ougatora   „Fenster“
ougawis   „öffentlich“
ougazoraht   „augenscheinlich“
ougazorft   „augenscheinlich“
ougazorfto   „dss.“
ouganlioht   „Augenlicht“
ougisal   „Glaukom“
ougisehantlīh   „sichtbar“
ougilsalba   „sichtbar“

ZusammenrückungenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Spezielle Kollokationen
Auge um Auge   „Gleiches mit Gleichem vergelten“

Quelle: biblisch: Mt 5,38.

ein Dorn im Auge   „ein Ärgernis“

Quelle: Ein Dorn im Auge der G5-Staaten sind auch Exportbeihilfen für Landwirte in Europa und Amerika, die dann die Konkurrenz in Entwicklungsländern mit Dumping-Preisen vom Markt drängten. (Die Zeit, 9.7.2009).

ganz Auge und Ohr (sein)   „sehr aufmerksam sein“

Quelle: Wollten Sie sich nicht schon lange mal wieder ganz allein Ihrem Partner widmen, ganz Auge und Ohr für ihn sein und einen romantischen Abend verbringen? (http://www.hochzeitshotels-deutschland.de/hochzeitshotel_schlosshotel_steinburg_wuerzburg.html, gesehen am 19.3.2012).

sehenden Auges (ins Unglück stürzen oder ins Verderben laufen)   „wider besseres Wissen (ins Unglück stürzen oder ins Verderben laufen)“

Quelle: Und Du gehst lediglich davon aus, dass niemand gewillt ist, auf Energie zu verzichten und deswegen alle sehenden Auges ins Verderben laufen. (http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=77&t=4236&start=15, gesehen am 19.3.2012).

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Auge um Auge

Quelle: biblisch: Mt 5,38.

ein Dorn im Auge   „ein Ärgernis“

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
ouge umme ouge
auge umb auge
mit sehenden augen blind (sein)
im angesicht der augen   „vor jmds. Angesicht“

Komplementärbegr. & OppositionenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Nase

Quelle: Menschen mit Heuschnupfen leiden nicht nur unter Niesreiz und Schnupfen. Auch die Augen sind häufig betroffen, sie können z.B. jucken und tränen. Früher ging man davon aus, dass diese Beschwerden durch Pollen ausgelöst werden, die in die Augen gelangt sind. Neue Forschungsergebnisse weisen aber darauf hin, dass ein wesentlicher Teil der Beschwerden durch den sogenannten nasal-konjunktivalen Axonreflex ausgelöst wird. Pollen, die in die Nasenschleimhaut gelangt sind, führen dort zu einer Entzündungsreaktion. Diese löst einen Nervenreflex aus (Axonreflex), der dazu führt, dass es auch zu einer Entzündung der Bindehäute der Augen kommt. Die Folge: Die Augen jucken und tränen (http://www.allergie-helfer.de/allergie/wissen/warum_traenen_bei_heuschnupfen_haeufig_auch_die_augen/content-124303.html, gesehen am 11.10.2010).

Mund

Quelle: Augen zu, Mund auf! (http://www.anonymekoeche.net/?p=110, gesehen am 11.10.2010)

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Nase
Mund

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
o(h)r

Quelle: man sol mehr den augen als den ohren glauben (K.v.Nostitz 117,3; 1578).

maul

NominalInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Adjektiv mit '-äugig'
Äuglein
Äugchen
achtäugig
affenäugig
argusäugig
balkanäugig
baräugig
beidäugig
blauäugig
bolleräugig
braunäugig
dackeläugig
datteläugig
dreiäugig
dunkeläugig
eigenäugig
einäugig
engäugig
eulenäugig

Quelle: Lehnprägung aus gr. glaukōpis.

feuchtäugig
fischäugig
flinkäugig
freiäugig
frischäugig
froschäugig
gelbäugig
gieräugig
glanzäugig
glotzäugig
glubschäugig
glupschäugig
glutäugig
glühäugig
grauäugig
großäugig
grünäugig
helläugig
hohläugig
hohlspiegeläugig
hundeäugig
hundertäugig
kaltäugig
katzenäugig
kinderäugig
klaräugig
kleinäugig
kuhäugig

Quelle: Lehnprägung aus gr. boōpis

kulleräugig
kuscheläugig
linksäugig
luchsäugig
mandeläugig
mattäugig
mäusleinäugig
quelläugig
rechtsäugig
rehäugig
rotäugig
rundäugig
samtäugig
sanftäugig
schafäugig
scharfäugig
scheeläugig
schieläugig
schlitzäugig
schmaläugig
schönäugig
schrägäugig
schwarzäugig
sechsäugig
stahläugig
starräugig
stechapfeläugig
sternenäugig
tausendäugig
tiefäugig
treuäugig
triefäugig
vieläugig
vieräugig
zweiäugig

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Äuglein
glotzaugig
hellaugig
saueraugig
vollaugig
blauäugig   „mit blauen Augen“
blitzäugig   „mit blitzenden Augen“
blödäugig
braunäugig
dreiäugig
dunkeläugig
einäugig
farrenäugig   „mit Augen wie ein Stier“
felsäugig   „mit unbeweglichen, starren Augen“
gelbäugig
glanzäugig
gla(a)räugig   „mit glänzenden, starren Augen“
glasäugig   „mit hellen vorstehenden Augen“
glühäugig
glutäugig
grauäugig
großäugig
grünäugig
hellblauäugig
himmeläugig   „blauäugig“
hochäugig   „stolz“
hohläugig   „mit eingefallenen Augen“
hundertäugig
kalbsäugig
katzenäugig
kinderäugig
klaräugig
kleinäugig
kuhäugig
liebäugig
luchsäugig
mattäugig
mondäugig
ochsenäugig
pimpäugig   „triefäugig“

Quelle: landsch.: magdeburgisch

rotäugig
rundäugig
schafäugig
schalksäugig
scharfäugig
sche(e)läugig
schieläugig
schlitzäugig
schönäugig
schwarzäugig
schweinsäugig
sta(a)räugig   „mit grauem/grünem Star“
starräugig
stieräugig
strahlenäugig
tausendäugig
traumäugig
triefäugig
trübäugig
überäugig   „wichtige Dinge übersehend“

Quelle: landsch.: niederdt.

vieläugig
vieräugig
wehäugig
wildäugig
zarräugig
zweiäugig
hohläugigt
pippeläugicht

Quelle: landsch.: niederdt.

scheläugicht
siebenäugicht
triefäugicht

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
äugel
augelechtig   „oculatus“
äuglechtig   „oculatus“
augig   „voller Augen“
äugler   „Aufseher in einem Salzwerk, Brunnenmeister“

Mittelhochdeutsch

Allgemein
öugel
öugelîn
ougelære
öugeler
glaseöuge   „glasäugig, eine Augenkrankheit“
einöuge   „einäugig“
einöugec   „einäugig“
kleinöuge   „kleinäugig“
sûröuge
vluჳöuge   „dessen Augen fließen“
sweröuge   „dessen Auge schwiert“
vluʒöugec   „dessen Augen fließen“
blehenöuge   „schielend, blinzelnd“

Althochdeutsch

Allgemein
ougilī(n)   „Äuglein“
blehanougi   „triefäugig“
einougi   „einäugig“
glasougi   „glasäugig“
glesīnougi   „glasäugig, am Leukom leidend“
skel(ah)ougi   „schielend“
sūrougi   „triefäugig, halbblind“
unougi   „unsichtbar“
urougi   „unsichtbar“
weihougi   „triefäugig“
zaharougi   „tränend, triefäugig“
zoranougi   „triefäugig, schwindlig?“
zwinkougi   „zwinkernd, verliebt blinzelnd“
anaougī   „Gegenwart“
blehanougī   „Triefäugigkeit, Augenentzündung“
brehanougī   „Augenentzündung, Glaukom“
glasougī   „Glasäugigkeit“
giougida   „Darstellung, Zurschaustellung“
irougida   „Darstellung, Zurschaustellung“

VerbalInfo-Icon

Neuhochdeutsch

'(-)äugen'
äugen
abäugen
beäugen
eräugen
hineinäugen
herniederäugen
herüberäugen
hervoräugen
hochäugen
äugeln
äugeln
anäugeln
beäugeln
hinabäugeln
hinüberäugeln
liebäugeln   „flirten; etwas gerne haben wollen“
nachäugeln
zuäugeln
Komposita
augenrollen   „mit den Augen rollen“

Quelle: Das Jurytrio augenrollte, stöhnte und geriet außer sich (Spiegel online vom 29.8.2008, http://www.spiegel.de/ kultur/gesellschaft/0,1518,575102,00.html). Wohl Rückbildung nach der Univerbierung das Augenrollen.

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
äugen
beäugen
entäugen   „blenden“
eräugen
liebäugen
äugeln
abäugeln
anäugeln
beäugeln
durchäugeln
einäugeln   „einpflanzen“
eräugeln
flößäugeln   „weinen“
liebäugeln   „flirten; etwas gerne haben wollen“
nachäugeln
schelmäugeln   „schelmisch schauen“

Quelle: landsch.: bairisch.

vorliebäugeln

Quelle: Nur bei: Hippel, Lebensläufe, nach DWb.

wasseräugeln   „Tränen in den Augen haben“

Quelle: landsch.: tirol.

zweiäugeln   „schielen, nach zweierlei Dingen trachten“
zuäugeln

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
äugeln
augen
äugen
augsehen

Mittelhochdeutsch

Allgemein
ougen   „vor Augen führen, zeigen, offenbaren“
öugen   „vor Augen führen, zeigen, offenbaren“
erougen   „vor Augen führen, zeigen, offenbaren“
zougen   „vor Augen führen, zeigen, offenbaren“
zöugen   „vor Augen führen, zeigen, offenbarem“
erzougen   „vor Augen führen“
öugeln   „mit Augen versehen“

Althochdeutsch

Allgemein
biougen   „sichtbar werden“
blehanougen   „entzündete Augen haben, triefäugig sein“
giougen   „zeigen, ans Licht bringen“
giurougen   „verschwinden“
irougen   „zeigen, darstellen, offenbaren“
urougen   „zeigen, offenbaren“
ougen   „zeigen, beweisen, offenbaren; Knospen treiben“
ouginōn   „zeigen“
luhougōn   „mit den Augen zucken“

HolonymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Nicht ermittelbar.

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Auge

HyperonymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Körperteil
Kopf
Gesicht
Sinnesorgan

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Sehorgan
Sinnesorgan

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
gesiht

Mittelhochdeutsch

Allgemein
gesiht
glid

HyponymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Adlerauge   „ein Auge mit überdurschschnittlichem Sehvermögen; Person mit einem solchen“

Quelle: Nur in der 75. Minute ließen den Schiedsrichter seine Adleraugen im Stich. (Die Zeit, 21.06.2010; nach DWDS.)

Argusaugen   „Augen mit überdurchschnittlichem Sehvermögen“

Quelle: Es gibt wohl vor allem zwei Bereiche, die stets mit Argusaugen betrachtet wurden: politisch-soziale Moral und Geschlechtsmoral. (Weizsäcker, Carl Friedrich von, Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 173; nach DWDS.)

Falkenauge   „ein Auge mit überdurchschnittlichem Sehvermögen; Person mit einem solchen“

Quelle: Er schaute vielmehr mit seinen Falkenaugen überall umher; was er an Lächerlichkeiten, Auffallendem, selbst an rührenden Eigenheiten bei den Weingästen bemerkte, wurde ihm zur Studie für seine Werke, oder er brachte es - denn Hoffmann konnte sehr gewandt zeichnen - mit kräftiger Feder auf das Papier. (Benjamin, Walter, Das dämonische Berlin, in: Rolf Tiedemann (Hg.), Aufklärung für Kinder, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1985 [1929-1932], S. 27-32, S. 31; nach DWDS.)

Habichtauge   „Auge mit überdurchschnittlichem Sehvermögen“
Künstlerauge   „Auge mit überdurchschnittlichem Sehvermögen“

Quelle: Die Fotoschau in der Stuttgarter vhs-photogalerie zeigt, wie außergewöhnlich auch das vermeintlich Unspektakuläre sein kann, wenn Künstleraugen es betrachten. (Die Zeit, 05.10.2009; nach DWDS.)

Luchsauge   „Auge mit überdurchschnittlichem Sehvermögen“

Quelle: Jeder Speditionsangestellte wacht mit Luchsaugen über sein buntes Kindereimerchen, da es sonst, ähnlich wie ein Kugelschreiber, auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden pflegt. (Die Zeit, 27.02.1967; nach DWDS.)

Malerauge   „Auge mit der Sichtweise eines Künstlers“

Quelle: Schon allein sein Zitronengelb, das auf dem Portrait der Madame Ginoux den ganzen Hintergrund überzieht, war eine harte Probe für ein damaliges Malerauge. (Die Zeit, 27.07.1990; nach DWDS.)

Späherauge   „scharf beobachtendes Auge“

Quelle: Die Späheraugen der Reisebürounternehmer haben das bislang noch nicht ausgenutzte Gelände doch noch entdeckt, geschätzt und sondiert, um es planmäßig dem Fremdenverkehr zu erschließen. (Die Zeit, 09.06.1961, Nr. 24; nach DWDS.)

Basedowauge   „Auge mit der Basedowschen Augenkrankheit“

Quelle: Eine sehr feine schlanke, bebrillte Intellektuelle mit blaßblauen Basedowaugen u. »flüssigem« (so sagt sie) stark ausländischem Deutsch. (Klemperer, Victor, [Tagebuch] 1946, in: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 180; nach DWDS.)

Bollerauge   „hervorstehendes Auge“
Fischauge   „hervorstehendes Auge; Auge eines Fisches“

Quelle: Es ist mir widerlich, in ihre Fischaugen zu sehen - die meisten von ihnen sind jederzeit käuflich. (Die Zeit, 03.11.1999; nach DWDS.)

Glotzauge   „hervorstehendes Auge“

Quelle: Aber dann steht es da mit seinem kugelrunden Bauch und den melancholischen Glotzaugen und will wissen, wo es hingehört. (Die Zeit, 04.12.1987; nach DWDS.)

Glub/pschauge   „hervorstehendes Auge“
Froschauge   „rundes, hervorstehendes Auge; Auge eines Frosches“

Quelle: Fritz Schediwy spielt König Richard den Dritten in Frankfurt: ein behender, kleiner, kahlköpfiger Mensch mit Froschaugen, der nicht nur einen Hinkefuß hat, sondern dazu eine künstliche Hand aus Silbermetall, mit der er schön-schrecklich klappern kann. (Die Zeit, 25.12.1981; nach DWDS.)

Kalbsauge   „rundes, hervorstehendes Auge; Auge eines Kalbes“

Quelle: Kein eisblaues Kalbsauge war ihr dabei zu nichtig, kein Meer zu tief. (Die Zeit, 09.11.1990; nach DWDS.)

Schaf(s)auge   „dümmlich dreinblickendes Auge; Auge eines Schafes“

Quelle: Obwohl der Anblick eines Schreibtischs voll ungelesener Zeitungen und ungeöffneter Briefe ja ungleich weniger attraktiv ist als der eines samtigen Schafsmauls oder dicht bewimperter Schafsaugen, habe ich die Gesellschaft meiner Tiere oft genug ausgeschlagen, um die des Computers aufzusuchen. (Die Zeit, 29.08.2011, Nr. 35; nach DWDS.)

Stielauge   „an einem Stiel hervorstehendes Auge“

Quelle: Von Zeit zu Zeit ließ er seine Stielaugen feindselig und verächtlich über die Menge hinschweifen. (K. Schönherr; nach DWb. s.v.)

Stierauge   „glotzendes Auge; Auge eines Stieres“

Quelle: Aus seinem Paar Stieraugen schoß nicht ein Fünkchen Menschenliebe. (K. v. Eckhartshausen; nach DWb. s.v.)

Dackelaugen   „Augen so dunkelbraun wie die eines Dackels“

Quelle: Auch der härteste Brummifahrer bringt es nicht übers Herz, den Zebrastreifen zu ignorieren, wenn man ihn lange genug mit Dackelaugen anschaut. (Die Zeit, 18.03.2013 (online); nach DWDS.)

Drachenauge   „geschlitztes, intensiv blickendes, grünliches Auge“

Quelle: Was aber sieht der Westen? Doch nur ein „wütendes“, „zähnefletschendes“ China symbolisiert von einem bösen Drachenauge, mit dem das angesehene Londoner Magazin The Economist in dieser Woche seine Titelseite schmückt. (Die Zeit, 05.05.2008 (online); nach DWDS.)

Eulenauge   „grünlich-gelbes Auge“

Quelle: Athene spannt die Flügel aus und blickt mit großen Eulenaugen. (Die Zeit, 25.03.1996, Nr. 13; nach DWDS.)

Feuerauge   „leuchtendes, intensiv blickendes Auge“

Quelle: Namentlich aber hatte es uns ein etwa achtjähiger Bengel angetan mit ein paar dunklen Feueraugen in dem schönen, lebendigen, sonnverbrannten Gesicht, ein Bengel, wert, von einem Murillo verewigt zu werden. (Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe) 01.03.1908; nach DWDS.)

Flammenauge   „leuchtendes, gelbliches Auge“

Quelle: Am ehesten könnte ich sagen, er habe Daniels Alter, den wir uns eigentlich immer als Jüngling und gleichzeitig als den Propheten mit Flammenaugen denken und feuerflüssigem Bart. (Langgässer, Elisabeth, Das unauslöschliche Siegel, Hamburg: Claassen & Goverts 1946, S. 492; nach DWDS.)

Funkelauge   „funkelndes, hell strahlendes Auge“

Quelle: Das Boot glitt unter die Brücke, und er befestigte es an einem Pfahl, an der dunkelsten Stelle, in der Hoffnung, den Funkelaugen des höllischen Ungeheuers dort entgehen zu können. (Stucken, Eduard, Die weißen Götter, Berlin: Reiß 1918/19, S. 561; nach DWDS.)

Glutauge   „funkelndes, hell strahlendes Auge“

Quelle: Wohl oder übel muß sie vom griechischen Barkeeper mitsamt Glutaugen ablassen, um die seltsamen Todesfälle aufzuklären. (Die Zeit, 11.03.1988, Nr. 11; nach DWDS.)

Goldauge   „goldfarbenes Auge“

Quelle: Das Mädchen mit den Goldaugen. (nach DWb s.v.)

Haselnussauge   „Auge mit der Farbe einer Haselnuss“
Hundeaugen   „dunkelbraunes Auge“

Quelle: Auf Kluttigs mahlenden Backenknochen und in Weisangks hilflosen Hundeaugen sah er die Wirkung seiner Worte. (Apitz, Bruno, Nackt unter Wölfen, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verl. 1958, S. 39; nach DWDS.)

Katzenauge   „1. grünes Auge; 2. Schlusslicht bei Fahrrädern, Rückstrahler“

Quelle: Zwei talergroße Katzenaugen mustern meinen Rucksack. (Die Zeit, 08.06.2009; nach DWDS.)

Kuhauge   „dunkles Auge; Auge einer Kuh“

Quelle: Die alte Fürstin starrte sie an mit runden Kuhaugen, als verstände sie gar nicht, was dieses junge Ding da meine. (Ewers, Hanns Heinz, Alraune, München: Müller 1911, S. 302; nach DWDS.)

Rehauge   „dunkles Auge“

Quelle: Carmen hat schulterlanges braunes Haar, ein rundes, klares Kindergesicht, Rehaugen und lange Wimpern, weiße Zähne und ein ansteckendes Lachen; sie ist ein bißchen pummelig, ein bißchen tapsig. (Die Zeit, 29.05.1970, Nr. 22; nach DWDS.)

Samtauge   „dunkel-samtiges Auge“

Quelle: Sie heißt Olympia und hat braune Samtaugen. (Die Zeit, 09.08.1963, Nr. 32; nach DWDS.)

Sonnenauge   „hell leuchtendes Auge“

Quelle: Erst recht also mußte das Pantheon Weltall spiegeln, mit Kuppel und Sternrosetten, mit sieben Planetennischen und dem von oben hereinblickenden Sonnenauge. (Bloch, Ernst, Das Prinzip Hoffnung Band 2, Berlin: Aufbau-Verl. 1955, S. 304; nach DWDS.)

Sternenauge   „(dichterisch) strahlendes Auge“

Quelle: Er parodiert mit Vorliebe die barocken Metaphern höfischer Liebe und Schwärmerei, die schon damals zum Klischee erstarrten Sternenaugen, die schneeigen Wangen und Perlenzähne. (Die Zeit, 15.04.2014, Nr. 16; nach DWDS.)

Veilchenauge   „intensiv-blaues Auge“

Quelle: Und gerade, wie ich hinüberguckte, sah die schöne Person zu mir herüber, mit frommen Veilchenaugen. (Ganghofer, Ludwig, Lebenslauf eines Optimisten. Stuttgart: Adolf Bonz, 1909-1911., S. 25017; nach DWDS.)

Vogelauge   „rundes, schwarzes, stechend blickendes Auge“

Quelle: Blasse Vogelaugen richteten sich auf sie. (Jentzsch, Kerstin, Seit die Götter ratlos sind, Berlin: Verl. Das Neue Berlin 1994, S. 389; nach DWDS.)

Facettenauge   „in Facetten aufgeteiltes Auge“

Quelle: Die Steine glühen, an den Häuserwänden kleben die Fliegen, schwirren nur träge auf, wenn ein Schatten in ihre Facettenaugen dringt und sie scheucht. (Neutsch, Erik, Spur der Steine, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verl. 1964, S. 9; nach DWDS.)

Knopfauge   „rundes Auge, das an einen Knopf erinnert“

Quelle: Er sieht so dumm aus wie ein Huhn; die blauen Knopfaugen glotzen in die Welt; in dieses Hirn geht nichts mehr hinein - das ist gewiß. (Tucholsky, Kurt, Holzapfel und Schlehwein, in: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000; nach DWDS.)

Kulleraugen   „runde Augen“

Quelle: Nach dem Anschließen erscheinen Kulleraugen und ein freches Zahnlückenlächeln auf dem Telefondisplay, und Romo ist einsatzbereit. (Die Zeit, 13.03.2014, Nr. 11; nach DWDS.)

Mandelauge   „mandelförmiges Auge“

Quelle: Ein schlafblasses Gesicht mit schwarzem Haar und Mandelaugen blickte herunter. (Kreuder, Ernst, Die Gesellschaft vom Dachboden, Stuttgart: Rowohlt 1946, S. 89; nach DWDS.)

Mausauge   „rundes, schwarzes Auge; Auge einer Maus“

Quelle: Finster stand er da; man ging in weitem Bogen um seine böse glitzernden Mausaugen. (Feuchtwanger, Lion, Erfolg, Berlin: Kiepenheuer 1930, S. 470; nach DWDS.)

Schlangenauge   „geschlitztes Auge“

Quelle: Mein zweiter Name ist Schlangenauge. (Die Zeit, 10.11.2012, Nr. 45; nach DWDS.)

Schlitzauge   „schlitzförmiges Auge; abwertende Bezeichnung für einen Asiaten“

Quelle: Riesige Schlitzaugen öffnen sich auf einem Bild Grandvilles am Himmel; die Großbomber der Zukunft freilich und die Atombombe wurden vom schrecklichsten Hohn nicht vorgesehen. (Bloch, Ernst, Das Prinzip Hoffnung Band 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 464; nach DWDS.)

Schweineauge   „Auge wie das eines Schweines; Auge eines Schweines“
Schweinsauge   „Auge wie das eines Schweines“
Glasauge   „künstliches Auge aus Glas“

Quelle: Glasauge: „hedge“, da kein Körperteil, sondern aus Glas oder anderem Material, aber anstelle des echten Auges.

Kunstauge   „künstliches Auge“

Quelle: Gegen eine Gebühr von 50 Pfennigen erhalten Sie stattdessen ein Paar Kunstaugen. (Die Zeit, 30.10.1947, Nr. 44; nach DWDS.)

Vierauge   „Brille“

Quelle: Scherzhaft für "Brillenträger".

Eiterauge   „eiterndes Auge“
Fieberauge   „durch Fieber glänzendes, rötliches Auge“

Quelle: Sogleich ließ er, um die Fieberaugen zu schonen, im Krankenzimmer statt der Wachslichter die magische Hängelampe aus Beinglas brennen. (J.P.; nach DWb. s.v.)

Greisenauge   „krankes, nicht mehr gut sehendes Auge“

Quelle: Und in den Greisenaugen des - andern blitzte die ganze Jungens-Taugenichtigkeit wie vor sechzig Jahren. (Raabe, Wilhelm, Altershausen, Berlin: Jahnke 1911, S. 303; nach DWDS.)

Plerrauge   „triefendes, eiterndes Auge“

Quelle: Beide Bären .. haben ein blöd Gesicht, deszhalben sie oftermals Pläraugen bekommen. (Forer; nach DWb. s.v.)

Scheelauge   „schielendes Auge“

Quelle: Der Naturforscher hatte den besseren Blick als die Literaten, die den Emporkömmling mit den Scheelaugen der Zunft betrachteten. (Die Zeit, 31.03.2005, Nr. 14; nach DWDS.)

Schielauge   „schielendes Auge“

Quelle: Sie holen drei blinde Passagiere von Bord, einen Dicken mit Schielauge, einen Mann mit Pilgermütze aus Mekka und einen schmierigen Typen mit schwarzem Filzhut. (Die Zeit, 13.08.1993; nach DWDS.)

Suppauge   „(landschaftlich) triefendes, eiterndes Auge“
Triefauge   „eiterndes, triefendes Auge“

Quelle: Da er ein Triefauge hat, welches Timanthes nicht wiedergegeben hat, wird dieser als Schmeichler und Lügner abgelehnt. (Curtius, Ernst Robert, Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Basel: Francke 1948, S. 545; nach DWDS.)

Diebesauge   „Auge eines Diebes“
Frauenauge   „Auge einer Frau“

Quelle: Es ist von der Melancholie der blauen Frauenaugen beeindruckt. (Die Zeit, 20.02.1995, Nr. 08, nach DWDS.)

Freundesauge   „Auge eines Freundes“

Quelle: Ohne zu lügen, stellte Puerto Carrero Cortez ins günstigste Licht; er sah ihn und seine Taten mit Freundesaugen. (Stucken, Eduard, Die weißen Götter, Berlin: Reiß 1918/19, S. 483; nach DWDS.)

Geisterauge   „Auge eines Geistes“

Quelle: In diesen Tälern und Schluchten, zwischen Steinen und Graten und auch an den Ufern des von Salz gesättigten Wassers, das stumpf ist wie Blei, glaubt man sich von unsichtbaren Beobachtern, von hundert Geisteraugen verfolgt. (Die Zeit, 24.04.1964, Nr. 17, nach DWDS.)

Geistesauge   „inneres Auge; Auge des Geistes“

Quelle: Sie strebte nach der Anschauung der unmittelbaren menschlichen Persönlichkeit, ich nach der Weltoffenbarung, welche diese Persönlichkeit auf dem Grunde der Seele durch das sich öffnende Geistesauge suchen kann. (Steiner, Rudolf, Mein Lebensgang, Eine nicht vollendete Autobiographie, in: »Das Goetheanum«, Internationale Wochenschrift für Anthroposophie und Dreigliederung, Dornach, 9. Dez. 1923 bis 5. April 1925., S. 65550; nach DWDS.)

Gespensterauge   „Auge eines Gespenstes“

Quelle: Plötzlich eine geisterhafte Gestalt am Bett - eine Doppelgängerin mit Gespensteraugen. (Die Zeit, 24.11.1999, Nr. 47; nach DWDS.)

Guckauge   „(vertraulich) Auge des Kleinkindes“

Quelle: Im ärmlichsten Teile der zweiten Avenue New-Yorks sitzt am Heiligen Abend im Bettchen der öden Dachkammer ein verlassenes Menschenkind, Klein Gretchen, ein niedliches Mädelchen mit goldenen Flechten und herzigen Guckaugen, die aber jetzt vom Weinen gerötet sind. (Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe) 03.03.1905; nach DWDS.)

Kennerauge   „Auge eines Kenners, eines Profis“

Quelle: Eine Wertsteigerung bestätigt hingegen das Kennerauge des Sammlers. (Die Zeit, 02.01.2012; nach DWDS.)

Kinderauge   „Auge des Kindes“

Quelle: Und während sich die Kamera gar nicht sattsehen kann an den großen, dunklen Kinderaugen des kleinen Helden, ist man unangenehm berührt von einer Dramaturgie, die vor allem von sich selbst ergriffen ist. (Die Zeit, 17.04.2014, Nr. 17; nach DWDS.) Im übertragenen Sinne auch in der Bedeutung von "staunen" (Kinderaugen bekommen).

Männerauge   „Auge eine Mannes“

Quelle: Eine junge Tochter armer Eltern kann sich keine Aerobic-Kurse leisten und dort, vor neugierigen Männeraugen abgeschirmt, im modischen, hauteng anliegenden Anzug und dick geschminkt tanzen. (Die Zeit, 11.12.1992, Nr. 51; nach DWDS.)

Menschenauge   „Auge eines Menschen“

Quelle: Denn ich habe Melanie sofort erkannt, die wieder scheinheilig ihre Augen halb zufallen läßt und nicht mehr funkelt mit ihren Menschenaugen. (Bachmann, Ingeborg, Malina, Frankfurt a.M., Suhrkamp 1971, S. 188; nach DWDS.)

Mörderauge   „Auge eines Mörders“

Quelle: Und den Mordstahl seh ich blinken / Und das Mörderauge glühn; / Nicht zur Rechten, nicht zur Linken / Kann ich vor dem Schrecknis fliehn. (Tucholsky, Kurt, Was wäre, wenn ... ?, in: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000; nach DWDS.)

Mutterauge   „Auge einer Mutter; besorgt blickendes Auge“

Quelle: Und keine heimlich raunende Stimme flüsterte dem Wirt zu, wer der fremde Gast sei, und auch das Mutterauge erkannte ihn nicht. (Die Zeit, 21.09.1962; nach DWDS.)

Schalksauge   „Auge ein Schlaks, eines Witzboldes“

Quelle: Ein alter Brite, bartlos mit schneeweißem Haar und Schalksaugen. (Arnold Zweig; nach DWDS.)

Teufelsauge   „Auge des Teufels“
Vaterauge   „Auge des Vaters“

Quelle: Der Sohn bot dem Vaterauge keinen schönen Anblick. (Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe) 16.03.1940; nach DWDS.)

Verwunderungsaugen   „verwundert blickende Augen“

Quelle: Als wir noch Kinder waren, schauten wir mit großen Verwunderungsaugen in eine märchenschöne Welt. (Friedrich Lienhard; nach DWb. s.v.)

Zauberauge   „Auge, das andere bezaubert“
IST: bei Tieren
Facettenauge   „aus zahlreichen Teilen zusammengesetztes Auge der Insekten und mancher Krebstiere, Netzauge“

Quelle: Manche sind klein wie Fruchtfliegen, andere so groß, dass man Flügel, Sprungbeine und Facettenaugen erkennen kann. (Die Zeit, 04.11.2012; nach DWDS.)

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Adlerauge   „scharf blickendes Auge“

Quelle: Aber nicht nur die Glut des blitzenden Adlerauges spricht innere Wahrheit, auch der obere Umriß, auch die übergewälzte Stirnhaut -- zeigt seinen Zorn, und seinen Muth. (Lavater, Johann Caspar: Physiognomische Fragmente, zur Beförderung der Menschenkenntniß und Menschenliebe. Bd. 2. Leipzig u. a., 1776; nach DWDS.)

Argusauge   „scharfes, wachsames Auge“

Quelle: So ists, sonst weiß ich nichts was glücklich wär zu preisen als nur Thatenfroh immer Neues schaffen, und nimmer mit Argusaugen Altes bewachen. (Arnim, Bettina von: Die Günderode. Bd. 1. Grünberg u. a., 1840; nach DWDS.)

Falkenauge
Frauenzimmerauge

Quelle: Es gibt gewisse Dinge, wo ein Frauenzimmerauge immer schärfer sieht, als hundert Augen der Mannspersonen. (Gotthold Ephraim Lessing 1, 408).

Kunstauge   „ein für Kunst empfängliches Auge“
Künstlerauge
Luchsauge   „scharf blickendes, wachsames Auge“

Quelle: Daß Weiber für Weiberschwächen solche Luchsaugen haben! (Schiller, Friedrich: Kabale und Liebe. Mannheim, 1784; nach DWDS.)

Malerauge   „Auge wie es ein Maler haben sollte“

Quelle: In dieser Gruppe war Velazquez der folgerichtigste im Princip, die grösste technische Kraft und das feinste Malerauge. (Justi, Carl: Diego Velazquez und sein Jahrhundert. Bd. 1. Bonn, 1888; nach DWDS.)

Seherauge
Spähauge
Späherauge

Quelle: Aber schnell, wenn ein Späherauge sie entdeckt, verschrumpfen sie, hängen sich an den Ginsterstrauch, sie klettern in die Hagebutte. (Alexis, Willibald: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht oder Vor fünfzig Jahren. Bd. 1. Berlin, 1852; nach DWDS.)

Bollauge
Bollerauge
Bolzauge

Quelle: landsch.: bairisch.

Glarauge

Quelle: landsch.: niederdt.

Glotzauge   „(salopp, abwertend) glotzendes, hervorstehendes Auge“

Quelle: Ich kletterte hinauf, nahm die artigen Blümchen aus dem Glase, steckte sie ruhig auf meine Mütze, und kümmerte mich wenig um die aufgesperrten Mäuler, versteinerten Nasen und Glotzaugen, womit die Leute auf der Straße, besonders die alten Weiber, diesem qualifizirten Diebstahle zusahen. (Heine, Heinrich: Reisebilder. Bd. 1. Hamburg, 1826; nach DWDS.)

Glupauge

Quelle: landsch.: niederdt.

Glupschauge
Kalbsauge

Quelle: Eschenmichel schlug Alles nach, was er in der Kabbala, bei den Gnostikern und bei Emanuel von Swedenborg über Engel finden konnte, Kernbeißer sah mit thränenden Blicken in die Wolken und dichtete schöne Lieder, in deren Einem er den seelenvollen Ausdruck eines Kalbsauges pries. (Immermann, Karl: Münchhausen. Bd. 2. Düsseldorf, 1839; nach DWDS.)

Kuhauge   „glotzendes Auge wie das einer Kuh“
Polzauge
Schafsauge
Starrauge
Stielauge
Stierauge
Wachsfigurenauge
Blauauge

Quelle: Seine Hakennase eine wahre heraldische Siegelprobe von Energie und Charakter, sein Blauauge treu, wie der sicherste Ankergrund. (Kürnberger, Ferdinand: Der Amerika-Müde. Frankfurt (Main), 1855.; nach DWDS.)

Blutauge

Quelle: Jean Paul, nach DWb s.v.

Drachenauge   „besonders scharf glänzendes Auge; Auge eines bösen Menschen“
Dunkelauge
Eulenauge   „besonders glänzendes Auge; geblendetes, blinzelndes Auge; grünlich-gelbes Auge“

Quelle: Zur Sonne schaut der Aar mit Muth, / die weh dem Eulenauge thut. (Friedrich Rückert; nach DWb. s.v.)

Fackelauge
Feuerauge   „leuchtendes, intensiv blickendes Auge“

Quelle: Schon ergreift sie mich / mit ihren Feueraugen, wirft von fern / der Blicke Schlingen, nimmer fehlend, nach mir aus. (Friedrich Schiller; nach DWb s.v.)

Flammenauge   „besonders leuchtendes Auge; Stern am Himmel; leuchtendes, gelbliches Auge“

Quelle: Da reiß ich des Bettes Vorhang / auf mit ungestümer Hast, / und mit tausend Flammenaugen / starrt die Nacht mich glotzend an. (Franz Grillparzer; nach DWB. s.v.)

Furienauge
Glanzauge
Glaraugen   „glasige blaue Augen“

Quelle: landsch. : alemann

Glühauge

Quelle: Wäre es auch selbst ein Zigeunerhauptmann wie du einer bist mit deinen Glühaugen. (Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau; nach DWb s.v.)

Glutauge   „funkelndes, hell strahlendes Auge“

Quelle: Daher jener ... seelauszehrende Fleiß (des Genies), der nagende Hunger nach Wissen und Übermögen, ... das Seelengerippe mit Glutaugen. (Johann Gottfried Herder; nach DWb. s.v.)

Grellauge
Himmelsaugen
Katzenauge
Lichtauge
Rehauge   „großes braunes Auge“

Quelle: Meine Liebste mit den frommen treuen / braunen Rehesaugen sagt, sie habe / blaue einst als Kind gehabt. (Friedrich Rückert; nach DWb. s.v.)

Samtauge
Schwarzauge   „schwarzes Auge“

Quelle: Dein Schwarzaug' sucht des Witzes breite Scheiben, / jedoch dein schöner Mund des Bechers Rand. (Gottfried Keller, nach DWb s.v.)

Sonnenauge   „hell leuchtendes Auge“

Quelle: Zwei weitoff'ne Sonnenaugen / webten, webten unermüdlich, / wie zwei gold'ne Schwesterspinnen; / in der mitte dieses Lebens / glühte solch ein Doppelstern. (Gottfried Keller; nach DWb. s.v.)

Sternenauge

Quelle: Doch droben aus dem dunkeln Himmel schauten / Herunter auf mein Grab die Sternenaugen, / Die süßen Augen! und sie glänzten sieghaft / Und ruhig heiter, aber voller Liebe. (Heine, Heinrich: Reisebilder. Bd. 1. Hamburg, 1826; nach DWDS.)

Sternäuglein
Taubenauge
Veilchenauge   „intensiv blaues Auge“

Quelle: O süße Lichter, holde Veilchenaugen, / so seid ihr mir noch immer treu geblieben. (Heinrich Heine; nach DWb. s.v.)

Vergißmeinnichtauge
Vogelauge   „rundes, schwarzes Auge“

Quelle: Ist er nicht ein Geschöpf, das Hand hat, das einst tasten und wenigstens sich selbst betasten konnte; ein Vogelauge, ganz Schnabel, ganz Blick, ganz Fittig und Klaue, wird nie von diesem Dinge (Statue) als Vogelansicht haben. (Johann Gottfried Herder; nach DWb. s.v.)

Wasserauge   „Augen blau wie Wasser“
Froschauge   „hervorquellendes Auge wie das eines Frosches“

Quelle: Seine Stimme überschlug sich, seine runden, weissen Froschaugen waren ihm dick aus den dunklen Höhlen gequollen. (Holz, Arno; Schlaf, Johannes: Papa Hamlet. Leipzig, 1889; nach DWDS.)

Löwenauge
Mausauge   „rundes schwarzes Auge; Auge einer Maus“

Quelle: Die kleinen tückischen Mausaugen. (Friedrich Schiller; nach DWb. s.v.)

Menschenauge
Pantherauge
Schlangenauge   „geschlitztes Auge“

Quelle: Johanniswürmchen hier und dort, / das matte Silberfunken trug, / wie Schlangenauge überm Hort. (Annette von Droste-Hülshoff; nach DWb. s.v.)

Schlitzauge   „Auge mit enger Lidspalte“

Quelle: 's war ein großer Goldthaler, und war der Kaiser Karl darauf geprägt, mit einem grimmen Antlitz und groß offenen Schlitzaugen, und auf der Rückseite war ein gekrönt Frauenbild zu schauen und eine Schrift. (Scheffel, Joseph Victor von: Ekkehard. Frankfurt (Main), 1855; nach DWDS.)

Schweinauge
Schweinsauge
Schlitzauge
Tigerauge
Glasauge

Quelle: Glasauge: „hedge“, da kein Körperteil, ist aus Glas oder anderem Material, aber anstelle des echten Auges.

Kunstauge   „künstliches Auge“

Quelle: Irgend jemand vom Metier hätte dieses alles (die festungswerke von Luxemburg) mit Kunstaugen angesehen und sich mit Soldatenblick der sichern Einrichtung erfreut. (Johann Wolfgang Goethe; nach DWb. s.v.)

Blutauge   „entzündetes Auge“
Butterauge   „entzündetes Auge“

Quelle: mit Butter in der Bedeutung "Eiter, Schmiere".

Eiterauge
Elefantenauge   „ein bei innerer Geschwulst hervortretendes Auge“
Fieberauge
Flarrauge   „rotes, entzündetes Auge“
Flerrauge   „rotes, entzündetes Auge“
Greisenauge   „krankes, nicht mehr gut sehendes Auge“

Quelle: Und nun ist er mit den ernstfreundlichen Greisenaugen erloschen. (Friedrich de la Motte Fouqué; nach DWb. s.v.)

Plärraugen   „rote, entzündete Augen“
Plerraugen   „rote, entzündete Augen“
Scheelauge   „schielendes Auge“

Quelle: Ein falscher Hund und Schmeichler, der mit den Augen leugt und treugt (wie man sagt ein Glipauge, ein Scheelauge etc.). (Justus Georg Schottel; nach DWb. s.v.)

Scheelauge
Schielauge
Starauge   „Auge mit grünem/grauem Star“
Stielauge   „krankhaft hervortretendes Auge“

Quelle: Von Zeit zu Zeit ließ er seine Stielaugen feindselig und verächtlich über die Menge hinschweifen. (Karl Schönherr; nach DWb s.v.))

Suppauge   „Triefauge“
Traubenauge
Triefauge   „(salopp, abwertend) ständig triefendes Auge“

Quelle: Das Triefaug soff drauf los, und sieng an so gesprächig zu werden, daß dieser meynte, er werde, ehe er vom Plaz aufstehe, auskramen, was er im hintersten Winkel wisse. ([Pestalozzi, Johann Heinrich]: Lienhard und Gertrud. Bd. 3. Frankfurt (Main) u. a., 1785; nach DWDS.)

Zarrauge   „Auge, bei dem das untere Augenlid nach unter hängt und so das Innere zeigt“
Zerrauge   „Auge, bei dem das untere Augenlid nach unten hängt und so das Innere zeigt“
Diebesaugen
Biederauge   „ehrliches Gesicht“

Quelle: In dessen treues Herz und Biederauge kein Argwohn kam. (Christoph Martin Wieland; nach DWb s.v.)

Blindauge

Quelle: Siehst du denn nicht, Blindauge, daß es derselbe Cristallpocal ist? (Ludwig Tieck; nach DWb s.v.)

Diebsaugen
Frauenauge   „Auge einer Frau“

Quelle: Nur wenn das Wetter gar zu graulich, sein Brot gar zu knapp und nirgends ein freundliches Frauenauge zu erblicken war, ... behauptete (er) bei sich selbst, zu einem solchen Leben brauche man gar keinen Gott. (Gottfried Keller; nach DWb. s.v.)

Freudenauge
Freundesauge   „Auge eines Freundes“

Quelle: Ohne zu lügen, stellte Puerto Carrero Cortez ins günstigste Licht; er sah ihn und seine Taten mit Freundesaugen. (Stucken, Eduard, Die weißen Götter, Berlin: Reiß 1918/19, S. 483; nach DWDS.)

Fürstenauge
Geisterauge   „Auge eines Geistes“

Quelle: Es ist (nun) alles belebt und beseelt und blickt aus hellen Geister-augen mich an und redet mit Geister-tönen an mein Herz. (Johann Gottlieb Fichte; nach DWb s.v.)

Geistesauge   „inneres Auge; Auge des Geistes“

Quelle: Wann meine Seele sich in Gott vertieft .. / dann ist sie frei, dann, o ihr Menschen, dann / sieht sie mit Geistes-augen ihren Gott. (Johann Wilhelm Ludwig Gleim; nach DWb. s.v.)

Gespensterauge   „Auge eines Gespenstes; grauenerregendes Auge“

Quelle: Du kamst ja schon verstimmt und mit Gespensteraugen in die Sitzung. (Karl Gutzkow; nach DWb. s.v.)

Glaubensauge
Gnadenauge   „Gottes gnädiges Auge“
Gönnerauge

Quelle: o sind denn auch freylich die Radirungen nach meinen Skizzen mit Freundes- und Gönneraugen zu betrachten. (Johann Wolfgang Goethe; nach DWb s.v.)

Griechenauge

Quelle: Während Goethe mit seinem klaren Griechenauge alles sieht, das dunkle und das helle. (Heinrich Heine; nach DWb s.v.)

Heldenauge

Quelle: (Friedrich) sahe starr / mit Heldenaugen, fähig durchzusehn, / was Götteraugen sonst nur sichtbar ist, / nach dir, du Lager der Barbaren, hin. (Johann Wilhelm Ludwig Gleim; nach DWb s.v.)

Hoffnungsauge

Quelle: des Himmels Hoffnungsauge blaut (Rückert, ges. Ged. 1, 394).

Hohlauge   „leeres Auge“

Quelle: Eilt euch ihr Liebchen zu verstecken, / dort wo die alten Schachteln stehn, / hier im bebräunten Pergamen, / in staubgen Scherben alter Töpfe, / dem Hohlaug jener Todtenköpfe. (Johann Wolfgang Goethe; nach DWb s.v.)

Jammerauge   „Auge voll Jammers“

Quelle: Und das nächste Jammerauge hinter dem Vater konnte schon nicht mehr weinen. (Jean Paul; nach DWb s.v.)

Kennerauge

Quelle: Die Kette von Weinbergen, die sich von Pirna bis Meißen längst der Elbe hinzieht, und mit unzählichen Gebäuden und Lusthäusern gleichsam übersäet ist, war für sein Kennerauge die angenehmste Weide. (Sander, Heinrich: Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande, Holland, Deutschland und Italien. Bd. 2. Leipzig, 1784; nach DWDS.)

Kinderauge   „Auge eines Kindes“

Quelle: Nun haben wir Augen -- Augen -- ein schön Paar Kinderaugen. ([Hoffmann, E. T. A.]: Nachtstücke. Bd. 1. Berlin, 1817; nach DWDS.)

Knabenauge   „Auge eines Knaben“

Quelle: Um eine Blum im Korn, von Knabenaug erblickt, / um eine Blume wird wie mancher Halm geknickt. (Friedrich Rückert; nach DWb s.v.)

Kunstrichterauge

Quelle: dasz eben nicht eine Künstlerhand einem Kunstrichter-auge von nöthen ist. (Jean Paul; nach dWb s.v.)

Künstlerauge

Quelle: Auf den innern Sinn wirket sie, nicht auf das äußere Künstlerauge; und zu jenem innern Sinn gehört bei einem gebildeten oder zu bildenden Menschen Gemüth, moralische Natur, mithin bei dem Dichter vernünftige und humane Absicht. (Herder, Johann Gottfried von: Briefe zu Beförderung der Humanität. Bd. 8. Riga, 1796; nach DWDS.)

Liebesauge

Quelle: Liebesaugen gießen / sich niemals thränenleer. (Friedrich Rückert; nach DWb s.v.)

Männerauge   „Auge eines Mannes“

Quelle: Und was sich reizendes je dem Ungestümen betracht / der Männeraugen ergab. / sie (die Weiber) sollten ihre heilgen Leiber / vor Männeraugen so entweihn? (Christoph Martin Wieland; nach DWb. s.v.)

Menschenauge   „Auge eines Menschen“

Quelle: Oft sehen wir das Bild, das unsre Träume mahlen, / aus Menschenaugen uns entgegenstrahlen. (Friedrich Schiller; nach DWb. s.v.)

Mörderauge   „Auge eines Mörders“

Quelle: Und den Mordstahl seh ich blinken / und das Mörderauge glühn. (Friedrich Schiller; nach DWb. s.v.)

Mutterauge   „Auge einer Mutter, liebevoll achtgebendes Auge“

Quelle: Schon, o Tod, was, sanft entzücket, / an des Lebens Brust sich schmiegt, / sich zum süßen Liede wiegt, / und zum Mutterauge blicket! (Ludwig Uhland; nach DWb s.v.)

Rachauge   „Auge, aus dem die Rache schaut“

Quelle: Den Feldherrn, die ihr Gott ruft zu verderben, / flammts ernst vom Rachauge! (Friedrich Gottlieb Klopstock; nach DWb s.v.)

Richterauge

Quelle: Noch seh ich mich für dich mit raschen Richteraugen / nach einem Dichter um. (Gotthold Ephraim Lessing; nach DWb s.v.)

Schalksauge   „schelmisches Auge“

Quelle: Ein alter Brite, bartlos mit schneeweißem Haar und Schalksaugen. (Arnold Zweig, Elfenbeinfächer 271; nach DWDS.)

Schelmenauge   „Auge eines schelmischen Menschen“
Schwesterauge   „Auge einer Schwester; Auge, das von schwesterlicher Gesinnung zeugt“

Quelle: Lasz unsre Herzen an einander schlagen, / das Auge sich ins Schwesteraug versenken. (Franz Grillparzer; nach DWb s.v.)

Seelenauge   „inneres Auge, mit dem die Seele sieht“

Quelle: Fühlet wohl ein Gottesseher, / wann sein Seelenaug' entzückt / in die bessern Welten blickt, / fühlt er seinen Busen höher, / unaussprechlicher beglückt? (Gottfried August Bürger; nach DWb s.v.)

Seherauge

Quelle: Wir folgen blind, wohin die göttliche uns führt! Ihr Seherauge soll uns leiten. (Friedrich Schiller; nach DWb s.v.)

Späherauge

Quelle: Von der Betrachtung angehalten, / von eurem Späheraug' umstrickt, / verriethen die vertraulichen Gestalten / den Talisman, wodurch sie euch entzückt. (Friedrich Schiller; nach DWb s.v.)

Spötterauge
Spionenauge   „neugieriges Auge wie das eines Spions“

Quelle: Er drückte der kleinsten (Schwester) zweimal zum Spaße die Spionenaugen zu. (Jean Paul, Hesp. 1, 205).

Sünderauge

Quelle: Mich (schreckt sein Blick) nicht: ich kann in Sünderaugen sehen. (Ernst Raupach; nach DWb s.v.)

Teufelsauge
Tigerauge   „Auge eines Tigers oder wie eines Tigers“

Quelle: Und immer finstrer wird die Nacht, in der wir ganz allein mit Tigeraugen sehen. (Johann Wolfgang Goethe; nach DWb s.v.)

Totenauge   „totes, gebrochenes Auge“

Quelle: Und sie (die armen Seelen) sah'n ein schönes Wunder / mit verblüfften Totenaugen. (Gottfried Keller; nach DWb s.v.)

Traumauge   „träumerisches Auge“

Quelle: (Der Page) träumte mit seinem Gewissen in den ... Bildern, welche vor seinem Traumauge aufstiegen. (Conrad Ferdinand Meyer; nach DWb s.v.)

Tränenauge

Quelle: Was gilt uns die Sonne? / Um Thränenaugen ist's doch ew'ge Nacht. (Christian Gottfried Körner; nach DWb s.v.)

Trotzauge
Vaterauge   „Auge eines Vaters“

Quelle: Hat er nicht recht Vateraugen? (Ludwig Tieck; nach DWb. s.v.)

Verräterauge   „Auge eines Verräters“

Quelle: In Schlummer gehüllet war jedes Gesicht; Doch ach! das Verrätheraug' schlummerte nicht. (Bürger, Gottfried August: Gedichte. Göttingen, 1778; nach DWDS.)

Verstandesauge
Verstandsauge
Vorsichtsauge   „Auge der Vorsehung“
Wahnsinnsauge

Quelle: Deine Augen lugen schräg, halbgeschlossen wieder, zu mir hin, die Wahnsinnsaugen einer Mörderin. (Detlef von Liliencron; nach DWb s.v.)

Weiberauge
Weisheitauge
Wolfsauge   „Auge des Wolfes; Auge, das dem Wolfsauge in Farbe oder Ausdruck ähnlich ist“
Zauberauge
IST: bei Tieren
Krebsauge   „Auge des Krebses; ein halbkugeliger Stein, der sich im Inneren von Krebstieren findet und zur Bildung des Panzers dient“

Quelle: Sie könnte ihnen eben so gut Rattenpulver oder geschabte Nägel als gepülverte Krebsaugen eingeben. (Christoph Martin Wieland; nach DWb s.v.)

künstlicher Augenersatz
Glasauge   „künstliches Auge aus Glas; Brille“

Quelle: Zuweilen blitzte der Mond oder das vorüberfliegende Licht eines Bauerhauses durch den Wagen und streifte flüchtig bald eine bleiche Nase, bald einen martialischen Schnurrbart, bald die Glasaugen einer Brille. (Eichendorff, Joseph von: Dichter und ihre Gesellen. Berlin, 1834; nach DWDS.)

Basiliskenauge

Quelle: Allein ein mir aufsätziger Egoist und transzendentaler Realist ließ einen Gedanken aus seinem Kopfe los, der ein tödtendes Basiliskenauge für alle Wesen, und der Stoßvogel des Universums war. (Jean Paul; nach DWb s.v.)

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
kalbsauge
katzenauge
ochsenauge
schelauge   „schielendes Auge; feindliches, missgünstiges Auge (übertragen)“

Quelle: und wo sie es ja thun müssen, das sie nicht gerne thun, da künnen sie gleichwol schaulen und lauren, bis sie jre zeit ersehen, künnen dazu jre scheelaugen und schalcksgesicht fein eine zeitlang bergen. (Martin Luther; nach DWb s.v.)

schielauge
triefauge
menschenauge
diebesauge   „Auge eines Diebes“

Quelle: diebesaugen sehen durch einen doppelten mantel was einer im beutel hat. (Georg Henisch; nach DWb. s.v.)

schalksauge   „Auge eines Schalks“

Quelle: man wil je mit dem schalksauge sehen alleine auff die straffe, wie wehe sie thut, und nicht auch auff die schuld und verdienst, und unaussprechlichen schaden, und verderben, das da hette müssen folgen. (Martin Luther; nach DWb s.v.)

teufelsauge   „Auge des Teufels“

Quelle: da stach er (teufel) all den gaissen sein / die augen aus und setzt in ein / sein teuffels-augen (Hans Sachs; nach DWb s.v.)

wehmuthauge   „wehmütig blickendes Auge“

Quelle: ich schaue dich allhier mit wehmuths-augen an, / mich regt itzt deine noth, mich nagen deine schmertzen (Christian Hofmann von Hofmannswaldau; nach DWb s.v.)

weibsauge
wolfsauge   „Auge eines Wolfs oder wie das eines Wolfs“

Quelle: als ich an ayner sambstagnacht / gieng durch den waldt, gar unbedacht, / […] / sach ich im holtz gegen mir glimmern / fewrig wie wolffesaugen schimmern. (Hans Sachs; nach DWb s.v.)

Mittelhochdeutsch

Allgemein
glarrouge   „Glotzauge“
einouge   „Zyklop“
hërzenouge   „Auge des Herzens“
spürouge
menschenouge   „Auge eines Menschen“
rëbouge   „Gemma; Edelstein“
IST: bei Tieren
agelsterouge   „Hühnerauge“
geiჳouge   „Auge einer Ziege“
krëbeჳouge   „Auge des Krebses; ein halbkugeliger Stein, der sich im Inneren von Krebstieren findet und zur Bildung des Panzers dient“
niunouge   „Neunauge; fischähnliches Wirbeltier mit lang gestrecktem, einem Aal ähnlichen Körper“
ohsenouge   „Auge eines Ochsen; etwas Kleines, Geringes“
rôtouge   „ein Fisch“
tûbenouge   „Auge einer Taube“
valkenouge   „Auge eines Falken“

Althochdeutsch

Allgemein
tūbūnouga   „Taubenauge“
wīzouga   „weißer Fleck im Auge“

Eigentl. Bedeutung & ÜbertragungenInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Auge   „Knospe“
Auge   „Punkt auf dem Würfel“
Auge   „Wert einer Spielkarte“
Auge   „Fetttropfen auf der Suppe“
Bullauge   „Fenster beim Schiff“
Gottes Auge   „Sonne“
Hühneraugen   „verhornte Stellen an den Zehen“
das Auge   „windstilles Zentrum“
Das Auge   „windstilles Zentrum“
Katzenauge   „reflektierendes Stück Plastik, das vor allem an Fahrradreifen angebracht ist; Halbedelstein“
magisches Auge   „Teil eines Radios“
Ochsenauge   „Spiegelei; Sandgebäck oder Mandelgebäck mit Marmelade in der Mitte“
Pfauenauge   „Schmetterlingsart“
Tagpfauenauge   „Schmetterlingsart“
Nachtpfauenauge   „Nachtfalterart“
Tigerauge   „ein Halbedelstein“
blaues Auge   „Bluterguss um das Auge herum“
blauäugig   „naiv“
Neunauge   „ein Fisch“

Quelle: Possessivkompositum "Fisch, der neun Zeichnungen hat, die wie Augen aussehen".

Rotauge   „ein Fisch“
Augenblick   „kurzer Moment“
Augenweide   „schöner Anblick“
Adlerauge   „Person, die sehr scharf sieht“
Falkenauge   „Person, die sehr scharf sieht“
Augapfel   „Person oder Sache, auf die man sein Augenmerk legt“
Augenstern   „Person, die einem sehr wichtig ist“
das Auge   „ein Polizist“
Einauge   „Person mit nur einem sehenden Auge“
Holzauge   „(scherzhaft) pass auf, sieh dich vor! Ermahnung zu erhöhter Wachsamkeit, um nicht übervorteilt oder hintergangen zu werden; Herkunft ungeklärt“
Schlitzauge   „Angehöriger asiatischer Ethnien“
Triefauge   „Person, die nicht richtig sehen kann und sich ungeschickt anstellt“

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Auge   „Knospe“
Auge   „Punkt auf dem Würfel“
Auge   „Wert einer Spielkarte“
Auge   „Fetttropfen auf der Suppe“
Auge   „Klumpen Metall“

Quelle: Fachbegriff aus der Metallverhüttung

Auge   „gediegenes Körnlein Metall“
Auge   „Teil des Zaumzeugs“
Auge   „Glanz“

Quelle: bei Edelsteinen oder Porzellan,

Auge   „Teil eines Webstuhls“
Auge   „Verzierung innerhalb der Schnecken von Kapitellen“
Auge   „beim Kern der Kernobste derjenige Teil, welcher aus dem verdorrten Blumenkelch entsteht“
Auge   „eine kleine hölzerne Rinne, durch welche das Pulver in die Minenkammer gelangt“
Auge   „das Loch in den Schmelzöfen, durch das dsa flüssige Metall abgelassen wird“
Auge   „das Loch, durch das der Stiel von Werkzeugen gesteckt wird“
Auge   „Öhr einer Nähnadel“
Augen   „Löcher in einem Käse“
Bullauge   „Fenster beim Schiff“
Flammenauge   „Stern am Himmel“

Quelle: da reisz ich des bettes vorhang auf mit ungestümer hast, und mit tausend flammenaugen starrt die nacht mich glotzend an (Grillparzer Ahnfrau Aufz. 2.).

Gerstenauge   „Hühnerauge“
Gottes Auge   „Sonne“
Hennenauge   „verhornte Stellen an den Zehen“

Quelle: landsch.: bairisch

Hetzeaugen   „verhornte Stellen an den Zehen“
Hockauge   „Gauner, Verräter“
Holzauge   „verholzter Trieb an Weinreben“
Hühneraugen   „verhornte Stellen an den Zehen“
das Auge   „windstilles Zentrum“
das Auge   „windstilles Zentrum“
Katzenauge   „Halbedelstein“
Krähenaugen   „verhornte Stellen an den Zehen“
magisches Auge   „Teil eines Radios“
Nachtauge   „Mond“
Ochsenauge   „Auge eines Ochsen, Schneckenart“
Pfauenauge   „augenartige Zeichnung auf den Schwanzfedern von Pfauen; Marmos mit Einschlüssen; Schmetterlingsart“
Rundochsenauge   „Bullauge“
Sonnenauge   „Sonne“
Spatzenauge   „eitriges Herpesbläschen am Mund“
Stern(en)auge   „Stern“
Sturmauge   „windstilles Zentrum des Sturms“
Weinauge   „Kospe eines Weinstocks“
Weltauge   „Sonne; Edelsteinart“
Wolfsauge   „Halbedelsteinart“
blaues Auge   „Bluterguss um das Auge herum“
Neunauge   „eine Fischart“
Rotauge   „eine Fischart“
Augenblick   „kurzer Moment“
Augenweide   „schöner Anblick“
Adlerauge   „Person, die sehr scharf sieht“
Falkenauge   „Person, die sehr scharf sieht“
Augapfel   „Person oder Sache, die einem sehr wertvoll ist“
Augenstern   „Person, die einem sehr wichtig ist“
Blindauge   „blinde Person“

Quelle: siehst du denn nicht, blindauge, daß es derselbe cristallpocal ist? (Tieck Nov. 7, 171).

das Auge   „Polizist“
Einauge   „Person mit nur einem sehenden Auge; halbblinde Person“
Geizauge   „geizige Person“
Glaurauge   „Person mit lauernden, halbgeschlossenen Augen“
Glurauge   „Person mit lauernden, halbgeschlossenen Augen“
Goldauge   „Florfliege“
Grellauge   „Person mit stechenden Augen“
Großauge   „Person mit großen Augen“
Himmelsauge   „Gott“
Hundsauge   „Schimpfwort für Menschen mit schlechter Gesinnung“
Schlitzauge   „Angehöriger asiatischer Ethnien“
Schwarzauge   „Person mit schwarzen Augen“
Starrauge   „Person mit starrenden Augen“
Triefauge   „Person, die nicht richtig sehen kann oder sich falsch anstellt“

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
auge   „aus Silber als Weihegeschenk“
auge   „Punkt auf dem Würfel“
auge   „Knospe an Pflanzen“
auge   „Nadelöhr, Türhaken, Öse, Astloch“
auge   „Fettauge, Loch im Käse“
auge   „Zeichnung auf dem Flügel eines Schmetterlings“
auge   „Sonne“
auge   „Gott“
augenkorn   „Ansatz der Knospe bei Bäumen“
augenblik
augenender   „Horizont, Gesichtskreis; Großkreis an der Sphäre, der die Weltkugel in zwei Hälften teilt“
augeneule   „Schimpfwort für einen hochmütigen Menschen“
augengot   „jmd., der sich anmaßt, höher als Gott zustehen“
augenknol   „Schimpfwort für ungehobelten Menschen; Glotzauge“

Mittelhochdeutsch

Allgemein
ouge   „Punkt auf dem Würfel“

Quelle: swer mêr ougen würfe dâ, der solde haben gewunnen; ab sîn elf ougen kumt er nit, MWb s.v. ouge.

ouge   „Knospe am Weinstock“

Quelle: got hete in erkorn als einen edeln wînstam, an dem sint tugentlîchen quam die ougen

rebouge   „Auge am Weinstock“
ougenblic   „Blick der Augen; ganz kurze Zeit, Augenblick“
ougônblic   „Blick der Augen; ganz kurze Zeit, Augenblick“
ougenender   „Horizont“
ougenknipper   „Person, die die Augen zukneift“
ougenknolle   „Schimpfwort für einen untreuen Mann“
ougentriefer   „Triefauge“

Althochdeutsch

Allgemein
ouga   „Knospe“
ouga   „Augen auf dem Würfel“
unsēres hēriron ouga   „unseres Herr Auge (eine Pflanze)“
friudilesouga   „eine Pflanze (Löwenzahn, Vergissmeinnicht?)“
ougstein   „Bernstein“
oug(a)tora   „Fenster“
niunouga   „Neunauge“
rôtouga   „Rotauge“

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Neuhochdeutsch

Allgemein
Aderhaut   „Haut über den Adern“
Augenbraue   „Haarbogen über den Augen“
Augendeckel   „Augenlid“
Augenflüssigkeit   „salzige Flüssigkeit der Augen“
Augenlid   „Augendeckel“
Augenmuskel   „Muskel um die Augen“
Augennerv   „Nerv an den Augen; Sehnerv“
Augenwinkel   „seitliches, winkeliges Ende der Augen“
Bindehaut   „Augenhaut“
Gefäßhaut   „Haut über Gefäßen“
Glaskörper   „Augenkörper“
Hornhaut   „Haut über der Augenlinse“
Iris
Lederhaut   „feste Hülle um den Augapfel“
Netzhaut   „Hülle um den Augenhintergrund, der das Sehen durch die Lichtrezeptoren ermöglicht“
Nickhaut   „zweite, bewegliche Haut über dem Augapfel bei manchen Tieren“
Sehnerv   „Nerv im Auge, der das Gesehene an das Gehirn weiterleitet“
Pupille
Tränen   „Augenflüssigkeit“
Weißes   „das Weiße um die Augen; Glaskörper der Augen“
Wimper   „Härchenreihe um die Augen“

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Augendeckel
Augenwinkel
Hornhaut
Iris
Netzhaut
Pupille
Sehnerv
Tränen
Weißes
Wimper

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
augapfel
augbogen   „Iris“
augbrawe
augdeckel   „Lid“
augecke   „Augenwinkel“
auggrube   „Augenhöhle“
auglied
augstern   „Pupille“
augweis   „Weiß der Augen“
augtropfe   „Träne“
augwinkel
augenapfel
augenbrawe
augendeckel   „Lid“
augenfedern   „feine Wimpern am vorderen Teil der Augenlider“
augenflüssigkeit
augengrube   „Augenhöhle“
augenlied
augenstern   „Pupille“
augenweis   „Weiß der Augen“
augenweisse   „Weiß der Augen“
augenwinkel

Mittelhochdeutsch

Allgemein
ougebein
ougebrâ
ougelit
ougewaʒʒer
ougenglit
ougengruobe   „Augenhöhle“
ougenregen   „Träne“
ougenvlôʒ   „Träne“
ougenvlüʒʒecheit   „Augenwasser, Träne“
ougenwâc   „Augenwasser, Träne“
ougenwaʒʒer
ougenwinkel
ougenzaher
ougenwîʒ

Althochdeutsch

Allgemein
ougapful
ougbrā(wa)   „Augenbraue“
ougfel   „Augenlid“
ouglid
swarzouga   „Pupille“
ougafel   „Augenlid“

SynonymeInfo-Icon

Neuhochdeutsch

Allgemein
Augapfel   „ganzes Auge“

Quelle: Ihre Finger sind starr abgespreizt, ganz so, als wolle sie einem Feind dieAugäpfel ausstechen, und ihre zarten Züge sind zu einer Grimasse der Wut verzerrt. (Die Zeit 27.10.2005, nach DWDS).

Sehorgan   „Auge“

Quelle: Die Augenfarbe hängt von der Menge der in der Iris eingelagerten Pigmente (Melanine) ab. Bei geringer Pigmentierung erscheinen dieSehorgane blau, bei starkem Melaningehalt braun. (Die Zeit 26.02.1993, nach DWDS).

Glotzer   „Auge“

Quelle: Säg' mir bloß nicht die Glotzer aus der Kohlrübe. (Fallada, Blechnapf 176, nach DWDS). Normalerweise in der Bedeutung "Person, die glotzt", so etwa in Aus der Menge derGlotzer löst sich ein schwerer Kerl: Josef Bierbichlers Kasimir (Die Zeit, 03.01.1997, nach DWDS).

Glubscher   „Auge“

Quelle: gibt es mehr blauäugige glubscher oder mehr braunäugige glubscher? (http://www.cosmiq.de/qa/show/1591176/gibt-es-mehr-blauaeugige-glubscher-oder-mehr-braunaeugige-glubscher/, gesehen am 8.8.2012).

Glupscher   „Auge“

Quelle: Der Ausdruck "Glupscher" bedeutet "Augen" (http://glupscher.ostarrichi.org/wort-2186-atde-Glupscher.html, gesehen am 8.8.2012).

Gucker   „Auge“

Quelle: Normalerweise in der Bedeutung "Person, die guckt": Ich saß mit drei netten, schüchternenGuckern zusammen, die der Reihe nach für drei verschiedene Girls einen Dollar spendierten; schließlich gab ich auch eine Runde-Table-Dancing. (Die Zeit, 30.08.1974, nach DWDS). Bis zum älteren Nhd. (siehe dort) nur in der Bedeutung "Fernrohr, optisches Hilfsmittel".

Lichter   „Auge“
Seher   „Auge“
Strahler   „Auge“
Sehkörper   „Auge“
GEBRAUCH: umgangssprachlich
Glotzer   „Auge“

Quelle: Säg' mir bloß nicht die Glotzer aus der Kohlrübe. (Fallada, Blechnapf 176, nach DWDS). Normalerweise in der Bedeutung "Person, die glotzt", so etwa in Aus der Menge derGlotzer löst sich ein schwerer Kerl: Josef Bierbichlers Kasimir (Die Zeit, 03.01.1997, nach DWDS).

Glubscher   „Auge“

Quelle: null

(österreichisch) Glupscher   „Auge“

Quelle: null

Gucker   „Auge“

Quelle: null

BEZUG AUF: Tiere
Lichter   „Auge“
Seher   „Auge“
Strahler   „Auge“
GEBRAUCH: medizinisch
Sehkörper   „Auge“

Älteres Neuhochdeutsch

Allgemein
Augapfel

Frühneuhochdeutsch

Allgemein
augapfel
augstern
augenstern

Mittelhochdeutsch

Allgemein
ougapfel
ougestërne
sëhe
gesiht

Althochdeutsch

Allgemein
ougapfu
gisiht
seho
giseha
noch kein europäischer Kontext verfügbar noch kein europäischer Kontext verfügbar
Symbolgrafik Baumstruktur noch keine Wortfeldgrafik verfügbar